Aus dem Gemeindeleben

Lichterfest 2018

Am Samstag, den 17. November 2018 haben wir unser Lichterfest gefeiert. In einem berührenden Gottesdienst unter dem Wort "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen" (Joh 14,2) haben wir unserer Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht. Beim Aufrufen eines jeden Namens wurde eine Kerze vor dem Altar angezündet, so dass die Dunkelheit der Trauer ein wenig erhellt wurde.

Im Anschluss kamen wir im liebevoll eingedeckten und dekorierten Gemeindesaal zu einem einfachen und leckeren Abendessen zusammen. Bei Gitarrenmusik und Gesprächen feierten wir so das Leben in der Gewissheit unsere Verstorbenen bei uns zu haben. 

Firmung in Offenbach 2018

Du machst das schon!

 

Am 21. Oktober feierten zwölf junge Menschen aus den Gemeinden Aschaffenburg, Frankfurt und Offenbach ihre Firmung in der Offenbacher Christuskirche.

 

Zu Beginn erzählten die jungen Leute von ihrer Vorbereitungszeit. Tiefen Eindruck hat offenbar das durch Dieter Peschke ermöglichte Kennenlernen der Situation hinterlassen, mit der Menschen mit Behinderungen umgehen müssen. So konnten sie selbst im Rollstuhl erfahren, wie andere auf sie reagieren. Zudem verbrachten Sie einen Tag in einer Werkstatt für psychisch beeinträchtigte Menschen. Sie arbeiteten mit dort Beschäftigten zusammen und erfuhren deren bewegende Lebensgeschichten.

 

Bischof Matthias Ring erzählte in der Predigt von einer Erfahrung, die er in einem Gemeindepraktikum während seiner Studienzeit gemacht hatte. Der Gemeindepfarrer hatte ihm mit dem Hinweis "Herr Ring, Sie machen das schon" einiges zugetraut.

Bischof Matthias zog daraus Schlüsse auf zwei Ebenen:

Im täglichen Umgang miteinander tut es wohl, wenn mir jemand etwas zutraut, mir Vertrauen entgegenbringt!

Auf einer geistigen Ebene ist es gut zu erkennen: der, an den ich glaube, der glaubt auch an mich!

 

Die Feier in der mehr als vollbesetzten Christuskirche wurde von schwungvoller Musik begleitet. Beim anschließenden Empfang mit alkoholfreien Getränken bestand noch Möglichkeit, sich untereinander und mit dem Bischof auszutauschen.

Eindrücke vom Concordia Konzert 2018

Von Hollywood bis Broadway – große Klänge in der kleinen Christuskirche

 

Am 15.4.2018 gab „Concordia Classica“ ein unvergeßliches Gastspiel in unserer Christuskirche. Dank Regina Schubert gab der alteingesessene Mühlheimer Chor weltbekannte Melodien aus Film und Musical zum Besten.

Nach „Cabaret“ aus dem gleichnamigen Musical schien zu „Singing in the Rain“ warm die Frühlingssonne. Natürlich durfte in einer Kirche auch Leonard Cohens „Haleluja“ nicht fehlen. „Over the Rainbow“ entführte die rund 50 Zuhörer dann ins Reich des Zauberers von Oz, bevor es mit „Moon River“ zum Frühstück bei Tiffany ging. „Dir gehört mein Herz“ aus dem Musical Tarzan und „Supercalifragilisticexpialigetisch“ aus dem Film Mary Poppins rundeten das Programm ab. Mit „Adiemus“ aus den Songs of Sanctuary und „My Heart will go on“ aus dem Film Titanic brachte Concordia dann auch den letzten Winkel zum Schwingen.

Besondere Ovationen ersangen sich die beiden Solistinnen. Andrea Meier mit „Gabrielas Lied“ aus Wie im Himmel, und Corinna Wolf als Evita Peron in der Deutschen Fassung von „Weine nicht um mich, Argentinien“. „Tulpen aus Amsterdam“ schlugen dann den Bogen zurück zur aktuellen Jahreszeit, nicht nur musikalisch, sondern auch floristisch: Jeder Besucher erhielt seine Frühlingstulpe mit auf den Heimweg.

Fortsetzung? Soll auf jeden Fall folgen!

 

Stefan Dinger

Main-baf Themenabend „foodsharing“

Im Januar diesen Jahres haben sich die Frankfurter und Offenbacher Frauen zur neuen Frauengruppe „main- baf“ zusammengeschlossen. Nicht nur der Main verbindet die beiden Städte, sondern viel mehr und wir möchten in diesem Jahr viel Neues und Verbindendes gemeinsam erleben mit geistlichen, kulturellen und kreativen Impulsen, Vorträgen und im gegenseitigen Austausch. Die Treffen werden abwechselnd in Offenbach und Frankfurt stattfinden, denn es soll ja schließlich für jede Frau ihre persönliche baf- Frauengruppe werden. Einzelne Frauen haben sich bereiterklärt, einen Abend vorzubereiten und zu gestalten.

Am 22. Februar fand die Auftaktveranstaltung statt. Nach einem geistlichen Impuls von Vikarin Klara Robbers, brachte Nico Hauser ehrenamtliches Mitglied der „foodsharing“- AktivistInnen aus Offenbach den TeilnehmerInnen die Ziele und Ideen des Netzwerkes näher.

„foodsharing? Was ist das eigentlich genau?“ Die Initiative möchte gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen und ganz konkret Lebensmittel vor dem Müll retten. Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben oder Schönheitserwartungen nicht standhalten und so aussortiert werden. Global betrachtet wird die Lebensmittelverschwendung auf ca. 740 Millionen Dollar beziffert.

Die reichhaltig gedeckten Tische im Gemeindezentrum in Offenbach mit Obst, Gemüse, Brot und sonstigem haben ganz konkret vor Augen geführt, was an dem Abend in der Tonne gelandet wäre, hätten die Foodsaver (Lebensmittelretter), sie nicht aus bestimmten Betrieben abgeholt, nach spezifischen Kriterien begutachtet und uns zur Verfügung gestellt. Sicher, einen Schönheitspreis hätten sie vielleicht nicht mehr alle gewonnen. Dennoch waren die Produkte ohne Zweifel genießbar. Denn als Info: Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nichts über die Qualität oder die Genießbarkeit aus. Gut finde ich es mir bewusst zu machen, dass es „Mindestens haltbar bis...“ heißt und nicht Tödlich ab...“. Und ich habe ja auch noch meine Sinne, um zu überprüfen, ob es noch schmackhaft ist.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich im Supermarkt bisher auch spontan für die Tomaten entschieden, die keine Druckstellen aufwiesen und für den Apfel, der keine braune Stelle hatte. Nur, weil ich denke, dass ich auch etwas für mein Geld haben möchte und es dann auch bitte keine Mängel aufweisen soll. Doch dieser Abend hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Anders als das sogenannte „Containern“ ist „foodsharing“ legal und rechtlich unbedenklich. Sie arbeiten ohne Gewinn, denn sie verschenken die Lebensmittel. Einzelne Betriebe willigen ein, aussortierte Lebensmittel abholen zu lassen. Die AktivistInnen  übernehmen somit ganz praktisch Arbeit der Händler. Erwähnenswert ist es auch, dass sie keine Konkurrenz zu Organisationen wie der „Tafel“ sein möchten und nur abholen was diese nicht nehmen. Ihnen geht es primär um die Vermeidung der Verschwendung und den Umweltschutz und nicht um die Versorgung von Hilfebedürftigen.

Dennoch war es zu Beginn ein wenig befremdlich, sich Obst und Gemüse in Taschen zu packen und mit nach Hause zu nehmen. Ich habe mir dann klar gemacht, dass sie sonst weggeworfen werden. Vielleicht sollte ich mich beim Einkaufen auch eher mal fragen: „Brauche ich das wirklich, esse ich es dann auch?!“. Wir kennen es sicher ja alle; man hat doch keine Zeit gehabt, das Essen zu kochen, man war vielleicht zu müde nach einem langen Arbeitstag oder man stellt fest, dass einem der Joghurt aus der Vierer- Packung doch nicht schmeckt. Und so wird die Zucchini im Kühlschrank vergessen und nach einer gewissen Zeit schlecht. Um dem vorzubeugen werde ich mir vornehmen, es zu „fair-teilen“.  In vielen Städten gibt es sogenannte „Fair- Teiler“; ein Ort, an dem Lebensmittel abgegeben werden können. Eine Person ist für diesen „Fair- Teiler“ zuständig und überprüft den Inhalt. In Offenbach gibt es beispielsweise einen solchen Ort im Stadtteilbüro im Nordend. Oder ich verschenke es an Nachbarn, Familie oder Freunde.

Wir konnten uns auch eigenständig vom leckeren Geschmack der Lebensmittel überzeugen. Es wurde für uns gesund und lecker gekocht. Beim Essen haben wir uns noch angeregt über die neu erhaltenden Infos und Eindrücke ausgetauscht.

Es ist angedacht in naher Zukunft, auch in der Gemeinde Frankfurt einen Vortrag über „foodsharing“ und anschließend eine Ausbildung zum Foodsaver zu organisieren. Denn jede/ jeder kann sich als Foodsaver ausbilden lassen und selbst aktiv werden.

Weitere Infos gibt es auf der Website der Initiative foodsharing.de

Aktuelle Informationen zur Frauengruppe main-baf finden sich auf unserer homepage unter Gruppen und Kreise.

Christina Hempel aus der Gemeinde Frankfurt

Fotos: Sabrina Hempel und Klara Robbers

Waltraud Ghezzi verstorben

Am 11.1.2018 ist Waltraud Ghezzi im Alter von 80 Jahren aus unserer Mitte heimgerufen worden.

Als Tochter des alt-katholischen Fabrikanten Willi Forg und ebenfalls alt-katholischer

Großeltern entstammte sie einer Familie alt-katholischer Urgesteine und wuchs von der Wiege an mit und in unserer Gemeinde auf.

So übernahm sie von 1980 bis 2006 den Vorsitz des baf. Noch länger war sie als Kirchenvorstand aktiv: von 1981 bis 2008, und das als 2. Vorsitzende. In dieser langen Zeit bewältigte Sie gleich zwei Vakanzen. Fast nebenher gestaltete Waltraud Ghezzi unseren Schaukasten, organsierte Feste und Ausflüge und hielt immer wieder Wortgottesdienste. An unserer Gemeindegrenze war für sie jedoch nicht Schluß.

Von 1981 bis 1990 vertrat Waltraud Ghezzi unsere Gemeinde als Synodale in der Bistumssynode, seit 1984 war sie zudem Mitglied der Synodalvertretung. In dieser Zeit war sie auch Mitbegründerin des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und führte viele Jahre dessen Kasse. Darüber hinaus gehörte sie 16 Jahre lang bis 2000 dem Bundesvorstand des baf an und gestaltete die Frauenarbeit unserer Kirche wesentlich mit. Weitere Höhepunkte waren die Mitgestaltung der ersten Frauenordination und der Bischofsweihe von Joachim Vobbe.

Ihr Ehemann Osvaldo Ghezzi fragte einmal „Ist jedem Mitglied bewußt, dass es eine Verantwortung für die Alt-Katholische Kirche hat?“. Seine Waltraud hat das auf ihre Weise gelebt. In Anerkennung ihres unermüdlichen Engagements wurde Waltraud Ghezzi, wie zuvor schon ihrem Vater, am 23.11.2008 die Bischof-Reinkens-Medaille als höchste Auszeichnung unserer Kirche verliehen.

Am Ende seines Portraits über Waltraud Ghezzi im alt-katholischen Jahrbuch 2017 hat ihr unser ehemaliger Pfarrer Jürgen Wenge „noch viele Jahre“ gewünscht. Etwas mehr als eines wurde ihr noch geschenkt. Am 17.1.2018 hat Pfarrer Christopher Sturm sie in Hausen beerdigt. Die Spuren ihres Einsatzes in unserer Gemeinde und in unserer Kirche werden noch lange wirken.

Ökumenisches Krippenwandern in Offenbach

Auch unsere Alt-Katholische Christuskirche ist in diesem Jahr wieder bei der Krippenwanderung dabei und hat am 26. Dezember von 14-18 Uhr geöffnet:

Es besteht die Möglichkeit sich die Krippe anzuschauen, sich bei einem warmen Getränk aufzuwärmen und ins Gespräch zu kommen und unsere jüngeren Besucher_innen können eine kleine Krippe basteln.
Sie und Ihr sind herzliche eingeladen mit Ihren und Euren Familien und Freunden vorbeizukommen.

Fürstbischöflicher Prunk und Glanz

Am Tag der Deutschen Einheit besuchte unsere inzwischen „ökumenische“ Männergruppe (Frauen und Männer) Würzburg. Mit einem geliehenen Kleinbus ging es um 9 Uhr an der Kirche los, um nach rund zweistündiger Fahrt die Unterfränkische Hauptstadt zu erreichen. Dort stieß noch Maria Bui-Tjoa zu uns, die unsere Gemeinde vor einiger Zeit der Liebe wegen Richtung Ansbach verlassen hatte.

So hatten wir noch Gelegenheit, uns im Residenzgarten etwas die Beine zu vertreten bis Punkt 12 Uhr die Führung durch den Staatlichen Weinkeller begann. In den mit Kerzenlicht stimmungsvoll beleuchteten Hallen erwarteten uns nicht nur fundierte Informationen zum Bau des Kellers und den angebauten Rebsorten. Die Fässer beeindruckten durch ihre z.T. imposante Größe. Sie mußten einmal im Jahr von innen gereinigt werden, was aufgrund der geringen Größe der Spundöffnungen meist Kinderarbeit war. Im Beamtenkeller lernten wir, dass die Hofbeamten seinerzeit zum Teil mit (mehr oder weniger billigem) Wein bezahlt wurden. In beiden Dingen ergeht es uns heute also deutlich besser. Eine kleine Weinprobe rundete die Führung ab und stimmte zugleich aufs Mittagessen ein.

Nach einer Stärkung mit zünftigen fränkischen Spezialitäten stand am Nachmittag der Besuch der Fürstbischöflichen Residenz auf dem Programm. Bereits im Eingangsbereich und im Treppenaufgang wird dem Besucher klar vor Augen geführt, dass die Hausherren mehr Wert auf den Fürsten als auf den bischöflichen Teil ihres Titels legten. Alles spiegelt das damalige Weltbild und den Zeitgeist wider und ist darauf ausgelegt, den Besucher durch Pracht und Größe von ebenjener des Hausherren zu überwältigen. Auch die einzelnen Zimmer sind in ihrer Ausgestaltung von bischöflicher (d.h. christlicher) Bescheidenheit weit entfernt. In ihrer Dichte stellt die Ansammlung an Kunst- und Architekturschätzen einen Glanz dar, der heute für einen Bischofssitz unvorstellbar ist, selbst wenn man an die jüngst zurück liegenden Ereignisse in Limburg denkt. Nicht umsonst zählt die Würzburger Residenz seit 1981 zum UNESCO Weltkulturerbe. Es war ein schöner Ausflug unserer geselligen Runde.

Text & Foto: Stefan Dinger

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Besuch? Gespräch?

Gerne besuche ich Sie Zuhause oder im Krankenhaus. Wir können auch einen Hausgottesdienst miteinander feiern. Oder Sie suchen ein seelsorgerliches Gespräch?
Bitte rufen Sie mich an: 069-885812
oder schreiben Sie mir eine E-mail: offenbach@alt-katholisch.de
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Ihr Pfarrer Christopher Sturm.

Fahrdienst

Sie möchten den Gottesdienst oder eine Veranstaltung in unserer Gemeinde besuchen? Sie haben aber nicht die Möglichkeit, nach Offenbach zu kommen?
Kein Problem; rufen Sie uns an und wir holen Sie ab!
Alt-Katholisches Pfarramt Offenbach: 069-885812