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30.09.2018 14:37 Alter: 22 days

Finanzen, Ökumene und Partnerschaftssegung - Themen der IBK-Tagung in Wien

Foto: © Georg Reynders - von links nach rechts: Pehr-Albin Edén (Schwedische Lutherische Kirche), Shijoy Abraham Zachariah (Mar Thoma Kirche), Bischof Jerry Sagun (IFI), Bischof Dr. Harald Rein (Schweiz), Bischof Santiago Azula (IFI), Bischof Dr. Dick Schoon (Niederlande), The Rt. Rev Michael Burrows (Anglican Communion, Irland), Bischof Dr. Heinz Lederleitner (Österreich), Metropolit Dr. Joseph (Mar Thoma Kirche), Bischof Dr. Matthias Ring (Deutschland), Prof. Dr. Angela Berlis (Bern / Schweiz), Erzbischof Dr. Joris Vercammen (Utrecht/Niederlande), The Rt. Rev Mike Klusmeyer (Episcopal Church), Bischof Rowel Areval (IFI)

Vom 17. bis 19. September tagte in Wien die Internationale Altkatholische Bischofskonferenz (IBK). Sie beschäftigte sich mit Fragen der Finanzierung gemeinsamer Aufgaben, den Beziehungen zu anderen Kirchen sowie der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.  

Um die Finanzierung der gemeinsamen Aufgaben der Utrechter Union weiter sicherzustellen, beschlossen die Bischöfe, das Büro der IBK zu beauftragen, bis zu ihrer nächsten Sitzung einen Vorschlag zu unterbreiten und dabei besonders die Frage der Schwerpunkte der künftigen Arbeit zu bedenken.  

Der ökumenische Dialog mit der indischen Mar-Thoma-Kirche, der mit dem Ziel einer Kirchengemeinschaft geführt wird, wird im Oktober abgeschlossen; im kommenden Jahr soll über dessen Ergebnisse beraten werden. Im Gespräch mit der römisch-katholischen Kirche will die IBK eine Stellungnahme zu den Ergebnissen der von beiden Kirche besetzten Dialogkommission erarbeiten. Intensiviert werden die im Februar 2018 begonnenen Gespräche mit der armenisch-apostolischen Kirche. Zudem wurde nun gemeinsam mit den in Kirchengemeinschaft verbundenen Anglikanern eine populäre Broschüre über die gemeinsamen Ziele und die Zusammenarbeit in Europa herausgegeben, die demnächst über die Pfarrämter zu beziehen sein wird. Außerdem wurde vor dem Hintergrund der 2016 geschlossenen Kirchengemeinschaft mit der Schwedisch-Lutherischen Kirche beschlossen, die in Skandinavien noch bestehenden kleinen Gemeinden und Gruppen in die Jurisdiktion der Kirche von Schweden zu überführen. Die Jugendpfarrerinnen und Jugendpfarrer der altkatholischen Kirchen sind eingeladen, sich für das Projekt des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) "Engagement der Kirche für Kinder" zu engagieren.  

Schwerpunkt der Beratungen der IBK war schließlich die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema "Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und deren Sakramentalität". Die IBK verständigte sich darauf, in den Kirchen der Utrechter Union einen Konsultationsprozess einzuleiten, der bis 2020 beendet werden soll; dies ermöglicht der deutschen Bistumssynode im Oktober 2020 eine abschließende Entscheidung zum Thema.  

Die nächste Sitzung der IBK wird vom 23. bis 27. Juni im polnischen Lubin stattfinden. 

Das Comminique der Sitzung steht hier als pdf zum Herunterladen bereit.