Spirituelle Impulse

Zur Zeit keine Veranstaltungen

Bis auf weiteres entfallen alle Gottesdienste und Veranstaltungen in St. Willibrord sowie im Döllingersaal und im Gartenhaus. Daher veröffentlichen wir jeden Sonntag einen Vorschlag für einen Hausgottedienst.

Auf der Bistumshomepage finden Sie noch weitere Angebote.

 

 

 

Ostergottesdienste und weitere Informationen

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinde,

 „für Ostern sehe ich schwarz“ – so eine Äußerung bei der Dienstbesprechung unserer Geistlichen vor einigen Wochen, als die Corona-Pandemie bei uns noch ganz am Anfang war.  Und ja, es wird so sein, dass unsere Gottesdienste in den Kar- und Ostertagen nicht wie gewohnt stattfinden können. Mindestens bis 19. April und vermutlich darüberhinaus wird es Einschränkungen unseres öffentlichen und privaten Lebens geben. Es gilt, die Gemeinschaft zu stärken, indem wir für eine geraume Zeit auf die Erfahrung der Gemeinschaft durch konkrete Begegnungen verzichten.  Kontakt zu halten per Telefon, per Post, über soziale Medien u.a. ist dafür umso wichtiger. Wie bei vielen von Ihnen haben sich bei mir Alltag und Arbeit in den letzten Wochen sehr verändert. Das wichtigste Kommunikationsmittel ist für mich derzeit das Telefon. Gremien und Gruppen "treffen" sich in Telefonkonferenzen, Seelsorgegespräche finden per Telefon statt, Unterstützung wird - wenn möglich - organisiert. Ich erlebe in dieser Situation, in der vieles nicht mehr wie gewohnt geht, auch viel Positives. Menschen bieten ihre Hilfe an, fragen, wie es anderen geht. Ich nehme einen wachen Blick auf unser Umfeld und in der Gemeinde wahr.  Wenn Nöte auftauchen, Sie einfach reden wollen oder Hilfe brauchen - rufen Sie bitte an!    

Hausgottesdienste

In den letzten Wochen haben wir zu den Sonntagen Vorschläge für Hausgottesdienste per Email verschickt. Das werden wir auch in der kommenden Zeit so halten. Wenn Sie in den Email-Verteiler der Gemeinde aufgenommen werden möchten, lassen Sie mir bitte eine Nachricht zukommen. Sollten Sie keinen Zugang zum Internet haben, senden wir Ihnen die Andachtsvorschläge gerne auch per Post zu.  Melden Sie sich einfach im Pfarramt.

Telefongottesdienste

Ein weiteres Angebot für Palmsonntag (05.04., 10.00 Uhr), Gründonnerstag (09.04, 19.00 Uhr), Karfreitag (10.04., 15.00 Uhr) und zur Osternacht (11.04., 21.00) wird sein, dass wir zu Telefongottesdiensten einladen. Sie können sich mit einer der folgenden Telefonnummer einwählen:  0221-650 488 56  od. 0692-443 722 52 Nach Aufforderung geben Sie bitte folgende Zugangsnummer (PIN) ein: 791059 Danach werden Sie nach Ihrem Namen gefragt und mit der Gruppe verbunden. Bitte wählen Sie sich schon kurz vor Beginn des Gottesdienstes ein, da für jede/jeden Teilnehmende ein Signal ertönt.  Der Anruf kostet Sie nicht mehr, als ein normales Telefonat ins Festnetz. Vorlage für die Gottesdienste sind die Vorschläge für die Hausgottesdienste, die sie per mail oder Post erhalten, so dass jede/jeder mitlesen kann. Der Vorschlag für Palmsonntag liegt diesem Brief bei. Das ist sicher ungewohnt, aber doch eine Möglichkeit, gemeinsam das zentrale Fest unseres Glaubens zu feiern und Gemeinschaft zu erleben. Keine Sorge, wir feiern nicht die ganze Liturgie, sondern treffen eine sinnvolle Auswahl, so dass die Gottesdienste ca. 30 min dauern werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Gottesdienst nach dieser Krise, den wir wieder in St. Willibrord feiern werden, eine wirklich große österliche Feier sein wird.  

Kontaktbrief / Weitere Termine

In diesen Tagen sollte eigentlich ein neuer Kontaktbrief erscheinen. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt darauf verzichtet, da niemand sagen kann, wann dort anzukündigende Termine wirklich wieder stattfinden können.  Erst wenn das absehbar ist, wird ein neuer Gemeindebrief erstellt werden. Folgende Veranstaltungen sind mittlerweile abgesagt und werden in diesem Jahr nicht stattfinden: Die Taizefahrt des baj Bayern in den Pfingstferien und auch die geplante Fahrt nach Assisi in den Sommerferien. Auch die Dekanatstage, für die Ende Juli wieder nach Pappenheim eingeladen wurde, werden in diesem Jahr leider entfallen. Auch wenn die Veranstaltung bis dahin wieder möglich sein sollte, ist es vermutlich nicht klug, mit einer größeren Gruppe (ca. 80 Personen) mehrere Tage an einem Ort mit unvermeidlicher Nähe zu verbringen.
 
Für uns alle ist die derzeitige Situation belastend und herausfordernd. Trotzdem sehe ich für Ostern aber nicht schwarz. Ostern findet trotzdem statt, wenn auch anders als sonst. Und die Botschaft des Osterfestes hat für mich in die derzeitige Situation hineingesprochen noch einmal eine neue Aktualität bekommen:  Aus Dunkel wird Licht, aus Angst Zuversicht, aus Tod Leben.  Gerade in diesen Tagen ist es gut, sich dies zusagen zu lassen und aus dieser Zuversicht zu leben. Ich wünsche Ihnen allen gesegnete Kar- und Ostertage und freue mich von Ihnen zu hören! 

 Ihr

Siegfried Thuringer

 

 

 

Ich glaube; hilf meinem Unglauben


                                                                     

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ Mk 9,24 – das ist die von der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählte Jahreslosung für 2020. Eigentlich paradox, denke ich zunächst: Entweder Glaube oder Unglaube, und merke dann aber doch, dass dieses Stoßgebet doch meine/unsere Realität ganz gut widerspiegelt. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ – Das ist der Ruf eines Vaters, der um seinen schwer kranken Sohn bangt. Er setzt alles daran, dass der Junge geheilt wird. Die Jünger Jesu konnten ihm nicht helfen, ja die Situation mündete in ein Streitgespräch mit den Schriftgelehrten, in dem es vermutlich gar nicht mehr um den Jungen geht, sondern wohl eher um Machtfragen.

Verzweifelt, mehr ungläubig als gläubig wendet sich der Mann an Jesus: „Wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns!

Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt. Da rief der Vater des Knaben: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Mk 9,22ff.

Alles kann, wer glaubt? – Wenn es so einfach wäre. Solange alles glatt geht im Leben, ist es einfach zu glauben. Wenn aber eine schlimme Diagnose, Leid oder gar Tod über uns hereinbrechen, dann sind wir hin- und hergerissen zwischen Glauben und Unglauben, zwischen Zweifel und Hoffnung.

„Ist die rote Figur in der ­Grafik der Künstlerin Stefanie ­Bahlinger dieser Vater, rot vor Anstrengung, seinen Sohn zu retten?" (1) – so fragt Renate Karnstein in ihrer Interpretation des Titelbildes: „Rot vom Weinen und Schreien um Hilfe? Sind die ausgebreiteten Arme eine Geste der Kapitulation? Immer wieder hat er versucht, die Hoffnung nicht aufzugeben. Jetzt kann er nicht mehr, hängt fest, hängt in der Luft. Damit steht er für alle Geschöpfe, die den Boden unter den Füßen verloren haben und sich nach Rettung sehnen. Für die Unsicheren, die nicht wissen, wem sie noch vertrauen oder an was sie noch glauben können. Für die vergeblich nach Orientierung Suchenden. Und auch für die, die sich ihres Glaubens gewiss sind und deren Glaube plötzlich durch eine Grenzerfahrung ins Wanken gerät“.

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Ich finde den Schrei des Vaters ein ­bemerkenswertes Stoßgebet, ist es doch ein Weg mit einer schwierigen, fast aussichtslosen Situation umzugehen. Er ist ein erster Schritt des Vertrauens, so Renate Kranstein, der auf den Punkt bringt, „was ein Leben in der Nachfolge Jesu ausmacht. Eine Spannung, die mich nicht zerreißen muss, weil Jesus sich ganz in meine Lage versetzt und sie mit mir aushält.“ Und so sieht Renate Kranstein in der roten Figur nicht nur den schmerzerfüllten Vater, sondern auch Christus, „der mich mit ausgebreiteten Armen empfängt. Durch sein Leiden und Sterben zerreißt Jesus den Vorhang zum Allerheiligsten, fällt die Mauer, die uns Menschen von Gott trennt. Angedeutet durch die dunkelblauen Fasern am Rand des Ausschnitts. Große Energie strahlt von Jesus Christus aus. Er stellt sich in den Riss, macht den Weg frei. Er eröffnet einen weiten Raum, und schiebt kraftvoll Mauern der Angst und Sorge weg, die mir und meinem Glauben die Luft zum Atmen nehmen.

Jesus sieht und erträgt meine Unsicherheit, wenn mein Glaube angesichts schwieriger Herausforderungen versagt… Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Dieses Bekenntnis ist zugleich ein Hilfeschrei, in dem der Vater nicht nur seinen Sohn, sondern sein ganzes Leben Jesus anvertraut. Es ist ein Gebet der Hingabe an Jesus, dem nichts unmöglich ist. So können die Zacken in der Grafik auch dafür stehen, dass er diesen Sprung des Glaubens wagt im Vertrauen darauf, dass Jesus ihn auffängt“.

Ich wünsche uns für die kommende Zeit, dass wir den Mut haben uns Jesus anzuvertrauen, in der Gewissheit, dass er unseren Weg mitgeht.

Ihr

Siegfried J. Thuringer, Pfr.

 

 

Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen, www.verlagambirnbach.de

1)  Renate Karnstein, Verlag: www.verlagambirnbach.de

 

 

 

Archiv der vergangenen spirituellen Impulse

Ostergottesdienste abgesagt

Die Gottesdienste zu Ostern und der Familiengottesdienst am Palmsonntag entfallen.
Es gibt daher Vorschläge für Hausgottesdienste,
sowie Telefongottesdienste:

Palmsonntag, 5. April

Vorschlag für einen Hausgottesdienst;
10.00 Uhr Telefongottesdienst

Gründonnerstag, 9. April

Vorschlag für einen Hausgottesdienst;  
19.00 Uhr Telefongottesdienst

Karfreitag, 10. April

Vorschlag für einen Hausgottesdienst;  
15.00 Uhr Telefongottesdienst

Osternacht, 11. April

Vorschlag für einen Hausgottesdienst;  
21.00 Uhr Telefongottesdienst