Gemeinde Konstanz / Christuskirche St. Konrad

Christuskirche St. Konrad nach der Restaurierung

Christuskirche St. Konrad nach der Renovierung
Foto: Dr. Henriette Fink-Wagner

„Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand.
Gott, wir loben dich, Gott, wir preisen dich.
O lass im Hause dein uns all geborgen sein.“

Dieses wunderschöne Lied in unserem Eingestimmt wurde von Joseph Mohr 1876 geschrieben. Er beschreibt das Haus Gottes, das in uns Menschen wohnt und aus lebendigen Steinen erbaut ist. In Gott sind wir geborgen.

Am Samstag, 07. Juni 2014 feiern wir die feierliche Wiedereröffnung unserer Christuskirche St. Konrad. Bischof Dr. Matthias Ring wird den neuen Altar weihen, den Ambo und den Taufbrunnen segnen. Nach fast achtjähriger Zeit der Restaurierung und Renovierung können wir das Lied von Joseph Mohr freudig aus vollem Munde singen. Endlich ist es soweit, dass wir unsere Kirche wieder ganz nutzen können, kein Gerüst, keine Bauarbeiter und Restauratoren. Es ist alles fertig und strahlt in neuem Glanz. Es ist das Haus Gottes, aus Steinen erbaut, zu seinem Lob und seiner Ehre.

Es ist ein Haus in dem wir an jedem Sonntag zur Feier der Eucharistie zusammenkommen. Miteinander beten und unsere Anliegen vor Gott tragen.

Wir brauchen als Gemeinde ein Zentrum, das uns immer wieder zusammenführt, gerade in unserer Situation der weiten Zerstreuung.

Wir danken allen, die an der Kirche Außen und Innen gearbeitet, geplant, beaufsichtigt und restauriert haben. Unser besonderer Dank gilt den Architekten von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Norbert Müller, Alois Arnold und Günther von Studio2 am Münsterplatz. Ein Mann sollte ganz besonders an dieser Stelle erwähnt werden, Herr Reinhard Bauer. Er hat die gesamten Stuckaturen restauriert, ergänzt und alles in hellem Weiß erstrahlen lassen sowie die ganzen Vor- und Nacharbeiten zur Gewölbesicherung gestemmt. Die Statiker, Büro Becker in Konstanz, Büro Ing. Dr. Bergmann in Pfaffenhofen und Eggemann in Karlsruhe haben all ihr Können und Wissen zusammengelegt und in aufwendiger und akribischer Arbeit die Sicherung des Gewölbes über dem Altarraum bewältigt.

Alle haben zum Erhalt dieses Wunderwerks architektonischer Baukunst beigetragen, um es für die Gemeinde und die Menschen, die sich an unseren Gotteshäusern erfreuen, zu erhalten.

Altes ist bewahrt worden und Neues, modernes Kunstwerk hat sich in den alt ehrwürdigen Rokokobau eingefügt. Stefan Epp, Künstler und Silberschmied von der Reichenau, hat es mit seiner Kunst der klaren Linien und Formen geschafft, eine Symbiose herzustellen zwischen den gewaltigen Rokokoaltären, dem Gestühl, der Raumschale, den Bildern und den neuen Stilelementen Zelebrationsaltar, Ambo, Osterleuchter, Sedilie und Taufbrunnen. Die Materialien Tombak und Maintäler-Sandstein fügen sich in Farbe und Form in den Raum und wirken keineswegs fremd oder störend.

Die Idee, den Taufbrunnen in der Mitte der Kirche zu platzieren, entstand in vielen Gesprächen der kleinen Baukommission und dem Künstler. Die Menschen, die die Kirche betreten, sollen sich nicht unüberlegt mit dem Weihwasser bekreuzigen, sie sollen sich bewusst an ihre Taufe erinnern. Als erstes Eingangssakrament (Initiationssakrament) in die Kirche steht die Taufe, gefolgt von der Firmung (Darstellung des Hl. Geistes durch die Taube im Hochaltar) und dem Altar im Chorraum, Ort der Feier der Eucharistie. So haben wir mit Herrn Epp eine Linie geschaffen, die uns immer wieder an die ersten Sakramente erinnert, die wir empfangen haben. Jeder Täufling empfängt nun in der Mitte der Kirche, in der Mitte der Gemeinde die Taufe, und am Altar wird er mit dem Hl. Chrisam gesalbt, ausgestattet mit der Teilhabe am Allgemeinen Priestertum Jesu Christi.

 „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
aus ewgem Stein erbauet von
Gottes Meisterhand.
Gott, wir loben dich,
Gott, wir preisen dich.
O lass im Hause dein uns all
geborgen sein.“

Singen wir dieses Lied aus vollem Munde und Herzen und freuen wir uns über die Christuskirche, die wir nach einem einstimmigen Beschluss der Gemeindeversammlung vom 11. Mai 2014 wieder benannt haben in

„CHRISTUSKIRCHE ST. KONRAD“

Die Kirche wurde 1607 dem Hl. Konrad geweiht und später, als das große, wunderschöne Kreuz in die Kirche hineinkam, Christuskirche genannt. Beide Namen sollen nun die Kirche bezeichnen, wie es in älteren Aufzeichnungen steht.

 In einer PDF Datei können Sie einige erste Eindrücke der Kirche gewinnen.

Fotos: Dr. Henriette Fink-Wagner

Auf der Suche?

Wir sind eine Kirche für alle. Oder besser: für alle, die wollen.
Auch Sie? Finden Sie eine Gemeinde vor Ort.

» Zur Gemeindesuche