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Kritische und glaubwürdige Theologie, verbunden mit der Tradition sowie mit der Kirche und Gesellschaft des 21. Jahrhunderts: das zeichnet die Arbeit der deutschen alt-katholischen Theologen Klaus Rohmann und Matthias Ring aus. Ihre Arbeit in den Fachgebieten Systematische Theologie und Kirchengeschichte im alt-katholischen Kontext ist von der Tradition geprägt und hat einen Blick für die heutige Gesellschaft. So hat Ring einen zentralen Beitrag zur theologischen und kirchlichen Auseinandersetzung mit der belastenden Vergangenheit des Nationalsozialismus geleistet, und Rohmann hat sich intensiv in die theologische Reflexion darüber eingebracht, was es bedeutet, Mensch zu sein.Die Preise wurden am 26. September in Bonn im Rahmen der Konferenz „150 Jahre Bonner Unionskonferenzen. Ökumene Wohin?“ verliehen – einer Tagung, die an eine ökumenische Pionierarbeit des 19. Jahrhunderts erinnert. Veranstalter sind das Alt-Katholische Seminar der Universität Bonn und die alt-katholische Kirche.
Alt-Katholische Wissenschaftler und Geistliche
Klaus Rohmann war Professor für Systematische Theologie an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland und als Dozent und Forscher auch an den Instituten für Alt-Katholische Theologie der Universitäten Bonn und Bern tätig. In seiner Arbeit stehen neben der Auseinandersetzung mit der Frage, was es aus christlicher Perspektive bedeutet, Mensch zu sein, auch die Ethik und die Sakramentenlehre im Mittelpunkt. Seine wissenschaftliche Arbeit übt er seit mehr als fünfzig Jahren auch als Priester aus. Matthias Ring war als Priester und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bonner Seminars tätig und ist seit 2009 Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland. Neben dem Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit widmet sich seine Arbeit auch intensiv der Reflexion über glaubwürdiges Kirchesein und Glauben im 21. Jahrhundert. Beide Theologen haben ihre Gedanken sowohl in wissenschaftlichen als auch in einem breiteren Publikum zugänglichen Werken veröffentlicht.
Modell für alt-katholische Theologie
Der Preis ist für beide Theologen eine Anerkennung ihrer großen Verdienste. Gleichzeitig ermutigt er auch andere, eine ebenso loyal wie kritische, relevante und von der Tradition geprägte Theologie zu betreiben. Dies wirkt in zwei Richtungen. Die Gegenwart wirft Fragen an die Tradition und die Vergangenheit auf und trägt so zu ihrer Neuinterpretation bei. Die beiden Preisträger Matthias Ring und Klaus Rohmann stehen mitten in dieser Dynamik und gestalten sie als Theologen und Geistliche mit.
40 Jahre Blaise-Pascal-Preis und 300 Jahre Alt-Katholisches Seminar
Der Blaise-Pascal-Preis ist einer der akademischen Preise des Alt-Katholischen Seminars (Universität Utrecht). Dank einer Spende des Elisabethfonds kann er seit 1985 zusammen mit dem Andreas-Rinkel-Preis verliehen werden. Die Preise feiern damit ihr 40-jähriges Jubiläum, und mit Ring und Rohmann beträgt die Zahl der Preisträger nun 24. Diese doppelte Preisverleihung markiert auch das 300-jährige Jubiläum des Alt-Katholischen Seminars selbst, das 1725 in Amersfoort gegründet wurde und damit zu den ältesten theologischen Einrichtungen der Niederlande gehört.
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