Gemeinde Dresden - Sachsen

2021

Erstkommunion in Leipzig

Nun war es endlich so weit. Mit über einem Jahr Verspätung feierten die fünf Kinder aus unserer Gemeinde ihr Fest. Das erste Mal durften sie wie die Erwachsenen das Abendmahl mitfeiern und das heilige Brot erhalten. Gegen Ende der Vorbereitungszeit im März 2020 begann die Corona-Pandemie. Die Treffen der Kinder mussten an den Bildschirm verlegt werden. Aber auch so war es möglich miteinander zu sprechen, zu arbeiten und zu singen. Die Eltern haben dankenswerter Weise bestens mitgeholfen. Das „Regenbogenlied“ durchzog wie ein roter Faden die Treffen der Kinder und erklang natürlich auch am Erstkommuniontag. „Regenbogen buntes Licht, …Gott verlässt uns nicht“ – mit dieser Zusage feierten die fünf Kinder mit ihren Familien und Freunden.

Frühjahrsputz in den Gemeinderäumen

Kapelle und Küche in den Dresdner Gemeinderäumen hatten einen Anstrich dringend nötig. Kerzenruß und Heizungsstaub haben ihre Spuren hinterlassen. Drei Gemeindemitglieder haben sich an einem Wochenende im März zusammengetan und die beiden Räume neu geweißt. Sie erstrahlen nun in hellem Licht. Vielen Dank den helfenden Händen!

Ostern 2021 – anders

Auch dieses Jahr mussten auf Grund der Corona-Pandemie die Ostertage in Lückendorf abgesagt werden. Wir haben das Glück, dass Präsenz-Gottesdienste in unserer Gemeinde möglich sind. So wurde dieses Jahr die Heilige Woche dezentral an unseren vier Gottesdienstorten in Sachsen gefeiert. Der Palmsonntag begann bei Sonnenschein in Dresden im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Strehlen. Nachmittags fand sich die Leipziger Gemeinde zur Palmsonntagsprozession auf dem Nikolaikirchhof zusammen. Der Gründonnerstag wurde in Werdau in der Liebfrauenkapelle gefeiert. Kinder und Erwachsene fanden sich am Karfreitag zum Kreuzweg im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Möckern ein. Die fünf Kommunionkinder trugen das Holzkreuz während des Gangs durch den Garten. Um 6 Uhr in der Frühe begann mit dem Osterfeuer vor der Diakonissenhauskirche die Feier der Osternacht. Die Lesungen wurden draußen beim Schein des Feuers vorgelesen. Zu den festlichen Halleluja-Orgelklängen zog die Gemeinde in die Kirche. Das Bild des lachenden Christus schmückte den Kirchenraum. Frohe Ostern wünschten sich Gemeindemitglieder und Gäste auf dem Kirchvorplatz, bevor jeder zu seinem Osterfrühstück aufbrach. Die Gemeinde in Großschönau feierte zum Licht der kleinen Osterkerzen den Ostermontag mit festlicher Orgelmusik.

Diakonisches Projekt im Advent

Mit den Adventskollekten unserer Gemeinde wird jedes Jahr ein diakonisches Anliegen in unserer Region unterstützt. Im vergangenen Advent wurde für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig gesammelt. Der ambulante und stationäre Kinderhospizdienst wurde 2002 in Leben gerufen. „Bärenherz“ ist eine medizinische Einrichtung, die Familien mit schwerst-kranken Kindern beherbergt – ab dem Moment der Krankheitsdiagnose. Mit über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem im pflegerischen, psychosozialen und therapeutischen Bereich wird rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr die Betreuung, Förderung und Begleitung der Kinder und Familien gewährleistet. 900 € wurden im Advent gesammelt und an das Kinderhospiz weitergeleitet. Allen Spenderinnen und Spendern sei herzlich gedankt.

 

Pfarrer Gersch verstorben

Am 11. Januar 2021 verstarb im Alter von 73 Jahren Manfred Gersch, unser langjähriger Pfarrer. Er war von 1984 bis zu seinem Ruhestand 2009 Seelsorger für die weit verstreuten Gläubigen im Osten des Bistums zwischen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Manfred Gersch wurde am 31. März 1947 in Gommern bei Magdeburg geboren. Nach dem Abitur und einer Berufsausbildung zum Wasserbaufacharbeiter nahm er in Erfurt das Theologiestudium auf. 1975 wurde er in Magdeburg zum römisch-katholischen Priester geweiht und war anschließend in Halle/Saale tätig. Nach dem Ausscheiden aus dem römisch-katholischen Dienst heiratete Manfred Gersch und arbeitete als Altenpfleger in Technitz bei Döbeln. Er konvertierte schließlich zur alt-katholischen Kirche und half als ehrenamtlicher Priester aus. Nach der Ausreise des damaligen hautamtlichen Pfarrers in der DDR wechselte Manfred Gersch 1984 in den hauptamtlichen Dienst. Er betreute fortan als alleiniger Seelsorger alle Gemeinden in der DDR. Das Pfarramt verlegte er 1991 von Döbeln nach Großschönau in der Oberlausitz.

Unermüdlich arbeitete er für seine weit verstreuten Gemeindemitglieder und legte viele Kilometer in den langen Jahren seines Wirkens zurück. Die Feier der Gottesdienste in der extremen Diaspora und die Seelsorge der Einzelnen waren ihm wichtig. Er pflegte in der Ökumene die Beziehungen zu den evangelischen Nachbargemeinden vor allem in Großschönau und Leipzig. Mit der alt-katholischen Gemeinde im tschechischen Varnsdorf und ihrem Pfarrer war er herzlich verbunden. 2009 trat er in den Ruhestand und blieb mit seiner Frau in Großschönau wohnen.

Ein Gemeindemitglied erinnerte sich an Manfred Gersch mit den Worten: „Seine Gottesdienste, vor allem seine Predigten, hatten Gedankentiefe, die aber auch von einfachen Menschen gut verstanden werden konnten.“  Die älteren Gemeindemitglieder denken mit viel Dankbarkeit und Wertschätzung an ihren früheren Pfarrer Manfred Gersch zurück. Gerade in den schwierigen Jahren vor der Wende hat er als einziger hauptamtlicher Pfarrer in der DDR dafür gesorgt, dass alt-katholisches Leben erhalten blieb.

Bischof Matthias Ring würdigte den unermüdlichen Einsatz von Manfred Gersch in der extremen Diasporasituation der DDR und der neuen Bundesländer. „Wir können uns heute kaum vorstellen, welche Mühen Manfred Gersch auf sich nahm, um mit dem ihm anvertrauten Menschen in Kontakt zu bleiben und sie als Seelsorger zu begleiten.“

Die Beisetzung findet im kleinen Kreis entsprechend den Corona-Verordnungen auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Gommern bei Magdeburg statt.

 

Sternsinger 2021

Auf anderem Wege als sonst haben dieses Jahr die Sternsinger Lied und Segen zu den Gemeindemitgliedern gebracht

Die Dresdner Sternsinger versandten per E-Mail eine Audiodatei mit Lied und Segen. Wer auf diesem digitalen Weg die Sternsinger noch einladen möchte, melde sich bitte bald im Pfarramt. Der Türsegen der Sternsinger zum Aufkleben kann gerne zugeschickt werden.

Allen Sternsinger-Kindern und Eltern sei herzlich gedankt!

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