125 Jahre bewegte Geschichte

Pfarrkirche

Foto von Philipp Sanke

125 Jahre jung und immer der Ökumene verbunden, so lässt sich die bewegte Geschichte unserer Pfarrkirche Erscheinung Christi zusammenfassen.

Aufbau und Beschädigung im Krieg

1892 – 1894 ursprünglich als dreischiffige „Christuskirche“ erbaut, wurde sie bald untrennbar verwoben mit dem Dreikönigenhaus, das heute die Pfarrkirche, unser Gemeindezentrum und seit kurzem die Beratungsstellen des Diakonischen Werks beherbergt.

Im zweiten Weltkrieg blieb die Kirche zunächst beim sogenannten 700-Bomber-Angriff am 22.6.43 wie durch ein Wunder fast unbeschädigt – lediglich das Pfarrhaus brannte ab. Im Januar 45 wurde sie dann aber doch noch schwer beschädigt. So musste sie kurz vor dem 50 Jährigen Bestehen im November 1951 bereits zum zweiten Mal eingeweiht werden.

Innenansicht der Christuskirche um 1895
Innenansicht der Christuskirche um 1895 (Fotograf unbekannt)
Errichtung des neuen Turms vor der alten Fassade der Kirche 1957 (Fotograf: Werner Schmidt, damaliger Pfarrer der Gemeinde)

Erweiterung – Aufbau des Gemeindezentrums

Ende der 50er Jahre begann dann auch die Erweiterung der bisherigen Kirche zu einem umfassenden Gemeindezentrum. In ökumenischer Zusammenarbeit entstand eine Kombination von Kirche, Gemeindesaal, Alten- und Pflegeheim, der ersten Seniorentagesstätte in der Bundesrepublik (unter dem Trägerverein Krefelder Familienhilfe) und einer Diakoniestation zur ambulanten Betreuung alter und kranker Menschen in der Innenstadt.

Dazu wurde 1957 die bisherige Kirche mit einer brückenähnlichen Zwischendecke horizontal geteilt und aus dem unteren Abschnitt des Hauptschiffs sowie der beiden Seitenschiffe ein großer Saal für das Gemeindezentrum geschaffen. Im oberen Teil des Hauptschiffs entstand der Raum für die Feier der Gottesdienste und auf dem Platz vor dem Haupteingang ein sechsgeschossiger Kirchturm mit einer Kuppel als Dachabschluss.

1996 konnte im Bereich der früheren Orgelempore eine Aufzugkonstruktion eingebaut werden, die den stufenlosen Zugang auch zu den höchst gelegenen Räumen von Kirche und Turm und gleichzeitig allen oberen Etagen des damaligen Alten- und Pflegezentrums, ermöglicht.

Das Gemeindezentrum wurde in den Jahren 1989 und 1999 durch einen zweiten Hauptflügel an der Luisenstraße sowie 2006 durch einen dritten Flügel am Ostwall erheblich erweitert

Nach Abschluss des Umbaus wurde das Gotteshaus am Dreikönigstag 1997 zum dritten Mal geweiht und trägt seither den Namen „Erscheinung Christi“.

Kolumbarium und Fenster

Kolumbarium

2004 konnte am vorderen Teil des linken Seitenschiffs das erste Kolumbarium in einer katholischen deutschen Pfarrkirche eingerichtet werden.

Nicht nur das Gemeindezentrum und die Gebäude haben sich im Verlauf der Jahre äußerlich deutlich verändert. Von 1998 bis 2010 erhielt die Kirche farbige Fenster, die von der Werkstatt Rudolf Pongs nach Entwürfen des Bonner Künstlers Stefan Kandels zum Thema Dreifaltigkeit gearbeitet wurden. Die Anlage der Fenster wurde dabei durch Spiegelinstallationen mit neuartigen Akzenten versehen.

Ostwand
Ostfenster
Westwand
Fenster vom Sohne
Fenster vom Sohne

2016 zog das Senioreneim des Neukirchner Vereins aus und die Beratungsstellen des Diakonischen Werks sind in die freien Räume des Zentrums eingezogen.

Es bleibt also weiter ökumenisch lebendig in der Erscheinung Christi Kirche im Dreikönigenhaus in der Dreikönigenstraße

Spendenaufruf für ein Glockenspiel

Zu seiner Verabschiedung wünschte sich Pfarrer Cornelius Schmidt keine persönlichen Geschenke, sondern Spenden als Grundstock für ein Glockenspiel an unserem Kirchturm. Diese Aktion wurde am 29.02.2020 gestartet.

Wir würden uns freuen, wenn sich viele daran beteiligen, um die Krefelder Innenstadt zum klingen zu bringen. Wer dazu beitragen möchte, kann seine Spende auf das folgende Konto überweisen:

Sparkasse Krefeld
IBAN: DE31 3205 0000 0000 0111 30
Stichwort „Glockenspiel“