Der komplette Gemeindebrief 1/26 (Dezember 2025 bis Februar 2026) kann hier heruntergeladen werden.Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,nun wird es bald wieder Weihnachten. Die Tage des Advents mit ihrem abendlichen Lichterglanz sind schnell vergangen, dann ist schon wieder Heiliger Abend. Wiederum geht eine kleine Flamme, das Friedenslicht aus Bethlehem, hinaus in die ganze Welt. Alle friedliebenden Menschen können ihre Kerze daheim mit diesem Feuer aus der Geburtskirche im Heiligen Land entzünden. Wird diese Flamme genug Strahlkraft haben, um in friedliche Zeiten zu leuchten? Bisher sieht es dahingehend finster aus. Der Ukrainekrieg geht ins dritte Jahr – von friedlichen Weihnachten 2025 erstmal keine Spur.Das Feuer an sich ist ein ambivalentes Element. Man kann es als warmes Licht von Haus zu Haus geben, wie die Pfadfinder, die die Flamme, am Stern in der Geburtsgrotte Jesu entzündet, in alle Länder tragen. Ebenso kann es geschehen, dass das Licht einen Großbrand auslöst. Durch einen unbedachten Moment oder vorsätzlich als Brand gelegt geht es seinen Weg der Zerstörung. Mit dem Feuer sollte man nicht spielen! Dennoch wäre Weihnachten ohne Kerzenschein irgendwie trostlos und kalt. Warum scheint Gott gerade an Weihnachten mit dem Feuer zu spielen, wo sein Sohn geboren wurde und wir jedes Jahr am 24.12. seinen Geburtstag feiern? Lukas der Evangelist, der uns die Weihnachtsgeschichte erzählt, sieht in den Augen seiner jungen Gemeinde ein Leuchten. Sie alle träumten davon, wirklich in einer heileren Welt leben zu können. In der oft dunklen brutalen Welt der Antike mit einem hellen Gesicht herumzulaufen, das, von Gottes Sohn angestrahlt, jetzt schon auf zukünftige friedlichere Zeiten hinweist, schien verrückt oder naiv. Aber sie sahen die Zeiten auf sich zukommen, auf die es sich lohnt hinzuleben und zu arbeiten, weil es ruhige und angenehme Zeiten sein werden. Die Gewissheit zu haben, selbst noch darin zu leben, das hat die Leute damals stark werden lassen im Glauben.In diesen Prozess des Glaubens hat Lukas seine Geschichte von der Geburt Jesu als Sternstunde für die Menschheit geschrieben. Er wusste, dass es das ganz große Glück in unserem Leben bedeutet, wenn wir einen Menschen finden, der uns anstrahlt; jemanden, der quasi in meine Dunkelheit leuchtet, wenn ich es zulasse. Lukas war davon überzeugt, dass Jesus das konnte. Die Protagonisten in der Weihnachtsgeschichte berichten alle davon.Sobald ein Licht angezündet wird, verschwindet das Dunkel. Eine Binsenweisheit, die auch zu Weihnachten 2025 gilt. Am 21.12. werden die Tage in der nördlichen Erdhemisphäre wieder länger. Als wir vor unserem modernen Kalender noch den Julianischen Kalender der Antike hatten, legte man Weihnachten auf diesen Tag. Niemand sollte vergessen, dass das Licht immer stärker ist als die Dunkelheit.Ich wünsche Ihnen und Euch ein frohes lichtes Weihnachtsfest. Es lohnt sich, weiter für den Frieden zu beten, für ihn zu arbeiten, und es ist herrlich, in ihm zu wohnen. Alles Gute für das neue Jahr 2026 wünschtEuer und Ihr Pfarrer Meik Barwisch