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Newsmeldung

Gedanken zu Pfingsten

24.05.2021

Ich freue mich, Euch zum heutigen Pfingstgottesdienst grüßen zu dürfen – und

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“

Ihr wundert euch? Ihr habt gar nicht Geburtstag? Ja, aber wir alle haben miteinander Geburtstag! Die Kirche kann am heutigen Pfingstfest wieder Geburtstag feiern – und wir mit ihr. Der Hl. Geist, der Geist Gottes, der uns hier zusammengeführt hat – ER ist unsere Hoffnung und unsere Hilfe. Und so feiern wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.

Der Heilige Geist, der uns in der Taufe das Christsein geschenkt hat und durch sie in seine Glaubensgemeinschaft aufgenommen hat – und der auf all unseren Wegen unser Beistand ist, ER sei mit euch!

Lesung aus der Apostelgeschichte

frei nach Apg 2,1-13

Die verunsicherten und wartenden Jünger Jesu wurden vom Hl. Geist erfüllt und erfuhren sich dadurch erstmals als Kirche: als Gemeinschaft des Auferstandenen, ausgesandt und bestärkt, der Welt in allen Sprachen die Frohe Botschaft Gottes zu verkünden.

Es war Pfingsten geworden, und zum Pfingstfest trafen sich alle, die einmal Jesu Freunde gewesen waren, in Jerusalem. Sie erzählten sich davon, was sie mit ihm erlebt hatten. Immer wieder berichteten sie, was Jesus gesagt hatte. Und einer sagte es dem anderen weiter. Etwas wussten sie ganz sicher: Jesus war jetzt bei Gott. Da schickte Gott seinen Hl. Geist. Und der Geist Gottes erfüllte sie alle. In der Bibel steht, dass es plötzlich vom Himmel rauschte wie bei einem Sturm. Das ganze Haus, in dem sich die Freunde versammelt hatten, war von diesem Brausen erfüllt.

Es muss etwas ganz Besonderes damals geschehen sein. So erzählt die Bibel, dass die Freunde etwas sahen, das sich wie leuchtende Flammen verteilte und sich auf alle Freunde niederließ. Zum Pfingstfest waren viele Menschen nach Jerusalem gekommen. Sie waren aus vielen Ländern nach Jerusalem gereist. Alle redeten in anderen Sprachen. Wie wunderten sich die Leute in Jerusalem, als sie die Freunde Jesu sprechen hörten. Alle konnten nämlich alles verstehen, was sie sagten. Die Leute aus Ägypten hörten die Freunde ägyptisch sprechen – und konnten sie verstehen. Die Leute aus Rom hörten die Freunde lateinisch sprechen. Und die Leute aus Griechenland hörten sie griechisch sprechen. Die Freunde berichteten in allen Sprachen von Gottes Taten. Sie erzählten in allen Sprachen von Jesus, und die Leute staunten. Sie fragten verwundert: „Die Leute, die da sprechen, sind doch keine Griechen, Römer oder Ägypter. Sie stammen doch alle aus diesem Land, aus Israel. Wie kommt es, dass wir sie in unserer Sprache reden hören?“

Sie konnten das nicht begreifen. „Was hat das nur zu bedeuten?“ fragten sie sich und waren sehr erstaunt und verwirrt. Einige machten sich auch lustig, weil sie sich das nicht erklären konnten. Sie meinten: „Die Leute sind betrunken!“ Aber die Freunde Jesu waren nicht betrunken. Gott selbst hatte bewirkt, dass sie von allen verstanden werden konnten. Und von Gottes Taten berichteten sie nun den Leuten. Sie erzählten von Jesus, dem Sohn Gottes. Sie berichteten, was sie mit Jesus erlebt hatten und was Jesus gesagt hatte. Da hörten ihnen viele Menschen zu. Und es wurden immer mehr.

Evangelium

Joh 20,19-23

Nach seiner Auferstehung ist Jesus einige Male den Jüngern erschienen, damit sie begreifen, dass ER lebt. Dabei beauftragt Jesus seine Schüler, von jetzt an den Menschen von Gott zu erzählen, so wie er selbst es vor seinem Tod und seiner Auferstehung gemacht hat.

Und Jesus gibt ihnen als Helfer den Hl. Geist zur Seite. Die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Jünger, die wir das Pfingstereignis nennen, ist deshalb auch das Gründungsfest unserer Kirche.

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Hl. Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Sonntagsgedanken

„Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und er erfüllte das ganze Haus.“

Apg. 2, 2

Hinter verschlossenen Türen hatten sie sich versammelt: verängstigt und verunsichert, schockstarr saßen sie da, die Jünger Jesu.

Und plötzlich – kam Bewegung auf – ein Brausen wie ein heftiger Sturm – äußerlich vielleicht, mehr jedoch innerlich spürbar.

Wir wissen ja: Der Hl. Geist ist an seiner Wirkung erkennbar: er stiftet Hoffnung, wo Verzweiflung und Versöhnung herrscht, ja sogar wo Feindschaft besteht.

ER rüttelt durch – und ER rüttelt auf. So auch die ängstlichen Jünger, die plötzlich Türen und Fenster öffneten, sich in Bewegung setzten, auf die Straße gingen und so sprachen, dass sie von jedem ihrer Mitmenschen verstanden wurden.

Der Hl. Geist ist nicht verplanbar, er kann nicht in ein Korsett gezwängt werden, er lässt sich nicht in Pastoralpläne – und auch nicht in Prozesse eines Qualitätsmanagements fassen.

Der Hl. Geist bedient keine Funktionärs- oder Lobbyinteressen. ER wirkt oft ganz überraschend – und oft bei Menschen in den Situationen, bei denen man ihn nicht erwartet.

Amen.

Meditation

Wo bist du heute, Hl. Geist?

Wir sehen keine Flammenzungen.
Wir hören kein Windesbrausen.

Wo bist du heute, Hl. Geist?

Wir fühlen uns oft unverstanden.
Wir haben manchmal den Eindruck,
dass immer weniger Menschen interessiert,
was wir hier feiern und verkünden.

Wo bist du heute, Hl. Geist?

Wer dich hören will, der benötigt sehr feine Ohren.
Dein leises Säuseln geht oft unter im Rauschen unseres Alltags.
Wer denkt schon an dich,
wenn uns überraschend ein Freund besucht?
Wer denkt schon an dich,
wenn ein Problem, das uns lange bedrückt,
plötzlich leichter wird?

Bist du heute hier bei uns, Hl. Geist?

In dem Gespräch, wenn ich mich endlich verstanden fühle?
Bei der Tat, wo ich wirklich weiterhelfen konnte?
Während des Festes, bei dem wir unsere Gemeinschaft spürten?
In dem Gebet, von dem ich berührt wurde?

Ich will es glauben, Hl. Geist.
Ich will dich suchen, Hl. Geist,
heute, morgen und in der Zukunft.

Hl. Geist, komm immer wieder neu in unsere Gemeinde!

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