Impulse

Impuls zur Kontakte 1/2019

Lass uns aufbrechen und heimfinden.

Lass uns dich erkennen, einzig wahre Ewigkeit.

Unerforschtes Geheimnis, das wir Gott nennen,

Grund aller Dinge, Tiefe des Daseins!

 

Unser Leben ist unsicher.

Wir haben uns nicht in der Hand,

wir können uns selbst nicht garantieren.

Hinfälligkeit, die alles bedroht, macht uns Angst,

hüllt das Leben ein in schwarze Nacht

und entstellt uns zu Sklaven.

 

ABER Du bahnst einen Weg, wo kein Weg ist.

 

MIT DIR lass uns aufbrechen und die Nacht durchschreiten.

Lass uns heimfinden in deine Gegenwart,

lass uns dich erkennen, einzig wahre Ewigkeit.

 

Gebet zur Einstimmung in die Osternacht

 


Impuls zur Kontakte 4/2018

Halt an, wo läufst Du hin? - Der Himmel ist in dir. Suchst Du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

Manchmal kommt es mir vor, als verhielten sich die Christen ihrem Gott gegenüber wie jemand, der in einem Fernsehsessel sitzt. Sie sind wie kritische Zuschauer, die darauf achten, ob die Sendung pünktlich beginnt, ob alles nach ihrer Vorstellung und ihren Wünschen läuft, und die schließlich die Sendung bewerten.

Der Zuschauer selbst bleibt außen vor. Er scheint mit den Dingen selbst nichts zu tun zu haben. Und wenn es nicht so recht klappen will mit dem, was man von Gott erhofft - Gerechtigkeit, Frieden, Gesundheit - dann bekommt der Showmaster schlechte Noten.

Ob diese Haltung richtig ist? Ob es einen Gott überhaupt gibt, den wir so bewerten könnten?

 

Der schlesische Dichter Johannes Scheffler spricht in seinen Gedichten immer wieder so von Gott, dass es einen ganz durcheinander bringt. Was sagt er da? Seine Worte über Gott sind so ungewöhnlich, dass sie einem bildlich gesprochen den Fernsehsessel unterm Hinter wegziehen. Vorbei ist das Anschauen der Sendung, das ohnehin eine Illusion war.

So heißt es u.a. im Cherubinischen Wandersmann

"Halt an, wo läufst Du hin? - Der Himmel ist in dir. Suchst Du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für."

Gott kann ich nicht wie ein Ding von außen angucken. Gott kann sich nur in mir ereignen, und ich in ihm...

 

Jenny Wabbel hat diesen Vers für unsere Gemeinde vertont, so dass wir ihn im Advent immer wieder wie einen Taizé-Gesang singen können.

 

Was bedeuten diese Worte, wenn wir Weihnachten entgegen gehen? Wenn wir erwarten, der Himmel möge die Erde berühren, ein Erlöser möge uns geboren werden?

 

Einen besinnlichen Advent und eine erfüllte Weihnachtszeit wünscht

Pfarrer Oliver Kaiser