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30.12.2015 13:26 Alter: 207 days

Dekan i.R. Konrad Liebler verstorben

Am frühen Morgen des 29. Dezember verstarb im Alter von 87 Jahren der frühere Pfarrer der Gemeinde Nürnberg und bayerische Dekan Konrad Liebler. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 7. Januar, um 13 Uhr in der St. Klara-Kirche in Nürnberg statt.

Konrad Liebler wurde am 10. Dezember 1928 in Erlenbach bei Marktheidenfeld (Unterfranken) geboren. Nach dem Abitur 1948 studierte er Katholische Theologie in Würzburg und wurde dort am 18. Juli 1953 durch Bischof Julius Döpfner zum Priester geweiht. Er wirkte als Geistlicher in Hösbach, Karlstadt und Reyersbach bei Neustadt/S., ehe er 1960 aus dem geistlichen Dienst ausschied und einen Zivilberuf ausübte. In Balingen (Württemberg) heiratete er 1961 seine Frau Waltraud; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Konrad Liebler schloss sich der alt-katholischen Kirche an und war zunächst von 1961 bis 1967 als Pfarrer in Aachen tätig. In dieser Zeit wurde dort die jetzige Kirche gebaut. Es folgten 24 Jahre als Pfarrer der Gemeinde Nürnberg, wobei er immer wieder auch für Würzburg zuständig war. In Nürnberg war es ihm ein Anliegen, der Gemeinde mit der Hauskirche in der Rankestraße einen festen Ort für die Feier der Gottesdienste und die vielfältigen Gemeindeaktivitäten zu schaffen. 1983 wurde er zum Dekan für Bayern ernannt, ein Amt, das er bis zum Ruhestand ausübte. In verschiedenen Perioden war Konrad Liebler Mitglied der Synodalvertretung.

Konrad Lieblers Leidenschaft galt der Ökumene, lokal wie überregional. Es war u.a. Mitbegründer der Gesprächsgruppe mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), aus der 1985 die Vereinbarung mit der EKD zur gegenseitigen Einladung zum Abendmahl bzw. zur Eucharistie hervorging. Bischof Dr. Matthias Ring würdigte ihn, seinen früheren Lehrpfarrer, als leidenschaftlichen Seelsorger und zutiefst kirchlichen Menschen. "Kirche war für Konrad Liebler nicht eine abstrakte Institution", so Bischof Ring, "sondern die Gemeinschaft der Glaubenden, die die befreiende Botschaft des Evangeliums durch die Zeiten trägt."