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Liebe Schwestern und Brüder,
wie schön, dass ihr heute hier eingeloggt seid! Das ist wortwörtlich gemeint, denn heute geht es ums himmlische WLAN. Und ehrlich gesagt, könnten wir einen guten Empfang gerade besonders gebrauchen: Die Reihen sind licht, viele genießen ihren Urlaub und der neue Pfarrer lässt auch noch auf sich warten. Doch keine Panik – das WLAN im Himmel hat volle Balken, auch im Sommer und selbst ganz ohne Pfarrer!
Es ist ja mit dem Beten manchmal wie mit dem WLAN zu Hause: Man weiß, es müsste funktionieren, aber manchmal klappt die Verbindung nicht so, wie man will. Die Jünger sind da auch nicht anders als wir. Sie bitten Jesus: „Herr, lehre uns beten!“ – quasi: „Zeig uns das Passwort fürs himmlische WLAN!“ Und Jesus gibt es ihnen tatsächlich: Das Vaterunser! Kein komplizierter Vertrag, kein Datenvolumen – einfach ein offenes Netz, für alle. Gäste-WLAN Gottes, sozusagen.
Jetzt sitzen wir – auch ein bisschen wie die Jünger damals – und warten: Auf das große Wunder, auf Antworten, auf unseren neuen Pfarrer. Da fühlt sich die Gemeinde manchmal an wie im „Warteschleifenmodus“.
Vielleicht sollten wir ein neues Vaterunser schreiben, ein Bottroper Vaterunser:
„Unser Pfarrer, der du bald kommen mögest, dein Dienst geschehe – aber bitte nicht erst nach den Ferien… Gib uns heute einen Lichtblick, und vergib uns unsere Urlaubssehnsucht, wie auch wir denen vergeben, die einfach weggefahren sind…“
Trotzdem: Bei Gott gibt es – im Gegensatz zum Pfarrbüro – keinen Anrufbeantworter und keine Öffnungszeiten. Das Netz ist immer offen:„Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet.“
Das Gleichnis vom bittenden Freund erinnert uns: Hartnäckigkeit lohnt sich. Wer beim Nachbarn klingelt, bekommt vielleicht nicht sofort sein Brötchen – aber bei Gott läuft die Verbindung stabil.
Keine Nachtruhe, kein Funkloch. Auch wenn die Kirche halb leer ist, bleibt einer auf Empfang: Gott selbst, der auch die Nachzügler, Wartenden und Urlauber nicht aus dem Netz verliert.
Manchmal fühlt sich das mit den Gebeten an wie beim Online-Shoppen: Man bestellt ein Smartphone und bekommt… Socken. Aber vielleicht brauchen wir eben gerade warme Füße, bevor das nächste große Gerät kommt. Und ganz gleich, was ankommt: Das Paket wurde abgeschickt, weil die Leitung steht.
Erlaubt mir noch drei Tipps für die Sommerzeit:
Und an uns Daheimgebliebenen, Lichtanmacher und Kirchenkaffeekocherinnen: Wir halten das Netz am Laufen, wenn andere im Offlinemodus entspannen. Euch und auch den Sonnenanbetern im Süden sei gesagt: Das WLAN des Himmels kennt keine Sommerpause.
Gott hat immer geöffnet. Ihr müsst nur ab und zu anklopfen – oder euch einloggen.
Amen.
Weish 8,21b – 9,1.9-11 / Eph 1,3-6.15-18 / Lk 2,41-51
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