Das „Christen heute“-Gerücht

 

Ein Mathematikprofessor hat vor kurzem folgende Rechnung aufgestellt: Jeder bundesdeutsche Mitmensch hat rund 100 Freunde und Bekannte. Die eine mehr, der andere weniger. Diese rund 100 Freunde und Bekannte haben wiederum rund 100 Freunde und Bekannte. Und so weiter. Wenn es hier keinerlei Überschneidungen im Freundes- und Bekanntenkreis gäbe, wäre jede und jeder von uns also bereits über nur drei Ecken indirekt mit etwa einer Million Menschen in Beziehung. Aber selbst wenn die Überschneidungen eingerechnet werden, ergibt sich immer noch eine unglaublich hohe Zahl.

 

Eigentlich dürfte es angesichts von 15.000 Mitgliedern (x 100 Freunden und Bekannten) des deutschen Bistums also kein riesiges Problem sein, unsere kleine, reformorientierte und zeitgemäße alt-katholische Kirche über unseren jeweils eigenen Freundes- und Bekanntenkreis in kürzester Zeit breiten Bevölkerungsschichten bekannt zu machen. Trotz unserer geringen Größe und unserer sehr eingeschränkten finanziellen Ressourcen für die Öffentlichkeitsarbeit. Genau so, wie sich ein Gerücht in kürzester Zeit verbreiten kann.

 

Unbestreitbar verbreitet sich solch ein Gerücht am besten, indem man mündlich und begeisternd von dem weitererzählt, von dem man selber begeistert ist. Aber auch unsere alt-katholische Monats-Zeitung „Christen heute“ kann ein sehr hilfreiches Instrument bei der Verbreitung dieses Gerüchts sein. Denn „Christen heute“ spiegelt die Vielfalt der alt-katholischen Kirche in Deutschland, den Kirchen der Utrechter Union und den befreundeten Konfessionen mehr wider, als es jeder Flyer und jede Broschüre vermag. – Nebenbei ein wesentlicher Punkt, weswegen es wichtig ist, dass die Redaktion regelmäßig Berichte und Informationen aus möglichst allen Gemeinden und Verbänden des Bistums erhält.

 

Sie können das Instrument nutzen, indem Sie Bekannte und Freunde, die durch Sie auf die alt-katholische Kirche aufmerksam werden, beispielsweise auf die drei kostenlosen Probe-Exemplare der Zeitung aufmerksam machen. Der entsprechende Hinweis könnte auch auf jeder privaten und jeder Gemeinde-Website untergebracht werden, versehen mit einem direkten Link zur Abo-Bestell-Seite. Vollkommen unverbindlich bekommen Menschen mit diesem Probe-Abo die Möglichkeit, einen Einblick in unsere Kirche zu gewinnen und in das, was uns beschäftigt. Und vielleicht könnte man ja auch darüber nachdenken, neben der gedruckten Zeitung auch noch eine kostenfreie pdf-Version von Christen heute anzubieten. Diese könnte dann im Zeitalter des Internet entweder per E-Mail verschickt und weiterverschickt werden, oder zusätzlich zum Download auf der Bistums-Seite zur Verfügung stehen. So könnte sich das Gerücht einer Kirche für „Christinnen und Christen heute“ ausbreiten. Ein Gerücht, das wir alle gerne verbreiten dürfen. Denn es ist ein durchaus positives Gerücht, denke ich.

Walter Jungbauer