Gemeinde München

Filialgemeinde Bad Tölz

 

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,

 

nun steht Weihnachten vor der Tür. Angesichts der derzeitigen Lage haben sich jetzt doch auch für uns ein paar kleine Änderungen bezüglich der Weihnachtsgottesdienste ergeben – zwar weder örtlich noch zeitlich, aber in der Durchführung.

Bislang haben wir nur für die wenigen kleinen Gottesdienste, wie Rorate, in der Tennerkapelle Voranmedlungen verlangt. Allerdings mussten sich bei uns alle Teilnehmer, auch bei den größeren Gottesdiensten in der ehemaligen Franziskanerkirche, in eine Teilnehmerliste eintragen, das wird auch noch auf absehbare Zeit so bleiben.

Jetzt ist es so, dass zumindest für den Heiligen Abend und auch für den ersten Weihnachtsfeiertag Voranmeldungen verlangt werden. Dafür kann ich aber inzwischen auch klarere Aussagen über die musikalische Umrahmung machen, die ja umso wichtiger ist, da Gemeindegesang ja komplett verboten ist zur Zeit.

Außerdem haben wir zur „Entzerrung“ der Teilnehmer-Zahlen einen bislang im Kirchenzettel nicht vorgesehenen weiteren Mettengottesdienst eingefügt, nämlich am Heiligen Abend um 18.00 Uhr in der Tennerkapelle.

Es sieht also vom Heiligen Abend bis einschließlich Sonntag, den 27. Dezember folgendermaßen aus:

Donnerstag, 24. Dezember, Heiliger Abend,
16.00 Uhr, Schafstall beim Hanfstängl-Stadel am Sauersberg (Quellenstraße zwischen Steinsäge und Heißbauer/Lindlbauer rechter Hand):
Christmette für Jung und Alt. Es spielen Bläser der Tölzer Stadtkapelle.

Donnerstag, 24. Dezember, Heiliger Abend,
18.00 Uhr, Tennerkapelle: Christmette.
Josef Kloiber wird dabei auf der Gitarre Weihnachtslieder verschiedener europäischer Traditionen spielen (die eigenen alpenländischen Traditionen werden dabei sicher auch nicht zu kurz kommen).

Freitag, 25. Dezember, Erster Weihnachtstag,
11.15 Uhr, ehemalige Franziskanerkirche:
Festgottesdienst am Ersten Weihnachtfeiertag, musikalisch gesatltet von Franz & Stephanie Schwaighofer (Waldherr)

Für diese drei Gottesdienste an Heiligabend und am ersten Feiertag bitte bis zum 24.12., 12.00 Uhr voranmelden!!!! Entweder per Telefon (08041) 73 550 (auf AB sprechen!) oder per Email an badtoelz@alt-katholisch.de. Bitte Namen und Anzahl der Teilnehmer nennen!

Samstag, 26. Dezember, Zweiter Weihnachtstag/Stephanus,
11.15 Uhr, ehemalige Franziskanerkirche:
Weihnachtlicher Festgottesdienst, Organist: Marco Schwarz

Sonntag, 27. Dezember, Sonntag in der Weihnachtsoktav, Johannes Ev.,
11.15 Uhr, ehemalige Franziskanerkirche:
Weihnachtlicher Festgottesdienst im Gedenken an Josef Hanfstängl mit Segnung des Johanni-Weins, musikalisch gestaltet durch Andrea Letzing-Fessmann

Trotz der widrigen Umstände, wünschen wir euch um so intensiver ein frohes und friedvolles und vor allem gesundes Weihnachtsfest. Zum Jahreswechsel habe ich vor, mich nochmal per Email zu melden.

Euer Kurat Peter Priller

und die Tölzer Alt-Katholiken

 

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unseres Kirchzettels, liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Gefühlslage in diesen Tagen ist – verständlicherweise – nicht immer ausgeglichen: Unsicherheit, Angst, Wut, Ärger … es nervt einfach. Wir alle können das Wort „Corona“ bald nicht mehr hören, obwohl, oder vielleicht besser weil uns das Virus ziemlich im Griff hat. Und wenn wir dann noch einen Blick auf die politische „Großwetterlage“ in diesem Herbst werfen, dann könnten wir auch leicht in Verzweiflung geraten.

Jede und jeder ist individuell veranlagt und reagiert auf all das auch unterschiedlich: Die einen verfallen in Panik, andere in Aktivismus und wieder andere leugnen die Situation komplett oder verharmlosen sie bewusst oder unbewusst. All diese Reaktionen sind verständlich, wenn auch nicht immer angemessen.

Ja – das Leben ist unsicherer geworden. Oder vielleicht müssten wir sagen: Die Pandemie hat uns die Unsicherheit des Lebens erneut vor Augen geführt. Vieles, ja beinahe alles, was uns jahrelang als selbstverständlich erschien, ist plötzlich nicht mehr sicher. Wir erleben Einschnitte, wie sie zuletzt bei uns die Menschen im Krieg erlebt haben. Aber mal ehrlich! In all den Jahren, in denen es uns gut ging, gab es doch auch permanent Situationen, Vorfälle, Begebenheiten, die uns diese Unsicherheit immer wieder haben spüren lassen: Nahestehende Menschen, oder auch wir selbst, sind erkrankt, teilweise ernsthaft; Menschen, die uns lieb waren, sind verstorben; Beziehungen, Ehen, Familien sind zerbrochen und plötzlich haben wir uns auch all die Jahre über immer wieder neu in Situationen gefunden, die wir ein paar Monate vorher nicht für möglich gehalten hätten. Und jetzt ist es eigentlich das Selbe, nur dass es alle gleichzeitig betrifft, flächendeckend, weltumspannend.

Wir gehen jetzt in den November, den Monat, der, zumindest uns auf der nördlichen Halbkugel, immer schon die Begrenztheit, ja die Endlichkeit allen menschlichen Planens und Seins vor Augen geführt hat: Allerheiligen & Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag … all diese Tage sind ja nicht zufällig im November. Der November 2020 fasst dieses „Corona-Jahr“ 2020 nochmal treffend zusammen. Aber er führt uns auch zum Neuanfang des neuen Kirchenjahres, das am Vorabend des ersten Adventsonntags beginnt. Neu-Anfang, obwohl die Krise noch nicht überwunden ist, das macht Hoffnung. Wir beginnen ein neues Kirchenjahr am ersten Adventswochenende und auch dieses wird noch anders sein als bisher.

Doch die Advents- und Weihnachtszeit wird dieselbe Botschaft enthalten, die uns seit wir denken können in der Advents- und Weihnachtszeit gesagt wird: „Fürchtet euch nicht!“

Gerade in dieser Zeit der Verunsicherung und der Angst bekommt die Weihnachtsbotschaft eine neue Deutlichkeit: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, Christus, der Herr.“  Gott wird Mensch – das ist das Einmalige am christlichen Glauben. Wir feiern seit Jahrhunderten ein Fest der Menschlichkeit. Sagen wir uns gegenseitig diese frohe Botschaft immer wieder zu und geben wir sie weiter an alle Menschen, die sie brauchen, damit sie leben können: „Fürchtet euch nicht!“

Besinnliche Tage im Spätherbst, eine ruhige und geistvolle Adventszeit, ein hoffnungsfrohes und gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Segen im neuen Jahr 2021 wünscht Ihnen / Dir / Euch

Ihr / Dein / Euer

Kurat Peter Priller

 

Die Termine für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen finden Sie hier:

Aktuelle Termine in Bad Tölz
 

Advent – Weihnachten – weihnachtliche Festzeit

Aufgrund der allgemein bekannten Situation wird sich die Advents- und Weihnachtszeit ein wenig anders gestalten als wir es gewohnt sind.

Adventseröffnung: Unser gewohnter Gottesdienst zum Adventsbeginn am Vorabend des 1. Adventsonntags wird als ökumenische Lichtvesper in der Franziskanerkirche mit dem Kirchenchor Fischbach stattfinden.

Rorate: Die morgendlichen adventlichen Eucharistiefeiern feiern wir an den Mittwochen der Adventszeit in der Tennerkapelle. Das anschließende Frühstück können wir im Hotel-Gasthof Altes Zollhaus einnehmen.

Heiliger Abend: Wir feiern um 16.00 Uhr eine vorgezogene „Christmette für Jung und Alt“ am Schafstall beim Hanfstängl-Stadl (Quellenstraße zwischen Steinsäge und Heißbauer, rechts). Eine weitere Christmette findet nicht statt.

Erster Weihnachtsfeiertag: Der Hauptgottesdienst des Weihnachtsfestes ist am 25.12. um 11.15 Uhr in der Franziskanerkirche. Er wird musikalisch dem Festtag entsprechend gestaltet sein.

Jahreswechsel: Am 31.12. feiern wir heuer nur eine kleine Andacht ohne Predigt um 15.00 Uhr in der Tennerkapelle. Vorher ist ab 12.00 Uhr Zeit zum stillen persönlichen Gebet in der Tennerkapelle. Der Hauptgottesdienst zum Jahreswechsel ist heuer am 01.01. um 11.15 Uhr in der Franziskanerkirche.

Erscheinung des Herrn: Am Vorabend, 05.01. ist um 19.30 eine Vesper in der Tennerkapelle mit sog. „Dreikönigsweihen“. Der Hauptgottesdienst zum Erscheinungsfest ist am 06.01. um 11.15 Uhr in der Franziskanerkirche.

Herzliche Einladung!

 

Hausbesuche – Krankenkommunion – Krankensalbung

Gerne komme ich zu Ihnen nach Hause zum Seelsorgsbesuch und/oder bringe Ihnen die Kommunion, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Gottesdienst kommen können. Selbstverständlich gelten auch da die Hygiene-Maßnahmen 
Anruf genügt: (08041) 73550
Kurat Peter Priller

 

Hygiene – Konzept(e)

Wir werden noch länger mit der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen leben müssen, das ist einfach so. Lieber Gottesdienste unter Hygiene-Auflagen als keine Gottesdienste! Deshalb haben die Kirchengemeinden für sich Hygienekonzepte entworfen, die im Einklang mit den gesetzlichen Regeln des Bundes, des jeweiligen Landes und den jeweiligen kommunalen Verordnungen stehen. Für uns heißt das:

Für uns gilt grundsätzlich das Hygiene-Konzept der alt-kath. Pfarrgemeinde München – St. Willibrord mit den entsprechenden Anpassungen für die Tölzer Tennerkapelle. Dies gilt auch in der Franziskanerkirche und ggf. in der evangelischen Kirche. Was Kirchenheizung und Chorgesang in der Franziskanerkirche angeht, halten wir uns an die dafür vorgesehenen Regelungen des römisch-kath. Erzbistums München und Freising, da unsere alt-katholische Muttergemeinde in München wegen der dortigen Fußbodenheizung davon nicht betroffen ist und keine Regelungen enthält.

 
 
 

Sondergemeindebrief zu Ostern in der Corona-Krise

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser unseres Kirchenzettels,

als ich vor Beginn der Fastenzeit den Frühjahrskirchenzettel verfasst und versendet habe, konnte ich nicht absehen, wie gnadenlos die Corona-Pandemie in kürzester Zeit auch bei uns zuschlagen würde.

Dies veranlasst mich nun, zu den Kar- und Ostertagen, einen „Sonderkirchen-zettel“ zu verschicken, bei dem der Gemeindebrief im Vordergrund steht und nicht die Gottesdienstordnung, da Gottesdienste in unserer Tennerkapelle und in Kirchenräumen überhaupt nicht stattfinden können und auch im Freien keine Personenansammlungen mehr zulässig sind.

Die Maßnahmen schmerzen uns alle, gleichzeitig halte ich sie für richtig und unabdingbar.

Dieser außerordentliche Gemeindebrief ist mir ein Herzensanliegen. Ich möchte Ihnen/Dir/Euch sozusagen aus unserer Tennerkapelle heraus, meine – und ich denke unser aller – Verbundenheit zum Ausdruck bringen.

Wir alle sind besorgt, manche haben Angst, viele davon auch zu Recht. Und zur direkten Besorgnis wegen der Epidemie kommen viele Sorgen über die Folgen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Art hinzu. Diese Zeit der physischen Isolation wird mit Sicherheit in ganz vielen Lebensbereichen ein Wendepunkt sein. Darüber, wie es nachher weitergehen wird, zu spekulieren, ist zwar sicher angebracht und sollten wir auch alle tun, allerdings würde das den Rahmen eines Gemeindebriefs sprengen, weshalb ich hier darauf verzichte.

Was diese Zeit im kirchlichen Bewusstsein verändern wird, deutet sich allerdings gerade angesichts der nahenden Kar- und Ostertage ein Stück weit an:

Es ist j e t z t an der Zeit, dass wir uns bewusst machen, dass w i r a l l e die Kirche sind, jede und jeder Getaufte. Wem an der Botschaft des Osterfestes etwas liegt und wer dies feiern möchte, wird das heuer zumindest im Wesentlichen selber tun müssen. Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger können euch da ein bisschen unterstützen, das Eine oder Andere anbieten, aber jeder und jede Einzelne und jede Hausgemeinschaft ist selbst gefragt und gefordert.

Vielleicht tut es uns allen ja mal ganz gut, dass mein Dienst als Priester hier nur unterstützend wahrzunehmen sein wird und ich nicht, wie beim Gottesdienst im Kirchenraum, zwangsläufig immer eine zentrale Aufgabe habe. Die Abwandlung eines bekannten Zitates von Johannes XXIII. war eine der ersten Lektionen, die mich der derzeitige Zustand gelehrt hat: Peter, nimm dich nicht so wichtig!

Es wird für viele ungewohnt sein. Ich erinnere mich in diesen Tagen manchmal an die Ostermorgen meiner frühen Kindheit. Ein Familienmitglied war in der Regel bereits am frühen Morgen entweder in der Osternacht oder in der Frühmesse und hat die gesegneten Speisen mitgebracht. Dann durften wir die versteckten Osternester im Garten suchen und es wurde am Frühstückstisch zuerst das Osterevangelium gelesen, ein Vater Unser gebetet und anschließend ausgiebig gefrühstückt. Danach gingen diejenigen, die noch nicht im Gottesdienst waren ins Osterhochamt. So war das in den 1960er Jahren. Aber eigentlich war dieses Osterevangelium und das gemeinsame Gebet am festlich geschmückten Esstisch bereits eine Art Hausgottesdienst. Genau so etwas, vielleicht ein klein bisschen ausführlicher, weil der Kirchgang ja im Gegensatz zu damals zur Zeit nicht möglich ist, möchte ich euch für diese Kar- und Ostertage vorschlagen.

Manche fühlen sich vielleicht von so etwas überfordert. Dafür muss man sich nicht schämen. Die wenigsten sind das gewohnt. Unser junger Theologe Benedikt Löw und ich werden euch mit ein paar kleinen strukturgebenden Anleitungen unterstützen.

Allein oder mit den Menschen, mit denen man zusammen wohnt, darf man ja spazierengehen und einkaufen ist auch erlaubt.

Deshalb werden wir die Tennerkapelle am Palmsonntag und an den Kartagen bis einschließlich Ostersonntag weitgehend geöffnet halten und die Kapelle wird auch dem jeweiligen Tag entsprechend geschmückt sein. Die Sitzgelegenheiten werden stark reduziert sein und die vorgeschriebenen Abstände eingehalten. Dies ist eine Einladung zum persönlichen stillen Gebet. Wir feiern keine gemeinsamen Gottesdienste in der Kapelle.

Unsere Entwürfe für die häuslichen Gottesdienste bei Ihnen/Euch/Dir daheim werden in der Tennerkapelle in Print-Form ausliegen. Selbstverständlich schicken wir sie euch auch auf Wunsch per Email oder notfalls auch per Post zu.

Bitte Email an mich: sepp_peter@web.de, oder Telefon, auch auf AB: (08041) 73550 mit Angabe der Email-Adresse oder der Post-Adresse!

Bitte meine persönliche Email-Adresse sepp_peter@web.de verwenden, die bisherige badtoelz@alt-katholsich.de-Adresse funktioniert zur Zeit nicht!

Der erste Hausgottesdienst-Entwurf ist gleich Teil dieses Sonderkirchenzettels, der für den Palmsonntag. Der sieht auch ein Segensgebet für die Palmzweige und Palmbuschen vor. Jede getaufte Person kann im Namen der Kirche den Segen sprechen. (Das gilt auch für die Speisensegnung am Ostersonntag.)

Für Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht/Ostermorgen liegen die Hausgottesdienstanleitungen dann in der Tennerkapelle zum Mitnehmen aus bzw. versenden wir sie auf Anfrage.

Außer den Hausgottesdienstanleitungen werde ich auch, soweit ich irgendwie dazu komme und hoffentlich selber gesund bleibe, das tun, was ich jetzt auch schon tue: Ich stelle zu den Sonntagen und zu besonderen Tagen meine Predigtgedanken in meine persönliche Facebook-Seite ein, bzw. versende sie auch über WhatsApp oder Email. Wer hier persönlich in einen Verteiler möchte, z.B. wenn jemand nicht auf Facebook ist, einfach mir mitteilen. Ich setze Sie/Dich dann gern in den Email- oder WhatsApp-Verteiler.

Bleibt natürlich die Frage aller Fragen: Wann können wir wieder gemeinsame Gottesdienste in der Tennerkapelle oder wo auch immer feiern?

Darauf gibt es derzeit noch keine Antwort. Der für das Frühjahr 2020 gemachte Kirchenzettel, der ja sozusagen außer Kraft gesetzt ist, hätte an Pfingsten geendet. Ich hoffe, dass wir an Pfingsten soweit sind, dass wir zumindest absehen können, wann es wie weitergeht. Spätestens kurz vor Pfingsten werden wir wieder einen Gemeindebrief versenden, der dann hoffentlich schon Konkreteres aussagen wird. Aber versprechen kann ich das natürlich auch nicht.

Abschließend bleibt mir erstmal zu wünschen, dass wir möglichst alle gesund bleiben. Ob das so sein wird, wissen wir natürlich nicht. Tun wir unserer Bestes, bleiben wir weitgehend zu Hause und meiden wir unnötige physische Kontakte! Spaziergänge und Besorgungen sind wichtig, an den Kartagen kann der Spaziergang ja gerne mal über die offene Tennerkapelle führen….

Und nutzen wir die technischen Möglichkeiten unserer Zeit, dass die Isolation tatsächlich „nur“ physischer Art ist. Bleiben wir in Kontakt – Email, WhatsApp, Facebook und andere „social media“ bieten uns heutzutage diese Möglichkeit. Wir sollten sie sinnvoll nutzen. Und, wer mich kennt, weiß dass ich das nicht „frömmlerisch“ meine, aber bleiben wir auch verbunden im Gebet! Vielleicht ist das sogar das Wichtigste.

Und vielleicht lässt uns dieses „Ausnahme-Osterfest“ spüren, dass wir alle Kirche sind und jede und jeder Einzelne wichtig.

In diesem Sinn wünsche ich allen eine besinnliche Karwoche und ein gesegnetes – und trotz allem frohes – Osterfest.

Ihr/Dein/Euer Kurat Peter Priller

Öffnungszeiten der Tennerkapelle zum stillen Gebet:

Palmsonntag, 5. April: 8:00 bis 20:00 Uhr

Gründonnerstag, 9. April: 19:30 bis 22:00 Uhr (vor dem eucharistischen Brot)

Karfreitag, 10. April: 8:00 bis 20.00 Uhr (ab 15:00 vor dem Taizé-Kreuz)

Karsamstag, 11. April: 8:00 bis 14:00 Uhr und 18:00 bis 22:00 Uhr

Ostersonntag, 12. April: 6:00 bis 20.00 Uhr

Den Tisch der Schwestern und Brüder nicht vergessen!

Da die Tölzer Tafel derzeit aus hygienischen Gründen kein Essen für Menschen mit geringem Einkommen ausgeben kann, hat das evangelisch-lutherische Pfarramt und Dekanat Bad Tölz eine Ausgabe von Einkaufsgutscheinen eingerichtet, welche die Tafelberechtigten im evangelischen Pfarramt abholen können und mit denen sie sich in Lebensmittelgeschäften versorgen können.

Spenden dafür bitte an die evang.-luth. Kirchengemeinde Bad Tölz,

IBAN: DE 84 7005 4306 0000 0063 46 Stichwort: „Lebensmittelgutscheine“

Danke und Vergelt’s Gott!

 

Vorschlag für einen Hausgottesdienst am Palmsonntag

Eine der Teilnehmenden Personen leitet den Gottesdienst. Diese wird im Folgenden als Gottesdienstleiter/-in (GL) bezeichnet. Eine Person, die einen bestimmten Text vorliest wird Lektor/-in (L) genannt.

Falls jemand den Gottesdienst ganz für sich allein feiern muss, ist dies auch möglich. Es entfallen dann der Logik folgend Antworten wie z.B. bei der Einleitung des Evangeliums.

Biblische Texte werden hier nicht abgedruckt. Bitte selber in der Bibel suchen!

Falls jemand kein Neues Testament zu Hause hat, bitte bei mir melden! Ich kann die entsprechenden Texte per Email senden!

Die angegebenen Lieder können natürlich entweder ganz weggelassen werden, falls sich niemand in der Lage sieht, zu singen, oder sinnvoll ausgetauscht werden. „EG“ bedeutet alt-kath. Gesangbuch „Eingestimmt“.

Eine Kerze sollte auf dem Tisch brennen, Palmzweige und Palmbuschen halten die Teilnehmer in den Händen oder sind auf dem Tisch ausgebreitet.

Eingangslied: Singt dem König Freudenpsalmen EG 381

Begrüßung durch GL: Es ist Palmsonntag, der Beginn der großen heilige Woche. Wir treten ein in die Feier des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi. Halten wir kurze Stille! – kurze S t i l l e

Kyrie: Hosanna, dem Sohne Davids EG 105

Segnung der Palmzweige durch GL: Lasset uns beten.

Gepriesen bist du, guter und heiliger Gott! Wir bitten dich + segne diese Palmzweige, die auch Zeichen des Lebens und der Hoffnung, der Freude und der Erlösung sind, und mit denen wir zeigen, dass wir zu Christus gehören. Segne uns, die wir diese Zweige an die Kreuze stecken und mit denen wir unsere Lebensbereiche schmücken! Lass uns Jesus treu bleiben in glücklichen Tagen, aber auch in den dunklen und schweren Stunden unseres Lebens. Darum bitten wir dich, den wir nennen + Vater, Sohn und Hl. Geist. Amen.

Falls vorhanden: Weihwasser

Evangelium durch L: Mt 21,1-11

Lied: Macht hoch die Tür EG 300

Tagesgebet durch GL: Lasset uns beten!

Gott, groß und unbegreiflich, dein Sohn, unser Erlöser ist für uns Mensch geworden. Er hat sich selbst erniedrigt und unter die Schmach des Kreuzes gebeugt. Gib uns die Kraft, dass wir ihm auf dem Weg des Leidens nachfolgen

Und an seiner Auferstehung Anteil erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft in Ewigkeit. A: Amen

Fakultativ kann jetzt die Passion Jesu aus dem Matthäus-Evangelium gelesen werden. Der Text kann abschnittweise auf mehrere Leser/-innen aufgeteilt werden: Mt 26,14-27

Danach, oder, wenn die Passion nicht gelesen wurde, unmittelbar nach dem Tagesgebet, folgen die –

Fürbitten

Am besten werden die Fürbitten von den Mitfeiernden frei formuliert. Man kann auch folgende Bitten verwenden:

1. Für unsere Gemeinde und für die ganze Kirche in allen Konfessionen und Gemeinden, dass wir verbunden bleiben im Gebet und uns gegenseitig stützen

– Herr, erbarme dich!

2. Für die vielen Menschen, die unter Krieg, Terror und Gewalt leiden und keine Aussicht auf Frieden haben. – Herr, erbarme dich!

3. Für die Welt, die von der Corona-Pandemie heimgesucht wird, für alle, die jetzt zu vereinsamen drohen oder einen lieben Menschen verloren haben –

4. Für die Menschen, die sich in den Krankenhäusern der Kranken und Sterbenden annehmen –

5. Für unsere Verstorbenen um das Leben in Freude bei dir.

Vater Unser ….

Abschluss durch GL: Der barmherzige Gott segne uns und alle, die uns nahestehen! Er bewahre uns vor Unheil und schenke uns das Leben in Fülle, hier auf Erden und in Ewigkeit. A: Amen

Evtl. Lied nach Wahl

 

Gemeindebrief

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Kirchenzettel umfasst exakt den gesamten Osterfestkreis vom Aschermittwoch bis zum Pfingstsonntag. Mittel- und Höhepunkt dieser intensivsten Zeit des Kirchenjahres sind die drei Tage vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi.

Ich habe mir erlaubt, drei Bilder des Künstlers Walter Habdank aus seinem Kreuzweg auszusuchen, um diese Ihnen/Euch als Begleitung in die Zeit vor und nach Ostern, aber vor allem in die drei Tage des Osterfestes mitzugeben.

XII. Station: Jesus stirbt am Kreuz

© Galerie Habdank. Mit freundlicher Genehmigung

Wir sehen die bekannte Szene „Jesus und der reuige Schächer am Kreuz“. Eigentlich müsste man sagen „an ihren Kreuzen“, denn räumlich gesehen können sich diese beiden Sterbenden nicht so nahe sein. Jeder hängt an seinem Kreuz. Und doch fällt da dieser Satz, der mehr Geborgenheit schafft, als es räumliche Nähe jemals zu schaffen vermag: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43). Die Hände Jesu sind deutlich sichtbar angenagelt mit großen unerbittlich harten Nägeln. Die Hände des Schächers, dessen Namen wir nicht wissen, sind gebunden. Beider Finger recken sich, suchen in der Luft nach Nähe. Beiden brechen in der Stunde des Todes die Augen und doch sehen sie sich. Sie sehen sich anderes als mit den oberflächlichen Blicken tagtäglicher Begegnungen. Sie sehen sich mit ihren Herzen, ihren Seelen.

Der Künstler, Walter Habdank, hat die Gesichter der beiden Sterbenden ganz nah zusammengerückt, so nah, wie man das Gesicht eines anderen Menschen nur an das eigene Gesicht heranlässt, wenn man sich lieb hat. Die Augenlider Jesu sind bereits geschlossen, die des Schächers noch halb geöffnet. Aber beide sehen, erkennen sich. Jesus ist der Führende in der Szene, sein Gesicht ist über dem des Schächers. Er führt ihn, wie er versprochen hat, noch heute ins Paradies. Diese Führungsrolle und Führungskompetenz sind nicht zu beeinträchtigen, auch nicht durch noch so große Nägel durch Hände und Füße, auch nicht, wenn sich seine Augen im Sterben bereits geschlossen haben.

„Liebe auf den letzten Blick“ würde ich diese Szene nennen und sie gibt mir Hoffnung. Egal wie gut oder schlecht mein Leben verlaufen ist, ich bin angesehen mit den Augen der Liebe, die selbst der Tod nicht brechen kann.

XIV. Station: Jesus wird ins Grab gelegt

© Galerie Habdank. Mit freundlicher Genehmigung

Auf dem Bild wird der Leichnam Jesu ins Grab gelegt – eingewickelt in Leichentücher, Gesicht, Hände und Füße unbedeckt. Auf mich wirkt die Szene fast so als würde er ins Grab geworfen. Zwei Männer, es könnten Josef von Arimatäa und Nikodemus sein, lassen ihn kopfvoraus nach unten sinken. Ein Frauengesicht, wahrscheinlich Maria, die Mutter Jesu, hält seinen Arm fest, legt ihr Gesicht fast auf seine Brust, sie hat die Augen geschlossen, sie sieht nichts mehr sie fühlt nur den toten Sohn ins Grab sinken. Jeder Mensch zu jeder Zeit, der schon mal einen lieben Menschen, oder mehrere für immer loslassen musste, weiß um den Schmerz dieses endgültigen Abschieds. Er weiß um den scheinbar gnadenlosen Schmerz dieses Loslassens und er weiß um die Leere, die danach kommt. Der Karfreitag geht hier in den Karsamstag über.

Und das hat nicht nur damals in Jerusalem stattgefunden, das fand und findet immer statt, überall rund um den Erdball. Menschen trauern, müssen loslassen und können es doch oft nicht. Jesu Grab, zuerst empfunden als Inbegriff der Hoffnungslosigkeit, wird im Rückblick zum Ausgangspunkt des Neuen, des noch viel Lebendigeren. Aber das können wir an der Stelle noch nicht sehen. Karsamstag – Tag der Stille, Tag des Aushaltens.

XV. Station: Auferstehung

© Galerie Habdank. Mit freundlicher Genehmigung

Eigentlich müsste das Bild heißen: „Der Auferstandene begegnet Maria Magdalena“. Denn den Vorgang der Auferstehung sieht man nicht. Er bleibt verborgen. Und das ist auch gut so. Das Bild ist nicht wie die beiden anderen im erdfarbenen Braun gehalten, sondern rein schwarz-weiß. Maria Magdalena erkennt ihn zuerst nicht. Das Unfassbare ist für sie undenkbar. Erst als er sie mit ihrem Namen anspricht „Maria“ gehen ihr die Augen auf und sie erkennt Jesus als den Auferstandenen, als den lebendigen Christus. Beide haben offene Augen, offene Hände, sind einander zugewandt. Maria Magdalena ist die Erste, die den Auferstandenen zu Gesicht bekommt. Sie wird zur „Apostola Apostolorum“, zur ersten Zeugin der Auferstehung. Aber sie wird das deshalb, weil sie – wie schon in der ersten unserer drei Szenen – gesehen wird mit Augen der Liebe.

Weil sie erkannt wird. Und sie wird sogar – im Gegensatz zum Schächer am Kreuz – mit Namen angesprochen „Maria“. Die Szene ist einerseits irdisch (Maria im Garten am Grab), andererseits aber auch bereits transzendent, die Erde überschreitend (der auferstandene Christus). Genau dieses Spannungsfeld bildet den Lebens- und Handlungsraum all der Menschen, die sich von Christus angeschaut, angesprochen, geliebt fühlen. Jeder Mensch, der mit den auferstandenen Christus in Kontakt tritt, wird zur Apostelin/zum Apostel, zur Zeugin/zum Zeugen des lebendigen Christus.

Euch allen besinnliche Fastentage und ein gesegnetes und frohes Osterfest!
Ihr/Dein/Euer Kurat Peter Priller

Ökumenisches Taizé-Gebet und interreligiöses Friedensgebet

Zwei ökumenische Taizé-Gebete fallen in die Geltungszeit dieses Gottesdienstplans:

Am Samstag, dem 29. Februar um 19.00 Uhr bei uns in der Tennerkapelle und am Sonntag, dem 26. April um 19.00 Uhr in der ehem. Franziskanerkirche (Dreifaltigkeitskirche). Die römisch-katholische, die evangelisch-lutherische und die alt-katholische Gemeinde in Bad Tölz laden herzlich dazu ein.

Das interreligiöse Friedensgebet, an dem neben den drei oben genannten christlichen Gemeinden auch eine der beiden muslimischen Gemeinden in Bad Tölz beteiligt ist, findet am Samstag, dem 28. März um 16.00 Uhr in der Tölzer Marktstraße beim Marienbrunnen statt.

Erwachsene fragen nach der Taufe

In letzter Zeit wurde ich von mehreren Erwachsenen, die noch in keiner Kirche getauft worden sind, nach der Taufe gefragt. Nun geht eine Erwachsenen-Taufe nicht „von heute auf morgen“. Dieser geht eine gewisse Vorbereitungszeit, das sog. Katechumenat voraus. Der übliche Tauf-Termin für Erwachsene ist die Osternacht, das ist 2019 am Abend des 20. April. In der Osternacht würden die Bewerberinnen und Bewerber die Taufe, die Firmung und die Erstkommunion in einer Feier empfangen. Ich biete jetzt mal einfach einen Katechumenatskurs an, der am 2. Februar (Lichtmess) beginnt und bis zur Osternacht dauert. Wenn ein solcher Kurs zustande kommen sollte, würden wir uns im Februar, März und April ca. alle zwei Wochen für etwa eineinhalb Stunden treffen. Die Interessentinnen und Interessenten können Fragen stellen und ich würde zusätzlich wichtige Impulse geben, was es bedeutet, Christin bzw. Christ zu werden. Die genauen Termine müssten wir dann gemeinsam festsetzen.

Wer also Interesse daran hat, möge sich spätestens im Januar 2019 bei mir persönlich melden und ein individuelles Erstgespräch mit mir vereinbaren.  

Tel.: (08041) 73 550
Kurat Peter Priller

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