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Ende einer Gebetstradition
Komplet in St. Willibrord
Anfang Dezember endete in St. Willibrord eine Gebetstradition, die über viele Jahre hinweg Raum für Stille, Sammlung und geistliche Verbundenheit geschaffen hat. Getragen wurde die Komplet ursprünglich von einer kleinen Gruppe von Gemeindemitgliedern, die sich der benediktinischen Spiritualität besonders nahe fühlten. Aus ihrem Wunsch heraus, einen Ort der Ruhe und des regelmäßigen Gebets zu schaffen, entstand ein Angebot, das vielen Menschen über lange Zeit eine verlässliche geistliche Heimat war.
In den vergangenen Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass der Kreis der Mitbetenden immer kleiner wurde. Lebenssituationen haben sich verändert, Prioritäten haben sich verschoben, und für manche war der regelmäßige Termin nicht mehr einzuhalten. Schließlich blieb die Gruppe so klein, dass das Gebetsangebot nun beendet wird.
Das Ende dieser Tradition mag wehmütig stimmen, denn es schließt ein Kapitel, das von Begegnung mit Gott und miteinander geprägt war. Zugleich erinnert es uns daran, dass geistliches Leben Wandel kennt. Nicht alles bleibt – und doch geht nichts verloren, was im Herzen weiterwirkt.
Manches hat seine Zeit. Vielleicht öffnet sich an anderer Stelle ein neuer Weg: ein anderer Rhythmus des Gebets, eine neue Form gemeinsamer Spiritualität oder ein unerwarteter Impuls, der aus der Erfahrung der vergangenen Jahre wächst. Im Vertrauen darauf dürfen wir das Gewachsene dankbar loslassen und aufmerksam bleiben für das, was kommen möchte.
Wir sind eine Kirche für alle. Oder besser: für alle, die wollen. Auch Sie? Finden Sie eine Gemeinde vor Ort.
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