Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die Pfarrkirche und der Hauptgottesdienstort unserer Gemeinde Hochrhein-Wiesental wird wegen ihrer Lage meistens für eine reine Friedhofskapelle gehalten - leider. Sie steht nämlich auf dem historischen Aufriedhof gleich neben dem Schlosspark und ist auch von der Austraße aus wegen der großen Bäume nicht zu sehen.

Auch wenn wir unsere Kirche für Trauerfeiern aller Konfessionen in unserer Stadt öffnen, ist es dennoch unsere PFARRKIRCHE und damit geistliches und liturgisches Zentrum der Kirchengemeinde, die hier jeden Sonntag Eucharistie feiert, aber auch Taufen, Erstkommunion, Firmung, Hochzeiten und Jubiläen. 

St. Peter und Paul hat als Pfarrkirche eine spannende Geschichte, die eng mit der Entstehung der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland und damit auch der alt-katholischen Kirchengemeinde in Bad Säckingen zu tun hat. 

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie sich den kleinen Kirchenführer als PDF-Datei herunterladen.

Sehenswert sind neben der Kirche selbst auch zwei moderne Kunstobjekte, nämlich das moderne Hungertuch von verschiedenen Künstlern aus Stadt und Region, sowie die Apostel-Stelen des Priesters Künstlers Peter Klein aus Stühlingen.

Falls Sie Interesse an einer Kirchenführung haben, melden Sie sich bitte im Pfarramt. Wegen der beiden Brandstiftungen 2005 und 2008 muss die Kirche nämlich geschlossen bleiben und kann nur nach Vereinbarung besichtigt werden.

Wir laden Sie herzlich ein, unsere Kirche auch "live" zu erleben, z. B. beim sonntäglichen Gottesdienst oder beim Taizé-Gebet jeweils am 1. und 3. Dienstag im Monat. Näheres dazu finden Sie im Gemeindekalender. 

Herzlich willkommen!

 

Weitere Ansichten von St. Peter und Paul
St. Peter und Paul in Bad Säckingen (bis zur Kirchweihe im Juli 2010 Allerheiligenkirche genannt). Die Kirche steht auf dem Aufriedhof (Austraße 14) unmittelbar neben dem Schlosspark und direkt am Rheinufer
Der Altarraum
Orgelempore und Eingangstür; links sieht man die Apostel-Stelen, rechts vor dem Fenster das Hungertuch
Eine künstlerische Besonderheit: Verschiedene Künstlerinnen und Künstler der Region gestalteten jeweils ein Quadrat (65 x 65 cm) und trugen so zu diesem Gesamtkunstwerk bei (333 x 333 cm), einem modernen Hungertuch, das im Jahr 1999 im Rahmen eines Festaktes in der damaligen Allerheiligenkirche (heute St. Peter und Paul) anlässlich des 125-jährigen Gemeindejubiläums installiert wurde.
Die Apostel-Stelen des Priesters und Künstlers Peter Klein aus dem Jahr 2011
Das Deckengemälde von Joseph Vollmer in St. Peter und Paul erinnert an das ursprünglich römisch-katholische Kirchlein "Mariä Krönung", das seit 1839 als Friedhofskapelle diente und erst nach seinem Ausbau zur Pfarrkirche erhoben wurde. Hier feierte die alt-katholische Gemeinde am 23. Dezember 1883 ihren ersten Gottesdeinst "in der noch feuchten Kirche".
Detail aus dem Deckenbild "Mariä Krönung"
Kunstgeschichtlich bemerkenswert: gusseiserne Bankwangen, die einzigartig in der ganzen Region Südbaden sind
Eine historische Postkarte zeigt den Altarraum um 1950
Die Glocken von St. Peter und Paul

Im Dachreiter unserer Pfarrkirche hängen zwei kleine Glocken. Beide stammen aus der Gießerei Grüninger und Söhne in Villingen. Die Glocke 1 trägt im Relief den auferstandenen Christus und stammt laut Inschrift aus dem Jahre 1883. Auf der Glocke 2 sind die Namen der ersten alt-katholischen Bischöfe zu lesen. Sie stammt aus dem Jahre 1926 und wurde von unserer Gemeinde in Auftrag gegeben (siehe auch Begrüßungstext zur Glockenweihe). Ob die Glocke 1 ebenfalls eine Anschaffung unserer Gemeinde war, schon vorher im Dachreiter hing oder gar zunächst in einem anderen Glockenturm untergebracht war, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. 

Begrüßungstafel zur Glockenweihe der Glocke 2 (1926)
Glocke 1
Glocke 1, Giesser
Glocke 2
Glocke 2 von unten (hängt im Dachreiter über Glocke 1)