» Anmelden
Aktuelle Termine in München
Informationen zu den Gottesdiensten
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde oder einmal anders:
LiebeKumpaninnen undKumpane!
Sie stutzen? Zu Recht, denn wenn wir an die Begriffe denken, die mit dem Wort Kumpane verwandt sind, dann ist nicht gleich ersichtlich, was das mit uns zu tun haben soll: Die Kompanie im Militär, die Company (engl. für ein Unternehmen), der Kompagnon als Teilhaber eines Geschäftes, der Kumpel mit dem ich in die Kneipe gehe oder im span. die Companeros, die Weggefährten, die schnell zu einer Räuberbande mutieren können.
Kumpane kommt von „cum pane“. Mit Brot. Der Kumpane ist also der Mensch, mit dem ich das Brot teile.
Der Tischgenosse, die Tischgenossin. Und hier können wir uns – so meine ich – schon wiederfinden als Kumpaninnen und Kumpane. Denn wir teilen Brot, Brot des Lebens. Dazu bekennen wir uns, wenn uns vor der Kommunionausteilung zugerufen wird: „Das ist das Brot des Lebens“ und wir dann antworten „Darum sind wir viele ein Leib, denn wir alle haben teil an dem einen Brot.“
Und dann wird uns bei der Austeilung gesagt: „Leib Christi, Brot des Lebens“ und wir bestätigen dies mit unserem „Amen“, ja so ist es!
Immer wieder versammeln wir uns zum eucharistischen Mahl. Wir hören Gottes Wort, teilen das Brot des Lebens und in diesem Moment sind wir tatsächlich Kumpaninnen und Kumpane – Menschen, die von Christus eingeladen sind, an seinem Tisch Platz nehmen dürfen und das Brot des Lebens teilen.
Diese Gedanken sind mir gekommen, als ich das Evangelium von der Speisung der Fünftausend Mt 14,13-21 gelesen habe, eine unglaubliche Wundergeschichte, die immer schon als Hinweis auf die Eucharistie gelesen wurde. Und tatsächlich gibt es in dieser Erzählung Anklänge an die Eucharistiefeier. Wenn es heißt Jesus „blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten,“ dann klingt in unseren Ohren der Einsetzungsbericht mit.
Wenn wir miteinander das Mahl feiern, sind wir mitten in dieser Geschichte. Wir hören die Einsetzungsworte, teilen Brot und auch Wein, feiern sein Mahl. Wir erinnern uns an Jesu Sendung und an unsere eigene. Denn es geht in der Eucharistiefeier nicht nur darum, dass uns etwas geschenkt wird.
Und auch das findet sich im Evangelium wieder. „Als es Abend geworden war, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schön spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können“.
Jesus sieht die Menschen. Er nimmt ihren Hunger wahr, ihre Müdigkeit, ihre Sehnsucht nach Heil. Und dann sagt er einen Satz, der bis heute nachklingt:
Diese Aufforderung richtet sich auch an uns. Nicht jede und jeder kann Großes leisten. Oft haben wir das Gefühl, unsere Möglichkeiten seien begrenzt – ein wenig Zeit, ein offenes Ohr, ein Besuch, eine helfende Hand oder ein freundliches Wort. Doch genau das bringen die Jünger damals auch mit: fünf Brote und zwei Fische. Nicht viel. Und doch genügt es, weil Jesus das Wenige annimmt und segnet.
Vielleicht liegt darin eine der tröstlichsten Botschaften des Evangeliums: Von uns werden keine Heldentaten erwartet. Jesus bittet uns nur, das einzubringen, was wir haben.Ich wünsche uns, dass wir Kumpaninnen und Kumpane im ursprünglichen Sinn des Wortes bleiben: Menschen, die das Brot des Lebens miteinander teilen und daraus Kraft schöpfen, auch im Alltag füreinander da zu sein. Denn wo wir teilen – Brot, Zeit, Hoffnung oder Aufmerksamkeit –, kann Gottes Segen wachsen.
Ihr
Siegfried Thuringer, Pfr.
Wir sind eine Kirche für alle. Oder besser: für alle, die wollen. Auch Sie? Finden Sie eine Gemeinde vor Ort.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie müssen den Inhalt von hCaptcha laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.