Wie wir feiern

Unsere Liturgie

Unsere Gottesdienste sind vor allem feierlich-liturgisch geprägt. Alle Sinne werden im Gottesdienst berührt – vom Klang der Lieder, der Berührung der Nächsten im Friedensgruß, der feierlichen liturgischen Kleidung, dem Duft von Weihrauch, dem Geschmack von Brot und Wein.

Das Ziel ist es, den Menschen in die Gegenwart Gottes hinein zu führen und diese Gegenwart spüren zu lassen – nicht „verkopft“, sondern mystisch, vom Herzen.

Wir kennen und feiern die sieben Sakramente der ungeteilten Kirche: Taufe, Eucharistie, Versöhnung, Ehe, Weihe, Firmung und Salbung. Die für uns wichtigste Feier ist die Eucharistie, und deshalb feiern wir die Eucharistie (Messe, Abendmahl, Kommunion) sonntäglich. Denn für uns ist die Eucharistie immer eine österliche Feier – die Feier der Danksagung für das Opfer Christi.

Das Wort „Eucharistie“ kommt aus dem Griechischen εὐχαριστέω und bedeutet „Danksagung“. In der Feier danken wir Gott für Seinen Sohn, Seine Liebe und Seine Barmherzigkeit und treten in Gemeinschaft mit IHM und unseren Mitmenschen ein. Um den Altar versammelt sind wir eins mit Gott und einander – „empfangt, was ihr seid, der Leib Christi, damit ihr werdet, was ihr empfangen habt, der Leib Christi“, wie der hl. Augustinus es formulierte.

  • Aus diesem Grund sind alle Getauften dazu eingeladen, Leib und Blut Christi in der Eucharistie zu empfangen, unabhängig von der Konfession.

Wir greifen auf 2.000 Jahre Kirchengeschichte und -tradition zurück und singen Lieder aus allen Zeiten – Gregorianik bzw. Choral, Akathistos-Gesang, Taizé-Lieder, und Kirchenlieder aus der Reformationszeit bis heute.

Unsere Liturgie ähnelt den Liturgien der römisch-katholischen Kirche und der anglikanischen Kirche sehr stark – allerdings ist so manche Formulierung ungewohnt für römisch-katholische Christen, denn wir haben unsere Liturgie etwa 80 Jahre vor Rom modernisiert und „eingedeutscht“ und haben deshalb eigene Varianten in den liturgischen Texten. Zum Beispiel sagen wir im Sursum Corda (dem Gruß des Priesters am Anfang des eucharistischen Gebetes) als Antwort auf „erhebet eure Herzen“ nicht „wir haben sie beim Herrn“ sondern „wir erheben sie zum Herrn“.

Wir laden Sie ein, mit uns Gott zu loben, IHM zu danken und die Herzen zu erheben!

Verfasst von John Grantham
5. April 2011