Gemeinde in Zeiten von Corona

Gemeinde Koblenz in der Region Nördliches Rheinland-Pfalz mit der Pfarrkirche St. Jakobus in Koblenz-Asterstein, Goebensiedlung, Anton-Gabele-Str.25

Zur Corona-Verordnung des Landes und der Umsetzung in unserer Gemeinde:

Liebe Gemeindemitglieder, 
liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde, 

seit dem 8.09.2021 liegt uns eine neue Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz vor, in der es im Teil 3 § 6 um die Religionsausübung geht. Uns werden darin zwei Varianten zur Auswahl gegeben: 
1| Die Religionsausübung kann – wie bisher – unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen, insbesondere des Abstandsgebots stattfinden. Das Abstandsgebot kann durch einen freien Sitzplatz zwischen jedem belegten Sitzplatz innerhalb einer Reihe sowie vor und hinter jedem belegten Sitzplatz gewahrt werden. Für die Religionsausübung gilt in geschlossenen Räumen die Maskenpflicht auch wieder am Platz. Dies ist erforderlich, da kein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis erforderlich ist. Außer bei der Religionsausübung gelten im Übrigen bei allen Veranstaltungen und in anderen Bereichen die 3G-Regeln (also Zulässigkeit nur für genesene, geimpfte oder getestete Personen).
2| Alternativ kann die Religionsausübung ohne Abstandsgebot und Maskenpflicht stattfinden, wenn höchstens 25 nicht-immunisierte Personen (also Personen, die nicht genesen oder geimpft sind) und im Übrigen nur genesene, geimpfte oder diesen gleichgestellten Personen (Kinder bis einschließlich 11 Jahre) teilnehmen. Bei Warnstufe 2 reduziert sich die Personenzahl der nicht-immunisierten Personen auf 10 und bei Warnstufe 3 auf 5 Personen. Hierbei ist der Impf- bzw. Genesenennachweis zu prüfen und es ist sicherzustellen, dass nicht mehr als die Höchstzahl an nicht-immunisierten Personen an der Religionsausübung teilnimmt.
Wir haben uns am 13.09.2021 im Kirchenvorstand dazu beraten und mehrheitlich für die Variante 1 entschieden, was konkret für die Feier der Gottesdienste bedeutet:
* Abstand ist einzuhalten
* Maskenpflicht auch am Platz
* Eingeschränkter Gesang 
Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, zumal dies ein Rückschritt zur bisherigen Regelung bedeutet (besonders im Blick auf die Maskenpflicht). Die Mehrheit der KV-Mitglieder sieht es u.a. als problematisch an, die Variante 2 umzusetzen, da wir den Immunisierungsstatus der Gottesdienstbesucher*innen kontrollieren müssten. 
Die Variante 1 gilt also ab sofort für alle Gemeindegottesdienste im gesamten Gemeindegebiet zunächst bis einschl. 10.10.2021. Für sog. Kasualgottesdienste (Taufen, Trauungen…) werde ich mit den betroffenen Familien Lösungen im Sinne der 2. Variante suchen, zumal in solchen Fällen der Status der Teilnehmenden sowieso für die anschließende Feier abgefragt werden muss. 

Ich danke allen, die für unsere Vorgehensweise Verständnis aufbringen und dies mittragen können. Der Kirchenvorstand freut sich aber auch über Rückmeldungen zu unserer Entscheidung, weil wir immer wieder darum ringen, was der richtige Weg für uns sein kann und wir vielleicht auch nicht alles im Blick haben. 

Ich danke besonders dem Kirchenvorstand, der seit Beginn der Pandemie sehr verantwortungsvoll und umsichtig mit der Situation umgegangen ist! 

Herzliche Grüße aus dem Pfarrhaus, 
Ralf Staymann, Pfr.

Zur Flutkatastrophe in Teilen unserer Gemeinde:

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,

am Beginn unseres Sommerurlaubs in den Bergen erhielt ich das Manuskript für den letzten Jakobusboten. Das Vorwort meines Kollegen Stephan Neuhaus-Kiefel hat mich sehr angesprochen. Besonders der Satz „Eine neue Heimat zu finden, bedeutet neben Verlieren und Verlassen auch die Erfahrung von Finden. Vielleicht sogar von Vertrautem…“. Seit 16 Jahren leben meine Familie und ich jetzt in Koblenz und fühlen uns hier sehr wohl. Meine Lebensstationen vorher waren meine Heimatstadt Xanten, dann Münster, Freiburg, Duisburg-Rheinhausen, Havixbeck, Goch, Haltern und Regensburg. Immer wieder umziehen, immer wieder etwas verlieren und verlassen, aber auch ganz viel finden. Voll Dankbarkeit kann ich auf alle Lebensorte zurückblicken.
Wenige Tage später erreichte uns in Österreich dann die Nachricht von der Flutkatastrophe in Deutschland, die auch Teile unseres Gemeindegebietes und damit auch Menschen aus unserer Gemeinde, besonders im Ahrtal und in Mayen, betroffen hat. Einige von ihnen und viele in der Region haben all das verloren, was ihnen Heimat bedeutet und gegeben hat. Der „Sehnsuchtsort Heimat“ ist für diese Menschen verschüttet und zerstört und es wird lange dauern bis die Menschen sich dort wieder „heimisch“ fühlen können. Manche werden ihre bisherige Heimat verlassen und einen anderen Ort finden, um sich dort eine neue Heimat zu erschließen. Etwa 140 Menschen sind in den Fluten ertrunken. Welch traurige Bilanz! Selbst als glaubender Mensch tue ich mich schwer den Angehörigen zu sagen, die Toten haben nun eine neue Heimat im Himmel bei Gott. Das mag sein und das glaube ich auch und darauf vertraue ich, aber das ist nicht für jeden Menschen ein Trost, der inmitten von Zerstörung und Verwüstung um tote und vermisste Flutopfer trauert.
Heimat ist zerbrechlich und kann von heute auf morgen ihre Schönheit, ihre Geborgenheit und ihre Idylle verlieren. Stephan Neuhaus-Kiefel schreibt: „Und gleichzeitig ist Heimat etwas, das über das zeitlich Erfahrbare hinausgeht. Heimat, das können auch Träume und Utopien sein…“. Vielleicht liegt darin der Weg und auch die Motivation und Kraft zusammen weiterzugehen. Viele Helfer*innen sind in den betroffenen Orten unterwegs, um den Mitmenschen in Not konkret zur Seite zu stehen. Durch erfahrene Hilfe an Leib und Seele können Menschen vielleicht wieder etwas träumen und Visionen haben davon, wie es weitergehen kann. Ich bin unendlich dankbar, dass so viele Menschen aus unserer Gemeinde und auch weit darüber hinaus so schnell und großzügig gespendet haben, um unbürokratisch und zeitnah helfen zu können: Auf unser Spendenkonto „DE21 350 601 90 10 134 880 25“ sind schon gut 17.000 € eingegangen. Der Kirchenvorstand hat entschieden, dass wir unsere Spenden mit denen aus anderen Gemeinden im Bistum zusammenführen und damit zielgerichtet helfen können. Im Auftrag des Kirchenvorstandes versuche ich mit allen Betroffenen unserer Gemeinde darüber ins Gespräch zu kommen, wie hoch eine Unterstützung sein könnte und welche Anschaffungen anstehen.

Wenn die Heimat von Menschen zerstört wurde, so ist es doch unser aller Anliegen und Auftrag daran mitzuarbeiten, dass Menschen ein neues Heimatgefühl bekommen können. Das ist für mich kein diffuses Gefühl, sondern konkrete Erfahrung: ein Dach über dem Kopf, das tägliche Brot, sauberes Wasser, Kleidung und freundliche Menschen an der Seite. Genau das wünsche ich allen Menschen, die betroffen sind von dieser Katastrophe und das wünsche ich auch den Menschen, die an anderen Orten der Welt so viel Leid zu tragen haben, weil ihnen durch Flut, Waldbrände oder Erdbeben alles genommen wurde.

Ihr/Euer
Ralf Staymann

Den aktuellen Gemeindebrief „JAkobusbote“ finden Sie hier.

Sie können sich aber auch hier eintragen, um den Jakobusboten aktuell zu erhalten: JAKOBUSBOTE

Herzlich willkommen!

wir freuen uns, dass Sie die Homepage der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus in Koblenz geöffnet haben. In Koblenz feiern wir regelmäßig an den Sonn – und Feiertagen unsere Gottesdienste. Zusätzliche monatliche Gottesdienste gibt es in Ahrweiler und Trier. Bitte beachten Sie, dass sich wegen der Corona-Krise die Gottesdienstzeiten verändern können bzw. Auflagen zu beachten sind. Auf der Gottesdienstseite finden Sie dazu immer aktualisierte Informationen. Gemeindemitglieder können sich auf dieser Website aktuell informieren und Interessierte können sich ein erstes Bild von uns machen. Unser monatlicher Gemeindebrief „Jakobusbote“ kann ebenfalls herunter geladen werden.
Unsere Pfarrgemeinde gehört mit den Gemeinden Kassel, Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und Aschaffenburg zum Dekanat Mitte im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Wir sind ein von Rom unabhängiges katholisches Bistum, das als „Körperschaft öffentlichen Rechts“ anerkannt ist und in dieser Form seit 1873 existiert. Wir verstehen uns als die katholische Kirche, die dem Glauben der Alten Kirche treu geblieben ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage unseres Bistums. Unsere Pfarrgemeinde reicht bis an die Landesgrenzen von Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Belgien und Luxemburg und umfasst so den nordwestlichen Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Trotz dieser großen geographischen Ausdehnung gestalten wir ein lebendiges Gemeindeleben mit verschiedenen Angeboten und Gruppen und haben gute und intensive Kontakte untereinander.

Wenn Sie es wünschen, besuche ich Sie gerne auch zu Hause oder sende Ihnen Informationsmaterial zu. Ich würde mich auch freuen Sie einmal bei einem unserer Gottesdienste und, wenn die Corona-Krise vorbei ist, auch wieder beim anschließenden Kirchencafé begrüßen zu können. Also: Herzlich willkommen!

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen unseres Kirchenvorstandes und der anderen Seelsorgerinnen und Seelsorger, viel Freude beim Lesen unserer Internetseiten.

Ihr
Ralf Staymann, Pfarrer

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