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Aktuelles aus der Gemeinde

Ruth Tuschling hat ihre Bewerbung zurückgezogen

Nachdem wir zunächst zwei Bewerbungen um die Pfarrstellen Nürnberg und Würzburg hatten, hat nun Ruth Tuschling ihre Bewerbung zurückgezogen, so dass nur Sebastian Watzek zur Wahl steht.

Sie hat nach reiflicher Überlegung beschlossen, sich stattdessen aus familiären Gründen auf die ausgeschriebene Pfarrstelle Karlsruhe / Landau zu bewerben. Dass diese Pfarrstelle ausgeschrieben wurde, war bei ihrer Bewerbung um Nürnberg und Würzburg noch nicht absehbar, und sie möchte sich nicht zeitgleich um zwei Pfarrstellen bewerben, um nicht den Eindruck zu erwecken, sie engagiere sich nicht voll und ganz für eine Bewerbung. Sie wünscht uns und Sebastian Watzek alles Gute für die kommende Wahl und hofft auf ein klares Votum der Gemeinden.

Der Bewerber Sebastian Watzek

Der Vorstellungsgottesdienst von Sebastian Watzek in Würzburg wird am Sonntag, den 12. März sein, die Pfarrerwahl eine Woche später am 19. März bei der Gemeindeversammlung im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung, denn nicht alle Tage wird ein Pfarrer gewählt, vor allem in Würzburg.

Wer nicht am 12. März beim Vorstellungsgottesdienst in Würzburg dabei sein kann, hat die Möglichkeit, ihn am 26. Februar bei seinem Vorstellungsgottesdienst in Nürnberg um 10 Uhr näher kennen zu lernen.

Die Pfarrerwahl in Nürnberg wird am 26. März, eine Woche nach der unsrigen, stattfinden.

Untenstehend noch eine etwas ausführlichere Vorstellung von Sebastian Watzek, die auch im aktuellen Gemeindebrief stehen wird.

Liebe Nürnberger und Würzburger Gemeindemitglieder,

Kirche und Katholizismus sind mir aus meiner Zeit als Ministrant, durch zwei Jahre im Priesterseminar Bamberg und 14 Jahre als Jesuit vertraut. 2014 stand ich dann an einem Wendepunkt. Intuitiv spürte ich, dass ich diesen Weg nicht weitergehen wollte. Vor allem aus spirituellen Gründen machte ich mich auf die Suche nach einer neuen geistlichen und kirchlichen Heimat.

So kam ich mit Pfr. Niki Schönherr in Kontakt, besuchte Gottesdienste in der Landauerkapelle und in St. Martin (Firmung). Die Gespräche und Begegnungen in den beiden Gemeinden bei Kirchenkaffes und anderen Gelegenheiten bestärkten mich, zu Beginn der Kar- und Osterwoche der Nürnberger Gemeinde beizutreten.

In unserer bischöflich-synodalen Kirche bin ich nun seit 8 Jahren als Pfarramtsanwärter, Pfarrvikar, gewählter Pfarrer und momentan als kommissarischer Dekan in Bayern tätig. In dieser Zeit habe ich einige Gemeinden in all ihrer alt-katholischen Verschiedenheit und Buntheit erlebt: Berlin als Haupstadtgemeinde, Vakanzvertretung auf Nordstrand, theologische Veranstaltungen in Bonn, Schulpraktikum in Blumberg und Kommingen sowie Besuche von Gemeinden — auch in Vorarlberg und in St. Gallen.

In diesen Lehr- und Wanderjahren sammelte ich seelsorgerlichen Erfahrungen im In – und Ausland (Chile, Italien, El Salvador, Spanien), in der Großstadt und in ländlichen Regionen. Diese Begegnungen und Erfahrungen machten mich zu einem ökumenisch und interreligiös offenen und engagierten Christen. Mir ist es als Priester vor allem wichtig, ein Suchender mit den Suchenden zu sein. In Gottesdiensten, Sakramenten, im Gebet und in der Meditation sollte das Leben in all seiner Fülle und Vielfalt konkret erfahren und gefeiert werden.

Kontakte mit anderen Religionen sowie jüdische und aramäische Bibelauslegungen, die Traumatheologie und die Prozesstheologie sind für mein Verständnis von der Bibel und meinem eigenen theologischen Denken in den letzten Jahren richtungsweisend geworden.

Diese Erfahrungen und Prägungen würde ich gerne in die seelsorgerliche Arbeit in Nürnberg und Würzburg einbringen.

Daher würde es mich freuen, an meinen alt-katholischen „Beginn“ und in meine fränkische Heimat zurückzukehren.

Als „importierter“ Oberfranke (1978 in Chile geboren, von deutschen Eltern adoptiert, in Coburg aufgewachsen und dort Abitur gemacht) und leidenschaftlicher Schafkopfspieler sind mir auch Mittel- und Unterfranken vertraut. Jeweils zwei Jahre lebte ich in Bamberg, Nürnberg und Erlangen-Büchenbach, kurzzeitig auch in Fürth. Von Familien – oder Schulausflügen her kenne ich unter anderem Würzburg, Ansbach, Schweinfurt, Volkach.

Ökumenisch bin ich gut vernetzt, habe Kontakt zu früheren Kollegen und vertrete gerade unsere Kirche im Ständigen Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern, wo natürlich auch Vetreter*innen aus Franken mit dabei sind.

Als Vater ist mir mehr örtliche Nähe zu meiner Tochter wichtig. Lotta ist letztes Jahr eingeschult worden und wächst bei ihrer Mutter im Landkreis Hof auf.

Als Pfarrer ist mir wichtig, meine Fähigkeiten als Netzwerker in die Gemeindearbeit einzubringen. Synodalität in der Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand und im Miteinander mit den Gemeindemitgliedern drückt sich für mich vor allem in Vernetzung, Teamarbeit, Koordination, Delegieren können und in gemeinsamen Entscheidungsprozessen aus.

Einige Einblicke in die Situation vor Ort habe ich bereits gewonnen, aber keine Patentrezepte in der Tasche:

Was bedeutet die städtisch-ländliche Diasporasituation beider Gemeinden mit den weit verstreuten Gemeindemitgliedern für die Pastoral?  Bleibt alles überwiegend an einem Ort konzentriert oder können auch andere Orte stärker eingebunden werden?

Welchen konkreten Beitrag können und sollten wir als alt-katholische Gemeinden vor Ort leisten?

Sowohl in Würzburg als auch in Nürnberg wird Ökumene großgeschrieben. Hier gilt es,  weiterzumachen oder anzuknüpfen (die Kontakte mit den anglikanischen Geschwistern von All Saints in Hereford und auch von St. James the Less in Nürnberg). Wie gestaltet sich der Kontakt mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Region?

Wie kann in Würzburg das Profil von St. Martin weiterentwickelt werden (Martinswoche, …)?

In Nürnberg beginnt am 7. Juni der Evangelische Kirchentag, an dem wir als Bistum und Gemeinde im Programm mitwirken.

Ich würde mich freuen, gemeinsam mit Ihnen die Chancen zu nutzen, die ein Pfarrerwechsel mit sich bringt. Eben Kirche und Katholizismus synodal alt-katholisch in Mittel – und Unterfranken miteinander zu gestalten und zu leben.

Herzliche Grüße,

Ihr Sebastian Watzek (44 Jahre)

Pfarrer Niki Schönherr hat seinen Dienst in Nürnberg und Würzburg beendet

Der Dienst von Pfarrer Niki Schönherr endete auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres. Am 27. November wurde in Nürnberg seine offizielle Verabschiedung gefeiert. Am 4. Dezember hat er seinen letzten Gottesdienst bei uns in Würzburg gehalten und ist von der Gemeinde Würzburg herzlich verabschiedet worden. Im Anschluss an den Gottesdienst aßen noch einige Gemeindemitglieder mit Niki Schönherr und seiner Frau zu Mittag. Pfarrer Schönherr zeigte dann noch einige Bilder von sich und aus seiner Zeit in der Gemeinde Würzburg.

Auf Nürnberg und Würzburg kommt jetzt eine Vakanz zu, in der Pfarrer Holger Laske aus Kaufbeuren als Pfarrverweser verantwortlich sein wird. Diejenigen, die sich beworben haben, stellen sich dann in beiden Gemeinden vor. Als Pfarrer oder Pfarrerin ist gewählt, wer in beiden Gemeinden die erforderliche Stimmenmehrheit auf der Wahlgemeindeversammlung erhält.

Einige Impressionen vom Abschiedsgottesdienst in St. Martin

 

Erntedankfeier in St. Martin

Da sowohl Pfarrer Schönherr als auch Pastor Gerth am 2. Oktober auf der 63. Ordentlichen Bistumssynode waren, hat dankenswerterweise Susanne Öttinger den Erntedankgottesdienst gehalten. Nachfolgend einige Bilder:

 

Impressionen von der Nacht der offenen Kirchen 2022 bei uns

Susanne Öttinger und Traudl Baumeister bei der 2. Einheit: Martin von Tours mal anders. Texte und Mitsinglieder
Die musikalische Begleitung bei der 2. Einheit: Paullo Kraus (Gitarre) und Michael Styppa (Klavier)

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