Wortgottesdienste/ Abendlob

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Hier wurden zu den Sonn- und Feiertagen Wortgottesdienste für daheim und unterwegs veröffentlicht. Mit dem 21.06. endete dieses Angebot.

 

Zum 21.06. 12.Sonntag im Jahreskreis

Lied zu Beginn freie Wahl

Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes …

Zum Ende des Schuljahres bitten wir besonders um den Segen Gottes.

Wir beten Psalm 67 (eingestimmt 889)

Evangelium: Mt 10,26-33

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: 26 Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. 27 Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern! 28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! 29 Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. 30 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. 31 Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. 32 Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. 33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Impuls: Sich von Gott behütet zu wissen, sogar alle Haare sind gezählt. Was für eine Aussage….

Ich lasse mich auf diese Worte ein und buchstabiere für mich durch, was das konkret bedeuten könnte. Ein Text unseres Pfarrpatrons, des hl. Martin will Hilfestellung anbieten:

Herr, segne meine Hände,

dass sie behutsam seien,

dass sie halten können, ohne zu Fesseln zu werden,

dass sie geben können ohne Berechnung,

dass ihnen innewohnt die Kraft, zu trösten und zu segnen.

Herr, segne meine Augen,

dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,

dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,

dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,

dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

Herr, segne meine Ohren,

dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen.

dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz,

dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund,

dass er dich bezeuge,

dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,

dass er heilende Worte spreche,

dass er Anvertrautes bewahre.

Herr, segne mein Herz,

dass er Wohnstatt sei deinem Geist,

dass es Wärme schenken und bergen kann,

dass es reich sei an Verzeihung,

dass es Leid und Freude teilen kann.

St. Martin, 4. Jahrhundert

Stille

Vater unser

Segen am Abend mit Psalm 134 (eingestimmt 772) am Morgen mit Psalm 57 (eingestimmt 822)

Schlußlied (frei zu wählen)

 
 

11. Sonntag im Jahreskreis

Wir bieten an die Feier des Morgenlobs

und/oder die Feier des Abendlobs

Texte entnommen aus dem „eingestimmt“. Herzliche Einladung am Morgen des Sonntags die altkirchliche Morgenfeier zu beten/zu singen: Nummer 724 – 731

Herzliche Einladung am Abend des Sonntags die altkirchliche Lichtvesper zu beten/zu singen: Nummer 732 – 738

Das Evangelium des Sonntags nach der Nummer 729 bzw. 735 : Matthäus 9, 36 – 10, 8 s.u.

Impuls nach der Nummer 730 bzw. 736 s.u.

Tagesgebet Gott, du unsere Hoffnung und unsere Kraft, ohne dich vermögen wir nichts. Steh uns mit deiner Gnade bei,
damit wir denken, reden und tun was dir gefällt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

EVANGELIUM
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah,
hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben
und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus,
und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
und sein Bruder Johannes,
Philíppus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
und Thaddäus,
Simon Kananäus und Judas Iskáriot,
der ihn ausgeliefert hat.
Diese Zwölf sandte Jesus aus
und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samaríter,
sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
Heilt Kranke,
weckt Tote auf,
macht Aussätzige rein,
treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen,
umsonst sollt ihr geben.

Impuls

Im heutigen Evangelium spricht Jesus von der Kraft des Gebets im Blick auf die Nachfolge. Es sind zu wenige, die mitwirken am Reiche Gottes: „Bittet um Menschen, die mitwirken im Weinberg Gottes.“ Das hört sich so leicht an. Doch Jesus weiß es nur zu gut: Jede Berufung ist ein Geschenk Gottes. Doch sie fällt nicht vom Himmel und ist meist auch nicht durch einen „direkten Eingriff von oben“ erkennbar. Wie also kann man seine eigene Berufung bzw. die Berufung zu einem Dienst in der Kirche erkennen? Der Ruf Gottes ist durch Zeichen zu ersehen, die Gott uns in unserem alltäglichen Leben meist indirekt gibt. Oft sind diese Zeichen unauffällig und leise, manchmal auch scheinen sie widersprüchlich zu sein. Deswegen brauchen wir Zeit und auch Stille, um diese Zeichen zu erkennen und zu unterscheiden, welche von Gott kommen.

Oft zeigen sich Berufungen da, wo jemand über längere Zeit mit seiner eigenen Lebenssituation nicht mehr zufrieden ist, wobei diese Unzufriedenheit keinen erkennbaren Grund hat (also z.B. nicht in eigenem Versagen, Überforderung, Anpassungsproblemen oder einem kritischen Ereignis usw. begründet ist). Alle kirchlichen Berufungen sind Dienst für andere. Ein wichtiges Erkennungszeichen ist daher die Erfahrung von Freude im Dienst an anderen Menschen, besonders an bedürftigen Menschen. Hierzu gehört auch die Bereitschaft zu selbstlosem Tun, ohne dafür gleich Dank oder Belohnung zu erwarten.

Kirchliche Berufungen sind ohne religiöse Motivation nicht lebbar. Freude am Glauben, Hingezogensein zu spirituellen Werten und Vollzügen (z.B. Gebet, Meditation, Schriftgespräch) und die Bejahung der kirchlichen Gemeinschaft sind darum Grundlage einer jeden geistlichen und kirchlichen Berufung. Eng damit verbunden ist auch das Hingezogensein zur Feier der Eucharistie, die ja die Mitte des christlichen Lebens ist. Kirchliche Berufungen sind immer Berufung in die Gemeinschaft und zum Dienst an der Gemeinschaft. Anzeichen für eine Berufung können daher auch sein, wo jemand Freude daran hat, den Glauben mit anderen zu teilen (z.B. in Bibelgruppen, Glaubensgesprächen usw.).

Der Glaube durchdringt den ganzen Menschen. Eine Berufung wird darum bei jemandem erkennbar, der zumindest Verständnis dafür und den Willen danach hat, dass sein ganzes Leben vom Evangelium durchformt werde, ohne dabei irgendwelche wichtigen Bereiche auszuklammern. Mit der Zeit gehört zu einer Berufung auch eine wachsende innere Gewissheit und die damit verbundene Freude: Ich bin von Gott gemeint! Er ruft mich an! Und ich bin damit froh! Es ist freilich keine Gewissheit, die nicht auch immer wieder von Zweifeln und Unsicherheiten begleitet würde. (vgl.https://www.donbosco-stuttgart.de/Ueber-uns/Salesianer-werden/Wie-erkenne-ich-meine-Berufung)

 

Fronleichnam – Danktag für die Eucharistie

Danktag der Eucharistie – Fronleichnam „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (1Kor 11,24)

Vorzubereiten: Bibel, Kerzen, Brot, Agapemahl

Lied 237 1,2… Du bist das Brot, das den Hunger stillt

Beginnen wir mit dem Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Impuls

Der Fronleichnamstag begründet sich im Geschehen des Gründonnerstags, beide Tage sind ohne die Eucharistie nicht zu denken. Der Gründonnerstag als 1.Tag des österlichen Triduums wird an Fronleichnam nochmals herausgehoben, wir dürfen das Geheimnis der Eucharistie nochmals intensiv bedenken, feiern, gestalten. Die Eucharistie ist wie ein Testament, wie eine Zusammenfassung des Lebens Jesu. Er schenkte sich ganz und gar. Er hat dem bedürftigen Menschen, der zu ihm kam, groß gemacht, gestärkt. Das will auch in jeder Eucharistiefeier neu geschehen. Wir nennen es „Wandlung“. Dieses Geheimnis des Glaubens wurde durch die Fußwaschung noch einmal anders, eindrucksvoll erfahrbar: Er erniedrigt sich, er vollzieht einen Sklavendienst (vgl. Philipper 2). Nicht viel später steigt er hinab in die Ohnmacht des Todes, aber Gott hat ihn erhöht.

Die Freunde Jesu wussten damals in Jerusalem natürlich noch nicht, dass ihr Herr am nächsten Tag am Kreuz sterben würde, und dass es das letzte Mahl mit Jesus war. Erst von der Erfahrung des Karfreitags her haben die Jünger die Fußwaschung neu einordnen können. Das sichtbare Zeichen für diese liebende Hingabe Jesu am Kreuz wurde sein Mahl, in dessen Verlauf er Brot und Wein nahm und uns versprach: Wer von diesem Brot isst, wird leben in Ewigkeit vgl. Joh 6,51-58)

gestalte Meditationen aus Blüten

Dafür lasst uns Gott loben:

Glorialied 952 „Gloria, Ehre sei Gott und Friede den Menschen seiner Gnade.

(vielleicht gibt es ja Musikinstrumente, die unser Singen begleiten können.)

Lesen der Lesung 1 Kor 11,23-26

Impuls

Wir reichen uns schweigend ein Stück Brot und teilen es. Nach einer Zeit der Stille tauschen wir uns darüber aus: Wie fühlt es sich an, so bewusst Brot zu teilen? Im Alltag machen wir diese Erfahrung auch, besonders jetzt in diesen Tagen: Wir sind aufeinander angewiesen, wir können uns das Leben gegenseitig bereichern, uns unterstützen oder manchmal auch zur Hölle machen. Brot sein für andere, das ist ein Geschenk für beide Seiten. Wer ist mir in den letzten Tagen sowie Brot geworden? Wer oder was hat mich innerlich gestärkt? Was hat mir gutgetan? Jesus nimmt das Brot unseres Alltags und wandelt es.

Lied 977 Gott ist nur Liebe (Taizé)

Durch die Beschränkungen im gesellschaftlichen Leben waren wir lange abgeschnitten von der Feier der Eucharistie, der Kommunion. Fehlt mir diese Stärkung? Fehlt mir die Stärkung durch seine Gegenwart? Glaube ich, dass er innigste Gemeinschaft mit mir und uns sucht – gerade auf schwierigen Wegen, auf Leidenswegen?

Freie Fürbitten oder 984 „Herr, in deine Hände lege ich“

Vater unser

Decken wir nun den Tisch und halten wir ein leckeres Agapemahl, mit Brot, Butter, Weintrauben, vielleicht einem Glas Wein…

Am Ende dieses Mahles der Freude und des Dankens können wir dann folgenden Segen sprechen:  

Segensbitte:

Herr Jesus Christus bleibe bei uns und segne uns. Gehe mit uns auf allen Wegen und trage uns durch Freude, Leid, durch Aufbruch und Unsicherheit. Sei mit allen, die uns lieb sind. Lass erfahren, wie nah du uns bist. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn, Amen

Einen weiteren theologischen und geistlichen Impus zum Geheimnis der Eucharistie finden wir im „eingestimmt“ auf S.11: Einführung in die Feier der Eucharistie, gleich nach dem Inhaltsverzeichnis.

 

Dreifaltigkeitssonntag

Eröffnungslied 237

Im Namen des Vaters,

des Schöpfergottes, der dich und mich geschaffen hat.

des Sohnes,

in dessen Worte und Taten Himmel und Erde sich berühren,

des hl. Geistes,

der mir in der Taufe geschenkt wurde. AMEN

Impuls

Fragezeichen sind selten im Kirchenlied. In der «Litanei von der Gegenwart Gottes» gibt es gleich zwölf. Das ist kein Zufall, denn sein Dichter, Huub Oosterhuis, nimmt die Fragen unserer Zeit auf. In achtzig Anrufungen bedrängt er Gott mit Fragen, Appellen, Sehnsüchten.
Im niederländischen Original ist nach dem Text eine Bibelstelle vermerkt: Exodus 33,18 – Mose ruft zu Gott: «Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!» Gott aber zeigt sein Angesicht nicht, er legt Mose die Hände auf die Augen. Aber er lässt seine Herrlichkeit an Mose vorbeiziehen, der an einem Felsspalt steht.
Eine uralte Sehnsucht: Gott sehen und wissen, was wir nur mühsam glauben können. Mit Rufen nach dieser Unmittelbarkeit beginnt die Litanei: „Sei hier zugegen, Licht unseres Lebens. Sei hier zugegen in unsrer Mitte. Lös unsere Blindheit, dass wir dich sehen. Mach unsre Sinne wach für dein Kommen. Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren.“ Nach Gott kann der Mensch nicht greifen, ihn nicht festhalten. Der Nahe ist zugleich fern. Nährboden für Zweifel und angesichts des Grauens über das, was Menschen Menschen antun – die Frage: «Oder bist du, o Gott, kein Gott der Menschen?» Wer Gott mit dieser Frage konfrontiert, setzt voraus, dass er noch da ist. Dann soll er sich auch zeigen. So erklingt in den letzten Strophen gleich dreimal der Ruf: «Wie lange müssen wir noch auf dich warten?» Das ist die Sprache der Psalmen. Der Beter hat Gott früher als einen erfahren, der bei den Menschen ist. Deshalb kann er, wie auch die Menschen, die diese Litanei singen, an Gott appellieren: «Sei unser Friede. … Sei du die Zukunft. … Gib neues Leben.» Ohne Gottes Angesicht gesehen zu haben, bleibt die Zuversicht in sein Handeln den gemeinsam Singenden doch erhalten: «Auf dich vertrauen wir, auf den Lebendigen.» Wenn die darauf folgende letzte Zeile noch einmal eine Frage stellt – «Könntest du jemals Vertrauen enttäuschen?» – folgt mit dem Verklingen der Melodie die Stille, in der jede und jeder seine eigene Glaubensantwort hinzufügen kann.

Gunda Brüske (vgl. liturgie.ch)

So wollen wir diese besondere Litanei von der Gegenwart Gottes unter der Nummer 654 beten. (entweder abwechselnd oder Strophe für Strophe abwechselnd, meditativ und ruhig)

Danach Stille

Welcher Vers hat mich besonders angesprochen?
Welcher Vers bereitet mir Probleme?
Welche Frage, welchen Impuls möchte ich selbst noch anfügen?

Fürbitten frei formulieren

Vater unser

Gebet

Unfassbarer Gott, du Schöpferin allen Lebens. In Christus zeigt du uns dein liebevolles Angesicht, hast du unser Leben und Sterben geteilt. Im Wirken des Ruach, der Kraft aus der Höhe wirkst du immer wieder neu Heil und Segen. Lass deine Liebe, deine Freundlichkeit und Nähe in unserem Leben immer wieder neu Raum gewinnen. Durch Christus im Hl. Geist. Amen

Segen 680

Lied 603

 

P F I N G S T E N

Eröffnungslied 433 oder 436 oder ein anderes Pfingstlied

Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des hl. Geistes.

Einleitung (vgl. katholisch.de)

Fünfzig Tage nach dem Ostersonntag feiern wir PFINGSTEN (übersetzt aus dem Griechischen bedeutet das Wort schlicht und einfach deshalb „50“) Wir feiern die Vollendung des Osterfestes: Die Geistsendung am jüdischen Erntefest Shavuot. „Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis“ (Weish 1,7) lautet der Leitgedanke dieses Festes. Es ist die Kraft Gottes, die am Anfang aus dem Chaos die Schöpfung erstehen ließ, die Prophetinnen und Propheten Gottes nicht schweigen ließ, die Christus von den Toten erweckte, die uns geschenkt wurde in Taufe und Firmung, die uns und die Gaben von Brot und Wein in jeder Eucharistiefeier wandelt.

In allen drei Lesejahren wird in der ersten Lesung das zweite Kapitel der Apostelgeschichte gelesen. Es ist die Erzählung von der Geistsendung, die beschreibt, wie der Geist in Feuerzungen auf die versammelten Apostel herabkommt und sie befähigt, das Evangelium von Jesus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn, in aller Welt zu verkünden. Jede/r in der eigenen Muttersprache. Pfingsten wird deswegen häufig auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet. Gestärkt durch die Gabe des Heiligen Geistes können die Frauen und Männer der Frühen Kirche ihrem Auftrag nachkommen, die Frohbotschaft bis zu den Enden der Erde zu verkünden.

Lasst uns hören, was die Trösterin, die Kraft Gottest eingegeben hat. Lassen wir uns diese Botschaft in den Sprachen der Welt neu sagen…

Lecture de l´histoire d’apôtre

Le jour de la Pentecôte, ils étaient tous ensemble dans le même lieu.

Tout à coup il vint du ciel un bruit comme celui d’un vent impétueux, et il remplit toute la maison où ils étaient assis.

Des langues, semblables à des langues de feu, leur apparurent, séparées les unes des autres, et se posèrent sur chacun d’eux.

Et ils furent tous remplis du Saint Esprit, et se mirent à parler en d’autres langues, selon que l’Ésprit leur donnait de s’exprimer.

Pfingstlied

446

Kehrvers. Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, / die uns verbindet und Leben schafft.

1. Wie das Feuer sich verbreitet / und die Dunkelheit erhellt, / so soll uns dein Geist ergreifen, / umgestalten unsre Welt. Kehrvers

2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, / dring in unser Leben ein. / Nur wenn wir uns nicht verschließen, / können wir deine Kirche sein. Kehrvers

3. Schenke uns von deiner Liebe, / die vertraut und die vergibt. / Alle sprechen eine Sprache, / wenn ein Mensch den andern liebt.

oder 444

Mutter Geist, mit deiner guten Hand,
Mutter Geist, halt mich fest! […]
Schwester Geist, mit deiner Fröhlichkeit,
Schwester Geist, mach mich stark. […]
Freundin Geist, mit deiner Zärtlichkeit,
Freundin Geist, hüll mich ein.

Reading from the apostle story

And when the day of Pentecost was fully come, they were all with one accord in one place. And suddenly there came a sound from heaven as of a rushing mighty wind, and it filled all the house where they were sitting.

And there appeared unto them cloven tongues like as of fire, and it sat upon each of them. And they were all filled with the Holy Ghost, and began to speak with other tongues, as the Spirit gave them utterance.

Pfingstlied 449 Atme in uns, Heiliger Geist

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamíter, Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrýgien und Pamphýlien, von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselýten,
Kreter und Áraber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Lied 447 Dein Geist weht, wo er will

Impuls

Wo bist du heute, Hl. Geist, die Kraft aus der Höhe?

Wir sehen keine Flammenzungen.

Wir hören kein Windesbrausen.

Wo bist du heute, Hl. Geist, du mütterliche Kraft?

Wir fühlen uns oft unverstanden.

Wir haben manchmal den Eindruck,

das immer weniger Menschen interessiert,

was wir hier feiern und verkünden.

Wo bist du heute, Hl. Geist?

Wer dich hören will, der benötigt sehr feine Ohren.

Dein leises Säuseln geht oft unter im Rauschen unseres Alltags.

Wer denkt schon an dich,

wenn uns überraschend ein Freund besucht?

Wer denkt schon an dich,

wenn ein Problem, das uns lange bedrückt,

plötzlich leichter wird?

Bist du heute hier bei uns, Hl. Geist?

In dem Gespräch, wenn ich mich endlich verstanden fühle?

Bei der Tat, wo ich wirklich weiterhelfen konnte?

Während des Festes, bei dem wir unsere Gemeinschaft spürten?

In dem Gebet, von dem ich berührt wurde?

Im Tanz, in dem ich als ganzer Mensch bete und singe?

Ich will es glauben.

Ich will dich suchen,

heute, morgen und in der Zukunft. 

Fürbitten 726 und 728 oder 731

Vater unser

Lied

Impulstexte

I Jeder Mensch ist ein Geschenk »Jeder?«, denken Sie vielleicht, »das kann doch nicht wahr sein.« Bei einigen Leuten, die Ihnen sympathisch sind, ist es einleuchtend. Diese Leute können Sie locker als Geschenk für sich ansehen. Aber was ist mit denjenigen, über die Sie sich ärgern, die Ihnen unsympathisch sind? Was ist gar mit denen, von denen Sie sich schlecht behandelt fühlen? Die Begegnung mit diesen Leuten ist auf jeden Fall eine Gelegenheit, bestimmte Verhaltensweisen zu üben: Zum Beispiel sich abzugrenzen, sich auf sich selbst zu besinnen und Prioritäten zu setzen. Und auch dies: Wenn mich etwas an einem anderen Menschen ärgert, habe ich die Gelegenheit zu einer wichtigen Selbstprüfung: Ist das Ärgerliche ein wunder Punkt bei mir selbst und ich nehme es nur bei dem anderen negativ wahr? Biblisch gesprochen: Sehe ich vielleicht den Splitter im Auge des anderen und sehe den Balken im eigenen Auge nicht? Verkörpert der andere für mich vielleicht etwas, was ich an mir selbst nicht mag? Kann ich zuweilen auch eine ärgerliche Begegnung mit einem anderen als Geschenk sehen? © Detlef Wendler

II Kuss von Ewigkeit

Auch wenn die Tage vergehen und die Jahreszeiten sich wandeln: Was wirklich zählt, sind die Herzbegegnungen, die wir in liebevoller Verbindung mit einem DU geschenkt bekommen. Wenn dies in ein bedingungsloses Angenommensein mündet – in ein gegenseitiges Fließen – dann wachsen uns Flügel, die uns in die Freude unseres wahren Seins erheben können. * Eine Leichtigkeit wird dann spürbar, die ihren Glanz entfalten wird. Sie trägt den Kuss von Ewigkeit in unseren Alltag, macht ihn zum All-Tag.  © Hellmut Bölling

III Wenn ein Vogel auf der Spitze des äußeren Baumzweigs sitzt, so erlebt er nur die Bewegungen des Zweiges. Rückt er tiefer hinein auf den Ast, so umfasst er die Bewegungen von hundert Zweigen und schwankt nur noch wenig. Wählt er aber seinen Platz im Kroneninneren hart am Stamm, so erlebt er die Bewegung des ganzen Baumes und wird selbst nicht mehr erschüttert. Noch mehr wie diesem Vogel geschieht einem Menschen, der bis in die Tiefe seiner Seele sinkt. Denn dort erlebt er alles Leben, das ganze Weltall, den ganzen Gott mit all seinen Geheimnissen, weil dieser unser Grund auch der Grund Gottes ist. © Hermann Stehr (16.2.1864 – 11.9.1940)

Gebet I

Gott, du mit den vielen Namen, nie nennen wir dich zu Ende, nie schöpfen wir dich aus, nie erfassen dich unsere Bilder. Wir bitten dich, lass uns die Vielfalt deiner Namen als Geschenk erkennen, das Frauen und Männer ermutigt, ihre eigene Spiritualität zu leben; lass uns die Vielfalt deiner Namen als Chance erkennen, die unseren Glauben lebendig erhält; lass uns durch die Vielfalt deiner Namen Toleranz lernen, auch Namen und Texte zu ertragen, deren Sprache uns fremd ist. Gott, du mit den vielen Namen, nie nennen wir dich zu Ende, nie schöpfen wir dich aus, nie erfassen dich unsere Bilder. Gott, du mit den vielen Namen, zu deinem Lobpreis singen und beten wir, gestern, heute und morgen. Amen.

Renate Miron

Gebet II

Ewiger Gott,

durch das Geheimnis des heutigen Tages
lässt du uns nicht als Weisen zurück sondern schenkst uns deinen Beistand, die Tröstern, die Kraft aus der Höhe.
Erfülle unser Reden und Handeln mit den Gaben des Hl. Geistes, mit Weisheit, mit Ehrfurcht vor dir und den Mitmenschen.

Gib, dass dein lebenspendender Atem auch heute jene Wunder in den Herzen aller, die an dich glauben wirkt, die er am Anfang der Kirche gewirkt hat.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Segen

Segenslied frei zu wählen

… ein weiter Bogen…

„Der jüdische Kanon stellt die Tora als Weisung Gottes für gelingendes Leben an den Anfang, der Teil Propheten zeigt das Wirken des Wortes Gottes in der Geschichte. Die abschließenden Schriften sammeln vor allem die Bücher, die im Gottesdienst von Bedeutung sind.“

..  ..  .. ich finde den Gedanken auf das Verständnis unserer jüdischen Geschwister und ‚ihrer‘ Schriften und die (beseelten) Propheten interessant. Vielleicht ist das ja zu einem so sehr urchristlichem Fest eine verbindende Idee?

(Dieser Gottesdienst wurde aus verschiedenen Impulsen von Kirchenvorstandsmitgliedern zusammengestellt.)

 

Abendlob in Vorbereitung auf Pfingsten

Pfingstbild in St.Martin
(Künstler Peter Klein, Stühlingen)

vorzubereiten Bibel/sieben Kerzen

Eröffnungslied 435 „Komm, allgewaltig heilger Hauch“

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des hl. Geistes. Amen

Wir beten den Psalm 104 unter der Nummer 813/814

Lesung 1 Kor 12, 4ff:

Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.

Antwort 817

Impuls

Frohe Weihnachten! Frohe Ostern! Das kennen wir! Und dann jetzt Pfingsten. Da höre ich nur noch „Schöne Feiertage!“ „Frohes Pfingstfest?!“ Was soll das? Ist es nur noch ein verlängertes Wochenende? Ja, der Heilige Geist, dessen Gegenwart wir ja schließlich an Pfingsten feiern hat es schwer. Was wünschen wir uns eigentlich zum Pfingstfest? Das lässt sich mit einem Wort gar nicht ausdrücken. Die Gotteskraft, die Mutter Geist, wie man das hebräische Wort „ruach“ übersetzen sollte, wird in der Tradition mit sieben Gaben in Verbindung gebracht. Diese Gaben wollen uns einladen, tiefer zu leben, genauer zu sehen, hoffnungsvoller zu glauben und authentischer zu handeln. Nach jeder Mediation der einzelnen Gabe kann jeweils eine Kerze entzündet werden:

Die Gabe der Weisheit:

„Ich entscheide mich für das, was mich tiefer ins Leben führt!“ (Kerze)

Die Gabe des Rates

„Ich entscheide mich für ein klärendes Gespräch und suche darin deine Stimme!“ (Kerze)

Die Gabe der Erkenntnis

„Ich entscheide mich tiefer hinzuhören und das zu hören,

was zwischen den Zeilen gesagt wird!“ (Kerze)

Die Gabe der Stärke

„Ich entscheide mich für Orte, Menschen und Rituale,

die mir gut tun!“ (Kerze)

Die Gabe der Frömmigkeit

„Ich entscheide mich authentisch zu sein.

Mein Beten, Leben und Handeln werde immer mehr eine Einheit!“ (Kerze)

Die Gabe der Gottesfurcht

„Ich entscheide mich Gott als Ziel und Quelle meines Lebens anzuerkennen, ihm immer wieder Raum in meinem Leben zu geben!“ (Kerze)

Die Gabe der Einsicht

„Ich entscheide mich, mein Handeln, meine Worte immer wieder hinterfragen zu lassen.“ (Kerze)

Diese Vielfalt schwingt mit, wenn wir uns ein Gesegnetes Pfingstfest wünschen. So wünsche ich uns allen frohes und gesegnetes Fest des Heiligen Geistes und natürlich schöne Feiertage!

Magnificat 596 (Taizé mit 763)

Vater unser

Segen 444 „Mutter Geist“

Schlußlied frei zu wählen

 

Gottesdienst 7. Ostersonntag

bild pixelio

Eine Osterkerze steht bereit und ist entzündet, eine Bibel liegt bereit, evtl. Papier und Stift.

Lied: 430

Wir beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wir halten einen Augenblick inne:

Wie war meine vergangene Woche?

Höhepunkte? Tiefpunkte? Besonderheiten?

Wo muss ich um Verzeihen bitten?

Lied: 984

Glorialied: 953

Gebet

Gott, wunderbar in deinem Licht,

durch die Verherrlichung deines Sohnes hast du die Grenzen

von Diesseits und Jenseits, von Himmel und Erde,

von Zeit und Ewigkeit aufgebrochen.

Lass uns mit ihm Mauern überspringen und aus seinem Geist leben.

Darum bitten wir durch Christus,

der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt

von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Wir hören nun das Evangelium nach Johannes: Joh 14, 15-21

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel
und sagte:
Vater, die Stunde ist gekommen.
Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht!
Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
damit er allen, die du ihm gegeben hast,
ewiges Leben schenkt.
Das aber ist das ewige Leben:
dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen
und den du gesandt hast, Jesus Christus.
Ich habe dich auf der Erde verherrlicht
und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.
Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir
mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.
Sie gehörten dir
und du hast sie mir gegeben
und sie haben dein Wort bewahrt.
Sie haben jetzt erkannt,
dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gabst,
habe ich ihnen gegeben
und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin,
und sie sind zu dem Glauben gekommen,
dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich;
nicht für die Welt bitte ich,
sondern für alle, die du mir gegeben hast;
denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist,
ist dein,
und was dein ist,
ist mein;
in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt,
aber sie sind in der Welt
und ich komme zu dir.

Impuls

Dieses Evangelium zeigt uns den im Gebet versunkenen Jesus. Was ist dort sein Thema?
Er steht kurz vor seinem Leiden in Jerusalem. Dieses Gebet spricht von der großen Hoffnung, dass Gott ihn nicht im Stich lassen wird, dass die tiefe Verbindung zu Lebzeiten nun auch besonders in diesen so existentiellen Tagen der Not und des Todes tragen wird. Gibt es da nicht sehr aktuelle Bezüge? In Notzeiten beten Menschen ja angeblich häufiger und intensiver. Kann ich das von mir auch sagen, in diesen Wochen? Hat sich mein Beten verändert, der Stil, der Inhalt, mein Gottesbild?

Dieses sehr intime Evangelium (es meditiert die Beziehung Gottes zu seinem Sohn, zur Welt, zu dir und mir) kann eine Einladung sein, mal wieder ein persönliches, eigenes Gebet zu formulieren:


Was ist zurzeit mein wichtigstes Anliegen? Wie ist meine Beziehung zu Gott, zu Christus? Wie eng, wie distanziert, wie tragfähig ist mein Glauben? Gibt es einen Satz, ein Bild, ein Gedanke aus dem Evangelium, den/das ich sogar verwenden könnte in meinem Gebet?

Bevor ich diese Einladung annehme und versuche, solch ein Gebet frei zu formulieren oder es aufzuschreiben, verweile ich einen Augenblick noch in der Stille, lasse meine Gedanken los und versuche meinen Platz in diesem Evangelium zu finden: Ich gehöre Gott, ich verherrliche Christus durch meinen Glauben, egal, wie kräftig oder brüchig er jetzt ist…

Wenn Gebet Ausdruck meiner Gottsuche ist, dann darf mein Leben darin einen Ausdruck finden. Ich wage diesen Versuch und schreibe…formuliere… vielleicht schreibe ich die ganze Woche an diesem Gebet noch weiter…

… anstelle eines eigenen Gebetes:
Ein besonders intensives Gebet findet sich unter der Nummer 511 „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr…

anschließend kurze Stille

Fürbitten 29

Vater unser

Schlussgebet 35

Segen 34

Schlusslied frei zu wählen

 

Ich bin unter der Rufnummer

0176 55512348

für Sie erreichbar.

 

Ihr Pfarrer

Robert Geßmann

 

Pfarrbüro: 0231 652872

Fax: 0231 96989807

dortmund@alt-katholisch.de

 

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