Bad Tölz

Gemeindebrief

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.               (Rainer Maria Rilke)

 

Zugegeben: Dieses Herbstgedicht von Rilke wirkt erstmal ziemlich düster. Gibt es da nicht ein viel schöneres und bekannteres Herbstgedicht von Rilke“ „Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß …“ Ja, das gibt es. Aber Vorsicht! Dieses bekannte Herbstgedicht beginnt zwar sehr malerisch, aber es endet ziemlich melancholisch: „… und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben“. Hier, bei dem Gedicht  ist es umgekehrt. Der Verfasser assoziiert zuerst mit dem Welken der Blätter die eigene Endlichkeit und die Endlichkeit allen Seins. In den beiden letzten Zeilen aber fängt er dieses Fallen buchstäblich auf: „Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“ Die Wärme und Geborgenheit der beiden letzten Zeilen erhellen die Düsternis der vorausgehenden. Und sie zeugen von einem tiefen Glauben. Wir fallen nicht in ein Nichts. Selbst im Fallen, selbst im Sterben halten uns Hände „unendlich sanft“.

Der Herbst beginnt oft strahlend bunt und golden im September und Oktober,

dann wird er neblig grau und auch kühler, bis er uns schließlich in die heimelige Advents- und Winterzeit entlässt. Für mich bringt er Jahr für Jahr drei emotionale Saiten zum Klingen:

Dankbares Staunen – versöhnendes Gedenken – liebevolles Danken

 

Ihr/Dein/Euer                                                                                   
Kurat Peter Priller

 

 

 

 

                      

                                                                 Termine in Bad Tölz

 

 

 

 

 

 

Priesterweihe / Primiz Dr. Liesel Bach


Als ich vor mehr als 23 Jahren alt-katholische geworden bin, war das große Ereignis in diesem Jahr 1996 die erste Priesterweihe von zwei Frauen in der alt-katholischen Kirche: Dr. Angela Berlis und Regina Pickel-Bossau wurden damals in Konstanz am Pfingstmontag durch Bischof Joachim Vobbe ordiniert. Und ich war durchaus stolz darauf, dass ich nach meiner Zulassung zu geistlichen Amtshandlungen im alt-katholischen Bistum bei dieser ersten Ordination zweier Frauen, die Hände mitauflegen durfte. Inzwischen sind immer wieder Frauen in unserem Bistum zu Priesterinnen geweiht worden. Am 5. Oktober wird die Diakonin unserer Münchner Pfarrgemeinde in Bonn die Priesterweihe empfangen.  Und mir fällt auf: Dass es sich dabei um eine Frau handelt, spielt in der Wahrnehmung innerhalb der Gemeinde kaum noch eine Rolle. Gott sei Dank! Es ist normal geworden. Die Leute in unserer Münchner „Muttergemeinde“, ebenso wie in der Tölzer Filialgemeinde sind froh, dass da eine Person mehr da ist, die Gottesdienste leiten und Sakramente spenden kann, und die seelsorgerliche Ansprechpartnerin ist. Das Geschlecht spielt keine Rolle. Und so soll es sein!

Herzliche Einladung, die Tage der Priesterweihe und Primiz mit Liesel Bach, mit der Gemeinde und mit unserem Bistum zu feiern:

Samstag, 5. Oktober 2019, 14.00 Uhr, Bonn, Bischofskirche Namen Jesu:

                 Priesterweihe durch Bischof Dr. Matthias Ring

Sonntag, 20. Oktober 2019,, 100.00 Uhr, München – St. Willibrord:

                 Primiz von Dr. Liesel Bach in unserer Pfarrgemeinde München

Sonntag, 3. November 2019, 10.00 Uhr, Bad Tölz – Tennerkapelle:

                 Nachprimiz von Dr. Liesel Bach in unserer Filialgemeinde in Bad Tölz     

                                                                                                                        Peter Priller

 

 

Firmung


Und da ist noch ein Punkt, auf den ich stolz bin:
Die ersten Kinder, die in unserer Filialgemeinde getauft worden sind und die bei uns die Erstkommunion empfangen haben, sind nun Jugendliche geworden und stehen zur Firmung an. Zum ersten Mal haben werden damit junge Menschen ihre gesamte christliche Initiation in unserer Filialgemeinde Bad Tölz und bayerisches Oberland durchlaufen haben. Wenn auch nicht von der Theologie her, so hat Firmung aber doch in der Praxis etwas mit Erwachsenwerden zu tun. In dem Fall tun nicht nur die Firmlinge einen Schritt hin zum Erwachsen werden, sondern mit ihrer Firmung wird auch unsere Gemeinde ein Stück mehr erwachsen. Darüber freue ich mich – und vermutlich viele andere.

Die Firmlinge werden sich am Sonntag, dem 17. November im 10-Uhr-Gottesdienst der Gemeinde vorstellen.

Am Samstag, dem 23. November 2019, um 14.30 Uhr spendet dann Bischof  Dr. Matthias Ring in einem feierlichen Gottesdienst das Sakrament der Firmung.   

 

                          Herzliche Einladung                                       

Peter Priller                                                                                   

 

 

 

 

Erwachsene fragen nach der Taufe

 

In letzter Zeit wurde ich von mehreren Erwachsenen, die noch in keiner Kirche getauft worden sind, nach der Taufe gefragt. Nun geht eine Erwachsenen-Taufe nicht „von heute auf morgen“. Dieser geht eine gewisse Vorbereitungszeit, das sog. Katechumenat voraus. Der übliche Tauf-Termin für Erwachsene ist die Osternacht, das ist 2019 am Abend des 20. April. In der Osternacht würden die Bewerberinnen und Bewerber die Taufe, die Firmung und die Erstkommunion in einer Feier empfangen. Ich biete jetzt mal einfach einen Katechumenatskurs an, der am 2. Februar (Lichtmess) beginnt und bis zur Osternacht dauert. Wenn ein solcher Kurs zustande kommen sollte, würden wir uns im Februar, März und April ca. alle zwei Wochen für etwa eineinhalb Stunden treffen. Die Interessentinnen und Interessenten können Fragen stellen und ich würde zusätzlich wichtige Impulse geben, was es bedeutet, Christin bzw. Christ zu werden. Die genauen Termine müssten wir dann gemeinsam festsetzen.

Wer also Interesse daran hat, möge sich spätestens im Januar 2019 bei mir persönlich melden und ein individuelles Erstgespräch mit mir vereinbaren.  

Tel.: (08041) 73 550                                                                                       Kurat Peter Priller

 

 

 

 

„Dem Himmel nah“


Faksimile eines Deckenfreskos von Johann Michael Rottmayr (1654 – 1730)

 

Es ist ein Jahresprojekt. Aus einer Ausstellung stammt das Faksimile eines Freskos von Johann Michael Rottmayr. Wir haben daraus ein Jahresprojekt gemacht. Ab dem Ersten Adventsonntag hängt es an der Decke unserer Tennerkapelle und soll ein knappes Jahr dort bleiben – in etwa bis Allerheiligen 2019. Wenn es thematisch passt, werde ich das Fresko oder Teile des Ganzen im kommenden Kirchenjahr in meine Predigten einbauen. Und wer will, kann jederzeit den Blick nach oben richten und sich dem Himmel nahe fühlen …                                         

                                    Peter Priller

 

 

 

 

Regelmäßige Gottesdienste

Gottesdienst in der Tennerkapelle
Gottesdienst in der Tennerkapelle

Sonntag abwechselnd 10:00 Uhr oder 19:00 Uhr

in der Tennerkapelle, Benediktbeurer Straße 2.

Den Zeitpunkt finden Sie unter Termine.

 

 

Hausbesuche – Krankenkommunion - Krankensalbung


Gerne besuch ich Sie zu Hause, wenn es Ihnen schwer fällt, zu den Gottesdiensten zu kommen. Ich bringe Ihnen auf Wusch gern die Kommunion ins Haus, oder spende die Krankensalbung. Wenn es passt, können wir auch zusammen bei Ihnen daheim die Eucharistie als Krankengottesdienst feiern.
Anruf genügt: (08041) 73 550.           

 

Kurat Peter Priller

 

 

                                                                                                                          

                                                                    

Sonntag, 20. Oktober

10.00 Uhr Primiz in München, St. Willibrord

Samstag, 23. November

14.30 Uhr Firmung mit Bischof Matthias