Finanzen

Diridari-Zettel

Im Döllingersaal und im Weltladen hängen seit einiger Zeit Diridari-Zettel aus.

Aber was ist ein Diridari-­Zettel? Ganz einfach! Sie kennen die Abreißzettel im Straßenbild, da werden Klavier- oder Yogastunden angeboten oder nicht selten wird über einen dieser Zettel eine Wohnung oder ein entlaufenes Haustier gesucht. Die Gemeinde St. Willibrord bietet allerdings weder Klavierstunden an, noch suchen wir ein Haustier.

Unsere Idee ist es, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Gemeinde gezielt zu unterstützen. Mit dem Artikel „Gott hat Nebenkosten – Wie finanziert sich die alt-katholische Gemeinde St. Willibrord?“ haben wir Ihnen im letzten Kontaktbrief einen Einblick in die Finanzierung unserer Gemeinde gegeben und angekündigt, dass wir neue kreative Wege gehen wollen, unseren Finanzhaushalt zu entlasten.

Eine dieser Ideen sind die Diridari-Zettel. Sie können Patenschaften für Kerzen, Blumen und die Kirchenmusik übernehmen und die Gemeinde ganz praktisch, sichtbar und hörbar unterstützen.

So einfach geht’s!

Sie reißen einen „Diridari-­Zettel“ ab und überweisen den Betrag von 30 Euro für eine Kirchenmusikpatenschaft oder 45 Euro für eine Kerzenpatenschaft oder 150 Euro für eine Blumenpatenschaft auf das Konto der Gemeinde. Die Diridari-Zettel hängen im Döllingersaal und im Weltladen aus! Nutzen Sie die Gelegenheit und unterstützen Sie die Gemeinde mit Ihrer Patenschaft und ihrer Spende.

Timo Neudorfer

 

 

 

Gott hat Nebenkosten – Wie finanziert sich die alt-katholische Gemeinde St. Willibrord?


In der Gemeindeversammlung im Frühjahr wird jedes Jahr die Rechnung der Gemeinde und der Haushaltsplan für das aktuelle Jahr diskutiert. In diesem Jahr haben wir zusätzlich einige Entwicklungen der letzten Jahre gezeigt. In diesem Artikel soll die Finanzierung der Gemeinde noch einmal etwas genauer vorgestellt werden.

 

Vorab: Unserer Gemeinde geht es im Vergleich zu vielen altkatholischen Gemeinden finanziell relativ gut. Das liegt auch an der großen Spendenbereitschaft der Mitglieder. Dafür möchten wir uns bei allen ganz herzlich bedanken. Trotzdem ist bei den Finanzberichten der letzten Jahre aufgefallen, dass die zu Verfügung stehenden Geldmittel weniger werden.

 

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland finanziert sich, wie die römisch-katholische oder die evangelische Kirche, unter anderem durch Kirchensteuereinnahmen. Davon werden beispielsweise die Pfarrer und Pfarrerinnen, die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die zentra­len Aufgaben des Bistums finanziert. Die übrigen Mittel werden zum großen Teil für Zuschüsse an finanzschwächere Gemeinden verwendet. Dazu gibt es unterschiedliche „Töpfe“, neben den Zuschüssen für den laufenden Betrieb auch Töpfe, um zum Beispiel größere Investitionen wie den Kauf oder die Renovierung von Kirchen zu unterstützen.

 

Da wir nur eine kleine Kirche sind, ist das Kirchensteueraufkommen entsprechend überschaubar. So standen 2017 ca. 4,5 Mio. € für das Bistum zur Verfügung. Unsere Gemeinde muss, wie alle anderen alt-katholischen Gemeinden, die Mittel für die Gemeindearbeit vor Ort über das sogenannte Kirchgeld, sowie über Spenden und Vermietungen aufbringen.

Kosten fallen zum einen für das Kirchengebäude und das Gartenhaus an, für das Büro und die Verwaltung, aber auch für die Gestaltung der Gottesdienste. Es gibt Fahrt- und Materialkosten für pastorale und diakonische Angebote, Kosten für die Gruppen in der Gemeinde und natürlich Kosten für unsere Gastfreundschaft und für unsere Feste und Feiern. Dank Ihrer hohen Spendenbereitschaft können diese Ausgaben auch fast gedeckt werden.

 

In den letzten Jahren mussten wir, trotz sparsamen Wirtschaftens, immer dann auf auf unsere Rücklagen zurückgreifen, wenn Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten anfielen. Vor der sog. Finanz- und Eurokrise konnten viele Angebote und so manche unvorhersehbare Ausgabe unserer Gemeinde über Zinseinkünfte mitfinanziert werden. Die derzeit erzielten Mieteinnahmen ermöglichen zwar eine Kompensation der fehlenden Zinseinkünfte, dürfen uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der finanzielle Spielraum für unsere Aktivitäten und Angebote enger wird.

 

Die Gemeindekirche St. Willi­brord ist der Mittelpunkt unserer Gemeinde, der Ort für unsere Gottesdienste und Feiern, der Kristallisationspunkt unserer Gemeindearbeit, und der Begegnungs- und Kontaktraum in die Stadt hinein. Ihr laufender Unterhalt und die immer wieder anstehenden Instandhaltungsarbeiten binden große Teile unserer Einnahmen – und wir finden, das ist gut so! Diese Investition wird durch den vielfachen Mehrwert für unsere Gottesdienste und das Gemeindeleben gerechtfertigt.

 

Für alle offensichtlich steht demnächst ein neuer Innenanstrich an. Aber nicht nur das Gebäude und das Mobiliar binden Mittel, sondern auch die Dinge, die unsere Gottesdienste feierlich umrahmen, wie die Kirchenmusik, der Blumen- und Kerzenschmuck und die Feste, die wir gemeinsam feiern, wie die Gemeindefeste im Advent und im Sommer und vieles mehr.

 

Damit wir dies auch weiterhin so tun und uns leisten ­können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. In den nächsten Monaten werden wir Sie über verschiedene Möglichkeiten informieren, wie Sie die Arbeit der Gemeinde ganz einfach und gezielt unterstützen können. Auf der Gemeindeversammlung wurden schon diverse Patenschaften vorgestellt, wir diskutieren im Kirchenvorstand weitere Ideen wie Daueraufträge für das Kirchgeld und die Spende oder einen E-Mail-Verteiler um unsere Portokosten zu reduzieren.

 

Aber natürlich können Sie auch weiterhin Spenden gegen Spendenquittung an die Gemeinde überweisen. Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar. Bitte beachten Sie auch den Hinweis auf den Überweisungsträger, der dieser Ausgabe beiliegt.

 

Auch wenn Sie nicht offizielles Mitglied unserer Gemeinde sind, aber als Gast am Leben der Gemeinde teilnehmen, freuen wir uns über Ihre Unterstützung.

 

Allen, die mit ihrer Kirchensteuer/Kirchgeld, ihrer Spendenbereitschaft und ihrer Mitarbeit die Gemeinde unterstützen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

 

Kirchgeld:

Das Kirchgeld ist keine Spende an die Gemeinde, sondern es handelt sich um eine Steuer, die den Kirchengemeinden vor Ort zugutekommt, eine Ortskirchensteuer. In Bayern werden von den Kirchenmitgliedern nur 8 Prozent der Lohn- und Einkommensteuer als Kirchensteuer erhoben, in den meisten anderen Bundesländern hingegen 9 Prozent. Da der finanzielle Bedarf für die Aufgaben der Kirche in Bayern jedoch nicht geringer ist, wird in Bayern das Kirchgeld für die Belange der Kirchengemeinden erhoben. Die Kirchengemeinden werden dadurch in ihrer Eigenständigkeit und Handlungsfreiheit gestärkt und können abhängig von den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzen.

Die Gemeindeversammlung legt die Höhe des jährlichen Kirchgeldes fest. Aktuell sind dies 10 Euro.

Gemeindehaushalt:

Der Kirchenvorstand erarbeitet jährlich einen eigenen Haushaltsentwurf, der von der Gemeindeversammlung diskutiert und beschlossen wird.

Unsere Bankverbindungen:

• Evangelische Bank: Alt-Kath. Pfarrgemeinde München,
IBAN DE39 5206 0410 0005 3809 60  |  BIC GENODEF1EK1

• Postbank München: Alt-Kath. Kirchenkasse,
IBAN DE 6570 0100 8000 1854 2803  |  BIC PBNKDEFF

(steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen stellen wir auf Wunsch ab einem Jahresspendenbetrag von 50 € gerne aus)

Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. Oktober

Jahrestagung des baf-Frauenbundes

Mittwoch, 6. November

19.00 Uhr Willibrord-Vesper

Samstag, 9. November

10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Frauenfrühstück im Döllingersaal in München

Sonntag, 10. November

10.00 Uhr Familiengottesdienst

Donnerstag, 14. November

19.30 Uhr Gartenhausgespräch

Buß- und Bettag

Mittwoch, 20. November, 19.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst in St. Bonifaz

Sonntag, 24. November

10.00 Uhr Firmung