Aktuell

Versöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte

Adolf Witte, Priester im Ehrenamt bei der Begrüßung der GottesdienstbesucherInnen

So könnte man den Gottesdienst, der am Sonntag, den 16. Juli in Regensburg stattfand, überschreiben. Adolf Witte kam vor über 40 Jahren als Ordensmann nach Regensburg, um an der hiesigen theologischen Fakultät zu promovieren. Hier lernte er seine spätere Frau Barbara kennen und es wurde ihm klar, dass er die Ehelosigkeit im Orden nicht länger leben konnte und wollte. Die einzige Möglichkeit, auch kirchlich getraut zu werden, bestand in der Laisierung – der Entbindung also von allen Rechten und Pflichten eines römisch-katholischen Priesters. Die Liebe wurde zum Grund für ein über vierzig Jahre währendes Berufsverbot, das letztlich zu einer gewissen Entfremdung gegenüber der römisch-katholischen Kirche führte. Mit dem Eintritt in den Ruhestand begannen Barbara und Adolf Witte ihre Suche nach einer Gemeinde, in der sie sich wohl und angenommen fühlen konnten und fanden unsere Gemeinde in Regensburg. Ein Gewinn für beide Seiten. Mit der Zulassung zu geistlichen Amtshandlungen in unserer Kirche endete nun am 16. Juli auch sein Berufsverbot als katholischer Priester. Pfarrer Daniel Saam begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes den Nachprimizianten, dankte ihm für seine Bereitschaft, sich nun als Geistlicher im Ehrenamt in der Gemeinde zu engagieren, und bat ihn, den Vorsitz in der Eucharistiefeier zu übernehmen. In seiner Predigt über das Evangelium vom Sturm auf dem See (Mk 4,35–41) legte Adolf Witte sein Bibelverständnis dar und ermutigte dazu, nicht nach der Wahrheit der Erzählung zu fragen, sondern die Wahrheit für uns in der Erzählung zu suchen. Im Anschluss an den Gottesdienst lud das Ehepaar Witte alle zu einem kleinen Empfang in das Gemeindehaus ein, bei dem Gemeindemitglieder, die Familie und Weggefährten von Barbara und Adolf Witte miteinander ins Gespräch kommen konnten. Die Gemeinde Regensburg ist sehr dankbar für das Engagement unseres neuen Geistlichen im Ehrenamt, das machte der zweite Vorsitzende des Kirchenvorstands, Hans-Peter Landsmann, in seinem Grußwort deutlich. Manchmal dauert es lange Jahre, bis sich ein Kreis im Leben schließt. Umso schöner ist es, wenn man dabei sein darf. 

 

Einzug in die Kreuzkirche

Zum Jahresanfang begann für uns eine neue Ära. Wir feierten unseren ersten Gottesdienst nach dem Umzug in der evangelischen Kreuzkirche an der Deggendorfer Straße. 13 Jahre lang war die Gemeinde in der evangelischen Bruderhauskirche beheimatet. Aufgrund der Aufgabe des evangelischen Krankenhauses war es erforderlich, ein neues Domizil zu finden. „Was der Gemeinde in den letzten Monaten zunehmend gefehlt hat, waren Räume, die wir außerhalb unserer Gottesdienste nutzen konnten“ erklärte Pfarrer Daniel Saam die Situation, die die Gemeinde zur Suche nach einer neuen Bleibe animierte. Die evangelische Schwesterkirche zeigte sich sofort sehr gastfreundlich und stellte den Alt-Katholiken ihr Gotteshaus einschl. der Gemeinderäumlichkeiten zur Verfügung. Die Einzugsfeierlichkeiten fanden in ökumenischer Gemeinschaft und anschließendem Wintergrillen in der Kreuzkirche statt. Hausherr Pfarrer Thomas Koschnitzke hieß die Gemeindemitglieder in der voll besetzen Kreuzkirche aufs Herzlichste willkommen. „Gerne wollten wir die Spielverderber im Krippenspiel sein“, meinte Koschnitzke, „und haben - entgegen der vorgesehenen Antwort - auf die Herbergsfrage sofort erwidert: Ja, gerne nehmen wir Euch auf!“
„Wir verlassen die Bruderhauskirche zwar mit Wehmut, aber wir freuen uns sehr auf die Entfaltungsmöglichkeiten, die uns der neue Standort am Hohen Kreuz bietet.“, fasste Pfarrer Daniel Saam die Stimmung in seiner Gemeinde zusammen.

Unser "neuer" Altartisch
Der Kirchenraum
Weihrauch zum Einzug
Wintergrillen
Stockbrot

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Familiengottesdienst

Am 1. Sonntag im Monat 11.00 Uhr.