Gemeinde München

Filialgemeinde Bad Tölz

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!

Ostern ist elementar. Wer Christin oder Christ sein will, kommt an Ostern nicht vorbei. Nicht zufällig spielen die Elemente Feuer und Wasser in der Liturgie der Osternacht eine Rolle. Das neue Feuer wird gesegnet (segnen = bene-dicere = gutsprechen/lobpreisen), an ihm wird die Osterkerze entzündet und verteilt ihr Licht auf alle Mitfeiernden. Wir hören Lesungen, auch das Osterevangelium. Dann wird Wasser bereitet, Wasser für die Taufe. Auch das Wasser wird feierlich gesegnet, gepriesen. Beide Elemente sind für uns (über-)lebensnotwendig: Das Feuer für Licht und Wärme, das Wasser zum Stillen des Durstes, aber auch zur Reinigung und zur Kühlung. Doch beide Elemente können auch zerstörerisch sein, sie können uns und was uns lieb und teuer ist, verbrennen bzw. wegschwemmen; wir können verbrennen und wir können ertrinken. Und wo bleiben in der Osterfeier die beiden anderen Elemente, die Erde und die Luft? In der Frucht der Erde, dem Brot und dem Wein verspricht Jesus den Seinen seine Gegenwart bis ans Ende der Zeiten. Zur Erde gebeugt wäscht er den Seinen die Füße am Gründonnerstag. Am Kreuz wird er über die Erde erhöht und schließlich in der Erde bestattet. Aus der Erde geht das neue Leben hervor. Von der Erde ernähren wir uns. Schließlich feiern wir Christus als den, der über die Erde erhöht ist, Himmelfahrt. Im Zeichen des Sturmes, der Luft, wird uns der Geist Gottes gesandt und wirbelt alles durcheinander, damit wir atmen können.

In diesen schwierigen Zeiten von Pandemie, Kirchenkrise, Kriegsgefahr … ist die Osterfeier für mich weit mehr als ein jährlich wiederkehrendes Ritual. Sie ist elementar. Ostern ist für mich die unverbrüchlich und unwiderrufliche Zusage des auferstandenen Christus: „Ich lebe und auch du sollst leben!“ Wir dürfen dem Leben trauen, weil es eben nicht mit dem unausweichlichen Tod zu Ende ist. Ostern IST bereits jetzt der Sieg des Lebens.

Ich wünsche Ihnen/Dir/Euch besinnliche Tage der Vorbereitungszeit, ein tiefes Erleben der österlichen Tage und eine frohe und friedvolle Festzeit.

FASTENPREDIGTREIHE
Wie im letzten Jahr werde ich auch heuer die Sonntagspredigten in der Vorbereitungszeit auf Ostern (1. bis 5. Fastensonntag + Karfreitag) unter ein Motto stellen. Im letzten Jahr war es das Thema „Beten“, das als Leitfaden für die Fastensonntage gegolten hat. In diesem Jahr möchte ich ein Thema nehmen, das im Moment gesamtgesellschaftlich äußerst negativ besetzt ist: Kirche. Von den äußeren Erscheinungsformen von Kirche, von den Skandalen und politischen Fragen im Zusammenhang mit Kirche ausgehend möchte ich den Fokus auf die einzelne Christin, den einzelnen Christen legen, unabhängig davon welcher konfessionellen Kirche jemand angehört. Ganz banal gefragt: Was habe ich davon, Mitglied in einer Kirche zu sein? Hat mein persönlicher Glaube überhaupt was mit dem zu tun, was man als den „Glauben der Kirche“ bezeichnet? Fragen über Fragen … Ich denke, gerade angesichts der Diskussion um die Rolle der Kirche(n) in der Gesellschaft, lohnt es sich für einen selber, sich dem Thema zu stellen. Herzliche Einladung!

Josephi & Verkündigung
Zwei „Werktagsfeste“ fallen auch heuer, wie in den allermeisten Jahren, in die Vorbereitungszeit auf Ostern: Der Josephstag und das Fest der Verkündigung. Inhaltlich sind diese beiden Tage eher der weihnachtlichen Thematiken zuzuordnen. Vor allem das Verkündigungsfest ist ein Fest der Menschwerdung. Aber gerade, weil diese Feste in die Ostervorbereitung fallen, denn die Menschwerdung Jesu ist nicht von seinem Tod und seiner Auferstehung zu trennen und umgekehrt. Beide Feste feiern wir in der Tennerkapelle. Den Josephitag begehen wir am Vorabend, also am 18. März, mit einer Eucharistiefeier und einem anschließenden kleinen Starkbier-Umtrunk, das Verkündigungsfest am 25. März mit einer frühmorgendlichen Eucharistiefeier, ähnlich wie die „Rorate“ im Advent und einem anschließendem Frühstück.

Die Termine für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen finden Sie unter: Aktuelle Termine in Bad Tölz

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!

In der Weihnachtszeit hat sich herausgestellt, dass die Tennerkapelle wegen der räumlichen Enge vielen in Omikron-Zeiten nicht so geheuer ist.

Wir planen deshalb von Aschermittwoch bis zum Sonntag nach Ostern (Weißer Sonntag) wieder in die ehemalige Franziskanerkirche umzuziehen. Dies würde bedeuten, dass wir auch heuer wieder die Kar- und Osterliturgie in der Franziskanerkirche feiern.

Zu 100% geklärt ist das aber noch nicht. Wir wissen auch noch nicht sicher, zu welchen Zeiten wir die Franziskanerkirche sonntags nutzen können.

Deshalb gibt es jetzt nur einen kleinen „Zwischenkirchenzettel“, der vom 2. Februar (Lichtmess) bis zum 2. März (Aschermittwoch) gilt.

Rechtzeitig vor dem Aschermittwoch erscheint dann der neue Kirchenzettel, der mindestens die ganze Fastenzeit, die Karwoche und die Osterwoche umfassen wird.

Das heißt, dass in der Fastenzeit nur die Morgengebete mittwochs um 6.30 Uhr in der Tennerkapelle stattfinden werden, alles andere, vor allem die Sonntagsgottesdienste voraussichtlich in der Franziskanerkirche. Sicher ist aber auch, dass die Sonntagsgottesdienste nicht wie im letzten Jahr um 11.00 Uhr stattfinden können, weil da die Franziskanerkirche inzwischen regelmäßig belegt ist. Wahrscheinlich wird es 9.00 Uhr. Wir werden sehen …

Auf jeden Fall lade ich ein, die Zeit des Weges auf Ostern hin spirituell zu nutzen, gerade in diesen in jeder Hinsicht so „stürmischen“ Zeiten.

Für die Sonntage plane ich in jedem Fall eine Fastenpredigtreihe.

Die Morgengebete an den Mittwochen könnte ich mir in Form der „Exerzitien im Alltag“ vorstellen mit einem Impuls, den man dann die Woche über reflektieren kann und sich am darauffolgenden Mittwoch austauscht.

Genaueres dann im Kirchenzettel der vor dem Aschermittwoch erscheint.

Es grüßt Sie/Dich/Euch herzlich

Peter Priller

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!

Von Allerheiligen bis Lichtmess – das ist ein ziemlich langer Zeitraum, den
dieser Kirchenzettel umfasst. Natürlich kann man in diesen Zeiten Planungen
immer nur unter Vorbehalt machen; wenn’s blöd läuft, kommt alles wieder
anders und wir müssen improvisieren. Wir haben uns allmählich daran
gewöhnt …
Da sind wir auch schon bei dem großen Thema am Ende eines Kirchenjahres im
November und am Anfang eines neuen Kirchenjahres, das mit dem Advent
beginnt. Alles ist vorläufig, nichts ist sicher auf dieser Welt. Was uns die
Liturgie zwischen Allerheiligen und Weihnachten jedes Jahr eindringlich vor
Augen stellt, haben wir in diesen beiden Pandemiejahren alle zusammen zu
spüren bekommen. Klar gab es auch vorher schon in jedem Menschenleben
Schicksalsschläge, Trennungen, Trauerfälle, Krankheiten u.s.w., die uns immer
wieder gezeigt haben, dass nichts sicher und nichts von Dauer ist. Aber das
trifft ja im Normalfall immer nur eine bestimmte Personengruppe, oder gar nur
Einzelpersonen, die halt davon gerade betroffen sind. Mit Corona hat’s uns alle
getroffen, die ganze Gesellschaft und das weltweit – eine Erfahrung, die vor
Corona seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bei uns niemand mehr gemacht
hat. Ob wie daraus gelernt haben? Das lässt sich sicher nicht pauschal
beantworten. Die einen haben sicher was begriffen und die werden von dieser
Erfahrung profitieren. Die anderen werden auch jetzt nichts gelernt haben
und werden, wenn die Pandemie mal wirklich abgeklungen sein wird,
möglichst schnell alles verdrängen. Ich möchte lernen aus den Erfahrungen
dieser Pandemie-Zeit. Und auch dabei hilft mir das Kirchenjahr.
Die Allerseelenzeit im November, die letzten Sonntage des alten Kirchenjahres
und auch die ersten Sonntage des Advent haben zwar ernüchternde Inhalte,
unbequeme Botschaften, aber sie münden ja nicht in einem „schwarzen Loch“.
Im Gegenteil: Sie führen und hinüber in die glanzvolle Weihnachtszeit, in eine
Zeit, in der es um Menschwerdung geht, um Nähe, um Licht im Dunkel und um
Frieden auf Erden.
„Mach’s wie Gott, werde Mensch“ hat vor vielen Jahren Franz Kamphaus in
einer Weihnachtsbotschaft gesagt und geschrieben. Wenn uns das gelingt,
dann haben wir in Bezug auf die Pandemie „aus der Not eine Tugend
gemacht“, dann haben auch wir gelernt, Mensch zu werden, so wie Jesus im
Stall von Bethlehem.

Ihr / Dein / Euer
Kurat Peter Priller

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!

 

Der kurze Kirchenzettel im späten Sommer bzw. im frühen Herbst zeigt deutlich, dass das Jahr sich neigt. Erntedank und Kirchweih stehen im Programm, die Tage werden deutlich kürzer. Der nächste Kirchenzettel wird dann schon mit Allerheiligen beginnen und in die Advents- und Weihnachtszeit hinüberführen. So schnell ist ein Jahr wieder vorbei … Ich weiß, das ist eine „Binsenweisheit“, trotzdem stimmt mich das nachdenklich.

Im zweiten „Corona-Jahr“ haben wir es allmählich gelernt, zu improvisieren, zu experimentieren, wir haben gelernt, mit einer Pandemie irgendwie zu leben. Das war noch vor zwei Jahren völlig unvorstellbar. Frühere Selbstverständlichkeiten und scheinbare Unumstößlichkeiten sind längst nicht mehr selbstverständlich oder unumstößlich. Das ist nicht wünschenswert, gleichzeitig verlangt es uns eine Flexibilität ab, die uns vorher vielleicht auch ein bisschen abgegangen ist. Mir fällt ein neueres bairisch-österreichisches Volkslied dazu ein, das zum Herbst passt und uns die Vorläufigkeit aller Dinge, auch die eigene Vergänglichkeit, vor Augen stellt:

„Halmerl wiag di, Halmerl, biag di, hutsch di, schutz di fei im Wind,
Gott behiat di, Gott bewirt di, bist ja aa a seinigs Kind!
Halmerl wiag di, Halmerl, biag di, hutsch di, schutz di fei im Wind,
Gott behiat di, Gott bewirt di, bis di aa de Sichel nimmt.“

Schöne und dankbare Herbsttage wünscht
Ihr / Dein / Euer
Kurat Peter Priller

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!

Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit …“

Wir kennen dieses sommerliche Kirchenlied von Paul Gerhardt und heuer trifft es wie sonst nie unser eigenes Empfinden nach den langen Monaten des Rückzugs. Alle wollen raus, suchen Freud … Ganz wie früher ist es natürlich noch nicht und wir wissen auch nicht, ob es in absehbarer Zeit wieder so sein wird. Aber es ist auf jeden Fall schon viel besser als in den Zeiten des Lockdowns.

Mich jedenfalls freut es, dass wenigstens wieder ein bisschen Normalität zurückgekehrt ist. Trotzdem sehe ich natürlich das Leid, das die Pandemie und ihre Folgen über die Menschen gebracht hat: Da sind die direkt Betroffenen, die sich tatsächlich infiziert haben und mit den Folgen immer noch kämpfen, da sind deren Angehörige und die Angehörigen, die einen lieben Menschen in der Zeit verloren haben, da sind aber auch viele Menschen, die indirekt psychisch oder physisch wegen der Isolation Schaden genommen haben, da sind die vielen, vielen, die wirtschaftlich ruiniert sind, oder vor dem Ruin stehen: Künstlerinnen und Künstler, Veranstalter, sonstige Kulturschaffende, Gastronomen, Hoteliers, alle möglichen Dienstleister, die nah am Menschen sind. Viele von ihnen hat es schwer getroffen. Und wirtschaftliche Not zeitigt ja zwangsläufig wieder psychische und auch körperliche Probleme. Und ganz ausgestanden ist das Ganze ja immer noch nicht.

Wie sollen wir damit umgehen? Ich denke, der Sommer ist eine Chance, die es zu nutzen gilt, nicht nur wegen des eigenen Wohlergehens – das sicher auch –aber auch, um denen eine Chance zu geben, die jetzt wieder anfangen. Es läuft zwar alles noch mit Einschränkungen, zum Beispiel im Restaurant- oder im Kulturbetrieb, aber es läuft wieder was. Wir sollten vorsichtig bleiben, uns an die Auflagen halten, aber es ist wichtig, jetzt soweit es geht, die Angebote zu nutzen und den Sommer zu genießen. Damit tun wir uns selbst was Gutes und helfen vielen, ihre gefährdete wirtschaftliche Existenz zu retten.

Und je mehr Normalität wir leben und erleben, umso gesünder ist es auf jeden Fall für unser eigenes Innenleben – wie gesagt: Mit aller Vorsicht und ohne Leichtsinn!

Warum schreib ich das in den Gemeindebrief? Der barocke evangelische Lieddichter Paul Gerhardt hat in seinem Sommerlied „Geh aus, mein Herz“ den Sommer als Quelle geistlichen Lebens, als Quelle einer Lebensspiritualität beschrieben, die den Menschen Hoffnung und Zuversicht gegeben hat. Und Paul Gerhardt hat in einer Zeit gelebt, die alles andere als sicher war. In seine Lebenszeit fällt der gesamte 30-jährige Krieg, fallen Pest und Not und Tod. Und trotz alledem, oder vielleicht auch deswegen kann er singen:

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier,
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.“

Ihnen und euch allen eine hoffnungsvolle, frohe Sommerzeit!
Ihr / Dein / Euer
Kurat Peter Priller

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unsere Kirchenzettels, liebe Freundinnen und Freunde!  

nach dem Hin- und Her in dieser Woche haben die beiden großen Kirchen nun eine klare Richtlinie für die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen in Absprache mit der Bayerischen Staatsregierung getroffen.  Das alt-katholische Bistum in Deutschland hat gestern Abend verlauten lassen, dass sich die alt-katholischen Gemeinden den jeweiligen länderrechtlichen Regelungen anschließen.   Das heißt, dass wir unsere Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern so feiern können wie vorgesehen, selbstverständlich unter peinlicher Beachtung der Hygieneschutzmaßmanen.   Damit bleibt ein einziger Gottesdiensttermin „wackelig“: Falls die Inzidenzwerte im Landkreis die Marke 100 überschreiten, tritt eine nächtliche Ausgangsperre ab 22.00 Uhr in Kraft. In dem Fall könnten wir die Osternacht natürlich nicht erst um 21.00 Uhr beginnen, denn dann käme niemand mehr rechtzeitig nach Hause. In dem Fall würden wir die Osternacht auf 19.00 Uhr vorverlegen. Vorläufig gilt für die Osternacht noch Karsamstagabend, 21.00 Uhr. (Die Erstkommunion von Nicolas Werner, die letztes Jahr wegen Corona ausgefallen ist, und die wir an Ostern nachholen wollten, haben wir auf den Sommer verschoben.)   Auch soll sich niemand, die/der wegen der Infektionsgefahr ein ungutes Gefühl hat, irgendwie unter Druck fühlen, in die Kirche gehen zu „müssen“. Wichtig ist, dass es Ihnen/Euch gut damit geht. Unsere alt-katholische Pfarrgemeinde München, sowie viele Gemeinden der Ökumene bieten auch streaming- und online-Gottesdienste an, das ist selsbtverständlich eine Alternative. Ich persönlich habe mit den Präsenzgottesdinesten unter Hygieneauflagen in der großen Franziskanerkirche keine Bedenken. Aber wie gesagt, das muss jede/jeder ganz frei selber entscheiden. Und auch wichtig: Bitte bildet vor und nach den Gottesdiensten keine „Ratsch- und Menschentrauben“ vor der Kirche! Das ist nämlich der größere Risikofaktor bei Präsenzgottesdiensten als die Gottesdienste selbst!   Am kommenden Sonntag geht es also wie geplant mit dem Palmsonntagsgottesdienst um 11.15 Uhr in der Franziskanerkirche los.   Ihnen/Euch allen eine besinnliche Karwoche und ein gesegnetes frohes Osterfest! Und bleibt gesund!   Kurat Peter Priller  

 

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,

Es ist eine Zeit, in der wir ohnehin vieles nicht „dürfen“: Lockdown, Kontaktbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperre … all das schränkt unser Leben schon ganz schön ein. Da hilft kein Jammern und kein Klagen, da müssen wir durch. Und jetzt kommt die Kirche auch noch ab dem Aschermittwoch mit ihrer „Fastenzeit“ daher. Das ist nicht gerade „sexy“ würde ich sagen. Auf was sollen wir denn noch alles verzichten?

Die Vorbereitungszeit auf Ostern („Fastenzeit“ und „österliche Bußzeit“ klingen irgendwie so nach „Sack & Asche“) kann man aber auch anders verstehen. Ich glaube nicht, dass der Liebe Gott will, dass wir uns kasteien und sauertöpfisch uns auch das noch verkneifen, was uns staatlicherseits noch erlaubt ist.

Die Vorbereitungszeit auf Ostern kann man aber auch ganz anders begreifen und nutzen. In normalen Zeiten kann man schon mal sagen, dass der Verzicht auf dieses oder jenes zwar unangenehm, aber hilfreich sein kann, um auch selber innerlich wieder frei zu werden. Es sind aber gerade keine normalen Zeiten. Deshalb ist mein Vorschlag, diese Zeit von Aschermittwoch bis Ostern heuer nicht mit einem Minus zu versehen, sondern mit einem Plus.

Das soll natürlich keine Einladung sein, jetzt mehr zu essen oder mehr zu trinken als sonst. Das wäre sehr vordergründig und ist auch nicht gesund. Aber es soll eine Einladung sein, das zu tun, was gut für uns ist. Sich Ruhe gönnen, sich zum Sport aufraffen, mal wieder ein Buch zu lesen (muss nichts Frommes sein), mal wieder einen Brief zu schreiben, so richtig klassisch mit der Hand und per Post mit Briefmarke verschicken, sich jeden Tag 20 Minuten oder ein halbes Stündchen zur Meditation niederlassen … oder … oder … oder…

Es gibt viele Möglichkeiten, diese besondere Zeit mit Plus-Zeichen zu versehen, Plus-Zeichen, die uns zwar ein bisschen Konsequenz abverlangen, die aber ein Mehr und kein Weniger für uns und unser Leben sind.

Ich wünsche Ihnen/Euch allen eine gute Zeit und bleiben wir gesund!

Ihr / Dein / Euer
Euer Kurat Peter Priller
und die Tölzer Alt-Katholiken

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unseres Kirchzettels, liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Gefühlslage in diesen Tagen ist – verständlicherweise – nicht immer ausgeglichen: Unsicherheit, Angst, Wut, Ärger … es nervt einfach. Wir alle können das Wort „Corona“ bald nicht mehr hören, obwohl, oder vielleicht besser weil uns das Virus ziemlich im Griff hat. Und wenn wir dann noch einen Blick auf die politische „Großwetterlage“ in diesem Herbst werfen, dann könnten wir auch leicht in Verzweiflung geraten.

Jede und jeder ist individuell veranlagt und reagiert auf all das auch unterschiedlich: Die einen verfallen in Panik, andere in Aktivismus und wieder andere leugnen die Situation komplett oder verharmlosen sie bewusst oder unbewusst. All diese Reaktionen sind verständlich, wenn auch nicht immer angemessen.

Ja – das Leben ist unsicherer geworden. Oder vielleicht müssten wir sagen: Die Pandemie hat uns die Unsicherheit des Lebens erneut vor Augen geführt. Vieles, ja beinahe alles, was uns jahrelang als selbstverständlich erschien, ist plötzlich nicht mehr sicher. Wir erleben Einschnitte, wie sie zuletzt bei uns die Menschen im Krieg erlebt haben. Aber mal ehrlich! In all den Jahren, in denen es uns gut ging, gab es doch auch permanent Situationen, Vorfälle, Begebenheiten, die uns diese Unsicherheit immer wieder haben spüren lassen: Nahestehende Menschen, oder auch wir selbst, sind erkrankt, teilweise ernsthaft; Menschen, die uns lieb waren, sind verstorben; Beziehungen, Ehen, Familien sind zerbrochen und plötzlich haben wir uns auch all die Jahre über immer wieder neu in Situationen gefunden, die wir ein paar Monate vorher nicht für möglich gehalten hätten. Und jetzt ist es eigentlich das Selbe, nur dass es alle gleichzeitig betrifft, flächendeckend, weltumspannend.

Wir gehen jetzt in den November, den Monat, der, zumindest uns auf der nördlichen Halbkugel, immer schon die Begrenztheit, ja die Endlichkeit allen menschlichen Planens und Seins vor Augen geführt hat: Allerheiligen & Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag … all diese Tage sind ja nicht zufällig im November. Der November 2020 fasst dieses „Corona-Jahr“ 2020 nochmal treffend zusammen. Aber er führt uns auch zum Neuanfang des neuen Kirchenjahres, das am Vorabend des ersten Adventsonntags beginnt. Neu-Anfang, obwohl die Krise noch nicht überwunden ist, das macht Hoffnung. Wir beginnen ein neues Kirchenjahr am ersten Adventswochenende und auch dieses wird noch anders sein als bisher.

Doch die Advents- und Weihnachtszeit wird dieselbe Botschaft enthalten, die uns seit wir denken können in der Advents- und Weihnachtszeit gesagt wird: „Fürchtet euch nicht!“

Gerade in dieser Zeit der Verunsicherung und der Angst bekommt die Weihnachtsbotschaft eine neue Deutlichkeit: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, Christus, der Herr.“  Gott wird Mensch – das ist das Einmalige am christlichen Glauben. Wir feiern seit Jahrhunderten ein Fest der Menschlichkeit. Sagen wir uns gegenseitig diese frohe Botschaft immer wieder zu und geben wir sie weiter an alle Menschen, die sie brauchen, damit sie leben können: „Fürchtet euch nicht!“

Besinnliche Tage im Spätherbst, eine ruhige und geistvolle Adventszeit, ein hoffnungsfrohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Segen im neuen Jahr 2021 wünscht Ihnen / Dir / Euch

Ihr / Dein / Euer
Kurat Peter Priller

 

Hausbesuche – Krankenkommunion – Krankensalbung

Gerne komme ich zu Ihnen nach Hause zum Seelsorgsbesuch und/oder bringe Ihnen die Kommunion, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Gottesdienst kommen können. Selbstverständlich gelten auch da die Hygiene-Maßnahmen 
Anruf genügt: (08041) 73550
Kurat Peter Priller

 

Erwachsene fragen nach der Taufe

In letzter Zeit wurde ich von mehreren Erwachsenen, die noch in keiner Kirche getauft worden sind, nach der Taufe gefragt. Nun geht eine Erwachsenen-Taufe nicht „von heute auf morgen“. Dieser geht eine gewisse Vorbereitungszeit, das sog. Katechumenat voraus. Der übliche Tauf-Termin für Erwachsene ist die Osternacht, das ist 2019 am Abend des 20. April. In der Osternacht würden die Bewerberinnen und Bewerber die Taufe, die Firmung und die Erstkommunion in einer Feier empfangen. Ich biete jetzt mal einfach einen Katechumenatskurs an, der am 2. Februar (Lichtmess) beginnt und bis zur Osternacht dauert. Wenn ein solcher Kurs zustande kommen sollte, würden wir uns im Februar, März und April ca. alle zwei Wochen für etwa eineinhalb Stunden treffen. Die Interessentinnen und Interessenten können Fragen stellen und ich würde zusätzlich wichtige Impulse geben, was es bedeutet, Christin bzw. Christ zu werden. Die genauen Termine müssten wir dann gemeinsam festsetzen.

Wer also Interesse daran hat, möge sich spätestens im Januar 2019 bei mir persönlich melden und ein individuelles Erstgespräch mit mir vereinbaren.  

Tel.: (08041) 73 550
Kurat Peter Priller

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