Bad Tölz

Gemeindebrief

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.               (Rainer Maria Rilke)

 

Zugegeben: Dieses Herbstgedicht von Rilke wirkt erstmal ziemlich düster. Gibt es da nicht ein viel schöneres und bekannteres Herbstgedicht von Rilke“ „Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß …“ Ja, das gibt es. Aber Vorsicht! Dieses bekannte Herbstgedicht beginnt zwar sehr malerisch, aber es endet ziemlich melancholisch: „… und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben“. Hier, bei dem Gedicht  ist es umgekehrt. Der Verfasser assoziiert zuerst mit dem Welken der Blätter die eigene Endlichkeit und die Endlichkeit allen Seins. In den beiden letzten Zeilen aber fängt er dieses Fallen buchstäblich auf: „Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“ Die Wärme und Geborgenheit der beiden letzten Zeilen erhellen die Düsternis der vorausgehenden. Und sie zeugen von einem tiefen Glauben. Wir fallen nicht in ein Nichts. Selbst im Fallen, selbst im Sterben halten uns Hände „unendlich sanft“.

Der Herbst beginnt oft strahlend bunt und golden im September und Oktober,

dann wird er neblig grau und auch kühler, bis er uns schließlich in die heimelige Advents- und Winterzeit entlässt. Für mich bringt er Jahr für Jahr drei emotionale Saiten zum Klingen:

Dankbares Staunen – versöhnendes Gedenken – liebevolles Danken

 

Ihr/Dein/Euer                                                                                   
Kurat Peter Priller

 

 

 

 

                      

                                                                 Termine in Bad Tölz

 

 

 

 

 

 

Erwachsene fragen nach der Taufe

 

In letzter Zeit wurde ich von mehreren Erwachsenen, die noch in keiner Kirche getauft worden sind, nach der Taufe gefragt. Nun geht eine Erwachsenen-Taufe nicht „von heute auf morgen“. Dieser geht eine gewisse Vorbereitungszeit, das sog. Katechumenat voraus. Der übliche Tauf-Termin für Erwachsene ist die Osternacht, das ist 2019 am Abend des 20. April. In der Osternacht würden die Bewerberinnen und Bewerber die Taufe, die Firmung und die Erstkommunion in einer Feier empfangen. Ich biete jetzt mal einfach einen Katechumenatskurs an, der am 2. Februar (Lichtmess) beginnt und bis zur Osternacht dauert. Wenn ein solcher Kurs zustande kommen sollte, würden wir uns im Februar, März und April ca. alle zwei Wochen für etwa eineinhalb Stunden treffen. Die Interessentinnen und Interessenten können Fragen stellen und ich würde zusätzlich wichtige Impulse geben, was es bedeutet, Christin bzw. Christ zu werden. Die genauen Termine müssten wir dann gemeinsam festsetzen.

Wer also Interesse daran hat, möge sich spätestens im Januar 2019 bei mir persönlich melden und ein individuelles Erstgespräch mit mir vereinbaren.  

Tel.: (08041) 73 550                                                                                       Kurat Peter Priller

 

 

 

 

„Dem Himmel nah“


Faksimile eines Deckenfreskos von Johann Michael Rottmayr (1654 – 1730)

 

Es ist ein Jahresprojekt. Aus einer Ausstellung stammt das Faksimile eines Freskos von Johann Michael Rottmayr. Wir haben daraus ein Jahresprojekt gemacht. Ab dem Ersten Adventsonntag hängt es an der Decke unserer Tennerkapelle und soll ein knappes Jahr dort bleiben – in etwa bis Allerheiligen 2019. Wenn es thematisch passt, werde ich das Fresko oder Teile des Ganzen im kommenden Kirchenjahr in meine Predigten einbauen. Und wer will, kann jederzeit den Blick nach oben richten und sich dem Himmel nahe fühlen …                                         

                                    Peter Priller

 

 

 

 

Regelmäßige Gottesdienste

Gottesdienst in der Tennerkapelle
Gottesdienst in der Tennerkapelle

Sonntag abwechselnd 10:00 Uhr oder 19:00 Uhr

in der Tennerkapelle, Benediktbeurer Straße 2.

Den Zeitpunkt finden Sie unter Termine.

 

 

Hausbesuche – Krankenkommunion - Krankensalbung


Gerne besuch ich Sie zu Hause, wenn es Ihnen schwer fällt, zu den Gottesdiensten zu kommen. Ich bringe Ihnen auf Wusch gern die Kommunion ins Haus, oder spende die Krankensalbung. Wenn es passt, können wir auch zusammen bei Ihnen daheim die Eucharistie als Krankengottesdienst feiern.
Anruf genügt: (08041) 73 550.           

 

Kurat Peter Priller

 

 

                                                                                                                          

                                                                    

Samstag, 5. Oktober

14.00 Uhr Priesterinnenweihe unserer Diakonin in Bonn

Sonntag, 20. Oktober

10.00 Uhr Primiz in München, St. Willibrord

Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. Oktober

Jahrestagung des baf-Frauenbundes

Samstag, 9. November

10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Frauenfrühstück im Döllingersaal in München

Samstag, 23. November

14.30 Uhr Firmung mit Bischof Matthias