Gemeindeleben

Rückschau

Esaus Linsengericht und das Fastenessen am 7. April 2019

Das „Fastenessen” geht auf die Tradition zurück, die strengen Verzichtsregeln an den Sonntagen der Fastenzeit zu mildern. Dabei soll es aber nicht zuerst um den eigenen Genuss gehen, sondern es soll in Gemeinschaft mit anderen gegessen werden und damit ein Zeichen der Geschwisterlichkeit gesetzt werden. Die „Gemeinden rund ums Mühlburger Tor” tun dies seit vielen Jahren und werben dabei Unterstützung für den „Sternberg” ein. Dieses Rehabilitations- und Förderzentrum für behinderte Kinder und Jugendliche in Ramallah/Palästina wird von der Herrnhuter Brüdergemeine getragen. Wir haben uns für dieses erste Fastenessen im neuen Gemeindesaal überlegt, wie wir eine Verbindung zwischen unserer Tradition und dem Förderzweck zu Ausdruck bringen können. Da es ebenfalls Tradition ist, daß die altkatholische Gemeinde Linseneintopf anbietet, fanden wir diese Verbindung im schon in der Bibel erwähnten Linsengericht, für das Esau seinem Bruder Jakob sein Erstgeburtsrecht überließ.
In der Genesis heißt es: „Eines Tages – Jakob hatte gerade ein Linsengericht gekocht – kam Esau erschöpft von der Jagd nach Hause. „Lass mich schnell etwas von der roten Mahlzeit da essen, ich bin ganz erschöpft!”, rief er. Darum bekam er auch den Beinamen Edom („Roter”). „Nur wenn du mir dafür das Vorrecht überlässt, das dir als dem ältesten Sohn zusteht!”, forderte Jakob. „Was nützt mir mein Vorrecht als ältester Sohn, wenn ich am Verhungern bin!”, rief Esau. Jakob ließ nicht locker. „Schwöre erst!”, sagte er. Esau schwor es ihm und verkaufte damit sein Recht, den größten Teil des Erbes zu bekommen, an seinen jüngeren Bruder. Jakob gab ihm das Brot und die Linsensuppe. Esau schlang es hinunter, trank noch etwas und ging wieder weg.” So gleichgültig war ihm sein Erstgeburtsrecht.

Wir kochten also nach einem Rezept, das versucht, dieses Gericht nachzuempfinden:
Esaus Linsengericht (Menge für zwei reichliche Portionen)
160g rote Linsen (1 große Tasse) / 2-2 ½ Tassen Gemüsebrühe / 250g Blattspinat (Tiefkühlware) / ½ Bund Lauchzwiebeln / ½ Zwiebel / 2 Esslöffel Olivenöl / 100g saure Sahne oder Schmand / 100g Hirtenkäse/Feta aus Schafs- oder Ziegenmilch / Salz, Pfeffer, 1 ½ bis 2 Teelöffel Za'atar (Gewürzmischung aus Ysop, Sumach Sesam und Salz)
Zubereitung:
- Linsen in der Gemüsebrühe bißfest kochen und zur Seite stellen (Vorsicht! geht mit roten Linsen sehr rasch!)
- Aufgetauten Blattspinat ausdrücken und grob hacken
- Lauchzwiebeln und Zwiebeln fein würfeln, Feta zerbröseln oder würfeln
- Olivenöl in einem Topf erhitzen und Lauchzwiebeln und Zwiebeln darin glasig dünsten, dann Linsen, Spinat und das Sahne-Feta-Gewürz-Gemisch dazugeben, unterrühren und evtl. nachwürzen
- So viel Gemüsebrühe hinzufügen bis die bevorzugte Konsistenz zwischen Eintopf und Suppe erreicht ist. Wer mag kann die Teller noch mit Granatapfelkernen bestreuen, dazu wird Fladenbrot gereicht.
Das Besondere an diesem Gericht ist das Gewürz Za'atar. Es enthält syrischen Thymian, in der Bibel als „Ysop” (Esov) bezeichnet. (siehe Ex 12,22/ Lev 14,4/ Num 19,18 und Joh 19,29). Dieses Za'atar wird auch auf dem Sternberg angebaut und hergestellt und bildet so eine weitere Verbindung des biblischen Landes mit uns, als christliche und ökumenische Gemeinschaft.
Im Weltladen oder direkt über die Homepage der Herrnhuter Missionshilfe (http://www.moravian-merchandise.org/gewuerze.html) ist es erhältlich.
Im rege besuchten Gemeindesaal wurde Essen und Trinken freudig zugesprochen und niemand ging wortlos weg. Im Gegenteil, vielfaches Lob für ein schmackhaftes Essen, auch ganz ohne Fleisch und Wurst war für das Vorbereitungs- und Bewirtungsteam Dank und Anerkennung.
Die Menschen vom Sternberg können sich über eine Hilfe von 400 € freuen. Bleibt noch viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit zu wünschen und jetzt schon eine Einladung zum Fastenessen 2020 auszusprechen. (Peter Baumgärtner)

Neue Mitglieder im Kirchenvorstand

Kirchenvorstand Gemeinde Karlsruhe 2019

Bei der Gemeindeversammlung am 10. Februar 2019 wurden folgende Mitglieder für sechs Jahre neu bzw. wieder gewählt: Dr. Rainer Bolle, Dr. Dirk Dunkelberg, Jürgen Schomburg. Das Mandat von Dela Schwäble, Viktoria Liehmann und Peter Baumgärtner läuft weiter. In einem Gottesdienst wurden die frisch Gewählten von Pfarrer Markus Laibach in ihr Amt eingeführt.

Alt-Katholische Kirchensteuer

Auch in der Kirche geht es nicht ganz ohne Geld. Unsere Kirche finanziert sich zu einem erheblichen Teil über die Kirchensteuerbeiträge unserer Mitglieder. Bitte überprüfen Sie daher bei Übersendung der ELStAM-Daten durch Ihr Finanzamt unbedingt, ob die richtige Konfessionsbezeichnung „ak” eingetragen ist. Falls der Eintrag nicht stimmt, lassen Sie ihn bitte umgehend beim Finanzamt oder Einwohnermeldeamt korrigieren. Der korrekte Eintrag des Finanzamtes allein garantiert jedoch noch nicht, dass dies Geld auch bei der alt-katholischen Kirche landet. Nach Informationen der Gemeinde Mannheim wurde festgestellt, dass in einer ganzen Reihe von Fällen die Kirchensteuer, die eigentlich unserer Kirche zusteht, durch Arbeitgeber unter einer anderen Schlüsselnummer als 63 (oder unter „VD” für Verschiedene) an das Finanzamt abgeführt wurde – mit der Folge, dass sie der alt-katholischen Kirche verlorengeht! Bitte überprüfen Sie daher auch Ihre Lohn-/ Gehaltsabrechnung. Falls Sie nicht sicher sind, fragen Sie bitte bei Ihrem Lohn-/Gehaltsbüro nach, ob Ihre Kirchensteuer auch mit der Schlüsselnummer 63 an das zuständige Betriebsfinanzamt abgeführt wird – Sie haben ein Recht darauf!
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Pfarramt.

Pfarrerwahl in Karlsruhe

In der Gemeindeversammlung am 22. Juli 2018 hat unsere Gemeinde einen neuen Pfarrer gewählt.
1. Rainer Bolle eröffnete die Wahlversammlung und führte in die Wahlordnung ein.
2. Die wahlberechtigten Anwesenden wurden aufgerufen und in die Wahlliste eingetragen.
3. Zu Beginn der Wahl waren 70 Wahlberechtigte anwesend. Die erfordeliche Mindestanzahl an WählerInnen wurde erreicht. Die für die Wahl erforderliche Mehrheit waren somit 49 Ja-Stimmen gewesen.
4. Die WählerInnen gaben ihre Stimme einzeln und geheim ab.

Die Auszählung der Wahlzettel ergab folgendes Ergebnis:
Es wurden 70 Stimmen abgegeben.

Davon stimmten 63 mit Ja

3 mit Nein

3 Enthaltungen

1 ungültiger Wahlzettel

5. Damit ist Markus Laibach zum Pfarrer der Karlsruher Kirchengemeinde Christi Auferstehung gewählt und nahm die Wahl an.

Herzlichen Glückwunsch!
Wahlleitung: Rainer Bolle, Protokoll: Peter Baumgärtner, WahlhelferInnen: Viktoria Liehmann, Dela Schwäble

Wir verstehen „alt”-katholisch in Bezug auf das Christentum der ersten Jahrhunderte vor der Großen Kirchenspaltung im 11. Jhdt. In unserer Gemeinde lebt „katholisch sein” im Sinne von „auf das Ganze” achten.

Für Kinder und Jugendliche, sowie Familien, Erwachsene und Senioren gibt es Gruppen und Kreise, um gemeinsame Glaubenswege zu gehen.

Die Diakonie lebt durch persönliche Kontakte und Spendenaktionen.

Wir laden zu Veranstaltungen ein oder sind als Gemeinde unterwegs.

Unsere Gebäude bieten Raum für stille oder belebte Begegnungen mit Gott und stehen für ökumenische Aktivitäten offen.

Unsere Gottesdienste

Jeden Sonntag Gottesdienst, 10.00 Uhr

Pfingstsonntag 9. Juni
10.00 Uhr, Eucharistiefeier 

 

Dienstagmorgen, 7.10 Uhr
Eucharistiefeier/Morgengebet
(mit anschließendem Frühstück)

und Donnerstag, 19.00 Uhr
Eucharistiefeier/Abendgebet

Der aktuelle Gemeindebrief liegt in der Kirche aus