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Der Kongress tagt – Workshops und Impulse

03.09.2022

Am zweiten Kongresstag wurden die Teilnehmenden des 33. Internationalen Alt-Katholiken-Kongresses von der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Katja Dörner (Bündnis 90 / Die Grünen), herzlich in der Bundesstadt begrüßt. Gerade weil Bonn eine bunte, lebendige und internationale Stadt ist, freue sie sich darüber, dass Bonn als Tagungsort dieses internationalen Kongresses gewählt worden sei. Der Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen in Bonn verweise auch auf die gemeinsame Herausforderung von Gesellschaft und Kirche, sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen; so habe Bonn beispielsweise den Plan, bis spätestens 2035 eine klimaneutrale Stadt zu werden.

Den Tagesimpuls für den zweiten Kongresstag gestaltete Pfarrer i.R. Thomas Walter, der bis vor zwei Jahren Leiter des Geistlichen Zentrums Friedenskirche in Deggendorf war. Als Grundlage nahm er Gedanken aus dem Psalm 16 und führte die Teilnehmenden meditativ durch die Frage, wie Gott uns den Weg des Lebens erkennen lässt. Eingerahmt wurde der Tagesimpuls durch Lieder einer Kindergartengruppe des alt-katholischen Kindergartens von St. Cyprian, die insbesondere auch in ihrem Lied nach dem Impuls nochmals das Thema Schöpfungsbewahrung in den Mittelpunkt stellten: „Hey, ihr Leute, beschützt doch diese Welt. Denn eine neue gibt es nicht. Auch nicht für ganz viel Geld!

Anschließend verteilten sich die Teilnehmenden auf verschiedene Workshops im World Conference Center Bonn (WCCB) und an anderen Orten in der Stadt. Themen waren u.a. die Bestattungskultur im Wandel, Queer und alt-katholisch, das alt-katholische Verständnis von Realpräsenz, der interreligiöse Dialog oder auch Synodalität & Spiritualität; daneben gab es aber auch die Möglichkeit, liturgischen Tanz einzuüben oder das eigene Liedrepertoire in einem Chorworkshop durch neue Geistliche Lieder zu erweitern.

Plenum des Internationalen Alt-Katholikenkongresses 2022

Der Nachmittag wurde eröffnet mit einem Impulsvortrag von Priester i.E. Anselm Bilgri über das Thema „Kirche fürs Leben“. Er unterstrich dabei die Synodalität als besonders herauszuhebendes Merkmal der alt-katholischen Kirche und regte zu einer wesentlich größeren Sichtbarkeit des Alt-Katholizismus in der Öffentlichkeit an. In Blick auf den Dienst als Geistliche in der alt-katholischen Kirche betonte er, dass man in diesen Dienst nicht für sich selbst geweiht werde, sondern immer für andere. Die von Bilgri angeschnittenen Fragen wurden im Anschluss in verschiedenen Workshops von den Teilnehmenden des Kongresses erörtert.

Nach einer Vorstellung der Internationalen Alt-Katholischen Diakonie, einem Video-Grußwort des deutschen Bischofs Matthias Ring, der aus gesundheitlichen Gründen leider auf die Teilnahme am Kongress verzichten musste, einer Abendandacht des Dresdner Pfarrers Armin Luhmer und dem Abendessen im Foyer des WCCB gab es verschiedene Angebote für die Abendgestaltung. So wurden beispielsweise in der alt-katholischen Kathedrale Namen-Jesu-Kirche ein Gospel-Konzert angeboten und auf dem Vorplatz der Pfarrkirche St. Cyprian ein Biergarten zur Begegnung aufgebaut.

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