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Alt-Katholischer FriedWald in Wolfenbüttel

30.03.2022

Einen Friedhof mitten im Wald gibt es nun auch bei der Kreisstadt Wolfenbüttel. Am 25. März wurde im Naherholungsgebiet Lechlumer Holz der FriedWald Wolfenbüttel eröffnet. Ab sofort können Menschen hier inmitten der Natur ihre letzte Ruhe unter Bäumen finden. Beigesetzt wird in biologisch abbaubaren Urnen.

Von links nach rechts: Generalvikarin Anja Goller, FriedWald-Geschäftsleiter Matthias Laufer, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten Dr. Klaus Merker, Stellvertretender Landrat Uwe Schäfer

„Die Art der Bestattung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Weg von der Erdbestattung, hin zur Feuerbestattung. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, innovative Konzepte von Urnenfriedhöfen zu fördern, um die Menschen von heute zu erreichen und ihnen einen namentlich bezeichneten Ort der Erinnerung und der Trauer anzubieten. Der neue FriedWald Wolfenbüttel ist solch ein Ort. Unsere Friedhöfe stehen allen Menschen offen“, sagt Anja Goller, Generalvikarin des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Das Bistum hat die Trägerschaft des Bestattungswaldes übernommen.

37 Hektar des Waldgebiets Lechlumer Holz zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig sind als Friedhof gewidmet. Rotbuche, Bergahorn, Eiche, Lärche, Hainbuche, Roteiche, Linde, Schwarzkiefer, Kirsche und Kastanie treten an die Stelle von Grabsteinen, die es im FriedWald nicht gibt. Stattdessen macht eine Namenstafel am Baum auf die Grabstelle aufmerksam. Für den Grabschmuck wird hier ausschließlich die Natur sorgen, die die Gräber je nach Jahreszeit mit Moos, Laub oder Eiskristallen ziert. 

Zentraler Ort des Erinnerns und Gedenkens im FriedWald ist der eigens eingerichtete Andachtsplatz. Dieser ist mit einem Rednerpult, einer Stele zum Abstellen der Urne und Bänken ausgestattet und wird bis zum Sommer durch einen Pavillon und ein Kreuz ergänzt. Am Andachtsplatz können Trauerfeiern ihren Anfang nehmen. 

In dieser natürlichen Umgebung die letzte Ruhe zu finden, ist für viele Menschen ein beruhigender Gedanke. Das weiß auch Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. Mit dem FriedWald Wolfenbüttel betreuen die Landesforsten den mittlerweile 13. FriedWald im Bundesland. „Der Wald ist ein Ort, an den es uns Menschen immer wieder zieht, wenn wir zur Ruhe kommen und Kraft tanken möchten. Denn vom Wald geht eine beruhigende Wirkung aus“, sagt Merker und ergänzt: „Beim Abschied nehmen hilft diese Wirkung des Waldes. Die Natur spendet Trost und Zuversicht. Das wird auch bei späteren Waldbesuchen spürbar.“ 

Die beruhigende und tröstliche Wirkung des Waldes können Interessierte bei einer kostenlosen Waldführung durch den FriedWald erleben. Die Försterinnen und Förster vom Forstamt Wolfenbüttel, die für das Waldgebiet Lechlumer Holz und den darin liegenden FriedWald zuständig sind, erklären dabei alles rund um die Baumbestattung. Insbesondere auch zur Möglichkeit der Vorsorge. Denn die Entscheidung für FriedWald können Interessierte bereits zu Lebzeiten treffen. „Wer sich den Ort für die letzte Ruhe selbst aussucht, kann sichergehen, nach den eigenen Wünschen beigesetzt zu werden. Das kann eine große Erleichterung sein“, sagt FriedWald-Geschäftsleiter Matthias Laufer. Unter www.friedwald.de/wolfenbuettel finden sich weitere Informationen und Termine für Waldführungen. Die Anmeldung ist online oder telefonisch unter der Nummer 06155 848-100 möglich. 

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