Auf ein Wort

 

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.  (Mt 18,20)

Liebe Gemeinde,

die letzten paar Sonntage in Singen haben wir in unserer Gemeindehaus-Baustelle Gottesdienst gefeiert, denn nun ist unser Altarraum eine Baustelle.  Es war nicht unsere normale Kirche, aber es war sehr feierlich und sehr österlich (ganz zu schweigen davon, dass es voll war!).

Diese Abwechslung hat sich als eine Erfrischung von unserem normalen Rhythmus ergeben.  Es war eine Chance, etwas Neues im Gottesdienst zu unternehmen: darüber nachzudenken wo wir einen Altar hinstellen können, was wir als Lesepult benutzen sollen, wie die Menschen im Gottesdienst sitzen werde, und wie wir den Altarschmuck gestalten wollen.  Es war mitten in einer Baustelle mit Staub und vielen anderen relativ unangenehmen Zeichen von Baustelle um uns herum.  Aber wir haben die Gelegenheit gehabt genau zu überlegen wie wir würdevoll und feierlich Gottesdienst machen könnten.

In Sauldorf haben wir bald wieder das Thema: was machen wir mit unserer Situation bezüglich des Kirchenraums dort?  Renovierung?  Neubau?  Woanders Gottesdienst feiern?  Andere Ideen?  Die Realität lässt uns nicht mehr sehr lange warten, bis wir dort Entscheidungen treffen müssen.  Aber nach unserer Erfahrung in Singen – auch wie frustrierend es sein kann, wenn nicht alles abläuft, wie wir es uns vorstellen –ist Gott mit uns, egal wie unser Gottesdienstraum aussieht.  Gott ist immer mitten unter uns.  Und das macht unsere Gemeinden feierlich und würdevoll.

Abwechslung und Änderungen können schwierig sein.  Aber dazwischen kommt der Heilige Geist.  Wenn wir nicht mehr so an Routinen und Muster und Gebäuden hängen, dann hängen wir vielleicht einfacher an Gott selber.   Kirche ist kein Gebäude.  Kirche ist dort, wo wir uns versammeln, denn die Kirche besteht aus uns – aus Gottes Menschen.

Das gilt nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für das Gemeindeleben – und für das eigene Leben und Spiritualität.  Menschen wollen oft einfach den Komfort des Alltags.  Das Berechenbare und die Routinen leisten uns Sicherheit.  Aber es sind die Momente, wo das „Normale“ gestört wird, in denen wir das Leben erneut entdecken.  Also, lassen Sie sich österlich überraschen!

 

Viele österliche Grüße,

 

Ihr David Birkman (GiA)