Resolution

Zur politischen Situation auf den Philippinen

Der 29. Internationale Alt-Katholikenkongress der alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union, der vom 7. bis 11. August 2006 unter dem Thema „Hoffnung, die in uns lebt“ in Freiburg i.B. (Deutschland) tagte, stellt fest:

Im Hinblick auf die augenblickliche politische Situation auf den Philippinen,

- nach Kenntnisnahme politisch motivierter Anschläge,

- in Sorge um das Schicksal Einzelner, die sich für Menschenrechte engagieren,

- unter Berücksichtigung der Verbindung mit den Geistlichen und Gläubigen unserer Schwesterkirche, der Iglesia Filipina Independiente, ruft der Kongress die Regierung der Philippinen und ihre Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo dazu auf,

1. die politisch motivierten Morde und andere Formen politischer Einschüchterung öffentlich zu verurteilen;

2. sofort Schritte zu unternehmen, um das Leben und die Sicherheit aller Einzelpersonen auf den Philippinen, insbesondere der Menschenrechtsaktivisten, zu schützen bzw. zu gewährleisten;

3. vermutliche Missetäter aufzuspüren und – wo nötig – strafrechtlich zu verfolgen;

4. eine Untersuchung der Behauptungen zu veranlassen, Mitglieder der Sicherheitskräfte seien möglicherweise in diese Aktivitäten involviert, und so die Glaubwürdigkeit der Regierung zu fördern;

5. ein unabhängige Institution einzurichten, die politisch motivierte Morde und Einschüchterungsversuche untersucht und ihre Empfehlungen zu befolgen;

6. alle weiteren Maßnahmen zu treffen, die die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit zum Wohl des ganzen Volkes auf den Philippinen verstärken.

Freiburg i.B. (Deutschland), 11. August 2006

Beschlossen vom 29. Internationalen Alt-Katholikenkongress mit zwölf Gegenstimmen und einer Enthaltung.