Dom-Patroninnen

Auszug aus dem Taufregister

Am 26. Mai 1662 wurde der Grundstein unseres Doms gelegt, der den Namen der spanischen Karmeliterin und Mystikerin Theresia von Ávila erhielt, die von 1515 bis 1582 lebte. Zweite Patronin des Domes ist eine Niederländerin, Maria Margaretha der Engelen, Ordensoberin des von ihr gegründeten Karmels in Oirschot, die von 1605 bis 1658 lebte. Für die Wahl dieser beiden Patroninnen dürfte zum einen die Frömmigkeit der Oratorianerpriester maßgebend gewesen sein, die zu dieser Zeit auf Nordstrand lebten, und zum anderendie Verbundenheit zur Heimat Brabant.

Beide Patroninnen stellen wir im folgenden vor.

Im Taufbucheintrag heißt es:

„Anno 1662 26 Maij positus primus lapis Ecclesiae nostrae post prandium: nomine Dnae Vendeville et sub patrocinio Sanctae Theresiae et Margaretae ab Angelis, primae matris in Oorschot: cuis reliquiae et aliae in capsula vitrea in fundamento sunt condita.“

Darstellung der Teresa im Kloster Oirschot
Faksimile auf der Kanzel im Dom

Theresia - Teresa - Theresa - unterschiedliche Namen für dieselbe Frau:

Immer geht es um Theresia von Avila, geboren 1515, gestorben in der Nacht vom 4. auf den 15. Oktober 1582 - nein, das ist kein Schreibfehler, in dieser Nacht trat der Gregorianische Kalender in Kraft, der bis heute Gültigkeit hat.

„Es ist kein kleines Kreuz, seinen Verstand dem zu unterwerfen, der keinen hat. Ich habe das nie vermocht, und es scheint mir auch nicht richtig zu sein.“

Ein Zitat von Theresia, das neugierig auf diese Frau macht, die gegen Widerstände ihren eigenen Weg gegangen ist, und das als Frau in der damaligen Zeit. Neugierig geworden?

Dann lesen Sie weiter.

Ein Gebet, das ihr zugeschrieben wird:

O Herr, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde. Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein. Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht ständig weiterzugeben - aber du verstehst, Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte. Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen. Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Leidensberichte anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen. Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein - mit ihnen lebt es sich so schwer - aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels. Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, es ihnen auch zu sagen.

Ein Faksimile von Teresas Handschrift mit dem Text des Gebetes „Nada te turbe...“ ist auch als Lied bekannt geworden:

Nichts verwirre dich, nichts ängstige dich, alles geht vorbei, von Gott kann man nicht ablassen, mit Geduld kann man alles erreichen. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Allein Gott. Basta

Teresa im Urteil von Zeitgenossen

„Viele Menschen kamen zu ihr, die einen wegen Versuchungen, die anderen mit Zweifeln und Skrupeln, und oft konnten sie sich nicht einmal klar ausdrücken. Sie aber verstand sie wie ein weiser Arzt und vermochte sie mit ihren Worten wunderbar zu beruhigen und zu heilen. Andere suchten Trost in Mühen und Leiden, nicht nur einfache Menschen, sondern auch große Gelehrte, und alle verließen sie zufrieden und getröstet allein durch die Worte, die sie von ihr vernahmen.“ (Teresas Biograph Diego de Yepes)

„So ist es wirklich etwas ganz Neues und Unerhörtes, dass eine schwache Frau den Mut zu so großen Unternehmungen aufbrachte. Und dass sie dabei so weise und geschickt vorging, dass sie die Herzen aller gewann, die ihr begegneten. So konnte sie diese Gott zuführen. Sie zog ganz einfach die Menschen hinter sich her, selbst gegen die Schwachheit der sich sträubenden Natur.“ (Fray Luis de Leon, Dichter und Herausgeber ihrer Schriften)

„... eine ruhelose Vagabundin, widerspenstig und verstockt, die unter dem Deckmantel der Frömmigkeit schlechte Lehren erfindet, sich entgegen den Anordnungen ihrer Vorgesetzten und des Tridentinums außerhalb der Klausur bewegt und doziert wie ein Professor, obwohl der Apostel Paulus den Frauen eine öffentliche Lehrtätigkeit verboten hat.“ (Der päpstliche Nuntius Sega im Jahre 1578)

 

1515 wird Teresa Sanchez de Cepada y Ahumada in Avila, im spanischen Kastilien, geboren. Auf ihrer Abstammung liegt ein Makel: Teresas Großvater war ein „Converso“, ein unter dem Druck der neuerrichteten spanischen Inquisition vom Judentum zum Christentum Übergetretener, und da „Neuchristen“ wegen des Verdachts der Scheinbekehrung noch durch Generationen vom Staat verfolgt werden, bewahrt Teresa über diesen Punkt Stillschweigen. Nachdem sie 1535 in das karmelitische Menschwerdungskloster in Avila eingetreten ist und zwei Jahre später die Profess abgelegt hat, ringt sie achtzehn Jahre lang - auf sich gestellt und von ihrem Beichtvater eher behindert als gefördert - um kontemplatives Gebet und asketisches Leben, bis ein Schlüsselerlebnis, vermittelt durch den Anblick einer Christusstatue, sie immer tiefer in den Bereich der Erfahrung eindringen lässt, in dem Gottesbegegnung zur „Gotteinung“ wird. Auf Weisung ihrer Beichtväter schreibt sie ihre Erfahrungen nieder; damit beginnt ihre umfangreiche literarische Tätigkeit, einschließlich einer überaus regen Korrespondenz, von der weder schwere Krankheit noch die zahlreichen „Dienstreisen“ auf Maultieren und Eselskarren sie abhalten können. Ihre „Vida“, die erste große Autobiographie der spanischen Literaturgeschichte, wird auf eine Anzeige hin von der Inquisition beschlagnahmt, das offizielle Gutachten beurteilt ihre mystischen Erlebnisse jedoch als glaubwürdig. Gleichzeitig reift der Entschluss zur Ordensreform: 1562 nimmt mit der Gründung des Klosters San Jose in Avila ein Reformwerk seinen Anfang, das erstmals Frauen den Zugang zu einem streng kontemplativen Ordensleben eröffnet und - mit Hilfe fähiger Mitarbeiter, vor allem des heiligen Johannes vom Kreuz - auch die männlichen Orden erfasst. Die Kennzeichen und Neuheiten von Teresas Reformklöstern sind Armut, Klausur und Aufnahme auch von „Conversos“. Weder auf Geld noch Herkunft, sondern allein auf die religiöse Berufung soll es ankommen, und damit widerspricht Teresa dem Standesbewusstsein ihrer Zeit. Mit der Aufnahme von „Conversos“ setzt sie sich über die „Verordnungen zur Reinheit des Blutes“ hinweg, die in fast allen christlichen Orden Spaniens zum Ausschluss von jüdischen und maurischen Konvertiten führen. Noch revolutionärer aber ist die Tatsache, dass eine Frau, eine „Minderwertigkeit“, sich anmaßt, einen ganzen Orden zu reformieren, einschließlich der Mönchsklöster. Der Widerstand formiert sich, vor allem im männlichen Orden, bei den „Beschuhten Brüdern“. 1575 wird Teresa bei der Inquisition denunziert, weitere Klostergründungen untersagt man ihr. Auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft wird sie fünf Jahre lang am praktischen Wirken gehindert. Sie nutzt die Zeit der erzwungenen Zurückgezogenheit in einem Kloster in Toledo zum Bücherschreiben. Der „Ordenskrieg“ zwischen Beschuhten und Unbeschuhten, in dessen Verlauf Johannes vom Kreuz in Klosterhaft gerät, wird von Rom aus entschieden; 1581 werden die Unbeschuhten zum eigenständigen Orden; Teresas bevorzugter Weggefährte, P. Jeronimo Gracian, wird Provinzial der spanischen Provinzen. Am 4. Oktober 1582 stirbt Teresa in Alba de Tormes als „eine Tochter der Kirche“, wie sie mit ihren letzten Worten sagt. Da in der Nacht der Gregorianische Kalender in Kraft getreten ist, wird der 15. Oktober später ihr Tag im Heiligenkalender sein. Für die Nachwelt liegt Teresas Bedeutung vor allem in ihrem literarischen Werk. Fray Luis de Leon, der 1588 ihre Schriften herausgibt, hält es für sicher, „dass an vielen Stellen der Heilige Geist aus ihr spricht, der ihr Hand und Feder führte. Das wird offenbar an dem Licht, mit dem sie Dunkles erhellt und durch das Feuer, das sie mit ihren Worten im Herzen des Lesers entzündet“. Und so stellen die Maler seither die heilige Teresa meist mit der Schreibfeder in der Hand dar, von der Taube des Heiligen Geistes begleitet. Nachdem sie 1614 seliggesprochen und 1622 heiliggesprochen wird, erfährt Teresa von Avila 1970 als erste Frau - zusammen mit der heiligen Katharina von Siena - die Ehre, in Rom zum „doctor Ecclesiae“, zur Kirchenlehrerin, ernannt zu werden.

© Der Text wurde entnommen aus: Joachim Vobbe, Geh zu meinen Brüdern - Vom priesterlichen Auftrag und Amt der Frauen in der Kirche; Brief des Bischofs an die Gemeinden des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken, Bonn 1996, Seite 45-47; die vorliegende Darstellung von Victoria M. Drasen-Segbers stützt sich im wesentlichen auf Veröffentlichungen der Literaturwissenschaftlerin und profunden Kennerin der spanischen Mystik Erika Lorenz,in deren Übersetzung auch alle zitierten Texte wiedergegeben werden.

Maria Margaretha
Karmel Oirschot
Karmel Oirschot
Karmel Oirschot Kapelle
Reliquiar von Maria Margaretha

Maria Margaretha von den Engeln - Zweite Kirchenpatronin der alt-katholischen Kirche auf Nordstrand

Am 26. Mai 1662 wurde der Grundstein zur katholischen Kirche auf Nordstrand gelegt. Die Kirche erhielt den Namen der heiligen Teresa von Ávila (1515-1582), jedoch wurden auch die Reliquien einer zweiten Frau in das Fundament der Kirche eingefügt: Maria Margaretha von den Engeln.

Geboren als Maria van Valckenisse am 26. Mai 1605 in Antwerpen, wurde sie in einem Klosterinternat in Hertoginnendael erzogen, besuchte bis 1620 die Schule der Kanonikerinnen von St. Ursula (Weiße Ursulinen) in Löwen, war dann in einem Damenstift in Nivelle, bis sie schließlich mit 19 Jahren in den Karmel eintrat und am 21. November 1625 die feierliche Profess ablegte; nun erhielt sie den Namen Maria Margaretha ab Angelis. 1644 kam sie nach Oirschot und wurde von ihren Mitschwestern zur ersten Priorin gewählt. Seit 1654 trug sie an ihren Füssen Stigmata, die Wundmale Christi. Als sie am 5. Februar 1658 starb, setzte an ihrem Leichnam keine Verwesung ein. Außerdem strömte Öl aus ihrem Körper. Nun erinnerten sich die Menschen daran, dass sie einige Jahre vor ihrem Tod den Wunsch geäußert hatte, ihr Körper möge nach ihrem Tod zu Öl werden, das im Ewigen Licht vor dem Heiligen Sakrament verbrenne.

Seit 1931 sind wieder Karmelitinnen in Oirschot; im „St. Josef-Karmel Blijendaal“, wie er heute heißt, lebt die Erinnerung an die Gründerin und erste Priorin weiter. Mit einem ersten Besuch einer Gruppe der alt-katholischen Pfarrgemeinde Nordstrand in Oirschot im Oktober 2004 ehrte die Gemeinde ihre Kirchenpatronin – herzlich und gastfreundlich aufgenommen von den Schwestern des heutigen Karmel in Oirschot. Über ihr Leben gibt es zwei Darstellungen: in deutscher Sprache und in niederländischer  Sprache, die sie im folgenden lesen können.

 

 

Maria Margaretha von den Engeln

Die unbekannte zweite Kirchenpatronin der alt-katholischen Kirche auf Nordstrand

Dort, wo die drei alten Köge auf Nordstrand zusammenstoßen, wurde am 26. Mai 1662 der Grundstein der katholischen Kirche gelegt. Die Kirche erhielt den Namen der heiligen Teresa von Ávila (1515-1582). Wer weiß jedoch, dass die nach ihrer Lage auch Süderkirche genannte Kirche nicht nur die berühmte spanische Karmelitin und Mystikerin zur Kirchenpatronin hat, sondern eine zweite, den meisten heute wohl unbekannte Frau? Deren Name, Maria Margaretha von den Engeln, ist im Kirch- oder Taufbuch der Gemeinde zu finden. Darin hat Jacob Vermeulen, von 1657 bis 1666 Pastor der Gemeinde und Orianerpater, den folgenden lateinischen Eintrag zur Grundsteinlegung der Kirche gemacht, der in deutscher Übersetzung lautet:

„Anmerkung: Am 26. Mai des Jahres 1662 nach dem Mittagessen wurde der Grundstein unserer Kirche im Namen der Frau Vendeville und unter dem Patrozinium der heiligen Teresa und der Margaretha von den Engeln, der ersten Mutter [Priorin] in Oorschot gelegt: deren Reliquien und andere [Reliquien] sind in einer gläsernen Kapsel im Fundament beigesetzt.“ Was die Wahl der heiligen Teresa angeht, so nennt Karl Kuenz dafür zwei Gründe, nämlich „die auf Innerlichkeit gerichtete oratorianisch-“jansenistische“ Frömmigkeit“ einerseits und andererseits die Tatsache, dass im 17. Jahrhundert „Brabant und Spanien gemeinsam dem habsburgischen König in Madrid“ unterstanden. Aus Brabant stammte nicht nur der damalige Hauptpartizipant und Inseldirektor, der Oratorianer Christian de Cort (1611-1669), sondern auch viele der damaligen „Koijers“, die als Arbeiter zur Eindeichung Nordstrands kamen.

Wer aber war die andere Frau, deren Name im Fundament der Theresienkirche ruht? Karl Kuenz wusste in seinem Buch über Nordstrand über Margaretha von den Engeln nicht mehr, als dass sie eine „Niederländerin“ gewesen sei.

Maria van Valckenisse

Die zweite Kirchenpatronin der Theresienkirche auf Nordstrand, Maria Margaretha ab Angelis (= von den Engeln), wurde als Maria van Valckenisse am 26. Mai 1605 in Antwerpen geboren, das damals unter spanisch-habsburgischer Herrschaft stand. Sie war das fünfte Kind des Antwerpener Stadtsekretärs Philipp van Valckenisse und der Catharina van Dijcke. Väterlicherseits stammte die Familie aus einem alten Adelsgeschlecht in Seeland, mütterlicherseits war sie mit Margarethe von Parma (1522-1586), der Halbschwester König Philipps II, verwandt, die von 1558 bis 1567 Generalstatthalterin der Niederlande war. Auch zum Maler Anton van Dijck (1599-1641) bestanden verwandtschaftliche Bande. Von den insgesamt sechs Kindern des Ehepaares erreichten nur drei – Philipp, Peter und Maria – das Erwachsenenalter. Philipp (gest. 1665) erbte das elterliche Gut und wurde später wie sein Vater erster Stadtsekretär von Antwerpen und Ratsmitglied, während Peter (1603-1671) wie seine Schwester in den Karmel eintrat und unter dem Namen Petrus vom Kreuz als Missionar in England und ab 1656 in Leiden wirkte. Maria van Valckenisse lebte in bewegten Zeiten und unruhigen Orten. Die Gegend, in der sie ihr Leben verbrachte – die in den spanischen Niederlanden gelegenen flämischen Städte Antwerpen, Brüssel und Mecheln sowie das zur Zeit ihrer Geburt ebenfalls zu den spanischen Niederlanden gehörende, in Brabant gelegene Oirschot – war Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts nicht gerade ein ruhiges Pflaster. Im Gegenteil, hier tat sich die Bruchstelle des einheitlichen habsburgischen Systems auf. Mitte des 16. Jahrhunderts gärte es in den unter spanisch-habsburgischer Herrschaft stehenden Niederlanden. 1566 wütete der „Bildersturm“ in Flandern und Brabant. Insgesamt ging es nicht nur um einen religiösen Konflikt, sondern zugleich um einen verfassungspolitischen Kampf der adeligen und bürgerlichen Eliten gegen das absolutistische System. Der niederländische Aufstand war kein einfacher Freiheitskampf der protestantischen Nation gegen katholische Fremdherrschaft, sondern ein Bürgerkrieg mit wechselnden Konstellationen. Im Laufe der Jahre 1579 bis 1581 kam es zur Teilung der Niederlande in einen spanischen Teil und einen anderen unter Leitung der selbstständigen Generalstaaten der Sieben Vereinigten Niederlande. Während des größten Teil des Lebens der Maria van Valckenisse herrschte Krieg. Sie wurde während der Belagerung Antwerpens durch Moritz (1567-1625), Prinz von Oranien-Nassau und Statthalter der sieben Vereinigten Niederlande, geboren. Wenige Jahre danach kam es zu einem zwölf Jahre dauernden Waffenstillstand (1609-1621) zwischen den spanischen Truppen und denen der Sieben Vereinigten Niederlande. 1648, zehn Jahre vor Maria von Valckenisses Lebensende, endete der achtzigjährige Krieg mit dem Westfälischen Frieden. Der niederländischen Republik brachte der Friedensschluss endgültig die Unabhängigkeit, den dortigen Katholiken jedoch die Einschränkung ihrer Religionsfreiheit. Im Alter von sieben Jahren wurde Maria nach damaligem Brauch durch den Bischof von Antwerpen gefirmt. Als Firmnamen erhielt sie den Vornamen ihrer Firmpatin, Margaretha van Damme (gest. 1631), die einen großen Einfluss auf die Erziehung der kleinen Maria übte. Als 1612 in Antwerpen ein Karmelkloster gegründet wurde, trat Margaretha van Damme dort ein und erhielt den Namen Maria vom Kreuz. Die Gründerin des Antwerpener Karmels war Anna vom heiligen Bartholomäus (1549-1626), eine spanische Laienschwester, die die Ordensreformerin Teresa von Ávila 14 Jahre lang als Sekretärin begleitet und sie zeitweise auch gepflegt hatte. Teresa von Ávila war in ihren Armen gestorben. Als Elfjährige begegnete Maria Margaretha van Valckenisse erstmals Anna vom heiligen Bartholomäus, die der Überlieferung nach gleich etwas von ihrer künftigen Bestimmung in ihr wahrgenommen haben soll.

Doch zunächst wurde Maria Margaretha in einem Klosterinternat in Hertoginnendael erzogen. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1614 zog die Mutter mit ihren drei Kindern nach Brüssel, wo sie wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung ein standesgemäßes Leben zu führen

hatte, danach nach Löwen. Vier Jahre lang, bis zum Tode ihrer Mutter im Februar 1620, besuchte Maria Margaretha die Schule der Kanonikerinnen von St. Ursula (Weiße Ursulinen) in Löwen. Als Vollwaise wurde sie unter die Vormundschaft eines reichen Antwerpener Bürgers, Martijn van Schabroeck gestellt und kehrte für kurze Zeit nach Antwerpen zurück. Nach dem Vergewaltigungsversuch eines Knechtes auf dem Landgut des Vormunds übergab dieser sie Eleonora vom heiligen Bernhard (1577-1639) im Karmel in Mecheln zur Obhut. Eleonora war die Nichte des spanischen Generals und Gegenspielers des Prinzen Moritz, Ambrogio Spinola (1569-1630), und eine Freundin ihrer Mutter gewesen. Obwohl Maria Margaretha sich in dieser Zeit ihrer Berufung zum Eintritt in den Karmel immer mehr bewusst wurde und sich von der heiligen Teresa selbst als „Tochter“ angenommen fühlte, wurde ihr Eintritt zunächst von ihrem Vormund verhindert. Martijn van Schabroeck brachte sie in ein Damenstift für Adelige nach Nivelle, das nach Maria Margaretha van Valckenisses Geschmack viel zu freizügig geführt wurde, in dem jedoch ihr Entschluss, Ordensfrau zu werden, weiter reifte. 1623 trat ihr jüngerer Bruder Peter van Valckenisse bei den Unbeschuhten Karmeliten ein (Peter vom Kreuz). Mit Unterstützung ihres Bruders und angespornt durch Bernardus Montgaillard, Zisterzienserabt von Orval, der oft nach Nivelle kam, setzte sie schließlich mit 19 Jahren ihren Eintritt in den Karmel bei ihrem Vormund durch. Sie war die letzte Novizin, die Anna vom heiligen Bartholomäus 1624 annahm. Am 21. November 1625 legte sie in die Hände der Priorin Anna die feierliche Profess ab und erhielt den Namen Maria Margaretha ab Angelis.

Die Gründung des Karmels in Oirschot

Der in dem Nordbrabanter Ort Oirschot ansässige Arzt Silvester Lintermans (geb. 1595) hatte 1618 beschlossen, in seinem Haus ein Karmelitinnenkloster zu gründen. Doch dauerte es viele Jahre, bis es zur Durchführung seines Planes kam. Denn 1629 fiel die Stadt ‚s-Hertogenbosch (Den Bosch) mitsamt der Meierei, dem Umland, in die Hände der protestantischen Generalstaaten. Obwohl die staatliche Zugehörigkeit dieses Gebietes erst 1648 endgültig geklärt wurde – bis dahin bestand ein Zuständigkeitsgerangel zwischen Den Haag und Brüssel –, kam es ab 1629 zu einer Protestantisierung des Landstrichs, von der jedoch die Landbevölkerung kaum ergriffen wurde: Hier blieb man katholisch, weil man es so gewohnt war. Der reformierte (calvinistische) Glaube wurde zur „wahren Religion“ erhoben, was Einschränkungen für die Ausübung der katholischen Religion bedeutete (Priester und Ordensleute mussten die Meierei verlassen, Kirchen wurden calvinistisch usw.), aber jeder konnte in religiösen Dingen seinem Gewissen folgen. Zur umfassenderen Protestantisierung des Landstrichs (u.a. Enteignung von Kirchengütern, Verbot der Ausübung der katholischen Religion) kam es erst, nachdem dieser 1648 endgültig der Republik zugeschlagen worden war.

Silvester Lintermans Gesuch, gerade in diesem Gebiet ein Kloster zu gründen, stieß verständlicherweise bei den Ordensoberen in Antwerpen zunächst auf taube Ohren. Doch gelang es ihm, durch Vermittlung der französischen Königinmutter Maria von Medici (1573-1642) bei Friedrich Heinrich (1584-1647), der 1625 nach dem Tod seines Halbbruders Moritz Statthalter geworden war, die Zustimmung und eine Schutzzusage für das neu zu gründende Kloster zu erhalten.

Inzwischen hatte Silvester Lintermans im Antwerpener Karmelkloster die ebenfalls aus Oirschot stammende Schwester Anna von der heiligen Teresa (1585-1662), mit bürgerlichem Namen Anna de Cort, kennen gelernt, die den Kontakt zu Maria Margaretha von den Engeln herstellte. Nach langen Verhandlungen mit kirchlichen und weltlichen Instanzen war es denn schließlich soweit: Die beiden genannten Schwestern sowie Maria von Jesus (geb. 1601) aus dem Kölner Karmel trafen am 21. Mai 1644 in Oirschot ein. Maria Margaretha, bei ihrer Aussendung zunächst als Vikarin des neuen Karmel eingesetzt, wurde von ihren Mitschwestern zur ersten Priorin gewählt. Lintermans Tochter Maria (geb. 1617) war die erste Postulantin, die sich anmeldete. Wenige Jahre vor ihrem Tod traten auch zwei ihrer Nichten, Töchter ihres Bruders Philipp, in den Karmel zu Oirschot ein. Nach Abschluss des Westfälischen Friedens wurde der katholische Gottesdienst in Brabant durch weitere staatliche Erlasse, die „Plakate“, eingeschränkt. Dem Kloster von Oirschot gelang es durch seine guten Beziehungen zur englischen Königin Henrietta Maria (1609-1669), der Tochter Maria von Medicis und Schwiegermutter des Stadthalters Willem II., 1648 erneut eine Schutzzusage zu erhalten, die es vor Plünderungen, Belästigungen, Einquartierungen etc. beschützen sollte. Außerdem durften im Kloster Novizen angenommen und der Gottesdienst, wenn auch hinter geschlossenen Türen und Fenstern, gefeiert werden. Damals wohnten in Oirschot nur wenige Reformierte, die meisten Einwohner waren katholisch. Maria Margarethas Ruf verbreitete sich, sie war vielen Menschen ihrer Umgebung Trösterin, Ratgeberin und – wie 1654 bei der Explosion des Delfter Pulvermagazins – auch Helferin Notleidender. Ehemals Kranke berichteten, auf ihre Fürsprache hin genesen zu sein. Seit 1654 trug sie an ihren Füssen Stigmata, die Wundmale Christi, was jedoch erst einige Monate vor ihrem Tod, am 5. Februar 1658, bekannt wurde. War sie so schon zu Lebzeiten im Ruf der Heiligkeit, so kam sie nach ihrem Tod auch in den Geruch der Heiligkeit. Denn an ihrem Leichnam setzte keine Verwesung ein. Außerdem strömte Öl aus ihrem Körper, das in Phiolen und in Leinentuch aufgefangen wurde. Nun erinnerten sich die Menschen daran, dass sie einige Jahre vor ihrem Tod den sehnlichen Wunsch geäußert hatte, ihr Körper möge nach ihrem Tod zu Öl werden, das im Ewigen Licht vor dem Heiligen Sakrament verbrenne.

Die „heilige Nonne von Oirschot“

Die Kunde von der „heiligen Nonne von Oirschot“ und ihrer nicht verwesenden Leiche, die Öl von sich gab, zog viele Tausende an die Ruhestätte der aufgebahrten Leiche in der Klosterkapelle. Ein Arzt aus Den Bosch und die gesamte Löwener medizinische Fakultät stellten die Übernatürlichkeit dieser Vorgänge fest und hohe Vertreter des Karmel fingen mit der Überprüfung der Leiche und der inzwischen geschehenen weiteren wunderbaren Heilungen an. Auch die 1661 erfolgte Veröffentlichung eines Buches über sie durch den Pfarrer von Notre Dame de Gondon in Paris, Jean Joseph de Loyac, trug zu ihrer Bekanntheit bei. Den Generalstaten war diese öffentliche Verehrung ein Dorn im Auge – sogar der französische König Ludwig XIV. schickte 1663 um eine Phiole Öl für seine kranke Tochter. Doch reagierte die Obrigkeit erst relativ spät, was damit zusammenhing, dass man in überwiegend katholischen Gebieten wie Brabant eher pragmatisch verfuhr und es trotz der Forderungen protestantischer Prediger nach harten Maßnahmen gegen „abergläubische“ Praktiken von Katholiken letztlich bei der Handhabung der Ordnung beließ. Die Angst vor Aufständen mag bei dieser Haltung der kluge Ratgeber gewesen sein. Erst mehr als fünf Jahre nach dem Tod Maria Margarethas von den Engeln griff die Obrigkeit schließlich doch ein. Auf geheimen Beschluss hin wurde Anfang Juli 1663 ein Spion nach Oirschot geschickt, Hartog Moerkercken, der sich als katholischer Pilger ausgab und nur wenige Tage brauchte, um die Lage auszukundschaften. Lediglich ein paar Tage später, in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1663, rückten 160 Soldaten aus, erschienen frühmorgens um drei Uhr vor der Klosterpforte, und nahmen den Leichnam mit, „mit dem verschiedene abergläubische Taten verrichtet worden waren“. Nachdem der Leichnam weiteren Untersuchungen unterzogen worden war, denen zufolge nichts Übernatürliches im Spiel war, wurde die Leiche an einem von Gittern umgebenen Ort, in der Taufkapelle der St. Janskirche zu Den Bosch, die damals reformiert war, in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1663 in Anwesenheit von 40 Soldaten begraben und mit einem schweren Stein gesichert. Maria Margarethas Grabruhe blieb bis zum Jahre 1795 ungestört. Im Oktober 1794 war die Stadt in französische Hände gefallen und hatte sich damit die Situation für die Katholiken geändert. Am Morgen des 10. Oktober 1795 gruben Pfarrer Johannes Bosmans, Seelsorger der St. Catharina-Gemeinde, und Jan Bekker, Küster der St. Janskirche, in der Taufkapelle Fuß- und Schienbeinknochen Maria Margarethas von den Engeln aus, die ein paar Wochen später nach Leefdael bei Löwen gebracht wurden. Die restlichen Knochen blieben in Den Bosch.

In Oirschot lebte die Verehrung der Maria Margaretha von den Engeln nach der Entführung des Leichnams nach Den Bosch zunächst weiter. Dazu trug sicher bei, dass der dortige, bekannte Arzt Arnoldus Feij (ca. 1633-1679) volkstümlicher Überlieferung zufolge das Körperöl Maria Margarethas zur Heilung seiner zahlreichen Patienten benutzte und zudem das Messer, mit dem er den Leichnam der „heiligen Nonne“ seziert hatte, bei späteren Operationen erneut „heilbringend“ benutzte.

Die Verbindung zu Maria Margaretha von den Engeln zahlte sich für den Arzt aus, dessen Bekanntheit stieg. Er zählte sogar die französische Königinmutter Anna von Österreich und den Kurfürst von Brandenburg zu seinen Patienten. Die zwölf noch im Kloster wohnenden Nonnen wurden einen Monat nach der Überführung der Leiche, im August 1663, aus dem Kloster vertrieben und gründeten ein neues Kloster in Mol, einem zu den südlichen Niederlanden (heute Belgien) gehörenden Ort. Das ehemalige Klostergebäude in Oirschot wurde von Dr. Feij gekauft und blieb bis 1801 in Familienbesitz. 1930 gelang es dem Karmel, das Haus erneut zu erwerben.

 

Nach dem Umbau zogen 1931 erneut Karmelitinnen ein und stellten die Kapelle an der gleichen Stelle wieder her, wo sie sich im 17. Jahrhundert befunden hatte. Im „St. Josef-Karmel Blijendaal“, wie er heute heißt, lebt die Erinnerung an die Gründerin und erste Priorin weiter. Die Nonnen sammeln alles, was an sie erinnert, als Reliquien: Zähne, Nägel, Gallensteine, Kleidung, einen eigenhändigen Brief, Gebeine. Die Erinnerung an „die heilige Nonne von Oirschot“ hatte im lokalen Volksbewusstsein überlebt, durch mündliche Überlieferung, durch Lieder oder durch Veröffentlichungen über sie. Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde ein weiterer Versuch unternommen, die Seligsprechung Maria Margarethas der Engeln zu erreichen. Bis heute ist Maria Margaretha nicht offiziell seliggesprochen. Das überkommene Heiligkeitsrepertoire funktioniert jedoch trotzdem: Die Oirschoter Karmelitinnen verkaufen Pillen gegen Unfruchtbarkeit, die im Öl der Maria Margaretha von den Engeln getränkt sind, und der Karmel zieht regelmäßig einzelne Pilger, vor allem Frauen, an.

Maria Margaretha von den Engeln und Nordstrand

Die Art und Weise, wie ihre Biographinnen und Biographen das Leben der Maria Margaretha van Oirschot dargestellt haben, liest sich nicht von ungefähr wie die Vita einer Heiligen. In den Lebensbeschreibungen der „heiligen Nonne“ begegnen verschiedene solche, in Heiligenviten übliche Themen, die das Besondere dieser Frau und ihrer Bestimmung unterstreichen sollen: Eine schöne, junge Frau und wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung gute Partie auf dem Heiratsmarkt verschmäht jegliche sexuelle Aktivität und will nur Jesus als Bräutigam gehören. Es geschehen bereits zu ihren Lebzeiten Wunder und sie bekommt die Gabe, an zwei Orten gleichzeitig zu sein (Bilokation) und Geschehnisse vorherzusehen. Durch die Stigmata wird sie Jesus im Leiden gleich. Und schließlich ist die als „übernatürlich“ interpretierte Unverweslichkeit des Körpers und dessen Heilkraft in Form des Öls über ihren Tod hinaus zu nennen. Für ihre Zeitgenossen deutete all dieses auf die Heiligkeit dieser Frau bereits zu ihren Lebzeiten hin.

Die Spiritualität der Maria Margaretha von den Engeln ist geprägt von einer unermesslichen Liebe für Jesus in der Eucharistie einerseits und in einer Leidensmystik andererseits, die in Selbstkasteiung und einer extremen Enthaltsamkeitspraxis in bezug auf Nahrungsaufnahme Form annimmt. Ihr Wunsch zu leiden ging so weit, dass sie die Leiden anderer Menschen auf sich nahm und am Ende sogar die Leidensmerkmale Jesu (Stigmata) bekam. Eine derartige Frömmigkeit, in der Liebe und Leiden miteinander aufs Engste verknüpft sind, spiegelt (weibliche) Frömmigkeitsmuster der damaligen Zeit. Auch die dabei angewandten Praktiken, die heute eher auf Unverständnis stoßen, waren nicht nur üblich, sondern bedeuteten gerade für Frauen oft einen Gewinn an geistlicher Autorität und damit gesellschaftlicher Anerkennung.

Wie in den Biographien anklingt, fühlte Maria Margaretha von den Engeln sich als wahre Tochter der heiligen Teresa, die für sie als Karmelitin das große Vorbild war. Sie übernahm ihre spirituelle Praxis von Teresa, die diese wiederum von mittelalterlichen Mystikerinnen wie Catharina von Siena oder Lidwina von Schiedam übernommen hatte. Anders als anderen Karmelitinnen gelang es Maria Margaretha von den Engeln, Teresa auch – durch ein Leben von Gebet und Aszese – in ihrem Weg zu mystischer Perfektion zu folgen. Über Anna vom heiligen Bartholomäus, ihrer geistlichen Mutter, bestand zudem eine direkte Verbindung zwischen Teresa und Maria Margaretha von den Engeln. Was nun die Wahl beider Frauen zu Kirchenpatroninnen der (heute alt-) katholischen Kirche Nordstrands betrifft, so können dafür verschiedene Erklärungen gegeben werden. Drei sollen im folgenden näher ausgeführt werden.

Erstens besteht, wie bereits angeklungen, zwischen beiden Kirchenpatroninnen eine Verbindung auf geistlichem Gebiet: Sie gehörten nicht nur dem gleichen Orden an, sondern die eine sah in der anderen ihr Vorbild, dem sie bis zur eigenen mystischen Einswerdung mit Christus nachfolgte. Die Frage nach einer solchen geistlichen Verbindung muss jedoch noch in einem anderen Rahmen gestellt werden. Man entschied sich für diese Kirchenpatroninnen, weil sie als „passend“ empfunden wurden. In welcher Weise Margarethe de Vendeville bei dieser Entscheidung eine gewisse Rolle gespielt hat – immerhin wird ihr Name bei der Grundsteinlegung ausdrücklich genannt – oder andere Hauptpartizipanten, das Oratorium oder gar Christian de Cort alleine, dem die Kirche offiziell gehörte, muss hier offen bleiben. Kuenz jedenfalls setzt in seinem umfangreichen Werk eine geistliche Verbindung zwischen dem Karmel und den Oratorianern voraus. Er führte – wie bereits zitiert – „die auf Innerlichkeit gerichtete oratorianisch-“jansenistische“ Frömmigkeit“ als ersten Grund für die Wahl der heiligen Teresa zur Kirchenpatronin an. Wenn Teresa aus diesem Grund als passend erschien, trifft dies in gleichem Maße für ihre Ordensschwester und gewissermaßen geistliche Enkelin Maria Margaretha von den Engeln zu. Doch ist Kuenz‘ Andeutung zu schlagwortartig. Es wäre lohnenswert, solche geistigen und geistlich-spirituellen Verbindungslinien zwischen Oratorium und Karmel weiter zu untersuchen, und dabei auch die Verbindungen zur Spiritualität anderer Partizipanten auf Nordstrand zu berücksichtigen. Kuenz jedenfalls geht davon aus, dass es eine gemeinsame religiös-spirituelle Ausrichtung gegeben hat. Er stellt fest, dass die Wiedergewinnung des 1634 von der Sturmflut zerstörten Nordstrand „von einem Kreis religiös gleichgesinnter Katholiken unternommen“ worden ist. Es waren dies die Partizipanten aus dem Oratorium, aus Port-Royal und aus der Republik (Holland und Brabant). Auch Margarethe de Vendeville, die zum Umfeld des Oratoriums gerechnet werden muss, passte in diesen Kreis. Ihre Familie war mit Pierre Noels befreundet, dem ehemaligen Sekretär Cornelius Jansenius‘, der ebenfalls auf Nordstrand Güter besaß.

Eine stark ausgeprägte eucharistische Frömmigkeit, eine damit zusammenhängende, große Wertschätzung des Priesters sowie ein ausgeprägter Christozentrismus sind sowohl im Oratorium als auch bei Maria Margaretha von den Engeln zu finden. Dies waren spirituelle Erkennungsmomente, die das Patronat zweier Karmelitinnen in einer der Seelsorge der Oratorianer anvertrauten Kirche nahe legten.

Zweitens besteht eine geographische Verbindung. Auch dies hat bereits Kuenz erkannt, als er auf die politische Konstellation im 17. Jahrhundert hinwies, nach der Brabant den spanischen Königen aus dem Hause Habsburg unterstand. Doch hat er die Reichweite dieser geographischen Verbindung nicht vollständig ermessen, da er seine Aussage lediglich auf die heilige Teresa bezog.

Die Verbindung zwischen Brabant und Nordstrand kann für Maria Margaretha von den Engeln noch viel plausibler als für Teresa zur Erklärung herangezogen werden. Die Hauptschauplätze ihres Lebens in Flandern und Brabant bildeten kirchlich und kulturell eine Einheit; an dieser kulturellen Einheit änderte auch die politische Neustrukturierung ab 1629 bzw. 1648 wenig, das Zusammengehörigkeitsgefühl unter Katholiken über die neu gezogenen politischen Grenzen hinweg sollte nicht unterschätzt werden. Berücksichtigt man diesen Hintergrund, so liegt es nahe davon auszugehen, dass Maria Margaretha von den Engeln in Flandern und Brabant bekannt war. Dies gilt für verschiedene Gruppen und Personen, die bei der Eindeichung Nordstrands eine Rolle spielten: für die Mitglieder des Oratoriums, das u.a. Häuser in Antwerpen und Mecheln hatte, für die Arbeiter aus Brabant, die zur Eindeichung nach Nordstrand kamen, für Christian de Cort, der selbst gebürtiger Brabanter war, und für die zusätzlichen Partizipanten, die de Cort 1657 zur Vollendung der zweiten Eindeichung (Maria-Elisabeth-Koog) angenommen hatte und von denen viele aus Brabant stammten. Maria Margaretha von den Engeln kann als eine Art „Lokalheilige“ angesehen werden, die die nach Nordstrand Zugewanderten in die Fremde mitnahmen. Die bei der Grundsteinlegung erwähnten Reliquien deuten darauf hin, dass Maria Margaretha von den Engeln auch in Nordstrand Verehrung zuteil wurde. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Reliquien um ein oder mehrere Ölfläschchen oder ein Stück in Öl getauchtes Leinen. Heimatgefühle, eng verwoben mit katholischem Selbstbewusstsein, mögen folglich eine Rolle dabei gespielt haben, warum Maria Margaretha von den Engeln Kirchenpatronin auf Nordstrand wurde. Sie, die schon zu Lebzeiten im Ruf der Heiligkeit gestanden hatte, war zum Zeitpunkt der Grundsteinlegung auf dem Höhepunkt ihrer Bekanntheit, weit über Brabant hinaus. Dies zeigt folgende Geschichte: Am 18. Mai 1662 (Himmelfahrt), eine Woche vor der Grundsteinlegung auf Nordstrand, hatte Damiana van Dabelaer aus Amersfoort, Ehefrau des Brauers Herman van Bombergen, den scharfen Dorn eines Strauches geschluckt. Nach vergeblichen Versuchen verschiedener Ärzte rieb sie ihre Kehle am 8. Juni 1662 (Fronleichnam) nach dem Kommunionempfang mit dem wundertätigen Öl ein und war geheilt. Solche Geschichten brachten noch mehr Pilger nach Oirschot, während gleichzeitig – wohl zur Beweisführung für ein mögliches Seligsprechungsverfahren, aber auch für zweifelnde Protestanten – Gutachten über ihren Leichnam ausgestellt wurden. Dass Reliquien von Maria Margaretha von den Engeln ins Fundament der Kirche auf Nordstrand gelegt wurden, kann durchaus als „Lobbyarbeit“ für ihre Selig- und Heiligsprechung verstanden werden. Jedenfalls wurde es offensichtlich nicht als Hindernis für das Kirchenpatronat empfunden, dass sie damals nicht offiziell heilig gesprochen war. Ähnliche Fälle sind bekannt, in denen (noch) nicht selig oder heilig gesprochenen Personen Verehrung zuteil wurde. Oft ging es hier, ähnlich wie in diesem Fall, um vaterländische (niederländische) Heilige.

Ein dritter Grund für die Wahl der beiden Kirchenpatroninnen führt in den Bereich der konfessionellen Identität. Hatten die Niederländer, die nach Nordstrand kamen, und die Partizipanten außer den geschäftlichen Gründen noch andere Beweggründe? Die Insel war seit 1528 lutherisch. Den niederländischen Katholiken wurden durch den Oktroi-Vertrag von 1652 weitgehende Privilegien, auch auf religiösem Gebiet (Religionsfreiheit), eingeräumt, die sie in ihrer Heimat nicht hatten bzw. die ihnen gerade in diesem Zeitraum verloren gegangen waren. Die Religionsfreiheit eröffnete ihnen die Möglichkeit, ihr Katholisch-Sein öffentlich zu bekennen und auszutragen. Dies wurde auch innerhalb des Oratoriums erkannt, wie aus der Chronik des belgischen Oratoriums erhellt. Die Kongregation schenkte Pater Christian de Cort Gehör, „welcher der Meinung gewesen zu sein scheint, daß aus dieser Eindeichung große zeitliche Gewinne für die Stiftung des belgischen Oratoriums zu erwarten sein würden und mittlerweile auf der genannten Insel, welche vom Jahr 1528 ab ganz lutherisch gewesen war, die römisch-katholische Religion wiederhergestellt werden könnte, wie sie in der Tat dort bis heute frei und öffentlich gemäß Vertrag blüht.“

Derartige Gedanken, auf Nordstrand ein katholisches Zentrum aufzubauen, spielten übrigens auch bei anderen Partizipanten, nicht zuletzt denen aus Port-Royal, eine gewisse Rolle. So geht aus den Quellen hervor, dass Religion ein Faktor war: Die „frömmsten und für die Ausbreitung der katholischen Religion am meisten eifrigen Leute beeilten sich, die Absichten des Pater de Cordt [sic] zu unterstützen.“ Es ist gut möglich, dass auch bei Margarethe de Vendeville, der wohl wichtigsten individuellen Geldgeberin de Corts, derartige Erwägungen mitgespielt haben. Von ihr wird überliefert, sie sei eine „geistliche Jungfrau“ gewesen. Nordstrand – nicht nur ein Ort lukrativer Geldgeschäfte, sondern auch ein möglicher Fluchtort für vertriebene Port-Royalisten und „Jansenisten“ oder eine Ausfallbasis für katholische Werbetätigkeit. Die Diskussion über diese verschiedenen Anliegen, die mit der Insel Nordstrand verbunden wurden, haben die Frage, warum gerade diese beiden Kirchenpatroninnen gewählt wurden, bisher nicht einbezogen. Es darf jedoch nicht übersehen werden, dass es sich sowohl bei Teresa als auch bei Maria Margaretha um „Heilige“ der Gegenreformation, besser gesagt, der Katholischen Reform handelt. Sie waren Symbole der Reformbedürftigkeit und -fähigkeit der katholischen Kirche, konnten aber auch als „Statement“ in der Auseinandersetzung mit dem Protestantismus dienen. Mit der Wahl einer zweiten Kirchenpatronin, die allen Protestantisierungsmaßnahmen der Generalstaaten zum Trotz ein Kloster im von der Republik annexierten Brabant gegründet hatte, wurde jedenfalls ein deutliches, religiöses und „politisches“ Zeichen gesetzt, das seine Wirkung auf die Katholiken auf Nordstrand, die sich in einem anderskonfessionellen Umfeld ansiedelten, nicht verfehlt haben dürfte. Die Wahl der zweiten Kirchenpatronin war somit nicht nur eine geistlich-spirituelle Aussage, sondern hatte zusätzlich vaterländisch-geographische wie auch religiös-apologetische Implikationen. In ihrer Heimat wurde Maria Margaretha von den Engeln im 17. Jahrhundert zum „Symbol konfessioneller Identität und des Widerstands“ gegen die Protestantisierung. Ihre „Waffe“ war das Gebet. Wie Marc Wingens feststellt, trug sie so ihren Teil dazu bei, dass die Reformation im südlichen Teil der niederländischen Republik kaum Fuß fasste.

Auf Nordstrand spielte sie offensichtlich jedoch auf lange Sicht keine derartige Rolle. Warum? Zu einfach wäre es, dies mit der eigentümlichen Geschichte der Katholiken auf Nordstrand zu erklären, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts zur Altbischöflichen Kleresei gehörten. Denn obwohl man im heutigen Alt-Katholizismus der Verehrung von Heiligen und Reliquien relativ zurückhaltend gegenüber steht, darf diese Haltung nicht ohne weiteres auf frühere Jahrhunderte und Situationen rückprojiziert werden. Im Gegenteil, zunächst ist festzustellen, dass man innerhalb der Kleresei der Verehrung von Reliquien und Heiligen, die wunderbare Heilungen auch nach ihrem Tod bewirkten, alles andere als abhold war. Dass Maria Margaretha trotzdem mehr und mehr vergessen oder aus dem Blick verloren wurde, mag mehrere Gründe gehabt haben. Von vorneherein stand sie im Schatten ihrer „geistlichen Großmutter“, der viel bekannteren heiligen Teresa, deren Namen die Kirche trägt. Hinzu kommt, dass bei zunehmender Einbürgerung der niederländischen Partizipanten in Schleswig eine niederländische Lokalheilige fast zwangsläufig an Bedeutung verlieren musste. Möglicherweise hat aber auch die Tatsache, dass sie in den Niederlanden von den päpstlich gesinnten römischen Katholiken als eigene Heilige beansprucht wurde, dazu geführt, dass sie für die römischen Katholiken der Kleresei (= die Alt-Katholiken) weniger attraktiv wurde.

© Angela Berlis

Dieser Beitrag wurde auszugsweise entnommen aus dem gleichnamigen Beitrag (dort sind Belege für Zitate und Literatur angegeben) in: Alt-katholische Pfarrgemeinde Nordstrand (Hg.), De Domo Nordstrandica – Festschrift zum 350jährigen Bestehen der alt-katholischen Pfarrgemeinde Nordstrand (1654-2004), Nordstrand, Uthlande-Verlag 2004, ISBN 3-00-013066-7.

 

Maria Margaretha der Engelen (1605-1658)

Dit jaar 400 jaar geleden – op 26 mei 1605 – werd Maria Margaretha van Valckenisse te Antwerpen geboren. Wat hebben wij oud-katholieken te maken met deze vrouw die de geschiedenis is ingegaan als ‘de heilige non van Oirschot’? Deze vraag zal in dit stukje beantwoord worden.

Maria van Valckenisses vader was secretaris van de stad Antwerpen, haar moeder was verwant aan Margaretha van Parma, een halfzuster van koning Filips II en van 1558 tot 1567 landvoogdes der Nederlanden. Reeds vroeg voelde ze zich aangetrokken tot een religieus leven. Toen zij elf jaar oud was ontmoette ze Anna van de H. Bartholomeüs, de stichtster van de Antwerpse Karmel. Deze Spaanse karmelietes was de onafscheidelijke gezellin van de kloosterhervormster Teresa van Avila geweest. Pas in 1624, na de dood van haar beide ouders en met de toestemming van haar voogd, trad Maria van Valckenisse bij de Antwerpse Karmel in en ontving ze de kloosternaam Maria Margaretha ab Angelis (der Engelen).

De Karmel in Oirschot

In 1618 had Silvester Lintermans besloten om in zijn huis te Oirschot een karmelietessenklooster te stichten. Het zou evenwel tot 1644 duren voordat dit voornemen werd verwerkelijkt. In 1629 vielen de stad ’s-Hertogenbosch en de gehele Meierij, waaronder ook Oirschot, in handen van de protestantse Republiek. Begrijpelijkerwijs vond Lintermans bij zijn pogingen om juist in dit woelige gebied een klooster te stichten bij de oversten van de orde in Antwerpen aanvankelijk geen gehoor. Maar dankzij bemiddeling van de Franse koninginmoeder Maria de Medicis bij stadhouder Frederik Hendrik gelukte het hem zowel toestemming als bescherming voor de kloosterstichting te verkrijgen. Samen met de uit Oirschot afkomstige lekenzuster Anna van de heilige Teresa (Anna de Cort) en een derde zuster kwam Maria Margaretha der Engelen op 21 mei 1644 in Oirschot aan en ging ze in het nieuwe klooster wonen. Maria Margaretha’s roem verspreidde zich snel. Ze hielp velen met adviezen, bood troost en daadwerkelijke steun, bijvoorbeeld in 1654 na de explosie van het arsenaal in Delft. Voormalige zieken beweerden op haar voorspraak genezing te hebben gevonden. Haar voeten vertoonden vanaf 1654 stigmata, de wonden van Christus. Op 5 februari 1658 stierf ze na een lange tijd van ziekte en lijden in geur van heiligheid. Haar lichaam toonde geen tekenen van bederf; er stroomde olie uit, die men in flesjes en met doeken opving.

Een wonderbaarlijke genezing in Amersfoort

De roem van de ‘heilige non van Oirschot’ en van het stoffelijk overschot dat niet verging en olie afscheidde trok vele duizenden belangstellenden naar het opgebaarde lichaam in de kloosterkapel. Een medicus uit Den Bosch en vertegenwoordigers van de medische faculteit van de Leuvense universiteit stelden, dat het om een bovennatuurlijk verschijnsel ging. Hoge vertegenwoordigers van de Karmel startten een onderzoek naar het lichaam en naar de intussen op gang gekomen wonderbaarlijke genezingen. In 1661 verscheen te Parijs een boek dat tot Maria Margaretha’s verdere bekendheid in binnen- en buitenland bijdroeg.. Op Hemelvaartdag, 18 mei 1662, slikte Damiana van Dabelaer, vrouw van de bierbrouwer Herman van Bombergen, een scherpe doorn in. Zij behoorde tot de parochie van de H. Georgius op ’t Zand in Amersfoort. Vergeefs werd de hulp van verschillende artsen ingeroepen. Op Sacramentsdag, 8 juni, wreef zij, nadat zij de communie had ontvangen, met de wonderdadige Maria Margaretha der Engelen-olie over haar keel en was op slag genezen. Dit soort voorvallen zorgde voor veel pelgrims naar Oirschot.

Terug naar Oirschot

Deze openlijke verering was de Staten-Generaal een doorn in het oog. In juli 1663 greep de overheid in en liet het lichaam van de ‘heilige non van Oirschot’ in een nachtelijke actie in beslag nemen en onder begeleiding van tientallen soldaten van Oirschot naar Den Bosch overbrengen. Begin augustus werd het lijk in de doopkapel van de destijds protestantse Sint Jan in Den Bosch begraven. Het graf werd met een zware steen afgedekt. Vandaag bevindt zich hier een gedenkplaat in de grond. De twaalf nonnen die nog in het klooster woonden werden in augustus 1663 verdreven en stichtten in het Zuid-Nederlandse, nu Belgische Mol een nieuw klooster. In 1795 werd het graf geopend en een deel van haar gebeente naar Leefdaal bij Leuven overgebracht. Pas in 1930 lukte het de Karmel de voormalige kloostergebouwen in Oirschot opnieuw te verwerven. Op zolder van het klooster is vandaag een klein museum ingericht. Hier staat in een houten kistje het sinds enkele jaren uit België teruggebrachte gebeente van Maria Margaretha der Engelen.

Nordstrand

Op 26 mei 1662 – haar 57e geboortedag – werd Maria Margaretha naast de heilige Teresa van Avila kerkpatrones van de katholieke kerk op het Duitse eiland Nordstrand. Hoe kwam Maria Margaretha der Engelen op Nordstrand terecht? Vanaf 1654 kwamen dijkenbouwers en hoofdaandeelhouders vanuit de Republiek naar Noordstrand. Daar kregen ze godsdienstvrijheid en mochten ze een katholieke kerk bouwen. De pastorale zorg op het eiland wird door oratorianen uitgeoefend. Deze congregatie van wereldpriesters had nauwe banden met de Karmel. Dit verklaart de keuze voor Teresa van Avila en haar geestelijke dochter Maria Margaretha als kerkpatronessen.

De keuze voor Maria Margaretha als tweede kerkpatrones was in meer opzichten toepasselijk. Als karmelietes bracht zij de geestelijke verbinding tussen Oratorie en Karmel tot uitdrukking, als Vlaams-Brabantse belichaamde ze de verbinding met het land van herkomst van de immigranten, die zo hun eigen lokale heilige in den vreemde ‘meenamen’. Als katholieke non die haar protestantse omgeving getrotseerd had, symboliseerde zij bovendien de kracht en de geloofwaardigheid van het katholicisme. Want ondanks de godsdienstvrijheid leefden ook de katholieken op Nordstrand in een gebied dat sinds 1528 luthers was. Beide kerkpatronessen staan model voor een bepaalde oriëntatie van het christelijk leven: een vroomheid waarin gebed en contemplatie centraal staan, gecombineerd met een leven in gemeenschap. Maria Margaretha stond vanaf het begin in de schaduw van Teresa, wier naam de oud-katholieke kerk op Nordstrand vandaag nog draagt. Zij was de geestelijke dochter of zelfs kleindochter van Teresa. Wellicht drukt de keuze voor Maria Margaretha der Engelen als kerkpatrones naast Teresa van Avila de hoop uit, dat een begonnen kerkelijke hervorming in de kerk blijft doorwerken doordat geestelijke kinderen en kleinkinderen het werk voortzetten. Het is opmerkelijk dat iemand die niet heilig verklaard is kerkpatrones wordt. In 1662, ten tijde van de eerstesteenlegging van de kerk op Nordstrand, verkeerde Maria Margaretha op het hoogtepunt van haar roem, tot ver in het buitenland. Wellicht verwachtte men dat ze spoedig officieel zalig en heilig verklaard zou worden en wilde men hierop vast vooruitgrijpen. Tot op heden is dit echter niet gebeurd.

© Angela Berlis

Een uitgebreider artikel over Maria Margaretha der Engelen verschijnt dit jaar in het kerkhistorisch tijdschrift Trajecta.

Aktuell


Sonntag, den 11. November  – 32. Sonntag im Jahreskreis

10.00 Uhr Feier der Eucharistie für Suchende, Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen

Anschließend Kirchencafé

 

Dienstag, den 13. November

09.00 Uhr morgenLicht – Aufwachen – Den Tag beginnen

Feier des Morgenlobes

Anschließend Frühstück in Gemeinschaft im Gemeinderaum.

 

Mittwoch, den 14. Oktober

15.00 Uhr – 17.00 Uhr Spieletreff im Gemeinderaum.

Frauen und Männer, Einheimische, Urlauberinnen und Urlauber können bei Kaffee und Kuchen ihrer Spiellust freien Lauf lassen.

 

Sonntag, den 18. November  – 33. Sonntag im Jahreskreis

10.00 Uhr Feier der Eucharistie für Suchende, Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen

Anschließend Kirchencafé

 

Dienstag, den 20. November

09.00 Uhr morgenLicht – Aufwachen – Den Tag beginnen

Feier des Morgenlobes

 

Sonntag, den 25. November  – Sonntag des wiederkommenden Herrn

10.00 Uhr Festliche Wort-Gottes-Feier mit Kommunionspendung für Suchende, Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen

Anschließend Kirchencafé

 

Mittwoch, den 28. November

15.00 Uhr – 17.00 Uhr Spieletreff im Gemeinderaum.

Frauen und Männer, Einheimische, Urlauberinnen und Urlauber können bei Kaffee und Kuchen ihrer Spiellust freien Lauf lassen.