Die Teilnehmenden der Dekanatstage Ende Mai in Hübingen kamen von Koblenz bis Erfurt, von Aschaffenburg bis Kassel und natürlich aus den zentralen Gemeinden Wiesbaden, Frankfurt und Offenbach.

Sie setzten sich in Erfahrungswegen und Workshops mit Begriffen wie Hören, Zuhören, Stille, Klang, Musik … auseinander – kreativ, musikalisch, sportlich oder in Gesprächen.

Die Abende gingen von Taizé-Gebet oder Märchenstunde über in geselliges Beisammensein bei Getränken und Knabbereien.
Dekanatstage sind eine prima Möglichkeit, über Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam ein Wochenende zu erleben, Bekanntschaften zu machen oder zu vertiefen sowie sich über Aktuelles aus Dekanat oder Bistum und über Gott und die Welt auszutauschen.
 
Neben den traditionellen Schriftstellen für den Gründonnerstag spielte die Erzählung von der Frau, die Jesus salbt, eine besondere Rolle.
Als Zeichen von Zuwendung und Wertschätzung salbten sich die Mitfeiernden gegenseitig die Hände. So durfte sich jede und jeder intensiv wahrgenommen fühlen und in diesem Bewusstsein bei der Mahlgemeinschaft dabei sein.
„Siehe, ich mache Neues…Wasser im Ödland…“ – Worte des Propheten Jesaja zogen sich wie ein roter Faden durch die Stationen des Kreuzwegs.
Wie können wir auf Gutes hoffen und Mut haben angesichts all der Kriege und des Leids in der Welt?
Die Botschaft: die Hoffnung auf Neues, auf Wasser, das die Wüsten zum Blühen bringt, lebendig halten – ohne die Realitäten dieser Welt aus den Augen zu verlieren.
Die Frauen am Grab Jesu sind außer sich und zittern, weil sie etwas erleben, das sie sich nicht erklären können.
Sie spüren Resonanz, wo keine mehr möglich scheint. Sie machen die Erfahrung, dass die Beziehung zu Jesus nicht abgebrochen ist durch seinen brutalen Tod am Kreuz.
„Der neue Morgen öffnet ihnen engelgleich die Augen“ (nach Andreas Knapp, Osterspaziergang).
 
In der Eucharistiefeier am Aschermittwoch starteten wir thematisch in die Vorbereitungszeit auf Ostern. 
Wir machten uns auf den Weg, Klang-Spuren zu entdecken: hören, spüren, miteinander teilen. Nach den Evangelientexten ertönte der Ruf „Wer Ohren hat, höre!“. Mit dem Lauschen auf Klangschalentöne konnten die Worte nachklingen.
Die Zusage „Gott spricht auch zu dir: ich mache Neues – vertraue darauf!“ bei der Bezeichnung mit dem Aschekreuz gab dem alten Ritual eine besondere Deutung.


Was hat Jorge de Burgos mit Fastnacht zu tun?
Der Mönch aus Umberto Ecos „Der Name der Rose“ dämonisierte das Lachen als nicht Gott-gefällig. Volkmar Franz vertrat in seiner gereimten Predigt am Faschings-Sonntag ganz im Gegenteil die Meinung, dass Christ-Sein nicht nur Humor, Freude und Fröhlichkeit verträgt, sondern sie geradezu herausfordert.
Hat nicht auch Jesus gerne in Gesellschaft gegessen und getrunken und dabei sicherlich auch gescherzt und gelacht?
Die Predigt fand viel Beifall in dem insgesamt heiteren und frohen Gottesdienst.



Fotos: Clemens Wombacher, Manfred Wenzel, Michael Glaab
Auf der Suche nach dem Weihnachtslicht
Elektronische Medien, Genussmittel, Kriegswaffen und übermäßiger Konsum verbergen das Licht. Nach und nach legten wir das Licht frei.


Wir überlegten, wie wir mit kleinen Schritten bei uns selbst beginnen können, dem Licht Raum zu geben. Und das strahlt aus…
Die Feier wurde traditionell mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ beendet.
Mit meditativer Musik zur Ruhe zu kommen…


Gott zerschlug im Schrei der Geburt die Gottesbilder…
Mit diesem Gedanken von Kurt Marti setzte sich die Suche nach dem Weihnachtslicht fort. 
Dabei begleitete uns auch Leonard Cohens Satz „There is a crack in everything; that’s how the light gets in“ (In allem ist ein Riss; so kommt das Licht rein.
Wie Gott sich uns zeigt können wir nicht in bestimmten Bildern festschreiben.
Wir bleiben Suchende. 
Ebenso sind wir stets auf dem Weg, das Licht neu zu entdecken. 
Am Sonntag, 28. Dezember, blickten wir auf das vergangene Jahr zurück:
– Wo fühlten wir uns im Licht?
– Wo hätten wir Licht gebraucht?
Das Lied „In deinen Blick“ von Giannina Wedde lud ein, alles in Gottes Hand, an Gottes Herz, in Gottes Blick zu legen. Ein leuchtend gelber Stern begleitet die Mitfeiernden in das neue Jahr hinein.
Einmal im Monat lädt die Alt-Katholische Gemeinde Aschaffenburg zur OasenZeit ein.
Im September 2025 stand sie unter dem Motto „…und du kommst mir entgegen“. 
Im Mittelpunkt stand eine Musikalische Meditation zum Loslassen von Giannina Wedde, die in das Lied „In deinen Blick“ mündet.
Sie spricht darin die Einladung aus, Dinge, die uns zu schwer sind, von Zeit zu Zeit Gott zu übergeben: in Gottes Hände zu legen, in Gottes Weisheit, in Gottes Blick, in Gottes Herz.   
Hier kann die Meditation angehört werden: KLANGGEBET – In deinen Blick. Eine musikalische Meditation zum Loslassen.



Die Auferstehungsfeier am Ostermorgen bildete einen Höhepunkt unseres Hoffnungs-Wegs der Vorbereitung auf dieses Fest.
Ein Hoffnungskleid weben, Farbe in den grauen Alltag bringen – das waren Inhalte einer Meditation. Ostern lässt alles in einem neuen Licht erscheinen.
Der Begriff Web-Master bekam dabei eine neue Bedeutung 😉
Unsere Osterkerze ist in diesem Jahr eine Hoffungskerze!
Es sind Kreuz und Grab dargestellt; das Kreuz ist grün, liegt auf dem Boden – und aus dem Grab strahlt die Sonne der Auferstehung. Leid und Tod sind überwunden!
Anregung für das grüne Kreuz ist die Darstellung in den Buntglasfenstern der Kathedrale von Chartres. Helge Burggrabe schreibt dazu in einem Buch über die Kathedrale: „Grün leuchten auch hier die Kreuze und weisen über den Tod hinaus auf die lebensfördernde und lebensbejahende Botschaft hin, auf die Grünkraft des Göttlichen“.
Für die OasenZeit am 9. März war „Psalmen malen“ das Thema. Lothar Haag hatte den Psalm 91 dafür ausgewählt.
Wir lasen den Psalm in verschiedenen Übersetzungen, arbeiteten mit ihm und versuchten schließlich, das Erfahrene kreativ umzusetzen.
Nach der Kreativphase war Gelegenheit, sich die Werke anzusehen und vom eigenen Bild zu erzählen.
Auf ganz unterschiedliche Weise kreativ näherten sich die Teilnehmenden dem Psalm 91
Mit dem Gottesdienst am Aschermittwoch stiegen wir ein in die Vorbereitungszeit auf Ostern.
Bunte Bänder symbolisieren Hoffnungs-Erfahrungen. Zu jeder Veranstaltung in der Fastenzeit kann ein farbiges Bändchen mitgenommen werden.
Das Aschenkreuz hat auch in der alt-katholischen Gemeinde eine lange Tradition. Wir wollen es als Hoffnungszeichen verstehen:
Gib der Hoffnung Raum in dir!
Mit 17 Personen waren wir am bis über 30 Grad heißen 7. September für den lange geplanten Ausflug nach Würzburg gekommen. Die Anreise per Bahn lief problemlos.

Zunächst lauschten wir in der Augustinerkirche beim ‚Würzburger Tastenspiel‘ zwei Musikern. Deren Zusammenspiel von Horn und Orgel – einer seltenen Instrumenten-Paarung – war sehr interessant und harmonisch.
Beim anschließenden Mittagessen im Gasthof ‚Alter Kranen‘ fanden alle was schmackhaftes zum Essen und zum Trinken.
Danach hörten wir im Gewölbe unter dem alten Kranen zwei Musikern zu, die im Rahmen des STRAMU-Festivals diesen kühlen Ort für ihren Auftritt gewählt hatten.
Bei der Stadtführung legte Frau Schaffrath den Fokus auf Frauen in der Würzburger Geschichte, die – in ihrer jeweiligen Zeit – außergewöhnliches erreicht hatten.
Es mutet uns heute merkwürdig an, aber Frauen war es lange Zeit verwehrt, zu studieren, Ärztinnen, Künstlerinnen oder Wissenschaftlerinnen zu werden. So hatten Frauen in Deutschland erstmals bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 die Möglichkeit, zu wählen oder gewählt zu werden!
Nach der Führung fanden wir „Zuflucht“ im kühlen Innenraum des Ratskellers, wo wir für ausreichende Flüssigkeits-Zufuhr sorgten.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof wurde noch das eine oder andere Eis geschleckt, ehe wir die Heimfahrt antraten.
Auch dieses Jahr feierten wir wieder zusammen mit der Offenbacher Gemeinde Gottesdienst auf dem Hof von Brigitte und Sturmius in Radheim.
Einige verbanden eine Fahrrad-Tour damit.
Beim anschließenden Mitbring-Picknick auf der Wiese fanden alle etwas leckeres zum Essen und Trinken sowie Gelegenheit, sich im Gespräch auszutauschen.
Mit dem Bild der Himmelfahrt verbindet Jesus Himmel und Erde. Wir sind eingela­den, den Himmel in uns zu entdecken.
Unser Auftrag ist es, die Botschaft Jesu weiterzusagen und die Menschen um uns wahrzunehmen.
Der Himmel beginnt mit einer menschlicheren Welt.
Der Gottesdienst am 5. Mai, vorbereitet von fünf Frauen, stellte drei Frauen der Bibel mit dem Namen Maria bzw. Mirjam in den Mittelpunkt:
die Schwester des Aaron, die bei der Errettung vor der ägyptischen Verfolgung die Pauke schlug und Gott pries, die Mutter Jesu, die im Magnificat prophetisch redete, und Maria von Bethanien, die Jesus salbte.
Der Schlag auf die Pauke/Trommel symbolisiert dabei das rebellische Element, die Schuhe das prophetisch gesandt- bzw. unterwegs-sein, Salböl und Weihrauch die Heilung.
Die Erzählungen machen uns Mut, uns auf unsere Kräfte und Charismen zu besinnen und uns für Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Versöhnung und Liebe einzusetzen.
Mit einem Dutzend Gemeindemit­gliedern waren wir am 3. Februar 2024 auf der Kundgebung für Vielfalt und Toleranz und gegen völki­sches oder rechtsextremes Gedan­kengut vertreten – nicht viele im Ver­gleich zu den (laut Veranstalter) bis 2.000 Teilnehmenden, aber mehr als 10% aller Gemeindemitglieder!
Mit den aus früheren Veranstaltungen vorhandenen Bannern waren wir in der Menge gut zu finden.
Am Rande der Kundgebung gab es gute Gespräche mit anderen, denen die Anliegen von „Aschaffenburg ist bunt“ ebenfalls wichtig sind.
Foto: Silvia Lang
Das Aktionsbündnis „Aschaffenburg ist “ hatte zu der Demonstration aufgerufen. Auf dem Theaterplatz im Herzen von Aschaffenburg hatten einige der über 280 Gruppen, die dem Bündnis beigetreten sind, Gelegenheit, über ihre Motivation dafür zu berichten.