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Jedes Jahr schickt die Internationale Alt-Katholische Bischofskonferenz (IBK) einen Theologen oder eine Theologin für Gastvorlesungen zu unserer Schwesterkirche auf die Philippinen. In diesem Jahr hat Pfarrerin Dr. Ruth Tuschling aus Saarbrücken (hier der Link zur Gemeinde) diese Reise unternommen, über die sie einen Kurzbericht verfasst hat:
Seit 1965 ist die IFI in voller Kirchengemeinschaft mit der alt-katholischen Kirche. Ein wichtiges Mittel, um diese Gemeinschaft mit Leben zu füllen, sind die jährlichen Gastvorträge in den Priesterseminaren in Urdaneta und Guimaras, die abwechselnd von Vertreter:innen der Mitgliedskirchen der Utrechter Union gehalten werden. Mein Thema war das nizänische Glaubensbekenntnis, im 1700. Jubiläumsjahr. Vor meiner Weiterreise nach Urdaneta nahm ich Teil an den Feierlichkeiten zum Gründungstag der IFI in der nationalen Kathedrale in Manila. Ich traf auch Obispo Maximo Joel Porlares und überbrachte Grüße von der Schwesterkirche.
Ich wurde in beiden Seminaren mit rührender Herzlichkeit empfangen und von meinen Gastgebern mit Geschenken überhäuft. Die Studierenden sind mehrheitlich unter 25 Jahre alt und studieren 4 Jahre am Seminar. Ihre Begeisterung für Gott und für die Seelsorge, die sie bereits jetzt ausüben, waren spürbar. Meine Vorträge wurden auf Englisch gehalten, wobei Kleingruppengespräche dafür sorgten, dass eventuelle Verständnisschwierigkeiten aus dem Weg geräumt wurden. Auch die Gottesdienste werden abwechselnd in Englisch und in einer Landessprache gehalten. Nach ihrer Weihe werden die Seminaristen und Seminaristinnen oft in armen Gemeinden eingesetzt, und ihre Unterbringung im Seminar ist bewusst schlicht gestaltet. Etwa ein Viertel der Studierenden sind Frauen, und LBGTIQ+ Seminarist:innen gibt es auch.
Ich besuchte auch das vom alt-katholischen Sternsingerprogramm unterstütze Projekt Eskwelayan, in einem Armenviertel Manilas. Nach einem Großbrand fanden sechs Familien im Schulraum Obdach. Normalerweise werden rund 100 Kinder dort unterrichtet.
Die Iglesia Filipina Independiente ist eine sehr lebendige und zukunftsorientierte Kirche, die keine Nachwuchssorgen hat und deren Kirchen gut gefüllt sind. Warum? Weil sie das Evangelium wirklich ausleben und in ihrem Einsatz für die Armen und von Verfolgung Bedrohten glaubwürdig sind. Was mich besonders beeindruckte war ihre Freude am Glauben, ihre unkomplizierte Nähe zu Christus. Die IFI ist keine Kirche der simplen Antworten und des fundamentalistischen Glaubens – davon gibt es einige auf den Philippinen, meistens amerikanischer Prägung. Die IFI lehrt, so wie wir in Europa, wissenschaftlich fundierte Theologie, mit einer ausdrücklichen befreiungs-theologischen Prägung. Aber sie erwecken nicht, wie viele europäische Christen, den Eindruck, dass der Glaube irgendwie peinlich und Privatsache ist. Wenn wir von ihnen lernen können, uns an Gott und am Gottesdienst zu freuen, haben wir bereits viel von dieser lebendigen Kirche gelernt.
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