Alt-Katholische Gemeinde Augsburg

Taizé - Gebete und Fahrten

Auf den Spuren von Taizé

Der kleine französische Ort Taizé zieht jährlich rund 100.000 Besucher aus unterschiedlichen Nationalitäten und Konfessionen an.
Die dortige ökumenische Brudergemeinschaft ist bekannt für ihre Spiritualität, und ihr Eintreten für Versöhnung und Verständigung.

Generationen junger Menschen haben in Taizé prägende Erfahrungen für ihr Leben gemacht.  
Wenn Sie Taizé kennen und lieben oder einmal in ein bisschen „Taizé-Feeling“ hineinschnuppern möchten, kommen Sie doch einfach an einem unserer Taizé-Gebete vorbei.
Diese meditativen Gottesdienste werden besonders von den sich immer wiederholenden Taizégesängen und Zeiten der Stille geprägt.

Hinweis: Aufgrund der Coronapandemie finden derzeit keine regelmäßigen Taizégebete statt. Einzeltermine werden im Gemeindekalender veröffentlicht.

Regelmäßig findet auch eine Fahrt für Jugendliche und junge Erwachsene nach Taizé statt.

Taizé-Fahrten für Jugendliche und junge Erwachsene

Auch wenn derzeit wir noch nicht nach Taizé fahren können, so holen wir halt ein Stück Taizé zu uns und machen uns „einen Tag wie in Taizé“:

Pfingstmontag waren wir (fast) in Taizé

Oyak, La Morada und Welcome – alles fand sich am Pfingstmontag 2022 auf unserem Kirchenvorplatz wieder!
Und dazu all das, was in Taizé nicht fehlen darf: Gemeinschaft, lachen, spielen, gute Gespräche führen, eine Bibeleinführung und natürlich als Abschluss ein stimmungsvolles Taizé-Gebet in der Abendsonne!
Aber der Reihe nach: 11 junge und junggebliebene Menschen folgten unserer Einladung und wurden am Kirchturm – unserem Welcome – herzlich empfangen. Da sich die Mittagszeit näherte, wurde es gleich praktisch: Der eine Teil der Gruppe begab sich in die „big kitchen“ (Taizékennern sind all diese Orte bekannt).
Alle anderen sollten einfach zum nächsten Tag wie in Taizé kommen oder noch besser – mit uns nach Taizé fahren. Der andere Teil bereitete die Essensausgabe vor. Und was gab es da Leckeres? Na, was wohl! Das Highlight einer Taizé-Woche: Nudeln mit Tomatensauce, dazu Weißbrot, ein Stück Käse und einen Apfel.
Frisch gestärkt wurde es dann unterhaltsam: Mia und Alexandra hatten nämlich ein Taizé-Quiz vorbereitet. Wenn auch du wissen willst, was in Taizé „Jubilate“ heißt, was „El Abiodh“ ist oder wie in der Kirche in Taizé die Mikrofone bereit gelegt werden, dann gilt auch hier der Tipp von oben: Einfach mal mitkommen!
Auf jeden Fall hatten alle Spaß und gelernt haben sogar die alten Taizé-Hasen noch was. Danach ging es in unsere Kirche. Dank moderner Technik konnte Fr. Emil in einer Youtube-Bibeleinführung zu uns sprechen und uns für den Austausch viele gute Gedanken mit auf den Weg geben. Nun galt es nur noch, unser Taizé-Gebet vorzubereiten. Dies taten wir durch ein Online-Song-Practice und indem wir auf dem Kirchenvorplatz unsere „Kirche“ einrichteten. Viele Gäste stimmten schließlich mit uns in den mehrstimmigen Gesang ein. Wenn man die Augen schloss, konnte man sich tatsächlich wie in Taizé fühlen!
Ein erfüllter, unterhaltsamer, tiefsinniger und von Gemeinschaft getragener Tag!
Danke an alle, die dabei waren und sich auf das „Abenteuer Taizé“ eingelassen haben!
Pfarrerin Alexandra Caspari

2020 – Ein interreligiöser „Tag wie in Taizé“

Gemeinschaft, neue Leute kennenlernen, Singen: Das sind für mich drei Gründe, warum ich nach Taizé fahre. Da dieses Jahr unsere alljährliche Fahrt nicht stattfinden konnte, organisierte unsere Pfarrerin Alexandra Caspari einen „Tag wie in Taizé“.
Gemeinsam trafen wir uns am 6. August 2020 um 12:30 Uhr am Kirchenvorplatz. Wir begannen mit einer kleinen Vorstellungsrunde, denn es waren nicht nur bekannte Gesichter dabei. Auch konnten Taizé-Erfahrene den anderen, welche sich nichts unter dem Begriff „Taizé“ vorstellen konnten, einen kleinen Einblick in den Alltag und die Idee Taizés näherbringen. Ein leckeres Mittagessen von unseren beiden Köchen Ali und Edi schloss die Vorstellungsrunde kulinarisch ab. Gestärkt konnten wir uns dann der nächsten Einheit widmen. Diese beschäftigte sich mit uns selbst. Eine „Seelenlandschaft“ sollte einem dabei helfen zu beschreiben, wie es uns gerade ging – auch in der außergewöhnlichen Situation der Corona-Pandemie. Begriffe wie „verbotener Wald“, „high feeling Point“ oder „Ekelecke“ brachten uns alle zum Schmunzeln. Beendet wurde diese Einheit mit einem sehr bekannten Klatschspiel aus Taizé. Wie auch in Taizé gab es um 14:00 Uhr eine Bibeleinführung und im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit, uns in kleinen Gruppen auszutauschen. Nach einer intensiven und schönen Gesprächsrunde spielten wir zur Auflockerung nochmal die Klatschspiele mit Abstand.
Dann startete die zweite Einheit, die sich nun mit der Zukunft beschäftigte. Was das Kennenlernen neuer Menschen angeht, war unser „Tag wie in Taizé“ nämlich ganz besonders: Mit Elmas und Seyma waren zwei Muslima unter uns.
Zusammen mit Elmas gestalteten wir ein Plakat, auf dem jeder seine Zukunftswünsche um eine gemalte Weltkugel schreiben durfte. Worte wie „Achtsamkeit“ oder „die Welt wahrnahmen“ brachten uns alle zum Nachdenken. Um die Zukunft nun „aufblühen“ zu lassen, malten oder klebten wir Blumen und Pflanzen aus der Natur zwischen die Wörter.
So entstand ein interreligiöses Zukunftsbild!
Das Taizé-Gebet auf dem Kirchenvorplatz, gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern, schloss unseren „Tag wie in Taizé“ ab.
Dorothea Täufer und Mia Mühlbauer

2018 – Taizé mit dem Fahrrad: Ein kleiner Gedanke – eine große Reise!

Ich weiß nicht, wie unsere Pfarrerin, Alexandra Caspari, auf den Gedanken kam, mit dem Fahrrad nach Taizé zu fahren. Ob sie sich ein Beispiel an Frère Roger, dem Gründer von Taizé genommen hat? Denn auch er war das erste Mal mit dem Fahrrad nach Taizé gefahren, als er ein Haus für eine Gemeinschaft suchte. Oder fand Alexandra einfach nur etwas mehr Bewegung für unsere Gruppe gut?
Kurzum sind wir also tatsächlich an der Grenze Frankreichs mit unseren Fahrrädern losgefahren. Auch ein paar kleine Pannen, wie eine gesprungene Kette, ein verlorener Schlüssel oder eine störrische Satteltasche, die gleich mehrere Male abgefallen ist, konnte uns von unserem Ziel nicht abbringen. Bis dahin hatte fast keiner von uns ein klares Bild von Taizé. Unsere Pfarrerin hatte uns natürlich im Voraus davon erzählt, unter anderem auch von einem durchgeplanten Tagesablauf. Noch wussten wir nicht, was wir davon halten sollten.
Nach einem letzten steilen Anstieg sind wir schließlich schweißgebadet (es war während unserer Radwoche wirklich seeeeehr heiß) angekommen. In Taizé sind wir auf unsere zweite Gruppe gestoßen, welcher die Idee, mit dem Fahrrad anzureisen, zu waghalsig gewesen war, und die lieber mit dem Bus kam. Auch Leuten, denen wir über die Woche hinweg von unserer Radtour erzählt haben, schauten uns nur entsetzt an.
Nun waren wir also angekommen und ließen uns auf diesen ganz besonderen Taizé-Rhythmus ein:
Unser Tag bestand letztendlich aus drei Gottesdiensten und einigen Besprechungen mit gemischten Themen, in denen es um die Bibel, aber auch um unser Leben ging. Zum Frühstück gab es eine Semmel mit einem Stückchen Schokolade. Wie macht man daraus Nutella? Einfach in den heißen Tee oder Kakao tauchen! Klingt erst einmal fragwürdig, hat den meisten von uns aber gut geschmeckt.
Nach einem langen Tag konnten sich alle abends noch am OYAK treffen. Dort wurde zu Musik getanzt, man spielte verschiedene Spiele oder redete mit den anderen. Taizé ist ein Ort der Gemeinschaft mit viel Offenheit und Verbundenheit.
Wir waren alle begeistert und haben eine wunderbare Zeit erlebt. Es war ein sehr schönes Erlebnis, wir konnten neue Freundschaften schließen und ich bin sicher, dass jeder nächstes Jahr gerne wieder dabei sein möchte! Ein herzlicher Dank an Alexandra und unsere Leiter, die uns mit viel Geduld begleitet und ertragen haben!

Lina Dorner


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i. V. Pfr.in Alexandra Caspari,
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