Bad Tölz

Gemeindebrief

Liebe Leserinnen und Leser unseres Kirchenzettels,

es wird allmählich Sommer und landauf landab sind längst die Gartenfreunde zugange und gestalten mit viel Liebe und Fleiß ihre größeren und kleineren Gärten. Ich liebe schöne Gärten, wenngleich ich zugeben muss, dass ich nicht der geborene Gärtner bin. Für viele ist Gartenarbeit Erholung, andere müssen sich dafür „am Riemen reißen“ (ich zum Beispiel). Aber auch wenn man selbst nicht die große Gärtnerin oder der große Gärtner ist, so ist der Aufenthalt in einem schön gepflegten Garten für nahezu jeden Menschen etwas Angenehmes, etwas Schönes. Ein schöner Garten erfreut die Sinne und erhebt die Seele. Das war schon immer so. Das fängt in der frühen Antike im alten Orient an und setzt sich durch die großen Zeiten der antiken Zivilisationen Griechenlands und Roms fort. Man kennt und pflegt Gärten in allen Phasen des Mittelalters. Renaissance und Barock entwickeln wieder ganz neue Gartenkulturen, Gleiches gilt für die Romantik und den Biedermeier, für die Moderne und die Gegenwart.

Und man pflegte und pflegt Gärten in allen Teilen der Welt, in Europa und im Orient genauso wie im Fernen Osten, in der Neuen Welt ebenso wie auf den Inseln der Ozeane.

Das Alte Testament schildert den Idealzustand der Welt als Garten – Eden genannt – das Paradies. Im Neuen Testament wird Jesus in einem Garten gefangengenommen und in einem Garten begraben. Und, der Logik folgend, ereignet sich in einem Garten auch die Auferstehung. Im Johannesevangelium erscheint der Auferstandene als Gärtner der Maria Magdalena.

So ist es kein Wunder, dass man ab der Spätantike und im Mittelalter den Narthex, die Vorhalle jeder großen Kathedrale, als Garten angelegt hat. Gleiches gilt für die Kreuzgänge der Mönchs- und Nonnenklöster. Das waren keine Nutzgärten, sondern hier ging’s um Schönheit, um Ästhetik. „Paradies“ nannte man deshalb diese Kirchengärten. Es sollten Orte sein, an denen man zur Ruhe findet, sich aus dem Alltag erhebt. Dort wuchsen keine Kohlrabi und dergleichen (dafür hatte man eigene Nutzgärten), sondern kostbare Blumen, Stauden und Sträucher. Und sie dienten nicht, wie später in der Renaissance der Lustbarkeit eines weltlichen oder geistlichen Fürsten, sondern sollten dem Menschen, der Gott sucht, den Weg zum Paradies weisen.

Ein schöner Garten macht die Seele friedlich. Aber ein schöner Garten macht auch viel Arbeit. Und so ist es wohl mit dem Frieden in jeder Hinsicht: Frieden schaffen und Frieden erhalten macht viel Arbeit und Mühe. Aber nur der Frieden macht den Blick frei für das Kostbare, für das Schöne – und für das, was über die Welt hinausgeht.

Frieden mit sich selbst, Frieden mit denen, die uns nahestehen, die wir lieben, Frieden mit denen, die mit uns arbeiten – all das ist oft schwer zu erhalten oder wiederherzustellen. Und wenn wir das Fass der Politik aufmachen, dann wird die Arbeit für den Frieden noch viel anstrengender und größer. Aber – diese Arbeit lohnt sich. Denn wer den Frieden fördert, in allen Bereichen, der oder die pflegt einen schönen Garten, baut mit am Paradies.

Ich wünsche uns allen viele schöne und friedvolle Sommertage!

Ihr/Dein/Euer Kurat Peter Priller

 

 

                      

                                                                 Termine in Bad Tölz

 

 

 

 

 

 

Regelmäßige Gottesdienste

Gottesdienst in der Tennerkapelle
Gottesdienst in der Tennerkapelle

Sonntag abwechselnd 10:00 Uhr oder 19:00 Uhr

in der Tennerkapelle, Benediktbeurer Straße 2.

Den Zeitpunkt finden Sie unter Termine.

 

 

Hausbesuche – Krankenkommunion

Gerne besuch ich Sie zu Hause, einfach so, um sich kennenzulernen, oder wenn Sie aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht zum Gottesdienst kommen können, bringe ich Ihnen gern die Kommunion nach Hause oder feiere mit Ihnen daheim Gottesdienst.            

Anruf genügt: (08041) 73550

 

Peter Priller

                                                                                                                          

                                                                    

Freitag, 20. Juli bis Sonntag, 22. Juli

Dekanatstage in Pappenheim

30. Juli / 4. August bis 12. August

Jugendfahrt ins Elsaß und nach Taizé

Sonntag, 5. August

12.00 Uhr Berggottesdienst