Utrechter Union

Erzbischof Joris Vercammen

In der Utrechter Union (UU) haben sich verschiedene selbständige katholische Kirchen in Europa zusammengeschlossen. Am 24. September 1889 trafen die Bischöfe der alt-katholischen Kirchen der Niederlande, Deutschlands und der Schweiz in Utrecht zusammen, um dem bis dahin gewachsenen Band der Einheit gemeinsam Ausdruck und Form zu geben. An diesem Tag veröffentlichten sie die Utrechter Erklärung und legten damit die Grundlage für das gemeinsame Bekenntnis der Utrechter Union.

Zu gleicher Zeit wurde ein Abkommen aufgestellt über den amtlichen Verkehr der Bischöfe und der von ihnen geleiteten und repräsentierten Kirchen. Darin wird festgelegt, daß die Kirchen in voller kirchlicher Gemeinschaft miteinander stehen auf Grund ihrer Annahme der Utrechter Erklärung.

 
Um diese Gemeinschaft von nationalen Kirchen aufrecht erhalten zu können, kommen die Bischöfe regelmäßig als "Internationale Bischofskonferenz" (IBK) zusammen. Diese Bischofskonferenz ist zuständig, in Übereinstimmung mit den angeschlossenen Kirchen alle Angelegenheiten der Lehre und des Lebens der Kirchen zu behandeln, sowie für die Beziehungen zu anderen Kirchen, ohne sich dabei in die Jurisdiktion der einzelnen Kirchen einzumischen.

Heute gehören neben den Gründungsmitgliedern (die alt-katholischen Kirchen der Niederlande, Deutschlands und der Schweiz) die alt-katholischen Kirchen Österreichs, der Tschechischen Republik, Polens und Kroatiens, sowie Gemeinden in Skandinavien (Schweden und Dänemark) und Frankreich zur Utrechter Union.Die über Jahrzehnte zur Utrechter Union gehörige PNCC (USA und Kanada) hatte denjenigen alt-katholischen und anglikanischen Kirchen, welche die Frauenordination eingeführt haben, die Sakramentsgemeinschaft aufgekündigt. In der Folge gehört die PNCC nun nicht mehr zur UU.

Signet der Utrechter Union

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Utrechter Union.

Der Martinsdom im Utrecht