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Kein Platz für Menschenverachtung und Rassenwahn

12.11.2021

Alt-Katholische Bistumssynode beschließt Resolution gegen Rechtsextremismus

Mit großer Mehrheit haben die Synodalen der 62. Ordentlichen Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken am Freitag, 12. November 2021 eine Resolution verabschiedet, in der sie alle Gemeinden des Bistums dazu aufrufen, gegen Menschenverachtung und Rassenwahn aufzustehen, wo immer sich diese zeigen, und sich mit den Opfern von Hass und Verfolgung zu solidarisieren.

In seinem Synoden-Bericht machte Bischof Dr. Matthias Ring in diesem Zusammenhang allerdings auch klar, dass es mit einer solchen Resolution allein nicht getan sei. Vielmehr brauche es „den Mut von uns allen, im Alltag denen entgegenzutreten, die sich antisemitisch oder rassistisch äußern“, so der Bischof.

Hintergrund dieser Resolution ist der Blick auf die eigene Geschichte der alt-katholischen Kirche Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus, die in einer umfangreichen Studie von Bischof Ring unter dem Titel Katholisch und deutsch aufgearbeitet wurde. Die Pastoralsynode des Bistums im Jahr 2000, die sich in diesem Zusammenhang auch zum eigenen Versagen und zur eigenen Schuld bekannte, hatte festgestellt, dass die Suche nach einigermaßen mutigen Äußerungen oder Abgrenzungsversuchen gegenüber dem Nationalsozialismus bis auf einzelne Ausnahmen vergeblich geblieben sei.

76 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und angesichts der erschreckenden Ereignisse und des immer wieder aufkeimenden Rechtsextremismus in unserem Land, wie er in den letzten Jahren und Jahrzehnten nur zu deutlich wurde, ist die Synode der Überzeugung, dass es Zeit ist, auch als alt-katholische Kirche deutlich die Stimme zu erheben und klarzumachen, dass jegliche rechtsextremistische Einstellung unvereinbar mit dem christlichen Glauben ist.

Der von der Synode verabschiedete Text der Resolution kann hier als pdf heruntergeladen werden.

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