Chronik

Auch in Frankfurt bildete sich nach dem I. Vatikanischen Konzil (1869-1870) rasch ein Protest gegen das Unfehlbarkeitsdogma und das Dogma der Universaljurisdiktion des Papstes.

Die ersten alt-katholischen Frankfurter Frauen und Männer wurden seit 1874 von der Gemeinde Offenbach a.M., einem frühen Zentrum der alt-katholischen Bewegung betreut. Trauungen (erstmals 1875), Taufen und Bestattungen (1876), Religionsunterricht (ab 1878), Gottesdienste im ehemaligen städtischen Waisenhaus, Vereinsleben der Frauen und Männer und eine reiche Vortragskultur prägten das Leben der Frankfurter Gemeinde, die seit 1886 auf 72 Seelen angewachsenen war.

1886 konstituierten sich die Frankfurter Alt-Katholiken als selbständige Pfarrgemeinde.  Von 1904 bis 1942 genoss sie Gastfreundschaft in der evangelischen Nikolaikirche, bis zu ihrer Zerstörung 1944 dann in der Paulskirche. 1909 lebten die 300 Mitglieder in Frankfurt, Oberursel, Höchst, Bad Homburg, Kronberg, Marburg, Kassel, Eisenach und Wetzlar.

1913 wurde Frankfurt eine eigenständige Pfarrgemeinde und wählte mit Pfr. Arthur Kaminski ihren ersten Pfarrer. 1931 wird mit Katharina Bertrand die erste Frau in den Kirchenvorstand gewählt.

1933 bis 1945 führt die dem Nationalsozialismus nahestehende „Katholische Nationale Kirchliche Bewegung“  zu Spannungen und Unruhen in der Gemeinde. Das Ende des Nationalsozialismus und Krieges erlebt eine verstreute und zerschlagene Gemeinde: vier Tage nach Eintreffen der amerikanischen Truppen in Frankfurt feiern sieben Gemeindemitglieder in der Pfarrwohnung die Osternacht 1945.

Die Gemeinde findet sich rasch neu und antwortet auf die drängenden Probleme der Zeit in dem ihr möglichen bescheidenen Rahmen. In den Wintern 1946-48 unterhält sie eine Wärmestube und Suppenausgabe im Gasthof zum Falken in Bockenheim, in der Basaltstraße. 1948 wird eine Holzkirche der jetzt 925 Seelen großen Gemeinde als Willibrordkirche in der Freiherr-v-Stein-Kirche eingeweiht und bis 1954 ist hier die evangelisch-lutherische Katherinengemeinde Gast.

1957 wird die gemeinsam mit der anglikanischen und der episcopalen Schwestergemeinde errichtete Willlibrord Kirche in der Sebastian-Rinz-Straße eingeweiht, heute: church of christ the king.

1987 bezieht die Gemeinde das Gemeindezentrum in der Basaltstraße 23, im Haus des früheren Titania Kinos. Die Oberurseler Teilgemeinde hat ein eigenes Gotteshaus in Bommersheim, zuerst in der von Frankfurt nach Oberursel transportierten Holzkirche und seit 1974 in der in einem Wohnhaus neu gestalteten Franziskuskirche. In Fulda sind wir weiter Gast der evangelischen Kirche.

Publikationen

Folgende Publikationen zur Geschichte der Gemeinde Frankfurt sind erschienen und sind im Pfarrbüro (teilweise) erhältlich:

  • "Chronik der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Frankfurt am Main" (1879 - 1965), Pfr. Paul F. Pfister
  • "Chronik - Alt-Katholische Pfarrgemeinde Frankfurt am Main 1965 bis 1995", Pfr. Ulrich Katzenbach, Robert Port
  • "20 Jahre Franziskuskirche Oberursel - Alt-Katholische Gemeinde" (1995), Robert Port

Gemeinde Frankfurt

Gemeindezentrum und Pfarrbüro

Pfarrer Christopher Weber

Basaltstr. 23
60487 Frankfurt-Bockenheim
Tel.: 069-709270
Fax.: 069-97080050
Email:frankfurt(at)alt-katholisch.de

http://frankfurt.alt-katholisch.de

 

 

Gottesdienste

Die aktuellen Gottesdienst-Termine für

  • Frankfurt
  • Oberursel
  • Fulda

sowie weitere Informationen zu den jeweiligen Angeboten finden Sie hier