Abpfiff – Schluss mit der Zwangsprostitution

Unter diesem Slogan hat der Deutsche Frauenrat eine Kampagne gegen Zwangsprostitution anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beschlossen. Für die Kampagne wurde ein bundesweites Netzwerk gegründet, um insbesondere an den zwölf Austragungsorten zu Aktionen aufzurufen. Auch das Ökumenische Forum Christlicher Frauen in Europa (ÖFCFE) beteiligt sich an den Aktionen. baf ist Mitglied beim ÖFCFE und hat sich dieser Kampagne angeschlossen.

Bundespräsident Horst Köhler, der die Schirmherrschaft für die Fußballweltmeisterschaft übernommen hat, wurde in einem Brief von der Mitgliederversammlung des ÖFCFE gebeten, seinen Einfluss geltend zu machen und sich mit offenen Worten an Sportler und Besucher zu wenden, um die Wirksamkeit der Aktionen zum Schutz der gehandelten und zur Prostitution gezwungenen Frauen zu erhöhen.

In einer Presseerklärung wird darauf hingewiesen, dass zu befürchten ist, dass anlässlich der WM ca. 30.000 junge Frauen, überwiegend aus Osteuropa, mit falschen Versprechungen in unser Land gelockt und gezwungen werden, als Prostituierte zu arbeiten.

Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen sind eingeladen, sich an der Kampagne zu beteiligen, um so ein möglichst breites gesellschaftliches Bewusstsein für die schweren Menschenrechtsverletzungen zu schaffen. Die Kampagne wird am 7. März in Berlin offiziell gestartet.

Heidi Herborn

Infos zur Aktion unter www.bafimnetz.de. Infos und Material von: Deutscher Frauenrat, Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin, Tel. 030/20 45 69-0, kontakt@frauenrat.de, www.frauenrat.de. Informationen zum Thema: SOLWODI e.V., Propsteistr. 2, 56154 Boppard-Hirzenach, www.solwodi.de. Literaturhinweis: Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen. Das große Geschäft mit der Ware Frau