>> Archiv Positionen 2017

Positionen Januar 2017 von Harald Klein

Ich hoffe, verehrte Hörerinnen und Hörer, dass ich Sie entführen darf, mitnehmen auf eine Reise in meine Kindheit. So ungefähr 6-7 Jahre war ich alt. Es war Samstag, Samstag Mittag. Und ich kam gerade von der Schule. Ja, damals war samstags noch Unterricht. Aber der war nun endlich vorbei. Ich lief, rannte, froh und erleichtert über das in Aussicht stehende Wochenende. Die kleine Treppe zur Haustür nahm ich im Sprung. Die Klinke drückte ich runter, die Tür flog auf und ich stand mitten im Flur. "Ich bin da", rief ich. Sozusagen war ich mit der Tür ins Haus gefallen. Aber nichts geschah.

-> Lesen Sie weiter

Positionen Februar 2017 von Peter Priller

Spätestens ab kommenden Donnerstag zerfallen das Land und weite Teile Europas und der Welt in zwei Hälften: Die Muffel auf der einen Seite und die Närrischen, Narren oder Jecken, wie man im Rheinland sagt, auf der anderen Seite. An Fasching, Fasnacht oder Karneval scheiden sich die Geister. Und der Zustand dauert von Donnerstag bis zum Anbruch des Aschermittwochs - also volle sechs Tage.

-> Lesen Sie weiter

Positionen März 2017 von Michael Edenhofer

Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer

Als ich im Alter von 12 Jahren die erste Jesus – Verfilmung sah, war ich fasziniert und begeistert.

Ich habe gespürt: Da ist einer, der eine tiefe Menschenfreundlichkeit ausstrahlt. Er lässt keinen links liegen. Keiner wird von ihm abgeschrieben oder ausgestoßen.

Bei Jesus habe ich soviel an Verständnis, an Güte und Sympathie für Schwache, Kranke und Sünder gespürt, dass mir klar war: Dieser Jesus von Nazareth ist etwas ganz Besonderes.

Ich möchte ihnen jetzt eine Jesusgeschichte vorstellen, die für mich dieses Besondere, dieses Faszinierende aufzeigt.

Wenn jemand den Herzschlag Jesu und damit den Herzschlag Gottes kennenlernen möchte, dann kann diese Erzählung einen großen Beitrag leisten.

-> Lesen Sie weiter

Positionen Mai 2017 von Daniel Saam

Glauben Sie an Auferstehung?

Wenn das jetzt eine Live-Sendung wäre und Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, die Möglichkeit hätten, per Anruf oder per Mail ins Studio Ihre Antwort oder Ihre persönliche Meinung kund zu tun, dann würde meine Frage wahrscheinlich ein sehr breites Spektrum an Antworten und Meinungen zu Tage fördern. ...

-> Lesen Sie weiter

Positionen Juli 2017 von Harald Klein

Manchmal ist es mir zu kompliziert, zu langwierig, zu umständlich. Dann nehm ich mir einfach die Schere und ritsch: schneid ich die Verpackung auf. Wie? Jetzt erst von allen Seiten das Teil anschauen und lange überlegen? Nein, ritsch, und ich bin da durch. Wenn ich ein Paket bekomme, auf das ich mich schon lange gefreut habe, wenn ich in Eile bin, wenn ich unter Druck, voller Tatendrang bin. Dann ist mir egal, was als Zugang gedacht war. Aber - ich habe es auch schon manchmal bereut. Nicht nur einmal habe ich den Gegenstand selber beschädigt mit meiner Schere. Erst recht habe ich die innere Verpackung beschädigt. Zurückgeben, reklamieren konnte ich dann sowieso nichts mehr. Aber auch das sinnvolle Etui, den Beutel, die wertvolle Umhüllung kann man auf so eine Art untauglich machen. Früher wurde der Kaffee verschickt, eingehüllt in ein Küchentuch, eine nette Werbeidee. Aber durch mein rabiates Öffnen war das Küchentuch blitzschnell dahin. Eine Kunststoffverpackung für Holzschrauben habe ich kürzlich zerstört. Ich hatte nicht begriffen, dass die zur Weiterverwendung als Kistchen gedacht war. Erstmal nach einem Zugang suchen, erstmal fragen, wie sich etwas sinnvoll öffnen lässt ohne Gewalt, das wäre wertvoll.

Den Zugang finden zu etwas, verehrte Hörerinnen und Hörer, das ist ein ganz wichtiges Unterfangen. Den Zugang zu Dingen, zu Gegenständen, zu Projekten und Problemen. ...

-> Lesen Sie weiter

Positionen August 2017 von Dr. André Golob

Frieden hinterlasse ich euch,

meinen Frieden gebe ich Euch;

nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.

 

So hochaktuell lautet, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, der zentrale Satz im 14. Kapitel des Johannesevangeliums. Er stammt aus den Abschiedsreden Jesu, so wie der Evangelist Johannes sie in seiner Schilderung vom letzten Abendmahl überliefert hat. Die Worte tun gut in Zeiten, in denen man am liebsten den Fernseher, das Radio gar nicht mehr anschalten möchte, wo auch das Lesen der morgendlichen Tageszeitung  unerträglich, ja zur Qual wird. Von Frieden keine Spur. ...

-> Lesen Sie weiter

Positionen November 2017 von Hans-Jürgen Pöschl

Liebe Hörerinnen und Hörer,

es gibt in diesen Wochen Tage, da hab‘ ich einfach meinen Novemberblues: Wenn es draußen trüb ist und gar nicht mehr zu regnen aufhören will, und die Stunden des Tages plätschern genauso lustlos vor sich hin wie der Regen, der gegen die Fensterscheiben trommelt. An solchen Tagen kostet alles viel Überwindung und fällt viel schwerer als sonst: das Aufstehen, mit den Hunden nach draußen gehen und überhaupt erst mal in die Gänge kommen, etwas anpacken, was getan werden muss, eine gute Unterhaltung in der Familie, ein paar vernünftige Zeilen zu Papier bringen usw...

->Lesen Sie weiter

Positionen Dezember 2017 von Dr. André Golob

Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Es war das Jahr des großen Reformationsjubiläums. Jetzt mögen einige sagen. „Naja, uns Katholiken betrifft die Reformation ja nicht“. Doch ich denke, das ist so nicht richtig. Ist Kirche nicht etwas, das stets reformiert werden muss, sich stets selbst hinterfragen muss? Und die theologische Maxime `Ecclesia semper reformanda´ – Kirche muss sich stets reformieren – ist über alle konfessionellen Grenzen hinweg gültig. Auch Jesus von Nazareth war zunächst einmal ein solcher Reformer. Ihm ging es nicht um eine neue Religion, ihm ging es darum, seinen jüdischen Schwestern und Brüdern zu zeigen, was Gott gefällig ist und was nicht im Sinne Gottes ist.

-> Lesen Sie weiter