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05.01.2018 11:43 Alter: 168 days

Ausdruck menschlicher Demut und tiefen Gottvertrauens. Bischof Ring zur Diskussion über das Vaterunser

Foto: © Kiefer

In seiner Predigt am Neujahrstag hat Bischof Dr. Matthias Ring die Debatte um die sechste Bitte des Vaterunsers ("und führe uns nicht in Versuchung") aufgegriffen.

Während des Gottesdienstes anlässlich des Patroziniums der Namen-Jesu-Kirche in Bonn wies Ring darauf hin, dass die Vaterunser-Bitte die Frage aufwerfe, was man unter dem Begriff der "Versuchung" verstehe. Am Ende gehe es um ein grundsätzliches Problem, das jeden einzelnen Glaubenden berühre: wie man den Glauben an einen gütigen Gott zusammenbringen kann mit der Erfahrung von Leid. Bischof Ring machte deutlich, dass es keine Lösung sei, jene Spannung zwischen beidem „kosmetisch zu retuschieren.“

Das Problem verschwinde nicht, gleich wie man die Bitte übersetze. Für ihn sei der Hinweis hilfreich gewesen, „in der sechsten Bitte weniger eine Aussage über Gott zu sehen, sondern vor allem über den Menschen“, so der Bischof. Dann wäre diese Bitte vor allem ein Ausdruck menschlicher Demut angesichts der eigenen Schwachheit und gleichzeitig Ausdruck eines tiefen Gottvertrauens.

Die gesamte Predigt im Wortlaut kann hier heruntergeladen werden.