Philipp Elbert †

Ein langes und erfülltes Leben ist zu Ende gegangen. Der langjährige Stadtpfarrer der alt-katholischen Gemeinde Heidelberg-Ladenburg und deren Diaspora, Pfarrer i.R. Philipp Elbert, ist am 29. Januar im hohen Alter von 98 Jahren gestorben.

Philipp Elbert wurde am 2. Mai 1907 in Gau-Algesheim bei Bingen geboren. Mit 16 Jahren trat er in das Trappistenkloster Jakobsberg in Ockenheim ein. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Belgien empfing er am 6. Mai 1934 die Priesterweihe. Von 1938 bis 1944 war er als römisch-katholischer Pfarrer im Sudetenland tätig, bis er als Bahninspektor zur Reichsbahn wechselte. Bis 1947 war er in englischer Kriegsgefangenschaft. Danach arbeitete er unter Tage als Hauer im Kohlebergbau im Ruhrgebiet. 1948 heiratete er seine Frau Elfriede. Die Zwillinge Angelica und Claus kamen im Juli 1952 in Duisburg zur Welt.

Im Jahr 1950 trat Philipp Elbert der alt-katholischen Kirche bei und war von Ende 1952 bis 1959 als Seelsorger der alt-katholischen Gemeinde Regensburg und deren Diaspora tätig. In dieser Zeit war er auch Mitglied des Regensburger Stadtrats. 1959 wechselte er als Pfarrer nach Bottrop und schließlich 1966 nach Heidelberg, wo er bis 1980 als Seelsorger der Gemeinde wirkte. Mit 73 Jahren ging er in den ehrenvollen Ruhestand und zog mit seiner Frau Elfriede nach Edingen-Neckarhausen, in der Nähe von Heidelberg. Bis vor wenigen Jahren nahm er an den Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen der Gemeinde sowie an den Pastoralkonferenzen des Dekanates Nordbaden-Württemberg/Rheinland-Pfalz/Süd teil.

Zu seinem 70jährigen Priesterjubiläum am 6. Mai 2004 erhielt Philipp Elbert von Bischof und Synodalvertretung und vielen anderen zahlreiche Glück- und Segenswünsche.

Ein dreiviertel Jahr nach dem Tod seiner Frau (30. Januar 2004) ging er in das Seniorenhaus St. Franziskus in Philippsburg, wo er bestens betreut wurde und sich gut aufgehoben fühlte. Nach kurzer Zeit war er beim Pflegepersonal und den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern sehr beliebt. Hier nahm er auch regelmäßig die Gelegenheit wahr, den täglichen Gottesdienst zu besuchen. Noch zehn Tage vor seinem Tod feierte er mit Pfarrer Panizzi sehr bewusst das Sakrament der Krankensalbung und die Kommunion.

In den letzten drei Tagen vor seinem Tod war er nicht mehr bei Bewusstsein. Seine Familie begleitete ihn unablässig in diesen Tagen an seinem Sterbebett. In den Vormittagstunden des Tages der Auferstehung, am Sonntag, 29. Januar, ist er in Gegenwart von zwei Schwestern des Seniorenhauses und zwei Mitbewohnerinnen friedlich entschlafen.

Seinen zwei Kindern, Angelica Kolb, geb. Elbert, und Claus Elbert und den drei Enkeln gilt unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung fand 3. Februar auf dem Friedhof in Edingen bei Heidelberg statt.

Bernd Panizzi