Aus dem Gemeindeleben

Osterkrippe 2017

Miteinander - Füreinander

Eine Gemeinde bedeutet Gemeinschaft. Diese ist wiederum so lebendig und bunt, wie die Menschen, die sie ausmachen. Jede und jeder ist eingeladen, seine Talente und Fähigkeiten einzubringen, so dass die Gemeinde miteinander füreinander da ist!

Auf dieser Seite erfahren Sie die aktuellsten Ereignisse aus unserer Gemeinde und können die einzelnen Gruppen kennen lernen, die das Gemeindeleben prägen und gestalten. Viel Spaß beim Entdecken!

Alt-Katholiken feiern kein Fronleichnam? Von wegen!

In der Alt-Katholischen Liturgie feiern wir an Fronleichnam den sogenannten "Danktag für die Eucharistie". Zu diesem Zweck haben sich die Kinder des Religionsunterrichtes etwas ganz Besonderes ausgedacht, da heuer kein eigener Gottesdienst der Alt-katholischen Christen in Kaufbeuren-Neugablonz stattfinden wird. Den Dank an Gottes gute Schöpfung, für alles, was er uns unverdient schenkt, Blumen, Tiere, Nahrung ... fassten sie in Mosaikbildern zusammen, die bis auf weiteres noch an der Kirche Fichtenweg 6 zu bestaunen sind. Diakon Markus Stutzenberger wird heuer die Liturgie der römisch- katholischen Geschwister am Fronleichnamstag durch seine liturgische Mitfeier in Gottesdienst und Prozession unterstützen. Somit ziehen durch die Straßen von Neugablonz nicht nur das "Brot des Lebens", die geweihte Hostie, sondern auch das "umarmende Wort Gottes" in Gestalt des Evangeliars, das seinen Weg in die Straßen und Herzen der Menschen sucht.

Kindertaufe? Drei Gründe für ein klares „Ja

Die Taufe von Säuglingen und Kleinkindern wird mancherorts infrage gestellt, von einigen Christen sogar für ungültig erklärt.

1. Taufe ohne Glaube ist ungültig. Ein Kleinkind kann noch nicht verstehen, was dabei geschieht, und empfängt darum auch die Taufe nicht im Glauben.
Diese Anfrage speist sich aus der Überzeugung, dass die Taufe eine aus dem Glauben an Jesus Christus gegebene Antwort auf den Ruf in die Nachfolge Jesu ist. Zu neutestamentlichen Zeiten war das sicher das Grundmodell von Taufe. Und dieses darf es auch weiterhin geben: Menschen entdecken den christlichen Glauben für sich als heilsam und entscheiden sich ganz bewusst und mündig dafür, sich taufen zu lassen. 

Aber schon in der Tatsache, dass man sich nicht selbst taufen kann, steckt ein Hinweis darauf, dass die Taufe nicht primär unser Tun, sondern ein Tun Gottes an uns ist. In der Taufe wird uns nämlich ganz persönlich zugesagt, dass Gott uns als seine Kinder ansieht, und er sich mit uns verbunden hat. Und damit werden wir Glied am Leib Christi. Diese Zusage Gottes braucht unsere Antwort, unseren Glauben.
Denn erst, wo wir aus dem Vertrauen leben, dass wir zu Gott gehören, dass er uns trägt durch Schönes und durch Schweres, nimmt die Zusage der Taufe Gestalt an in unserem Leben. Sie gilt aber unabhängig davon, wie ernst wir sie in unserem Lebenswandel nehmen. Denn unser Lebenswandel kann nie begründen, dass Gott uns gnädig ist. Und weil die Taufe eine Zusage ist, die von Gott her gilt, und unser Glaube die Antwort darauf ist, kann der Glaube auch der Taufe folgen. Darum ist es auch möglich, unmündige Kinder zu taufen.

2. Die Taufe ist als Sakrament auf das Erleben ausgerichtet. Menschen sollen darum in einem Alter getauft werden, in dem sie sich ihr Leben lang an die Taufe erinnern können.
In der Tat hat sich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen eine Entwicklung ergeben, in der immer mehr Kinder im späten Kindergarten- oder im Grundschulalter getauft werden. Die Frage ist, ob mit diesem Anliegen einer „bewussten“ Taufe dem eigenen Erleben und der Erinnerung an das Erlebte nicht zu viel zugemutet wird. Kann es nicht auch eine besondere Kraft haben, zu wissen: Ich bin von Anfang an mit Gott in Kontakt gewesen, Gott sah mich schon als sein Kind an, bevor ich mir seiner und meiner selbst bewusst wurde?! Diese Einsicht kann dann allerdings nur wachsen, wenn mir bei jeder Taufe, die ich miterlebe, deutlich wird: Was dem Täufling zugesprochen wird, das wurde einst auch mir zugesprochen. Darum ist auch die sogenannte Tauferinnerung so wichtig.

3. Unser Kind soll einmal selbst entscheiden, ob es getauft werden will. Wir als Eltern können doch diese Entscheidung jetzt noch nicht treffen.
Dieser Einwand gründet auf unserer modernen Überzeugung, dass jeder für sich selbst entscheiden können soll – gerade auch in so existenziellen Fragen wie der Religion. Aber er verkennt, dass Eltern ihre Kinder in vielerlei Hinsicht auf einen bestimmten Weg ins Leben bringen müssen – und auch sollen! Eltern müssen ja auch entscheiden, auf welche Schule ihr Kind geht, ob und welchen Sport es ausüben soll, welche Bücher es liest, welche Computerspiele es spielt. Ein unmündiges Kind taufen zu lassen bedeutet, mich dafür zu entscheiden, dass mein Kind mit Gott ins Leben geht. Und daraus folgt, dass ich mein Kind mit Gott, mit Glauben und Kirche in Kontakt bringe. Ob es diesen Weg mit Gott später, wenn es für sein Leben selbst verantwortlich ist, weitergehen mag, steht ihm frei. Die Entscheidung kann Eltern leichter gemacht werden, wenn sie in den Angeboten der Kirche entdecken, wie sie ihrem Kind den Weg zu Gott ebnen können: von Krabbelgottesdienst über die religiöse Erziehung im Kindergarten, von Taufelternseminaren bis hin zu Glaubenskursen für die Eltern selbst.

Erstkommunion 2017

Erstkommunion 2017

Herr Manuel Ramon Maurus hat am 30.04.2017 die feierliche Kommunion empfangen.


Vorbereitung und Gottesdienst standen unter dem Thema:
           „GOTT IST FÜR MICH WIE EIN GUTER HIRTE“.

 

Manuel Ramon Maurus hat am Sonntag, den 30.04.2017 in der Alt-Katholischen Kirchengemeinde in Neugablonz die heilige Kommunion empfangen und damit den mit seiner Taufe eingeschlagenen Weg der „Christ-werdung“ bestätigt.
Manuel war bereits vor dem festlichen Gottesdienst als Ministrant tätig und bereicherte die Gemeinde durch Freunde, die er getreu dem Jesuswort „Kommt und seht!“ immer wieder mit in die Kirche brachte, um zusammen mit ihm dem Priester im Gottesdienst zu helfen.

Bei den Alt-Katholiken ist eine abweichende Konfession dabei kein Hindernis. Da es sich um eine gegenüber den großen Konfessionen recht kleine Gemeinde handelt, sind Kirchenvorstand Rainer Friedrich, Markus Schäfler, der ehrenamtliche Priester und Markus Stutzenberger, der Diakon, sehr stolz auf „ihr einziges kleines Schaf“ Manuel, das in diesem Jahr Jesus in Brot und Wein begegnet ist. „Jesus hat mit 12 Menschen Abendmahl gefeiert, nicht mit einer Masse. Insofern hat unsere Kleinheit mit der Inidividualität der Betreuung viele Chancen, über die sich manche wachsende Seelsorgeeinheit der römischen Geschwister glücklich schätzen würde“, so Stutzenberger.
Die Gemeinde feierte den Hirten Jesus, der dem einzelnen nachgeht und ihr Kommunionkind Manuel mit einem festlichen Sektumtrunk im Pfarrgarten. Musikalisch gestaltet wurde die Suche des Hirten nach seinem Schaf von Andreas Greif an der Orgel, Lisa Marie Schütz an der Querflöte und Hanna Stutzenberger an der Gitarre.