Pfarrgemeinde St. Theresia auf Nordstrand

Alltagswege im Advent

2. Advent

Liebe Mitmenschen mit Eurem Suchen und Euren Visionen im Advent 2022,

mit dem Lied „Suchen und fragen“ bis hin zu Buchtiteln wie „Warten auf G.“ oder „Geht’s noch, Gott?“ ist etwas ausgesprochen, was viele Menschen umtreibt.

Oder eben auch nicht, wenn sie sagen: „Ich mag einfach nicht mehr.“ Und dann Konsequenzen ziehen.

Das genannte Lied geht nach dem „Suchen und fragen“ weiter mit „hoffen und seh’n“ – und gibt damit eine Richtung an.

Auch Jesaja ist ein Suchender – und als Seher setzt er gegen die Dringlichkeit seiner Fragen eine Vision aus der Zusage dessen, der sich mit Namen genannt hat als „Ich-bin-für-euch-da“: יהוה . Er tut es wiederum in einem Gedicht – und das lautet so:

Jes 11

1 Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, / ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.

2 Der Geist des יהוה ruht auf ihm: / der Geist der Weisheit und der Einsicht,
der Geist des Rates und der Stärke, / der Geist der Erkenntnis und der Furcht des יהוה.

3 . Und er hat sein Wohlgefallen an der Furcht des יהוה .
Er richtet nicht nach dem Augenschein / und nach dem Hörensagen entscheidet er nicht,

4 sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit / und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. …

9 Man tut nichts Böses / und begeht kein Verbrechen / auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des יהוה, / so wie die Wasser das Meer bedecken.

10 An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, / der dasteht als Feldzeichen für die Völker;
die Nationen werden nach ihm fragen / und seine Ruhe wird herrlich sein.

Einen klaren Blick und eine erkenntnisreiche zweite Adventswoche.
Margret & Hans-Erich

Zum Download als PDF: Drück mich

1. Advent

Liebe Mitmenschen mit Euren Träumen im Advent 2022,

es wäre schlimm, wenn unsere Träume uns abhanden kämen in einer Zeit, die alles andere als „traumhaft“ ist …

Jesaja, der uns in den Schrifttexten des Advent begleitet, hat in seiner Zeit vor gut 2700 Jahren eine ebenso wenig „traumhafte“ Zeit erlebt: Weder seine Heimat, das Südreich Juda, noch das Nordreich Israel, waren Orte des Friedens – und wurden bedroht durch das Großreich Assyrien. Und es sollten sich dramatische kriegerisch-gewaltsame Entwicklungen ergeben …

Er wagt es, ein Träumer zu sein und setzt gegen die Wirklichkeit seiner Tage einen Traum aus der Zusage dessen, der sich mit Namen genannt hat als „Ich-bin-für-euch-da“: יהוה . Er tut es in einem Gedicht – und das lautet so:

Jes 2

1 Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut hat. 2 Am Ende der Tage wird es geschehen:

Der Berg des Hauses יהוה steht fest gegründet als höchster der Berge; / er überragt alle Hügel. / Zu ihm strömen alle Nationen. 3 Viele Völker gehen und sagen: / Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des יהוה / und zum Haus des Gottes Jakobs.Er unterweise uns in seinen Wegen, / auf seinen Pfaden wollen wir gehen.Denn vom Zion zieht Weisung aus / und das Wort des יהוה von Jerusalem. 4 Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen / und viele Völker zurechtweisen.Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden / und ihre Lanzen zu Winzermessern.Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, / und sie erlernen nicht mehr den Krieg. 5 Haus Jakob, auf, / wir wollen gehen im Licht des יהוה .

… ein Traum zwischen Menschenunmöglichem – und Möglichem unter dem Zuruf des Himmels. „I have a dream …“

Eine traum-gestärkte erste Adventswoche.
Margret & Hans-Erich

Text: nach Annemarie Schnitt, http://www.schnitt-und-co.de/unbenannt.html
Foto: https://pixabay.com/de/photos/baum-nacht-natur-landschaft-wiese-832028/

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