Der Weinberg-Fonds
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiterinnen
und Arbeiter (nach Mt 9,37)
Solidaritätsfonds“ hatte ihn sein Gründer, Pfarrer Joachim Vobbe, vor ca. 20 Jahren genannt. (Die Namensgleichheit mit
unserem heutigen Bischof ist nicht zufällig oder gar erfunden.) Auch damals
ging es darum, Stellen zu erhalten und zu schaffen. Zu dieser Zeit gab es noch
keinen staatlichen Solidaritätszuschlag – also keinerlei Assoziationen. Aber es
gab auch schon zu dieser Zeit zu wenig Arbeiterinnen und Arbeiter im Weinberg
Gottes. Selbstverständlich sind wir das alle, die wir getauft sind. Es bedarf
des Zusammenspiels der hauptamtlichen Geistlichen, der Geistlichen mit
Zivilberuf und derer, die aufgrund ihrer Taufe Berufene sind.
Es braucht sie, die hauptamtlichen Geistlichen. Das wird
besonders dort deutlich, wo sie fehlen.
Die Kirche Jesu Christi lebt seit ihrem Ursprung aus
lebendigen Zellen, zunächst aus Tisch- und Hausgemeinschaften und später auch
aus Gemeinden. Der gelebte Glaube braucht Gesichter und Verlässlichkeit.
Insbesondere in einer Globalisierung, die Vereinzelung und Einsamkeit, manchmal
gar Verlorenheit mit sich bringt, sehnen sich Menschen nach persönlicher
Ansprache und Annahme.
„Menschen werden
freigestellt“
Zu Recht begehren wir auf, empören wir uns, wenn wir hören,
dass Menschen „freigestellt werden“. Die Formulierung ist bereits eine
Missachtung der Betroffenen. Die Tatsache, dass dies auch dort geschieht, wo
eine Firma Gewinne schreibt und einige wenige zu unüberschaubarem Vermögen
kommen, ist unerträgliches Unrecht.
Wenn in den Kirchen Menschen aus ökonomischen Gründen
entlassen werden – und das ist in unseren Geschwisterkirchen durchaus Realität
–, dann ist eine solche Vorgehensweise besonders entmutigend, wollen wir doch Vorbild
sein, wünschen wir uns doch, dass Menschen unsere Frohe Botschaft von Gottes-
und Nächstenliebe, von Gebet und Diakonie, von Kommunion und Solidarität an
unserem Handeln erkennen.
In unserer Kirche wollen wir verhindern, dass Menschen aus
finanziellen Gründen entlassen werden. Wenn die Kirchensteuereinnahmen sinken,
dann muss nach Wegen gesucht werden.
Ein wichtiger Schritt:
die Synodalkasse
Einsparungen in anderen Bereichen, Umverteilung und das
Eröffnen neuer Einnahmequellen sind mögliche Interventionen. Die Synodalkasse
ist von der vergangenen Bistumssynode in erster Linie zum Zwecke der
Umverteilung eingerichtet worden. Sie soll zunächst sicherstellen, dass alle
Angestellten unserer Kirche auch weiterhin ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Ein zweiter Schritt: neue
Arbeiterinnen und Arbeiter
im Weinberg Gottes
Die Frage, warum wir – trotz der Synodalkasse, die die
Gehälter sichert – einen „Weinberg-Fonds“ in unserer Kirche brauchen, ist
leicht beantwortet: Neue Stellen müssen geschaffen werden. Natürlich ist es
sinnvoll, dass es hierfür Kriterien gibt. Eine Voraussetzung ist, dass eine
Gemeinde aus einer angemessenen Anzahl von Gemeindemitgliedern besteht, wenn
dort eine hauptamtliche Geistliche oder ein hauptamtlicher Geistlicher eingestellt
wird. Nach statistischen Berechnungen bringen zwischen 350 bis 400 Menschen ein
Vikariats- bzw. Pfarrergehalt auf. Manchmal beißt sich aber die Katze an dieser
Stelle in ihren sprichwörtlichen Schwanz. Auch andere Kriterien müssen bedacht
werden. Manchmal begünstigt die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle das
Wachstum einer Gemeinde. Dies möchte ich kurz an der Situation der Gemeinde
Düsseldorf skizzieren.
Die Thomaskirche
in Düsseldorf
130 Jahren lang existiert die alt-katholische Gemeinde
Düsseldorf. Sie hat Höhen und Tiefen erlebt – wie sicher die meisten Gemeinden
unseres Bistums. Eines aber blieb in den 13 Jahrzehnten gleich: Die Gemeinde
hatte kein eigenes Zuhause. Dies hat sich mit dem Kauf der Thomaskirche
geändert. Christen heute hat darüber in den
vergangenen Monaten ausführlich berichtet.
Bereits in den ersten Monaten wurde deutlich:
- Menschen in Düsseldorf nehmen Notiz von der
alt-katholischen Gemeinde, neuerdings von der alt-katholischen Kirche.
- Die Gemeinde fühlt sich wohl in ihrem neuen Zuhause, sie
identifiziert sich mehr und mehr mit diesem Gotteshaus und ist präsenter.
Die Gemeinde ist mit knapp 200 Mitgliedern zu klein für eine
eigene Pfarrstelle. Innovative und kreative Arbeit kann aber auf Dauer nicht im
Nebenamt befriedigend geleistet werden. Unser Bischof und die Synodalvertretung
haben eine zukunftsorientierte Entscheidung getroffen und mich – der ich
bislang meinen Priesterberuf neben dem Hauptberuf als Sozialarbeiter ausüben
musste – zum hauptamtlichen Vikar für die Gemeinden Köln und Düsseldorf
ernannt. Das ist besonders gut für Düsseldorf. Dafür bin ich persönlich
dankbar.
Aber: Auch andere Gemeinden unseres Bistums wünschen sich
eine solche Entscheidung. Auch andere Gemeinden unseres Bistums wünschen sich
hauptamtliche Menschen, die sich in Seelsorge, Verkündigung und Diakonie
engagieren.
In meiner Kindheit folgte auf den Herz-Jesu-Freitag (erster
Freitag im Monat) der Priestersamstag. An diesem Tag wurde insbesondere für den
priesterlichen Nachwuchs und geistliche Berufe gebetet. Wir sollten der Kraft
des Gebetes und des Heiligen Geistes mehr Vertrauen schenken. Wir sollten
gleichzeitig tun, was in unserer Macht steht, nämlich solidarisch sein. Deshalb
bitte ich Sie: Unterstützen Sie den Weinberg-Fonds!
Langsames, aber stetiges Wachsen und Reifen
Die Traube für einen guten Wein braucht nicht so sehr die
pralle, vielmehr die kontinuierliche Sonne. Das Reifen des Weines braucht Zeit
und die beständigen kleinen Drehungen, die die Winzerin oder der Winzer mit
Hingabe vollziehen. So ist es auch beim Weinberg-Fonds: Es ist nicht so
entscheidend, wie viel Sie spenden; es ist viel entscheidender, dass Sie den
Fonds regelmäßig und für einen langen Zeitraum unterstützen. Sollen neue
Menschen in unserem Bistum angestellt werden, brauchen sie die Gewissheit,
nicht nur für eine absehbare kurze Zeit den Lebensunterhalt für sich und die
Familie zu verdienen. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, wenn Sie ihre
Spende für den „Weinberg-Fonds“ monatlich und im Blick auf einen möglichst
langen Zeitraum zusagen. Wenn 1.000 Menschen unseres Bistums monatlich 5 €
spenden oder 100 Menschen jeweils 50 € oder 50 Menschen jeweils 100 €, dann
können wir von diesen Beträgen Stellen einrichten. Es sollte Ihnen auf keinen
Fall unangenehm sein, regelmäßig einen kleinen Betrag zu entrichten.
Weinberg-Fonds konkret
In dieser Ausgabe von Christen heute finden Sie unten den
„Weinberg-Fonds – Konkret“.
Füllen Sie bitte den entsprechenden Abschnitt aus und senden
Sie ihn uns zu. Entscheiden Sie selbst, ob Sie Ihren monatlichen Betrag per
Dauerauftrag anweisen oder ihn bequem per Lastschrift einziehen lassen wollen.
Thomas Schüppen
Der Weinberg-Fonds – Konkret
Ich möchte, dass in Zukunft in jeder alt-katholischen
Gemeinde eine hauptamtliche Geistliche oder ein hauptamtlicher Geistlicher
tätig sein wird.
Ich möchte, dass sich in allen Gemeinden unseres
alt-katholischen Bistums Menschen voll Vertrauen an Seelsorgerinnen und
Seelsorger wenden können.
Ich möchte, dass das Netz der Geistlichen in unserem Bistum
enger wird, damit die Wege kürzer werden.
Ich möchte, dass das Herz unseres Glaubens – Lob, Preis und
Dank in der Eucharistie – mindestens jeden Sonntag in allen alt-katholischen
Kirchen gefeiert werden kann.
Ich möchte, dass der gelebte Glaube in den Sakramenten das
Leben in der Gesellschaft prägt durch caritative und
diakonische Nächstenliebe.
Ich weiß, dass ein langer Weg vor uns liegt, um diese
Wünsche wahr werden zu lassen.
Ich weiß, dass unsere Kirche wachsen wird, wenn sie bei den
Menschen präsent und für ihre Nöte offene Ohren und offene Herzen hat.
Ich weiß, dass es nicht auf die Höhe meiner Spende, sondern
vielmehr auf die Kontinuität ankommt.
Ich weiß, dass Gebet und gelebte Solidarität zwei Seiten
derselben Medaille sind.
Aus diesen Gründen unterstütze ich den Weinberg-Fonds mit
einer monatlichen Spende.
Bitte füllen Sie beide unten stehenden Abschnitte
vollständig aus. Trennen Sie den unteren Abschnitt ab und senden Sie ihn per
Post oder über Telefax (07 21) 9 85 11 30 an: Weinberg-Fonds der
Alt-Katholiken, Pfarrer Reinhold Lampe, Lessingstraße 1a, 76135 Karlsruhe oder
als E-Mail an: karlsruhe@alt-katholisch.de
Für Ihre Unterlagen: Ich habe heute, am .......................,
eine Spendenzusage für den Weinberg-Fonds in Höhe von monatlich
....................... € gemacht. Dieser Betrag wird monatlich von
meinem Konto abgebucht. Diesen Betrag überweise ich regelmäßig auf
folgendes Konto:
Ev. Kreditgenossenschaft Karlsruhe, BLZ: 520 604 10,
Kontonummer: 502 15 37
Ab dem folgenden Monat spende ich monatlich einen Betrag von ...................................... € für den
Weinberg-Fonds.
Der Betrag soll von meinem Konto eingezogen werden.
(Einzugsermächtigung)
..................................................................................................... .....................................................................................................
Kontoinhaber und Kontonummer Bank
und Bankleitzahl
Ich überweise den Betrag.
................................................................................................................................ ..........................................................................................
Name und Anschrift Datum und Unterschrift