Pfarrgemeinde St. Theresia auf Nordstrand

Weltgebetstag

Weltgebetstag 5. März 2021

 
 

Unseren alljährlich ökumenisch gestalteten Weltgebetstags-Gottesdienst können wir leider nicht mit Euch persönlich feiern, aber dennoch teilen.
Wir, das sind die Frauen aus unseren drei Kirchengemeinden aus dem Vorbereitungsteam: Elke Frank, Sabine Knappe Gröger, Keike Lenz, Inke Bochen, Elke Hansen, Claudia Brauer und Johanna Homann.

Es ist schade, dass die Corona- Pandemie uns keinen Spielraum lässt: weder im Vorfeld zur Vorbereitung noch als Gestaltung zum Präsenzgottesdienst.

Aber dadurch fällt der Weltgebetstag natürlich nicht aus! Er ist nur anders als sonst.

Nun möchten wir Euch und Ihnen eben auf diesem Wege das Land Vanuatu sowie die damit verbundenen Themen und Texte nahebringen.

„WORAUF BAUEN WIR?“

Unter dieses Thema haben die Frauen aus Vanuatu diesen Weltgebetstag gestellt.

Werfen wir einen Blick auf das Land:

Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.
Die 83 Inseln Vanuatus, über eine Deutschlandkarte im gleichen Massstab gelegt. Von der nördlichsten bis zur südlichsten Insel Vanuatus sind es rund 870 Kilometer – etwas so weit wie von Sylt bis Berchtesgaden
© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Vanuatu ist Inselstaat im pazifischen Ozean und besteht aus 83 Inseln, die zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschi-Inseln liegen. Davon sind 67 mit 300.000 Menschen bewohnt sind. Zum Vergleich: Das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Augsburg.
Tatsächlich gibt es nur zwei große Städte; die Mehrheit der Menschen lebt in kleinsten Dörfern auf dem Land.

Früher, vor der 1980 erfolgten Unabhängigkeit von Frankreich und Großbritannien, hieß Vanuatu „Neue Hebriden“.
Es ist ein Südseeparadies mit traumhaften Stränden, Korallen, exotischen Fischen, tropischen Regenwäldern und Früchten im Überfluss.
Aber diese Inselgruppe ist durch ihre geographische Lage den Naturgewalten wie Zyklonen, Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis extrem ausgesetzt. Der durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel bedroht die Inseln zusätzlich.

75% der Bevölkerung lebt auf dem Land mit geringen Beschäftigungsmöglichkeiten, weshalb die jungen Leute in Gebiete mit besseren wirtschaftlichen Bedingungen abwandern. Es gibt eine große Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen. Das macht sie perspektivlos und ist für das Land ein großes soziales Problem. Es bräuchte dringend politische Ideen und Entwicklungsprogramme, um die Situation zu verändern.

Frauenthemen in Vanuatu sind:
starre traditionelle Rollenverteilung; Gewalterfahrung in der Partnerschaft; keine gesellschaftlichen Mitspracherechte und Gleichberechtigung; familiäre, religiöse und kulturelle Unterordnung; Mangelernährung; Chancengleichheit; Armut; Schulbildung; Umweltverschmutzung

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Foto © Katja Dorothea Buck

Trotz allem: unabhängig und glücklich stehen die Menschen fest in ihrem christlichen Glauben, der ihnen Vertrauen schenkt und das Fundament ihres Lebens bildet.

Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät? Das fragen die Frauen aus Vanuatu, und sie laden uns dazu ein, unser Leben neu zu überdenken; an Althergebrachtem zu rütteln, uns zu vergewissern, ob unser Leben auf sicherem Grund steht.

Diese Einladung anzunehmen, fällt uns in diesen denkwürdigen Pandemiezeiten sicherlich nicht schwer. Wir sind gerade selbst aus den Verlässlichkeiten und Vertrautheiten unseres Lebens herausgerissen und auf der Suche nach festem Boden unter den Füßen.

Werfen wir einfach gemeinsam einen Blick auf den Text:

Die Frauen aus Vanuatu für den Weltgebetstag haben die letzten Verse der Bergpredigt aus Matthäus7, Vers 24-27, ausgewählt.
Es ist das Gleichnis vom Hausbau, und es handelt von dem klugen Menschen, der sein Haus auf felsigem Boden errichtet, damit es bei Wolkenbrüchen und Stürmen unbeschädigt bleibt. Und vom unklugen Menschen, der sein Haus auf sandigem Boden baut mit dem Ergebnis, dass es bei Unwettern durch Sturm und Regen zerstört wird.

Mama Markt
© Katja Dorothea Buck

Die gesamte Bergpredigt, die übrigens sehr spannend zu lesen ist (Matthäus, die Kapitel 5-7), setzt sich auseinander mit der Aufforderung Jesu, umzudenken. Neu zu denken, eine Haltung zu entwickeln, sie einzunehmen, sich selbst mit seinen Talenten einzubringen.
Klar und unangepasst stehen die Seligpreisungen am Beginn der Bergpredigt, und sie stellen alles bisher Gewesene auf den Kopf.
Jesus entstaubt das eingefahrene Gesetzesdenken und ermutigt, im Vertrauen auf Gottes Liebe, Vorschriften und Grenzziehungen zu hinterfragen.
Ein neues Wertesystem wird vorgestellt, quasi eine neue Gesellschaftsordnung propagiert, und in einer revolutionären Verhaltensregel zusammengefasst:
„Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt“.

Es geht nicht nur ums Hören! ……offen sein; aufnehmen; selbst den Mund halten; Antennen ausrichten; nichts bewerten; die eigenen Gedanken beiseiteschieben.
Es geht auch ums Handeln!…….in Bewegung kommen; zupacken; bewirken; Verantwortung übernehmen; in die Pötte kommen; wat torecht kregen.

Natürlich meinen unendlich viele Menschen zu wissen, wie- was- wann- wo- alles besser gemacht werden müsste. Aber niemand braucht diese elende Besserwisserei! Echt nicht.
Auch die Menschen in Vanuatu nicht.
Sie wissen selbst, was sie brauchen und wie sie behandelt werden wollen. Genauso wie wir wollen sie, dass ihre Wünsche, Lösungen und ihre Bräuche, ihre Sprache und ihre Kultur respektiert werden.
Dieser kurze Blick auf die Schwerpunkte der Bergpredigt war wichtig, um unseren Text zu verstehen: es sind gewaltige Bilder, die sich bei diesem Hausbau abzeichnen: ein Haus, das einstürzt. Ein verheerender Sturm. Ein reißender Fluss. Und dagegen stellt Jesus den mächtigen Felsen.
Gottes Wort. Seine Zusage. Sein Vertrauen.
Damit wir leben können und sicheren Stand haben. Wie ein Haus, das auf Fels gebaut ist, dürfen unser Leben auf Gott bauen.
Felsengrund – das ist ein Wort, das in uns Sehnsucht weckt. Besonders in diesen Krisenzeiten, wo vieles plötzlich in Frage steht.

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Foto © Heiner Heine

Es geht um Besser-handeln, nicht um Besser-wissen – als Kurzversion unseres Bibeltextes.

In der Gottesdienstordnung wird immer wieder auf das Thema der Umweltverschmutzung und die verheerenden Folgen für das Leben hingewiesen.
Im Bekenntnis kommt die Verpflichtung, unsere Schöpfung zu hüten und zu bewahren.
Ferner geht es in Vanuatu um Armut, die daraus resultierende Ungleichheit, auch in der Schulbildung, sowie Mangelernährung und Chancengleichheit.

Um all die Herausforderungen anzugehen, braucht es Geld.

In diesem Sinne möchten wir, auch wenn es keinen Präsenzgottesdienst in diesem Jahr gibt, auf die Kollekte hinweisen und sie von Euch und Ihnen erbitten.

In weltweit über 100 Projekte fließen unterstützend die Spendengelder des Weltgebetstages. Und natürlich auch nach Vanuatu! Diese Projekte stärken Frauen und Kinder, damit sie sich für ihre Rechte einsetzten können für ein selbstbestimmtes Leben.

Wir bedanken uns für die Unterstützung im vergangenen Jahr. Wir feierten den WGT 2020 für das Land Simbabwe und sammelten u.a. auch Unterschriften für das Projekt: „Gesundheit statt Schulden“, wobei dem Land die Schulden bei der Weltbank erlassen werden, wenn die Summe verpflichtend in Gesundheitsprojekte im eigenen Land fließt.
Trotz Corona sind allein in Deutschland 111.000 Unterschriften gesammelt worden.

Für dieses Jahr haben wir uns für das Einsammeln der Kollekte folgendes überlegt:

© Hans-Herbert Kahl

Es werden die hübschen Postkarten des Weltgebetstages, nett verpackt mit dem diesjährigen Segensband und einem Spendentütchen, zu Mitnehmen in unseren drei Kirchen ausliegen.

Überweisen: Bankverbindung: IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40; Ev. Bank EG Kassel;
Oder die Spende in das Tütchen hineinlegen und in den Kirchenbüros der Gemeinden abgeben. Oder nach den jeweiligen Gottesdiensten abgeben oder in die Briefkästen dort zu werfen.

Wir werden außerdem die drei Gemeinden zeitnah zum Weltgebetstag um eine kreative Sonderkollekte für die Projekte bitten. Vom Nommensenhaus aus wird der gesammelte Betrag dann an das WGT-Komitee überwiesen.

Vielen Dank im voraus 🙂 an Alle

Nun wünschen wir alles Liebe und Gute, eine gesegnete Zeit, und bleibt gesund und behütet. Bis im nächsten Jahr!
Eure Weltgebetstags-Frauen.

 

VANUATU

ein Inselstaat östlich von Australien und nördlich von Neuseeland

 
© Heiner Heine

Bildbeschreibung und Interpretation, verwoben mit dem Porträt der Künstlerin

Ein kräftig gemaltes Bild einer Künstlerin aus Vanuatu lädt uns ein zum Hinsehen und Betrachten, zum Verweilen und zum Nachdenken. Dabei herauskommen wird eine persönliche Interpretation. Etwas, dass wir mit unserem Leben hier auf Nordstrand verbinden können.
Die Künstlerin Juliette Pita ist 57 Jahre alt. Mit Ausstellungen wurde ihre Kunst bis nach Europa oder Amerika bekannt.
Tief verwurzelt mit ihrer Heimat lebt und arbeitet sie dort. Ihr Vater, ein Häuptling, gab ihr statt Geld einen Rat mit auf dem Weg in die Ausbildung: „Sei wie eine Kokospalme. Sie wächst stetig nach oben, ohne ihre Zeit für abzweigende Äste zu verlieren. Und wenn sie ausgewachsen ist, bringt sie sofort Früchte hervor, die auf die Erde fallen und zu neuen Bäumen werden.“ Dieser Rat des Vaters wurde Juliette Pita‘s Lebensmotto.
Durch die Verkäufe ihrer Kunstobjekte verdient die verwitwete Künstlerin „gutes Geld“, wie sie es nennt. Zusätzlich arbeitet sie in einer Fabrik. Dort bemalt sie Stoffe mit traditionellen Mustern, die die Touristen gerne kaufen. Den Lohn aus dieser Halbtagsarbeit gibt sie Menschen, die es für Schulgebühren oder medizinische Behandlungen benötigen. „Ich persönlich brauche nicht viel“ (erkennen wir die Kokospalme?). Ihr soziales Engagement zeigt sich auch in der Förderung junger Talente. Auch fördert sie die traditionellen Künste der Heimat. Hierfür gründete sie zusammen mit Künstlerkollegen eine Künstlergenossenschaft. Es entstehen berufliche Perspektiven. Juliette ist beharrlich im Vermitteln künstlerischer Fähigkeiten.

Die Zusage, ein Bild für den Weltgebetstag zu malen, konnte Juliette erst machen, nachdem sie geklärt hatte, ob sie eine Leinwand organisieren kann. Ja. Sie konnte. Das Bild trägt den Titel „PAM“ nach dem verheerenden Zyklon im Jahre 2015. Dieser Zyklon fegte mit bis zu 300 km/Std. über die mehr als 80 Inseln und Inselchen, die eine nie dagewesene Verwüstung hinterließ.

Und jetzt zum Bild.

© Juliette Pita

Wir sehen leuchtende, helle Farben, ein buntes Bild – auf den ersten Blick wirkt es harmonisch. Wir zerlegen dieses Bild jetzt in Puzzleteile:

  • Und fangen oben links an. Über Mutter und Kind neigt sich eine Palme. Sie biegt sich im Wind, ohne zu brechen, die starken Wurzeln geben ihr Halt. Die Kokosnüsse dienen als Nahrung und aus ihnen wachsen neue Palmen, neues Leben.
    Wo finde ich Schutz und Halt? Was nährt mich? Was sind meine Wurzeln?
  • Nächstes Puzzleteil unterhalb der Palme: Eindeutig ist die zerstörende Naturkatastrophe zu erkennen. Kein grünes Blatt hing mehr an den Bäumen. Vanuatu war nur noch braun und grau. Alles war zerstört. Die wenigsten auf Vanuatu haben sowas jemals zuvor erlebt.
    Doch auch in unserem Leben gibt es immer wieder Stürme, unruhige Zeiten, Erlebnisse, die alles auf den Kopf stellen und verändern. Was ist, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es mal war? Wenn die Lebensgrundlage fehlt.
  • Das dritte Puzzleteil besteht aus dem rechten Bildteil, dem farbenfrohen Hintergrund. Er lässt viele Assoziationen zu: blauer Himmel, weiße spritzende Gischt, rot und gelb – Licht bricht durch. Die Dynamik vermittelt Hoffnung – Leben geht weiter.
    Was sind meine Perspektiven? Was sind die Hintergrundfarben meines Lebens?
  • Die Bildmitte: Die Frau beugt sich über ihr Kind – sie schützt und versorgt es.
    Wo erlebe ich eine solche Nähe? Wo fühle ich mich geborgen in der Gemeinschaft mit anderen Menschen? Wo schütze und beschütze ich andere Menschen?
  • Beim fünften Puzzleteil geht es um Rock und Wurzeln. Wir sehen den Rock der Frau mit seinem feinen Muster, der der traditionellen Kleidung nachempfunden ist. Die Wurzeln und der Rock fließen ineinander, sind eng miteinander verwoben.
    Welche Traditionen prägen mich und mein Leben? In welchen Beziehungen und Zusammenhängen bin ich verwoben?
  • Das letzte Puzzleteil nimmt die Toten, die der Zyklon gefordert hat, in den Blick – Menschen, die aus dem Leben gerissen wurden. Im Bild kommen sie vor, haben ihren Platz.
    Auch wir erleben, dass Menschen zu früh sterben. Wie gehen wir damit um? Welchen Platz haben sie bei uns?

So oder auch ganz anders kann dieses Bild betrachtet werden.

 

VANUATU

een Inselstaat östlich vun Australien un nördli vun Neuseeland

Datt Weltgebetsdagsbild ward beschreeben un interpreteert, twischenin datt Porträt vun de Malerin

Een Bild mit kräftige Farben vun een Künstlerin ut Vanuatu ladet uns in hin to kieken un doröwer na to spikeleern. Ganz seeker kummt een persönliche Interpretatschon dorbi ruut. Viellich watt, watt mit unse Leben op Nordstrand to dohn hett.
Juliette Pita heet de 57 Joahr oole Künstlerin. Mit ehr Utstellungen weer se uck a in Europa un Amerika.
Deep verwuddelt mit ehr Heimat leevt un arbeitet se dor. Ehr Vadder, een Häuptling, geev ehr statt Geld een Rat, as se sick op de Weg in ehr Utbildung maakte: „Wee as een Kokospalm. De wasst stüddi na baben, ohne Tied to verleern för afftwiegende Äste. Un wenn se utwussen is, hett se sofort Früchte, de op de Eer falln un nie Bööme wassen lätt“.
Dör datt Verkoopen vun ehr Kunstobjekte verdeent de verwitwete Künstlerin „gude Geld“, wie se sülbst seggt. Halvdags arbeitet se in een Fabrik. Dor bemalt se Stoffe mit ole Musters, de de Touristen gern koopen. De Lohn för disse Arbeit gifft se Minschen, de datt för Schoolgebühren oder medizinische Behandlungen bruuken. „Ick persönli bruuk nich veel“ seggt se (erkennen wi de Kokospalm?). Ehr soziale Engagement wiest sick in de Förderung vun junge Lüüd. Uck sett se sick för de Erholt vun traditionelle Kunst ut ehr Heimat in. Dorför hett se mit Künstlerkollegen een Künstlergenossenschop grünnt. Juliette is beharrlich, um künstlerische Fähigkeiten wiedder to geben (schon wedder de Kokospalm?).

Datt Bild för de Weltgebetsdag to malen kunn Juliette ers toseggen, as se kloar harr, datt se een Lienwand organiseert kreeg. Ja. Se kreeg een organiseert. Datt Bild heet „PAM“, benöömt na de schreckliche Zyklon vun 2015. Disse Zyklon fegte mit bit to 300 km/h öwer de mehr as 80 Inseln un Inselchen un richtige gewaltige Schaden an.

Un jetz to datt Bild.

© Juliette Pita

Wi sehn lüchtende, helle Farben, een bunte Bild – op de erste Blick wirkt datt harmonisch. Ut disset Bild maken wi jetz eenzelne Puzzle-Deele:

  • Un fangen baben links an. Een Palm bücht sick öwer de Mudder mit datt Kind. De Palm bücht sick ohne to breeken. De starke Wuddeln geben ehr Holt. De Kokosnöödde sind Nahrung. Un ut de Nöödde wassen nie Palmen, niet Leben.
    Wo finn ick Schutz un Holt? Watt ernährt mi? Watt sind mien Wuddeln?
  • Datt nächste Puzzle-Deel unner de Palm: Eendüüdig is de Naturkatastrophe mit de Zerstörungen to erkennen. Keen grööne Blatt hung mehr an de Bööme. Vanuatu weer blots noch bruun un grau. Alles weer entwei. Meis keener harr datt jemals vörher beleevt.
    Uck in unse Leben givt datt ümmer wedder Stürme, unruhige Tieden, Belevnisse, de allns op de Kopp stellen un verännern. Watt is, wenn op mull nichts mehr so is as vörher? Wenn de Lebensgrundlag fehlt?
  • Datt drütte Puzzle-Deel besteiht ut de rechte Bilddeel, de farbenfrohe Achtergrund. Dor lätt sick veel rinspikeleern: blaue Himmel, wittsprüttende Gischt, geel un rot – Lich brickt döör. Disse Dynamik kunn Hoopnung bedüüden – Leben geit wiedder.
    Watt sind mien Möglichkeiten? Watt hett mien Leben vun Achtergrundfarven?
  • De Mitte vun‘t Bild: De Frau bögt sick öwer ehr Kind – se schützt un versorgt et.
    Wo heff ick sunn Neechde? Wo föhl ick mi burgen in ne Gemeenschoop mit anner Minschen? Wo schütz un beschütz ick annere Minschen?
  • Bi‘t föffte Puzzle-Deel geiht datt um de Rock un de Wuddeln. Wi sehn de Rock vun de Fru mit feine Musters jüss as bi datt Tüüch vun dormulls. De Wuddeln un datt Muster vun ne Rock gohn innaner öwer, sind eng mitnanner verwoben.
    Watt vun Traditionen prägen mi un mien Leben? In watt vun Beziehungen un Tosamenhänge bin ick verwoben?
  • Mit datt letzte Puzzle-Deel kamen de Dooden, de de Zyklon sick nahmen hett, in ne Blick – Minschen, de ut jerde Leben reeten wurrn sind. In disset Bild kamen se vör, hemm se Platz.
    Uck wi belewen, datt Minschen to fröh starben. Wie gahn wi dormit um? Wattvun Platz hemm se bi uns?

So oder uck ganz anners kann man disset Bild vun Juliette Pita ankieken, doröver nadenken un spikeleern.

 
Weltgebetstagsteam Nordstrand
© Das Organisationsteam des Weltgebetstages auf Nordstrand
 
Bei den Vorbereitungen in der Alt-Katholischen Kirche St. Theresia
© Sabine Knappe-Gröger
Bei den Vorbereitungen in der Alt-Katholischen Kirche St. Theresia
© Sabine Knappe-Gröger