Gemeinde München

Andreas von Mendel

Gemeinde München

Ikonen auf Munitionskisten – Die Kunst, den Tod ins Leben zu verwandeln.
Ausstellung in St. Willibrord
während der Gottesdienste und Samstags von 14 – 17 Uhr
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Die Kunst, den Tod ins Leben zu verwandeln

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Gemeinde!

Die Kunst, den Tod ins Leben zu verwandeln – das ist ein Titel, der gut in die Advents- und Weihnachtszeit passt. Denn Weihnachten ist genau das: Gottes Entscheidung, in eine Welt voller Gewalt, Furcht und Endlichkeit ein Licht zu senden, das stärker ist als der Tod.

In unserer Kirche St. Willibrord wird diese Botschaft in diesem Jahr auf besondere Weise sichtbar. Die Ausstellung Ikonen auf Munitionskisten von Sonia Altantova und Oleksandr Klymenko führt uns unmittelbar an jene Orte, an denen Tod und Zerstörung alltäglich sind: Munitionskisten von der Frontlinie der Ostukraine, rau, gezeichnet von Seriennummern, Splittern und Staub. Und doch geschieht an ihnen etwas Ungeheuerliches. Die Künstler bemalen sie im Stil der östlich-christlichen Ikonenkunst – und aus den Spuren des Krieges entstehen Bilder des Friedens, der Hoffnung und der Auferstehung. Das Holz, das einst Munition trug, trägt nun eine andere Botschaft: Gott verwandelt. Er bleibt nicht bei dem, was ist, sondern öffnet uns eine Wirklichkeit, die vom Leben her gedacht ist.

Das Titelbild dieses Kontaktbriefes zeigt die heilige Irene, deren Name „Frieden“ bedeutet. Als Kaiserin berief sie im 8. Jahrhundert das 2. Konzil von Nizäa ein, auf dem entschieden wurde, dass Ikonen geehrt werden dürfen – als Fenster zum Himmel, nicht als Objekte der Anbetung. Irene steht damit nicht nur für Frieden, sondern auch für die Erkenntnis, dass Bilder unser Herz öffnen können für das Unsichtbare, für das, was Gott uns schenken will.

So verbinden sich die Ikonen auf Munitionskisten mit der Weihnachtsbotschaft: Gott kommt in die Welt, wie sie ist – verletzlich, verwundet, voller Bruchstellen – und verwandelt sie von innen heraus. Nicht indem er das Dunkel ignoriert, sondern indem er mitten darin ein Licht entzündet.

Vielleicht ist das die Einladung an uns: hinzuschauen, wo in unserem eigenen Leben „Munitionskisten“ stehen – harte Erfahrungen, Wunden, Sorgen – und zu glauben, dass Gott auch sie verwandeln kann. Weihnachten ist das Versprechen, dass kein Ort so dunkel ist, dass Christus ihn nicht erhellen könnte.

Möge uns diese Ausstellung dazu anregen, die Kunst der Verwandlung neu zu entdecken – und den Frieden, den Irene verkörpert, im eigenen Herzen Raum gewinnen zu lassen.

Ihr

Siegfried Thuringer, Pfr.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 10. Dezember 2025 bis zum 1. Februar 2026, an den Samstagen von 14 bis 17 Uhr sowie während der Gottesdienstzeiten.

Oben: Der Heilige Antonius war einer der Gründer des Mönchtums in Kyiver Rus sowie Gründer des Kyiver Höhlenklosters.

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