Eindrücke von der Synode

 

„Die Synode ist für mich aufregend, weil ich es spannend finde, wie hier ein Prozess in Gang gekommen ist, der für mich greifbar geworden ist und der etwas bewegt. Wichtig ist mir im Blick auf die kommende Zeit die Kontinuität, die Kommunikation, vor allem aber der regelmäßige Austausch. Bischof Matthias erlebe ich sonst kaum, und durch die Synode erlebe ich ihn eher noch etwas distanziert, aber auch sehr klar und informativ in Sachfragen, gespickt mit seinem unverwechselbaren Humor. Die ganze Synode ist sehr gut durchorganisiert und sehr stringent. Das hilft bei der Arbeit.“

Dieter Klein, Bonn

 

„Ich erlebe die Stimmung auf der Synode als stimmig, ja fast schon als harmonisch. Das ist wohltuend, im Gegensatz zur Synode 2007, auf der ich nur geweint habe. Ganz persönlich ist für mich der Antrag über die Bezeichnung der Geistlichen spannend. Da wünsche ich mir eine Vereinfachung, denn immerhin gibt es insgesamt 31 Titel und Funktionen. Was die Wahlperioden angeht, so sollte man als Synodaler eine gewisse Zeit dabei sein, um sich einarbeiten zu können. Unseren neuen Bischof erlebe ich als sehr menschlich und sachlich. An das Synodenbüro geht der Dank, dass auf den Namensschildern diesmal auch die Gemeinden stehen.“

Erika Kretzer, Krefeld

 

„Ich hätte gedacht, die „Fetzerei“ wäre viel schlimmer. Es ist nicht immer harmonisch, aber konstruktiv. Wichtig ist für mich die Häufigkeit der Synoden, dass sie also alle zwei Jahre stattfinden. Zuerst haben mich die detaillierten Anträge abgeschreckt, aber man braucht ja ein Grundgerüst, auf das man zurückgreifen kann. Bischof Matthias ist sehr sachlich und direkt, hat aber auch Humor.“

Stefan Hagemann, Singen

 

„Es gibt auf der Synode eine Akzeptanz untereinander. Ein wichtiges Thema ist für mich die geschlechtergerechte Sprache, weil sich manche männliche Gemeindemitglieder und Pfarrer immer noch damit schwer tun. Ich bin das erste Mal bei einer Synode dabei und fände es gut, wenn das Prozedere der Abstimmungen ausführlicher erklärt würde. Je öfter ich Bischof Matthias erlebe, desto sympathischer wird er mir. Er ist auf vielen Ebenen sehr kompetent und hat eine ganz klare Meinung.“

Ingeborg Hempel, Frankfurt

 

„Im Vergleich zu  2007 ist die diesjährige Synode nicht so spannungsgeladen, aber auch nicht langweilig. Die Stärkung der Synodalität ist mir wichtig. Alle wichtigen Entscheidungen müssen auch transparent gemacht werden. Mir gefällt an Bischof Matthias, dass er diese Synodalität fördern und stärken möchte. Anhand der Diskussion um die 1€-Jobs hat man sehen können, dass unsere Kirche eine eigene Soziallehre braucht. Wir müssen dabei nicht bei Null anfangen, sondern können auf die Ansätze in der Ökumene zurückgreifen. Was die Mitgliederzahlen angeht, finde ich es mutig, dass sie offen benannt wurde. Das motiviert auch, die Mitgliederzahlen zu erhöhen. Auch bei einer relativ kleinen Mitgliederzahl müssen wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.“

Axel Stark, Passau

 

„Ich bin Gast bei der Synode und sehe alles von oben, von der Empore aus. Es ist meine erste Synode. Ich erlebe bei den Diskussionen ein großes Engagement der Teilnehmer, und zwischendurch wird auch immer wieder einmal gelacht. Ich war einfach neugierig und freue mich, dass ich in Mainz so viele gute Gespräche führen konnte. Die Gemeinschaft, die auch in den Gottesdiensten spürbar war, hat mich bestärkt. Immerhin haben wir die Augustinerkirche gefüllt.  Bei Bischof Ring spüre ich: Das, was er bei der Wahl versprochen hat, das will er auch umsetzen. Das habe ich aus dem Bericht des Bischofs herausgehört. Er will eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das schafft eine sehr gute Atmosphäre.“

Jörn Clemens, Bonn

 

Interviews: Stephan Neuhaus-Kiefel