Berichte aus dem Gemeindeleben

Einladung: Gemeindetag "Werkstatt Gemeindeentwicklung" am 1. Juni 2019

Nachdem die Gemeindeversammlung am 17. März den grundsätzlichen Kauf eines eigenen Kirchenzentrums noch stärker befürwortet hat als den Kauf der Kreuzkirche mit ihren erkennbaren Risiken, möchten wir einen Prozess zur Gemeindeentwicklung starten, der insbesondere die beiden folgenden Fragen beantworten soll:

Was ist erforderlich, um sich als aktive Gemeinde positiv zu entwickeln?
  Wie können wir es erreichen, dass wir nach außen wirken und als attraktive
  Gemeinschaft wahrgenommen werden?

Welche Anforderungen stellen wir an ein Gemeindezentrum?
  Erfüllt die Kreuzkirche diese Anforderungen?

Diese Themen sollen in einem zusätzlichen Gemeindetag behandelt werden.

Frau Meyer-Marquart konnte hierzu als externe Mediatorin und Begleiterin gewonnen werden, die unseren Prozess unterstützen und lenken wird.

Eine zahlreiche Teilnahme würde im Sinn der Gemeindeversammlung vom 17. März bestätigen, dass unsere Gemeinde an einem eigenen Gemeindezentrum interessiert ist und den Weg dahin unterstützt und begleitet. Wir freuen uns auf einen interessanten Nachmittag mit Euch und Ihnen!

                                               Für den Kirchenvorstand: Clemens Wombacher

Feier der Kar- und Ostertage 2019

Während der Kar- und Ostertage begleitete uns – wie bereits seit Aschermittwoch in den "Alltagswegen" – das Thema "Wasser" in seinen vielfältigen Formen, ob als Quelle, als Strom oder als Tränen des Leids und der Freude.
Nachfolgend finden Sie einige Impulse aus den Gottesdiensten.

Palmsonntag

Gott segne uns:

     dass die Erinnerung an unsere Quelle
     lebendig bleibt,
     damit unsere Träume und Hoffnungen nicht verdorren.

          dass wir auf der Suche bleiben
          nach dem Strom des Lebendigen in uns,
          des Lebendigen, der einen Namen hat …;

               dass wir überzeugt bleiben:
               unser Traum vom Leben
               ist nicht Einbildung,
               sondern wirklich:
               Gottes Zusage und Geschenk.

Gründonnerstag

Foto: Brigitte Glaab Gestaltung: Margret Jung

Wo finde ich meinen Lebensquell
Mein Wasser des Lebens
Wo finde ich neue Stärke und Kraft
Lebendigkeit und Frische

Ich vertraue darauf
Es gibt Wasserquellen - auch für mich
Um sie zu entdecken

brauche ich offene Augen und ein offenes Herz
Gemeinsam mit anderen Suchenden
will ich mich aufmachen
um aus den Quellen zu schöpfen
die Gott für uns bereithält.

                                                                     nach Wolfgang Scharl in: "In den Himmel wurzeln"

Sie feierten ein Fest
Voller Vorfreude waren sie zusammen gekommen
Alles schien zu sein wie immer bei diesem Fest
Doch dann kam eine besondere Stimmung auf
die Herzen verbunden in einer ungeahnten Tiefe
in einer stillen Freude
Und schließlich eine ganz andere Stimmung
eine Schwere legte sich über sie
die Ahnung des Abschieds
die bange Frage „was wird geschehen“?

Karfreitag

Foto: HE Jung

Wasser ist das grundlegende Element des Lebens.
Wasser hat aber auch eine vernichtende Seite:
Oft genug sind Menschen der verheerenden Kraft von Überschwemmungen und Flutwellen ausgeliefert. Oder sie leiden unter extremer Trockenheit und verlieren so ihre Lebensgrundlage.
Symbolisch können diese Bilder für Erfahrungen in unserem Leben stehen:
Krankheit, Verluste, Tod, die Frage „warum ich?“ – manchmal brechen Gefühle über uns herein wie eine Flutwelle. Durststrecken in unserem Leben und dunkle Zeiten machen mürbe und zehren uns aus.

Als Symbol nehmen wir Tränen in Form eines Glastropfens mit auf den Kreuzweg. Wir wollen diesen Weg gehen, um uns unseren eigenen Tränen zu stellen, den schmerzhaften Einschnitten, denen wir hilflos ausgesetzt sind.
Indem wir den Leidesweg Jesu nachvollziehen, wollen wir uns auch an die Tränen erinnern, die überall auf der Welt vergossen werden. In anderen Kontinenten, aber auch bei Freunden und Nachbarn.
Wir gehen diesen Weg – und wir gehen ihn nicht alleine!

Ostermorgen

Die Begegnung der Maria aus Magdala mit dem Auferstandenen

In diesem Bericht aus dem Johannesevangelium wird uns ein Glaubensweg geschildert, der gar nicht so weit weg ist von unseren eigenen Erfahrungen. Maria steht weinend vor dem leeren Grab und sucht den Leichnam Jesu. Sie fleht den vermeintlichen Gärtner an, ihr zu sagen, wo sie ihn finden kann. Da spricht Jesus sie mit ihrem Namen an: "Mirjam". Und dieses eine Wort, ihr Name, lässt sie erkennen, wen sie da wahrnimmt. Sie lässt sich in der Tiefe berühren und aus einer Herzenserkenntnis heraus antwortet sie: "Rhabbuni, mein Meister". So können sich nach und nach die Tränen der Nacht, der Verzweiflung und des Schmerzes in Tränen der Freude und der Hoffnung wandeln.
"Du wirst den Tod in uns wandeln in Licht, dem Leben gibst du ein neues Gesicht, die Tränen trocknen, die Trauer zerbricht, denn du stehst auf, du bist Leben und Licht."

Zieh in das Land, das ich dir zeigen werde …

So lautet der Titel der Dekanatstage, die dieses Jahr vom 24. bis 26. Mai in Hübingen stattfinden; um Heimat soll es gehen.
Heimat - in einer global orientierten Welt ein altmodisch anmutender Begriff. Dennoch schwingen da doch Emotionen mit wie Sehnsucht nach Vertrautem und Geborgenheit.
Verschiedene Workshops sind im Angebot: Heimat im "Eingestimmt", im Film, in der Bibel, Heimat und künstlerische Gestaltung, und Politik, Kirche als Heimat, Heimspiel …
Die Tage werden wieder in der bewährten Struktur organisiert sein, beginnend mit einem Einstieg ins Thema am Freitagabend.
Der Samstag startet mit einem spirituellen Impuls vor dem Frühstück, geht weiter mit den "Erfahrungswegen" am Vor- und Workshops am Nachmittag und endet mit dem gemütlichen Beisammensein abends am Feuer.
Während des Gottesdienstes am Sonntagvormittag wird es Gelegenheit geben, Ergebnisse der Workshops zu präsentieren.

Warum wollen wir immer wieder dort hin?

Wegen der inhaltlichen Angebote? Um uns in zwangloser Atmosphäre mit Bekannten und noch nicht Bekannten aus unserer und anderen Gemeinden auszutauschen? Um nachzusehen, wie es dem Apfelbäumchen geht, das wir letztes Jahr gepflanzt hatten?
Was auch immer unsere Motivation sein mag: es scheint, dass sowohl Hübingen als auch die Menschen aus den Gemeinden des Dekanats uns ein Stück Heimat geworden sind.

Der Anmelde-Flyer steht hier zum Download bereit.

Du machst das schon!

Am 21. Oktober feierten zwölf junge Menschen aus den Gemeinden Aschaffenburg, Frankfurt und Offenbach ihre Firmung in der Offenbacher Christuskirche.

alle Fotos: Clemens Wombacher

Zu Beginn erzählten die jungen Leute von ihrer Vorbereitungszeit. Tiefen Eindruck hat offenbar das durch Dieter Peschke ermöglichte Kennenlernen der Situation hinterlassen, mit der Menschen mit Behinderungen umgehen müssen. So konnten sie selbst im Rollstuhl erfahren, wie andere auf sie reagieren. Zudem verbrachten Sie einen Tag in einer Werkstatt für psychisch beeinträchtigte Menschen. Sie arbeiteten mit dort Beschäftigten zusammen und erfuhren deren bewegende Lebensgeschichten.

Bischof Matthias Ring erzählte in der Predigt von einer Erfahrung, die er in einem Gemeindepraktikum während seiner Studienzeit gemacht hatte. Der Gemeindepfarrer hatte ihm mit dem Hinweis "Herr Ring, Sie machen das schon" einiges zugetraut.

Bischof Matthias zog daraus Schlüsse auf zwei Ebenen:
Im täglichen Umgang miteinander tut es wohl, wenn mir jemand etwas zutraut, mir Vertrauen entgegenbringt!
Auf einer geistigen Ebene ist es gut, zu erkennen: der, an den ich glaube, der glaubt auch an mich!

Die Feier in der mehr als vollbesetzten Christuskirche wurde von schwungvoller Musik begleitet. Beim anschließenden Empfang mit alkoholfreien Getränken bestand noch Möglichkeit, sich untereinander und mit dem Bischof auszutauschen.

Nur noch kurz die Welt retten - Dekanatstage in Hübingen

Um unsere Verantwortung für die Schöpfung ging es bei den 36. Dekanatstagen, zum elften Mal in Hübingen im Westerwald.

Der Frage, was wir als einzelne und als Gemeinden tun können, nachhaltig und human mit Umwelt und Mitmenschen umzugehen, wurde in vielfältiger Weise nachgegangen: am Eröffungsabend, während der Erfahrungswege und in den Workshops.

Während des Gottesdienstes am Sonntagmorgen wurden Ergebnisse einiger Workshops vorgestellt. Zuvor wurde auf dem Gelände ein Apfelbaum als Symbol für die Schöpfung gepflanzt.

Die Jugendlichen machten sich Gedanken darüber, wie sich der Kunststoff-Verbrauch reduzieren läßt
Im Workshop zum Klimawandel konnte man erfahren, daß wir uns in einer Eiszeit befinden
Schöpferisch gingen die Teilnehmenden am Kreativ-Workshop mit Ton um
Gärtner im Einsatz: unter interessierter Beobachtung der Gottesdienst-Gemeinde ...
... und gesanglich begleitet. Fotos: Helga Nutz

Erstkommunionfeier

Am Samstag, 12. Mai, bildete die Feier der Erstkommunion für drei Mädchen unserer Gemeinde den Abschluss der Vorbereitungszeit.

Zusammen mit vier Jungs der Gemeinde Frankfurt beschäftigten sich die Youngsters an drei Samstagen und einem Wochenende auf der Burg Breuberg zusammen mit ihren Eltern mit dem Thema Kommunion.

Die schwungvolle Feier wurde im Garten bei Sekt und Brötchen fortgesetzt.

In der Predigt berichteten die Kommunionkinder und ihre Eltern von der Vorbereitung
beim Kommunionempfang
"Sei behütet auf allen Wegen" wurde bewegt gesungen

Schule der Zukunft - Vorstellung im Abendtreff

Felix Pougla, Claudia Klein und Michael Reichert tragen das Projekt "Schule der Zunkunf"                        Foto: Helga Nutz

Auf der Suche nach einem geeigneten diakonischen Projekt für unsere Gemeinde hatten wir am 10. April Claudia Klein, Felix Pougla und Michael Reichert eingeladen, uns die "Schule der Zukunft" in Avéta, Togo, vorzustellen.

Aus Privatinitiative entstanden, hat sich in Partnerschaft mit dem Weltladen Schöllkrippen als Träger und anderen Sponsoren ein Projekt entwickelt, das sich sehen lassen kann: es wurden aus Spendengeldern nicht nur Gebäude für Schule und Kindergarten finanziert - die Lehrerinnen und Lehrer werden aus Spendengeldern bezahlt, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Claudia Klein brachte uns anhand einer sehr informativen Präsentation engagiert, offen und sachkundig Land, Leute, die politische Situation und natürlich den Fortschritt des Projekts näher.
Infos hierzu sind auch auf der Projekt-Webseite Schule-der-Zukunft-Togo zu finden.

Helmut Neuhaus und Felix Pougla brachten zum Abschluß des Abends ein reizvolles Zwiegespräch zwischen E-Klavier und Trommel                                           Foto: HE Jung

E-Mail-Verteiler "Über den Tellerrand" im Aufbau

Welche Informationen werden an diesen Verteiler verschickt?
Einladungen, Termine, Hinweise zu den unterschiedlichsten caritativen, sozialen, christlichen Veranstaltungen, Aktionen etc., die für Gemeindemitglieder von Interesse sein könnten.

Wer kann Infos verschicken?
Wer eine Information verbreiten möchte, kann diese ebenfalls an mich per E-Mail schicken. Ich leite diese dann „BCC“ an den Verteiler weiter.

Wer kann sich für den Verteiler anmelden?
Alle, die Interesse haben.

Und wie?
Eine E-Mail schreiben unter dem Stichwort „Über den Tellerrand“ an Judith Scherer

Wieso überhaupt ein weiterer E-Mail-Verteiler?
Unser Infobrief enthält alle wichtigen und offiziellen Mitteilungen und Termine unserer AK-Gemeinde, sowie Informationen der Offenbacher Gemeinde und Termine aus dem Dekanat. Er wird an ALLE Mitglieder (und Freunde) der Aschaffenburger Alt-Katholischen Gemeinde verschickt.
Viele Gemeindemitglieder engagieren sich bei caritativen, sozialen, christlichen, musikalischen
Projekten usw. und möchten gerne auf diese aufmerksam machen. Dadurch stellte sich immer wieder die Frage: „Ist das ein Thema für den Infobrief?“ „Eigentlich ja nicht, aber ...“
Über diesen neuen Verteiler können wir nun schnell, formlos, unkompliziert und auch
unabhängig von Terminen und Fristen des Infobriefs informieren.

Ich bin gespannt auf die Resonanz.
                                                                                                    Judith Scherer

Schauen Sie gerne mal auf der Infobrief-Seite nach weiteren Informationen!

Clemens Wombacher stellt während der Gemeindeversammlung am 17. März die Auswertung der Umfrage vor: über 80% der anwesenden Gemeindemitglieder wünschen sich eine eigene Kirche
Foto: Manfred Wenzel
Foto: HE Jung      Gestaltung: Margret Jung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Theologin Julia Schaal hat die Firmvorbereitung maßgeblich unterstützt
Die Besetzung der Dekanatsband war dieses Mal besonders breit über die Gemeinden gestreut: Aschaffenburg, Frankfurt, Koblenz, Saarbrücken und Wiesbaden
Foto: Michl Nutz