Von Klöstern und Kommunitäten

 

Mich hat schon seit Anfang der 1990-er Jahre die Ausstrahlung der Klöster und Kommunitäten fasziniert. Mit einem guten Freund, der Mitglied in der Evangelischen Michaelsbruderschaft ist, unterhielt ich mich oft über seine „Besuche“ dort. Besonders beeindruckt hat mich der „kommunitäre“ Aufbruch in den Kirchen der Reformation in der Nachkriegszeit. „Taizé“ ist sicher vielen bekannt, aber für ein Wochenende wohl etwas weit weg. Drei Klöster und Gemeinschaften, die in Deutschland liegen, möchte ich kurz vorstellen:

 

Das Evangelische Gethsemanekloster in Goslar

 

Das Gethsemanekloster ist ein eher „stilles“ Kloster mit auch orthodoxer Prägung – Schweigefreizeiten und Stille Einkehrzeiten dominieren. Zu drei Gebetszeiten treffen sich die vier Mönche im Oratorium, einem der wenigen Überreste der mittelalterlichen Klosteranlage. Untergebracht ist man in individuell und liebevoll eingerichteten Einzelzimmern, in denen eine Gebetsecke einlädt. Bruder Uwe Stegelmann beschreibt das Selbstverständnis der Klosters so: „Kloster ist geformtes religiöses Leben, religiöse Lebenskultur. Die Grundelemente kennen wir: Rhythmus, Schweigen, Hören.“

Nähere Informationen unter Telefon: 0 53 21/2 17 12, www.gethsemanekloster.de.

 

Kloster Schwanberg – Evangelische Benediktinerinnen

 

Dieses Jahr an Silvester werde ich wieder auf den Schwanberg fahren. Was mich dort fasziniert, ist – neben dem liturgischen Stundengebet – die Offenheit für viele Zielgruppen: Einzelne, Paare, Familien mit Kindern, Kirchengemeinden. Auf dem Schwanberg gibt es verschiedene „Gästehäuser“ für junge Leute und Familien, aber auch auf Schweigeeinkehrzeiten ist das Kloster ausgerichtet. Die Schwestern vom Schwanberg arbeiten auch unter anderem an dem „Te Deum“, dem regelmäßig erscheinenden ökumenischen Bändchen für das „Stundengebet im Alltag“, mit. Der Schwanberg liegt in der Nähe von Würzburg, ist also auch für Bahnfahrer gut erreichbar. Nähere Informationen unter Tel. 0 93 23/32-0, www.schwanberg.de.

 

Camino-Gemeinschaft

 

Die Camino-Gemeinschaft ist im Rahmen des MBK, eines kleinen Jugendwerks, entstanden. Der MBK stammt ursprünglich aus evangelikaler Tradition, zeichnet sich aber heute durch eine große ökumenische Offenheit aus. Die Teilnehmer treffen sich zweimal im Jahr, einmal in Bad Salzuflen und einmal im übrigen Bundesgebiet, in Tagungsstätten oder Klöstern. Nähere Informationen bei Margret Sdrojek, Fon 0 50 52/91 21 77, www.mbk-web.de.

 

Thomas Malenke