Gemeinden Mannheim - Ludwigshafen - Heßloch

„Einen neuen Aufbruch wagen“

„Einen neuen Aufbruch wagen“

ist immer dann wichtig und richtig, wenn etwas in eine falsche Richtung läuft.

So erging es auch gläubigen Katholiken, die die Verkündigung zweier neuer Dogmen auf dem ersten vatikanischen Konzil 1870 in Rom als verbindliche Glaubenssätze nicht annehmen konnten. Der römische Papst hatte sich die oberste rechtliche Gewalt in der Kirche (Universaljurisdiktion) zugelegt und beanspruchte in Fragen des Glaubens und der Sitte, unfehlbare Entscheidungen „ex cathedra“ treffen zu können (Unfehlbarkeitserklärung).

Weder ließ sich dies aus der Bibel noch aus katholischer Tradition herleiten, brachte jedoch viele Katholiken in Glaubens- und Gewissensnot.

Das Konzil von Konstanz hatte 1415 im Dekret „Haec sancta“ bestimmt, dass das oberste beschließende Organ in der Kirche das Konzil sei, dem sich auch der Papst unterzuordnen hätte. 1870 setzte sich Pius IX. – wie ein absolutistischer Herrscher – darüber hinweg.

Diejenigen, die diesen Umsturz der Kirchenverfassung nicht akzeptieren konnten, wurden schließlich kurzerhand exkommuniziert und damit kirchlich heimatlos.

Auch sie wagten einen neuen Aufbruch,

denn sie wollten katholisch und der alten Kirche treu bleiben, wie sie vor dem Konzil bestand. So entstand die alt-katholische Kirche, die sich der „alten“ d.h. eigentlich jungen Kirche der ersten Jahrhunderte besonders verpflichtet glaubt. Sie brachte Reformen auf den Weg, die mit dieser frühen Phase des Christentums im Einklang stehen.

Seit 1874 ist die alt-katholische Kirchengemeinde dieser Stadt und ihrer Umgebung in der Schlosskirche Mannheim zuhause und offen für alle Christen, die Jesus Christus als die eigentliche Mitte unseres Glaubens ansehen.


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