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05.02.2018 14:36 Alter: 195 days

Erstmals eigene Pfarrstelle für Hamburg

St. Triniatis Hamburg / Altona

Kapelle am Gemeindehaus von St. Michaelis / Lüneburg

Zum ersten Mal seit ihrer Errichtung als eigenständige Pfarrgemeinde im Jahr 1937 wird Hamburg eine hauptberufliche Pfarrstelle erhalten. Dies beschloss Ende Januar die Kirchenleitung.

Bereits vor vier Jahren wurde ein Vikariat für die Gemeinde eingerichtet, welches allerdings keine auf Dauer vorgesehene Stelle ist. Gleichzeitig wurde mit der Vikariatsstelle auch der Seelsorgebereich der Gemeinde erweitert, so dass sie seit Anfang 2014 nicht nur die Freie und Hansestadt Hamburg umfasst, sondern auch einige Gebiete im südlichen Schleswig-Holstein sowie das nördliche Niedersachsen von Cuxhaven über Soltau bis ins Wendland.

„Durch die Vikariatsstelle und die Mitarbeit einer ehrenamtlichen Priesterin konnte die Gemeinde Hamburg verstetigt und stabilisiert werden“, so Bischof Dr. Matthias Ring. „Um die Arbeit kontinuierlich weiterzuführen und die Entwicklung der Gemeinde weiter zu fördern, hat die Synodalvertretung entschieden, nun eine dauerhafte Pfarrstelle für Hamburg einzurichten“, so Ring weiter.

Die Ausschreibung der Pfarrstelle wird voraussichtlich Mitte März erfolgen. Nach Durchlauf des üblichen Prozederes wird die Gemeinde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres dann erstmals in ihrer Geschichte eine eigene Pfarrerin oder einen eigenen Pfarrer haben.

Die Geschichte der Hamburger Gemeinde  reicht bis in die 1920er Jahre zurück. Im Jahr 1923 wurde erstmals eine alt-katholische Eucharistiefeier in Hamburg gefeiert, ab Februar 1925 schließlich regelmäßig Dafür reiste damals der ehrenamtlich in der Seelsorge tätige Pfarrer Carl Bremer aus Berlin an. Am 11. Mai 1937 beschloss die Synodalvertretung, Hamburg als eigenständige Pfarrgemeinde zu errichten. Da die Mittel für ein eigenes Kirchengebäude fehlten, musste die kleine Gemeinschaft an wechselnden Orten ihre Gottesdienste feiern. Aktuell ist sie seit April 2006 in der Evangelischen Kirche St. Trinitatis in Hamburg Altona zu Gast. Im Regelfall wurde die Gemeinde Hamburg von Geistlichen aus Berlin, von Nordstrand oder aus Hannover betreut.

Trotz ihrer geringen Größe ist der Gemeinde die Ökumene ein wichtiges Anliegen. So arbeitet sie eng sowohl mit der gastgebenden evangelischen Gemeinde als auch mit der anglikanischen Schwestergemeinde St. Thomas Becket und mit den unterschiedlichen Gemeinden in Hamburg Altona zusammen. Außerdem ist sie in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg und im Ökumenischen Forum HafenCity engagiert. Um die Seelsorge im Bereich nördliches Niedersachsen zu stärken wurde im März 2016 zusätzlich eine Gottesdienststation in Lüneburg eingerichtet.